Kurz verlinkt zum ausführlichen Diskutieren

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 22 von 358 der Serie Kurz notiert

Guardian-Autorin Nesrine Malik hält die Debatte um die Kleiderordnung in Ägypten für ein Ablenkungsmanöver, das von der viel wichtigeren und grundsätzlichen Debatte über die Freiheitsrechte ablenken soll.

Helen Mirren sagt im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung: „Ich wurde von meinen Eltern ausdrücklich zu ökonomischer Unabhängigkeit erzogen, und das ist für mich die klare Wurzel des Feminismus. Wenn man ökonomisch unabhängig ist, ist man in vieler Hinsicht frei, und das war ich immer und bin es noch. Obwohl ich verheiratet bin, habe ich mein eigenes Geld. Trotzdem liebe ich hochhackige Schuhe und Nagellack, das ist kein Widerspruch.“

Model und Miss Universe 2004 Jennifer Hawkins hat sich für die Australische marie claire nackig gemacht – unretouchiert und für einen guten Zweck, nämlich zugunsten der Butterfly Foundation, die die bei Essstörungen hilft. Im Portrait zu den Fotos heißt es:

She has also found herself in the guise of role model to young women. Modelling, she concedes, is fraught with difficulty when it comes to the issue of body image, and Jennifer is keen to emphasise that she’s always eaten healthily and stayed active to maintain her „athletic“ figure. It’s a shame, she adds, that young girls worry about their bodies, when „for so many years, later in life, you have to worry about that“.

Mehrere amerikanische Zeichentrickfiguren wurden gerade „überarbeitet”. Statt klein und knuddelig sehen sie nun schlanker und langmähniger aus. Die Feministing-Kommentator_innen sind gespalten.

Mehr Frauen in der Technikbranche und vor allem bei Existenzgründungen will techfluff.tv – und veröffentlicht eine Liste mit Vorbilder(innen).

Nach dem Erdbeben in Haiti werden obdachlose Frauen zunehmend Opfer von Gewalt, wie dieStandard.at berichtet.

Wie feministing.com schreibt, wurde der Mörder von George Tiller für schuldig befunden und bekam lebenslänglich. George Tiller war einer der letzten Abtreibungsdoktoren, der in den USA noch Spätabtreibungen durchführte.

Lantzschi von Medienelite.de machte uns auf folgendes Fundstück aufmerksam – gendergerechte Sprache gibt’s nun auch auf dem Einkaufszettel :). Seht selbst:

Foto eines EInkaufszettels mit den Punkten Eisbergsalat, Fleisch Goetterspeise und Goetterinspeise

Quelle: http://twitpic.com/10ulyv

Queernews.at berichtet über den Fall einer Transfrau, der in Österreich seit Jahren die Vornamensänderung und Eintragung im Geburtenbuch verweigert werden. Das Verwaltungsgericht hat den Operationszwang für Transfrauen bereits mehrfach für unzulässig erklärt, das Innenministerium beharrt aber weiter darauf.

Auf nytimes.com gibt es eine neue Serie mit dem Titel The Female Factor. Frauen und Männer auf der ganzen Welt sind außerdem dazu eingeladen, auf der interaktiven Diskussionseite die neuesten Veränderungen, Fort- und Rückschritte von Frauen überall auf der Welt zu diskutieren.

Mit dem Sexappeal des Panzerfahrens wollte das österreichische Bundesheer RekrutInnen locken – und sah sich prompt mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert, wie taz.de berichtet.

Hier ist das „Schmuckstück“:




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 2. Februar 2010 um 16:05 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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12 Kommentare

  1. Katharina sagt:

    Das Bundesheer-Filmchen finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlecht. Hat schon einen Trash-Faktor, aber sonst..

  2. steve, the pirate sagt:

    LOL! DIe Werbung finde ich eigentlich sehr lustig. Wenn ich nicht wüsste, dass das ernst gemeint ist hätte ich gedacht, dass das eine Veräppelung ist.

  3. Killerkitty sagt:

    Soll das ein Witz sein? Der Originalspot ist ja wohl der hier: http://www.youtube.com/watch?v=cH_E6YSQqTo

    Hat jetzt ihr/die taz schlecht recherchiert oder die österreichische Armee tatsächlich den Spot nachgedreht?

  4. Helga sagt:

    Die österreichische Armee hat den Spot wirklich nachgedreht.

