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	<title>Kommentare zu: Lisa verlässt Emma</title>
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		<title>Von: erna</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3905</link>
		<dc:creator>erna</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 15:14:44 +0000</pubDate>
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		<description>dieser &quot;ach, das kenn ich doch schon..&quot;- ton ist  irgendwie immer das totschlag-argument... ich frage mich nur warum sie solche angst hat, dass jemand ihr zepter stehlen will. sie ist und bleibt leitfigur und ich glaube keiner will ihr das nehmen.. aber ohne kritik keine diskussion (auch feminismus-intern) und ohne diskussion keine weiterentwicklung. schade, dass sie das nicht sehen möchte und jedem anderen die qualifikation abspricht für den feminismus zu sprechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>dieser &#8220;ach, das kenn ich doch schon..&#8221;- ton ist  irgendwie immer das totschlag-argument&#8230; ich frage mich nur warum sie solche angst hat, dass jemand ihr zepter stehlen will. sie ist und bleibt leitfigur und ich glaube keiner will ihr das nehmen.. aber ohne kritik keine diskussion (auch feminismus-intern) und ohne diskussion keine weiterentwicklung. schade, dass sie das nicht sehen möchte und jedem anderen die qualifikation abspricht für den feminismus zu sprechen.</p>
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		<title>Von: jj</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3904</link>
		<dc:creator>jj</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 15:04:16 +0000</pubDate>
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		<description>Alice Schwarzer meldet sich per Newsletter aus ihrem Teil des Universums:

(Zitate)

&quot;... Es geht hier also nicht um einen Generationen-Konflikt, weder bei den Macherinnen noch bei den Leserinnen. Der ist in dieser ganzen Mädchen-Debatte nur ein vorgeschobenes Argument von Frauen, die gerne noch jung wären oder die glauben, Jungsein genüge. Es geht um Fragen der politischen Haltung und der journalistischen Qualität. Was Letzteres angeht: Da scheinen bei den besagten Medien mal wieder alle Dämme gebrochen. Ihre Berichterstattung in Sachen Alice &amp; EMMA ist nicht nur weitgehend faktenfrei, sondern auch bar jeder journalistischen Sorgfaltspflicht und ethischen Verantwortung.

...
  
Nun ist es wieder an EMMA weiterzudenken. Was sind die wirklichen Chancen und Herausforderungen für Frauen wie Männer heute? Und wo drohen Rückschläge und Fallen? Denn EMMA hat nicht die Absicht, eine moderne Brigitte zu werden (Brigitte ist modern genug). EMMAs Rolle bleibt, das Mögliche von Morgen heute zu denken. Auch wenn es noch unmöglich scheint.
 
Aufmerksamen ZeitgenossInnen wird es nicht entgangen sein: Im Kleinen laufen diese Hetzkampagnen gegen Alice &amp; EMMA rituell alle paar Jahre, im Großen etwa im Zehn-Jahres-Rhythmus. Der Anlass ist beliebig, jeder Vorwand ist willkommen. Zum Beispiel eine Personalie, die bei jedem anderen Verlag ein Dreizeiler oder eine einmalige kleine Glosse wäre (wie im Falle Spiegel vor einigen Monaten). Und es fällt auf, dass es überwiegend die Immerselben sind, die Erschröckliches zu berichten wissen aus dem Hause EMMA (von Cathrin Kahlweit in der SZ bis Alexander Marguier in der FAS) - und dass ein einschlägiges Zitat der taz-Chefin Bascha Mika dabei selbstverständlich nie fehlen darf, neuerdings gehört auch die Autorin Thea Dorn zum festen Personal. Aber es fällt doch auch auf, dass es immer dann besonders heftig losgeht, wenn EMMA mal wieder in die Offensive gegangen ist: Richtung Pornografie und Prostitution, bzw. christlicher oder islamischer Fundamentalismus.
 
...
 
Keine Sorge, bzw. Nicht zu früh gefreut: Ich bin diese Versuche der persönlichen Demontage, die weitgehend auf begründete sachliche Kritik verzichtet, schon sehr lange gewohnt – und ich habe längst gelernt, sie als Herausforderung zu verstehen.
 
