Alltagsrassismus, Regenbogeneinhörner und (leider) Gewalt gegen Frauen – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 164 von 358 der Serie Kurz notiert

Konsequenzen aus der rassistischen NSU-Mordserie will das Bündnis gegen das Schweigen: Weniger Sicherheitsarchitektur und mehr offene Diskussionen über Rassismus in der Mitte der Gesellschaft. Unterschreiben!

In Russland sitzen Aktivistinnen von Pussy Riot immer noch in Haft – RAW hat Details von der Pressekonferenz auf deutsch.

Für eine Serie über die oft eindimensionalen Frauenfiguren in Videospielen hat Feminist Frequency gerade (viel) Geld gesammelt. Der Backlash ließ leider auch nicht lange auf sich warten: Um sie einzuschüchtern wurde etwa ihre Wikipedia-Seite verunstaltet und Screenshots davon wie Trophäen durchs Netz gereicht. The Border House fordert die Gaming-Community auf, sich von dem sexistischen Mob zu distanzieren und The Mary Sue listet die weiteren Vorfälle diesen Jahres auf.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter kritisiert die geplante Neuregelung des Sorgerechts (PDF).

Über 1000 Geschichten von Vergewaltigungen und sexualisierter Gewalt sind bei der Aktion #ichhabnichtangezeigt inzwischen zusammengekommen. Nun fordern die Initiatorinnen Konsequenzen von den Ministerien für Familie und Frauen, dem Bildungsministerium, sowie dem Innen- und dem Justizministerium. Der Offene Brief kann mitgezeichnet werden.

Wie umgehen mit Menschenrechten und Geschlechtsidentität? Transgender Europe hat Best Practices (also vorbildlichen Praktiken) in Europa und darüber hinaus gesammelt.

In sechs Schritten zum 08/15-Frauenmagazin. Die Hannoversche Allgemeine hat eine sehr zahme, aber lustige Polemik über „Maxi“, „Tina“, „Joy“, „Bella“, „Elle“, „Donna“, „Lea“, „Lisa“, „Lena“ und „Laura“.

“Shit White Germans Say to Black Germans” – das Mem hat seinen Höhepunkt zwar schon überschritten, dieses Video ist allerdings noch mal einer:

Bei einer Demo in Kairo gegen sexualisierte Gewalt gab es… sexualisierte Gewalt gegen die Demonstrant_innen, berichtete msnbc.com.

Gibt’s leider noch nicht im Laden: die Konfettikanone im Regen­bogen­ein­horn­ge­wand. Mad Art Lab zeigt, wie mensch sie selber bastelt. (via Kotzendes Einhorn)

Mit der Neuzeit kommt der Sprecher eines republikanischen US-Abgeordneten an­scheinend nicht zurecht. Dass weibliche Abgeordnete tat­sächlich Politik machen, verstörte Jay Townsend – er bat auf Facebook, die aufmüpfigen Frauen mit Säure zu überschütten.

Und zum Schluss noch zwei Porträts: die Metal-Sängerin Agata Jarosz stellte dieStandard.at vor und wird bei den Olympischen Spielen in London die erste Athletin aus Qatar sein, so der Guardian.

Zu den Veranstaltungen:

Morgen am 14. Juni gibt es in Braunschweig einen Workshop zum Thema Polyamorie. Um 18:30 Uhr in der Frauenbibliothek. Im Rahmen des festival contre le racisme gibt es dann am 20. Juni noch einen Lesekreis zu Alltagsrassismus.

In Rostock feiert am 16. Juni grrrlz*DaIY das 2te Jubiläum mit Workshops und Vorträgen.

Am 16. Juni wollen die Grünen Berlin das Betreuungsgeld mit Kinderwägen blockieren. Treffpunkt ist um 16 Uhr auf dem Platz der Republik, Seite Scheidemannstraße.

Menschen mit Rassismuserfahrungen können diese in einem Empowerment-Workshop vom 22. bis 24. Juni in Potsdam vom faq-Laden aufarbeiten.

Am 1. Juli ist Einsendeschluss für den FrauenMedienPreis 2012.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 13. Juni 2012 um 13:02 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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3 Kommentare

  1. […] Die Gaming-Szene hat ein Problem, aber kein unlösbares. Ist es so schwer, sich das einzugestehen? [via]   Keine […]

  2. Jolene sagt:

    Gegen ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen in der Türkei!

    http://saynoabortionban.com/

    (sorry, wusste nicht, wo ich das sonst hinposten sollte)

  3. Medusa sagt:

    der Offene Brief der Initiatorinnen von #ichhabnichtangezeigt kann nur noch bis einschließlich morgen unterzeichnet werden!