  5. Katharina sagt:

    Wow, der ist im Original ja noch viel trashiger… Allerdings auch deutlich sexistischer.

  6. Killerkitty sagt:

    Ist nicht wahr.

    (Im Sinne von „Boah krass, echt?“, nicht im Sinne von „Lüge“…)

  7. Katharina sagt:

    Und ‚Boah krass, echt‘ im Sinne von was?

  8. Sandra W. sagt:

    Das in Haiti obdachlose Frauen Opfer von Gewalt werden darüber wird gesondert berichtet, aber das Männern keine Nahrung mehr gegeben wird und man fast alles an Frauen verteilt, das wird nur beiläufig erwähnt, als wäre es das normalste der Welt.

    Nicht mal ihr schreibt darüber, schade.

  9. Helga sagt:

    @Sandra W.: Wir sind keine Nachrichtenseite sondern ein privates Blog, dass wir unentgeltlich und in unserer Freizeit betreiben. Wer einen interessanten Link hat oder ein Thema, über das wir noch nichts geschrieben haben, kann uns gerne eine Email an mannschaftspost(at)web.de schreiben.

  10. steve, the pirate sagt:

    @Sandra W:
    Bei den ersten Verteilungen von Nahrungsmittel kam es zu Schlägereien und das pure Faustrecht hat regiert.
    Junge, kräftige Männer haben dann die Lebensmittel and die Notleidende zu einem Horrorpreis verkauft.
    Darüber gabe es auch eine ausführlicheren Artikel in der Zeit oder Süddeutschen oder im Spiegel – ich schau mal, dass
    ich den Artikel auftreibe.
    Es ist mittlerweile in manchen Entwicklungsländern so, dass Hilfsgüter fast nur noch an Frauen verteilt werden, da viele Männer
    wohl das Zeug verhökert haben für Alkohol, Zigaretten und gewisse Dienste. (Bei Gelegnheit suche ich auch dazu mal
    die Artikel raus)

  11. Sandra W. sagt:

    @steve the pirate

    „Junge, kräftige Männer haben dann die Lebensmittel and die Notleidende zu einem Horrorpreis verkauft.“

    Und wer sagt das *einige* Frauen, zum Beispiel solche die keine Familie haben, nicht das selbe tun was *einige* Männer, zum Beispiel solche die keine Familie haben, getan haben? Die experimentelle Wissenschaft lehrt uns meiner Kenntnis nach das Frauen nicht weniger gierig als Männer sind, wenn sie in der Entscheidungsposition sind.

    „Es ist mittlerweile in manchen Entwicklungsländern so, dass Hilfsgüter fast nur noch an Frauen verteilt werden, da viele Männer
    wohl das Zeug verhökert haben für Alkohol, Zigaretten und gewisse Dienste.“

    Wir sprechen hier gerade über Männer die sie in einer akuten existenziellen Bedrohungslage befinden, und davon abhängig gemacht werden (sollen) bei teilweise völlig fremden Frauen um Nahrung zu betteln und auf ihre *güte* zu hoffen. Nicht jedoch über solche die eine existenzielle Grundversorgung haben und sich besaufen möchten.

    „Bei den ersten Verteilungen von Nahrungsmittel kam es zu Schlägereien und das pure Faustrecht hat regiert.“

    Und wer sagt das nicht genau diese Männer die das getan haben sich ihren Sack Reis von einer Frau die als hilfswürdiger angesehen wird erkämpfen? Das werden sie nämlich tun, zumindest die welche auch kein Problem hatten sich vor bewaffneten Soldaten zu prügeln, da gehe ich jede Wette ein.

    Nur diejenigen welche sich vollkommen korrekt und friedfertigt verhalten, die werden in Abhängigkeiten gebracht.

  12. Katharina sagt:

    Ohne dass ich konkrete Quellen hätte, habe ich doch
    Zweifel an deinen Thesen, Sandra. Meines Wissens hat
    die Erfahrung gezeigt, dass Frauen im allgemeinen
    Hilfsgüter dazu einsetzen, ihre Familie über Wasser zu
    halten, Männer nicht. Das gilt sicher nicht für jede Frau
    und jeden Mann, aber da in Haiti nicht die Zeit ist, einen
    psychologischen Eignungstest für Hilfsgüter zu machen,
    ist die Heuristik ‚gib’s den Frauen, da erreicht es die
    meisten‘ durchaus sinnvoll.