So, ich bin jetzt in Urlaub. Ich melde mich Anfang Juli wieder.&quot;

Gute Reise... ob&#039;s wohl wieder nach Burma geht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Alice Schwarzer meldet sich per Newsletter aus ihrem Teil des Universums:</p>
<p>(Zitate)</p>
<p>&#8220;&#8230; Es geht hier also nicht um einen Generationen-Konflikt, weder bei den Macherinnen noch bei den Leserinnen. Der ist in dieser ganzen Mädchen-Debatte nur ein vorgeschobenes Argument von Frauen, die gerne noch jung wären oder die glauben, Jungsein genüge. Es geht um Fragen der politischen Haltung und der journalistischen Qualität. Was Letzteres angeht: Da scheinen bei den besagten Medien mal wieder alle Dämme gebrochen. Ihre Berichterstattung in Sachen Alice &amp; EMMA ist nicht nur weitgehend faktenfrei, sondern auch bar jeder journalistischen Sorgfaltspflicht und ethischen Verantwortung.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Nun ist es wieder an EMMA weiterzudenken. Was sind die wirklichen Chancen und Herausforderungen für Frauen wie Männer heute? Und wo drohen Rückschläge und Fallen? Denn EMMA hat nicht die Absicht, eine moderne Brigitte zu werden (Brigitte ist modern genug). EMMAs Rolle bleibt, das Mögliche von Morgen heute zu denken. Auch wenn es noch unmöglich scheint.</p>
<p>Aufmerksamen ZeitgenossInnen wird es nicht entgangen sein: Im Kleinen laufen diese Hetzkampagnen gegen Alice &amp; EMMA rituell alle paar Jahre, im Großen etwa im Zehn-Jahres-Rhythmus. Der Anlass ist beliebig, jeder Vorwand ist willkommen. Zum Beispiel eine Personalie, die bei jedem anderen Verlag ein Dreizeiler oder eine einmalige kleine Glosse wäre (wie im Falle Spiegel vor einigen Monaten). Und es fällt auf, dass es überwiegend die Immerselben sind, die Erschröckliches zu berichten wissen aus dem Hause EMMA (von Cathrin Kahlweit in der SZ bis Alexander Marguier in der FAS) &#8211; und dass ein einschlägiges Zitat der taz-Chefin Bascha Mika dabei selbstverständlich nie fehlen darf, neuerdings gehört auch die Autorin Thea Dorn zum festen Personal. Aber es fällt doch auch auf, dass es immer dann besonders heftig losgeht, wenn EMMA mal wieder in die Offensive gegangen ist: Richtung Pornografie und Prostitution, bzw. christlicher oder islamischer Fundamentalismus.</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Keine Sorge, bzw. Nicht zu früh gefreut: Ich bin diese Versuche der persönlichen Demontage, die weitgehend auf begründete sachliche Kritik verzichtet, schon sehr lange gewohnt – und ich habe längst gelernt, sie als Herausforderung zu verstehen.</p>
<p>So, ich bin jetzt in Urlaub. Ich melde mich Anfang Juli wieder.&#8221;</p>
<p>Gute Reise&#8230; ob&#8217;s wohl wieder nach Burma geht?</p>
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	<item>
		<title>Von: Schnatterinchen</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3876</link>
		<dc:creator>Schnatterinchen</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 18:08:40 +0000</pubDate>
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		<description>Susanne: &quot;Und: Welche Grundsatzfrage würdet ihr euch wünschen? Das habe ich nicht so eindeutig herauslesen können. (Anm.: Die Frage sollte ein wie auch immer geartetes “Wie Feminismus?” sein.)&quot;

Wenn Du meinen kleinen Dialog mit koeln_versteherin meinst, lautet meine Grundsatzfrage: 

&quot;Wie kann der Feminismus an Überzeugungskraft gewinnen? Durch wenig präzise formulierte, argumentativ löchrige, dafür aber umso beliebtere Bilder wie das der sog. gläserne Decke wird allenfalls ein wohliges Gemeinschaftsgefühl bei denen erzeugt, die ebenfalls nicht so ganz scharf nachdenken wollen, als dass klipp und klar versucht wird, Kritiker und Gegner zu überzeugen. Und letzteres muss der Feminismus, wenn er als Frauen-Lobby - und nichts anderes ist er ja im Prinzip, was überhaupt nicht abwertend gemeint ist - erfolgreich sein will.&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Susanne: &#8220;Und: Welche Grundsatzfrage würdet ihr euch wünschen? Das habe ich nicht so eindeutig herauslesen können. (Anm.: Die Frage sollte ein wie auch immer geartetes “Wie Feminismus?” sein.)&#8221;</p>
<p>Wenn Du meinen kleinen Dialog mit koeln_versteherin meinst, lautet meine Grundsatzfrage: </p>
<p>&#8220;Wie kann der Feminismus an Überzeugungskraft gewinnen? Durch wenig präzise formulierte, argumentativ löchrige, dafür aber umso beliebtere Bilder wie das der sog. gläserne Decke wird allenfalls ein wohliges Gemeinschaftsgefühl bei denen erzeugt, die ebenfalls nicht so ganz scharf nachdenken wollen, als dass klipp und klar versucht wird, Kritiker und Gegner zu überzeugen. Und letzteres muss der Feminismus, wenn er als Frauen-Lobby &#8211; und nichts anderes ist er ja im Prinzip, was überhaupt nicht abwertend gemeint ist &#8211; erfolgreich sein will.&#8221;</p>
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		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3872</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 16:53:53 +0000</pubDate>
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		<description>@ SoE: Mir war bei der Doppeldeutigkeit der Formulierung (&quot;Beitrag&quot;) auch ein bisschen mulmig. Kann missverstanden werden, hoffe es mal nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ SoE: Mir war bei der Doppeldeutigkeit der Formulierung (&#8220;Beitrag&#8221;) auch ein bisschen mulmig. Kann missverstanden werden, hoffe es mal nicht.</p>
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		<title>Von: SoE</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3867</link>
		<dc:creator>SoE</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 16:04:49 +0000</pubDate>
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		<description>Schade nur, dass das nicht explizit auch als Kommentar reingeschrieben wurde, so wird früher oder später jemand sagen &quot;aber die Alphamädchen-Autorinnen sind sooo gemein zu ihr&quot;. Ansonsten war der Artikel sehr gut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schade nur, dass das nicht explizit auch als Kommentar reingeschrieben wurde, so wird früher oder später jemand sagen &#8220;aber die Alphamädchen-Autorinnen sind sooo gemein zu ihr&#8221;. Ansonsten war der Artikel sehr gut.</p>
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	<item>
		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3862</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jun 2008 13:56:01 +0000</pubDate>
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		<description>@ versteherin: Gesehen, dass es dein &lt;a href=&quot;http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3782&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Kommentar vom 5. Juni, 10:26 Uhr&lt;/a&gt; heute auf die Medienseite der &lt;em&gt;Süddeutschen Zeitung&lt;/em&gt; geschafft hat?
&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;
www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/&lt;/a&gt;

Und: Welche Grundsatzfrage würdet ihr euch wünschen? Das habe ich nicht so eindeutig herauslesen können. (Anm.: Die Frage sollte ein wie auch immer geartetes &quot;Wie Feminismus?&quot; sein.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ versteherin: Gesehen, dass es dein <a href="http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3782" rel="nofollow">Kommentar vom 5. Juni, 10:26 Uhr</a> heute auf die Medienseite der <em>Süddeutschen Zeitung</em> geschafft hat?<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/" target="_blank" rel="nofollow"><br />
</a><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/" rel="nofollow">http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/912/179363/</a></p>
<p>Und: Welche Grundsatzfrage würdet ihr euch wünschen? Das habe ich nicht so eindeutig herauslesen können. (Anm.: Die Frage sollte ein wie auch immer geartetes &#8220;Wie Feminismus?&#8221; sein.)</p>
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	<item>
		<title>Von: Nils</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3801</link>
		<dc:creator>Nils</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 22:43:58 +0000</pubDate>
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		<description>..wieso konservativ? Von der FAZ mal schön auf den Punkt gebracht!

&lt;blockquote&gt;Die Frage ist weniger, ob sie darauf eingeht – das scheint bei ihrer Fähigkeit zu Selbstkritik ausgeschlossen. Sondern vielmehr, warum Alice Schwarzer überhaupt in ein Gremium aufgenommen wurde, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, journalistische Bestleistungen zu prämieren.&lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>..wieso konservativ? Von der FAZ mal schön auf den Punkt gebracht!</p>
<blockquote><p>Die Frage ist weniger, ob sie darauf eingeht – das scheint bei ihrer Fähigkeit zu Selbstkritik ausgeschlossen. Sondern vielmehr, warum Alice Schwarzer überhaupt in ein Gremium aufgenommen wurde, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, journalistische Bestleistungen zu prämieren.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tobias</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3793</link>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 12:21:15 +0000</pubDate>
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		<description>Die &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEADAA473A94C5452A8183591F426B9554%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;konservative Sicht&lt;/a&gt; der Dinge auf Emma/Lisa/Alice:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEADAA473A94C5452A8183591F426B9554%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" rel="nofollow">konservative Sicht</a> der Dinge auf Emma/Lisa/Alice:</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Schnatterinchen</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3789</link>
		<dc:creator>Schnatterinchen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 14:52:58 +0000</pubDate>
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		<description>@koeln_versteherin

&gt; seit wann widerlegen Einzelbeispiele ein Theorie? 

Na ja, das kommt auf die Formulierung an. Wenn man wie Ines Kappert sagt: &quot;Frauen stoßen nach wie vor an die berühmte &#039;gläserne Decke&#039;, wenn sie im Berufsleben weiterkommen möchten&quot;, dann fragt man sich schon, was mit einer Frau ist, die nie an solch eine Decke gestoßen ist, ja der sogar die Türen aufgehalten wurden auf ihrem Weg nach oben. 

Für eine solche Frau gibt es demnach zwei Möglichkeiten: entweder ist sie keine Frau, oder mit der gläsernen Decke stimmt was nicht.

Wenn die Theorie allerdings lautet: Manche Frauen schaffen den Aufstieg, manche nicht, und das jeweils aus einer Vielzahl von Gründen, wobei bei denen, die es nicht schaffen, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts eine Ursache sein kann, aber nicht muss…

…dann gibt es kein Problem mit Einzelbeispielen in der einen oder anderen Richtung. Dann gibt es aber auch kein Problem mit unzulässiger Pauschalisierung. 

&gt; Wenn Du zum Beispiel irgendeine beliebige die These hast, sowas wie ‘es gibt Ausländerfeindlichkeit in Deutschland’ kannst Du das doch nicht mit Biografien von einzelnen Leuten (Cem Özdemir, Renan Demirkan) widerlegen, nur weil sie es realtiv weit oben auf die gesellschaftliche Leiter geschafft haben.

Wenn ich analog zur Ausländerfeindlichkeit sage &quot;Es gibt Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Deutschland&quot;, dann wird das niemand ernsthaft bestreiten. Außerdem gibt der Satz keine Auskunft über den Umfang des Problems und lässt daher alle möglichen Gegenbeispiele zu.

&gt; Würdest Du sagen, die gläserne Decke existiert nur im Kopf der Frau und deshalb behindert sie sich selbst am Aufstieg?

Ich würde diesen Begriff gar nicht bei solchen Überlegungen verwenden, weil er die Komplexität erfolgreicher oder verhinderter Karrieren zu sehr reduziert.

&gt; Aber soll das jetzt andere motivieren, es ihr gleichzutun? Andere wegzubeißen und kontinuierlich ein Meinungsmonopol zu konstruieren, wäre jetzt nicht meine Vorstellung von der Durchbrechung der Glasdecke, so es sie gibt. 
Und das mir das nicht erstrebenswert vorkommt, ist das jetzt besonders weiblich oder noch schlimmer tussihaft?

Deine Fragen kann ich nicht beantworten, aber sie zeigen, dass es solche (und noch viele weitere) Fragen sind, die meinen Eindruck untermauern, dass beruflicher Auf- oder Nichtaufstieg ein viel zu facettenreiches Thema ist, als dass es sich mit platten Einsichten und Generalverdächtigungen abhandeln ließe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@koeln_versteherin</p>
<p>&gt; seit wann widerlegen Einzelbeispiele ein Theorie? </p>
<p>Na ja, das kommt auf die Formulierung an. Wenn man wie Ines Kappert sagt: &#8220;Frauen stoßen nach wie vor an die berühmte &#8216;gläserne Decke&#8217;, wenn sie im Berufsleben weiterkommen möchten&#8221;, dann fragt man sich schon, was mit einer Frau ist, die nie an solch eine Decke gestoßen ist, ja der sogar die Türen aufgehalten wurden auf ihrem Weg nach oben. </p>
<p>Für eine solche Frau gibt es demnach zwei Möglichkeiten: entweder ist sie keine Frau, oder mit der gläsernen Decke stimmt was nicht.</p>
<p>Wenn die Theorie allerdings lautet: Manche Frauen schaffen den Aufstieg, manche nicht, und das jeweils aus einer Vielzahl von Gründen, wobei bei denen, die es nicht schaffen, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts eine Ursache sein kann, aber nicht muss…</p>
<p>…dann gibt es kein Problem mit Einzelbeispielen in der einen oder anderen Richtung. Dann gibt es aber auch kein Problem mit unzulässiger Pauschalisierung. </p>
<p>&gt; Wenn Du zum Beispiel irgendeine beliebige die These hast, sowas wie ‘es gibt Ausländerfeindlichkeit in Deutschland’ kannst Du das doch nicht mit Biografien von einzelnen Leuten (Cem Özdemir, Renan Demirkan) widerlegen, nur weil sie es realtiv weit oben auf die gesellschaftliche Leiter geschafft haben.</p>
<p>Wenn ich analog zur Ausländerfeindlichkeit sage &#8220;Es gibt Diskriminierung aufgrund des Geschlechts in Deutschland&#8221;, dann wird das niemand ernsthaft bestreiten. Außerdem gibt der Satz keine Auskunft über den Umfang des Problems und lässt daher alle möglichen Gegenbeispiele zu.</p>
<p>&gt; Würdest Du sagen, die gläserne Decke existiert nur im Kopf der Frau und deshalb behindert sie sich selbst am Aufstieg?</p>
<p>Ich würde diesen Begriff gar nicht bei solchen Überlegungen verwenden, weil er die Komplexität erfolgreicher oder verhinderter Karrieren zu sehr reduziert.</p>
<p>&gt; Aber soll das jetzt andere motivieren, es ihr gleichzutun? Andere wegzubeißen und kontinuierlich ein Meinungsmonopol zu konstruieren, wäre jetzt nicht meine Vorstellung von der Durchbrechung der Glasdecke, so es sie gibt.<br />
Und das mir das nicht erstrebenswert vorkommt, ist das jetzt besonders weiblich oder noch schlimmer tussihaft?</p>
<p>Deine Fragen kann ich nicht beantworten, aber sie zeigen, dass es solche (und noch viele weitere) Fragen sind, die meinen Eindruck untermauern, dass beruflicher Auf- oder Nichtaufstieg ein viel zu facettenreiches Thema ist, als dass es sich mit platten Einsichten und Generalverdächtigungen abhandeln ließe.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: koeln_versteherin</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/lisa-verlasst-emma/#comment-3787</link>
		<dc:creator>koeln_versteherin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 06:41:46 +0000</pubDate>
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		<description>Fände ich auch mal gut in Grundsatzfragen.

@Schnatterinchen
seit wann widerlegen Einzelbeispiele ein Theorie?  Wenn Du zum Beispiel irgendeine beliebige die These hast, sowas wie &#039;es gibt Ausländerfeindlichkeit in Deutschland&#039; kannst Du das doch nicht mit Biografien von einzelnen Leuten (Cem Özdemir, Renan Demirkan) widerlegen, nur weil sie es realtiv weit oben auf die gesellschaftliche Leiter geschafft haben.

Würdest Du sagen, die gläserne Decke existiert nur im Kopf der Frau und deshalb behindert sie sich selbst am Aufstieg?

Um mal den Bogen zum ursprünglichen Thema &#039;Lisa verlässt....&#039; zu spannen. Alice Schwarzer ist ja eine, die die sog. gläserne Decke zwar spät aber immerhin durchstoßen hat. Sie ist völlig arriviert in der Mediengesellschaft, bestimmt sogar die Regeln mit und wird in den bürgerlichsten Kreisen mit Freude aufgenommen. Aber soll das jetzt andere motivieren, es ihr gleichzutun? Andere wegzubeißen und kontinuierlich ein Meinungsmonopol zu konstruieren, wäre jetzt nicht meine Vorstellung von der Durchbrechung der Glasdecke, so es sie gibt.

Und das mir das nicht erstrebenswert vorkommt, ist das jetzt besonders weiblich oder noch schlimmer tussihaft?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fände ich auch mal gut in Grundsatzfragen.</p>
<p>@Schnatterinchen<br />
seit wann widerlegen Einzelbeispiele ein Theorie?  Wenn Du zum Beispiel irgendeine beliebige die These hast, sowas wie &#8216;es gibt Ausländerfeindlichkeit in Deutschland&#8217; kannst Du das doch nicht mit Biografien von einzelnen Leuten (Cem Özdemir, Renan Demirkan) widerlegen, nur weil sie es realtiv weit oben auf die gesellschaftliche Leiter geschafft haben.</p>
<p>Würdest Du sagen, die gläserne Decke existiert nur im Kopf der Frau und deshalb behindert sie sich selbst am Aufstieg?</p>
<p>Um mal den Bogen zum ursprünglichen Thema &#8216;Lisa verlässt&#8230;.&#8217; zu spannen. Alice Schwarzer ist ja eine, die die sog. gläserne Decke zwar spät aber immerhin durchstoßen hat. Sie ist völlig arriviert in der Mediengesellschaft, bestimmt sogar die Regeln mit und wird in den bürgerlichsten Kreisen mit Freude aufgenommen. Aber soll das jetzt andere motivieren, es ihr gleichzutun? Andere wegzubeißen und kontinuierlich ein Meinungsmonopol zu konstruieren, wäre jetzt nicht meine Vorstellung von der Durchbrechung der Glasdecke, so es sie gibt.</p>
<p>Und das mir das nicht erstrebenswert vorkommt, ist das jetzt besonders weiblich oder noch schlimmer tussihaft?</p>
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