Kurz und knapp zum Wochenende

von Katrin
Dieser Text ist Teil 21 von 358 der Serie Kurz notiert

Was war sonst noch los in dieser Woche?

Wie wir auch schon ausführlicher berichtet haben, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte das Sorgerecht für Väter gestärkt. Ein längerer und informativer Artikel dazu findet sich auf tagesschau.de, sowie ein Kommentar auf Spiegel Online.

Einen Streifzug durch die Filmgeschichte der Geschlechterstereotype kann man auf derStandard.at nachlesen: Wie werden Wissenschaftlerinnen in Filmen dargestellt? Antwort: Als Mannweib, alte Jungfer, naive Expertin oder einsame Heldin.

Simone Schmollack untersucht in der taz, welche Auswirkungen es für Frauen haben wird, dass das Schonvermögen von Hartz-IV-Empfänger_innen angehoben werden soll. Ergebnis: Es wird ihnen wenig nützen, da sie kaum Geld zum Sparen haben.

Der „Fall Semenya“ sollte eigentlich Ende November entschieden werden – besser gesagt: Es sollte entschieden werden, was sie denn nun ist: Mann oder Frau. Dazu bedurfte es aber so vieler medizinischer Tests, dass das Ergebnis nun doch noch nicht vorlag. Das berichtet und kommentiert Andrea Roeding im freitag.

Sharon Adler macht AVIVA, ein Berliner Online-Magazin, eines der erfolgreichsten Frauen-Portale deutschlandweit. Diese Woche war sie im Montagsinterview der taz. Kleiner Ausschnitt gefällig?

„Als das Buch „Alphamädchen“ im letzten Jahr rauskam, war ich superglücklich, dass die Feminismusdebatte von einer neuen Seite angestoßen wird. Ich fands auch gut, ein paar Seitenhiebe loszulassen auf etablierte Feministinnen.“

Die Schweizer haben sich gegen Minarette ausgesprochen. Und damit Europa in eine große Debatte gestürzt. Interessant für uns ist dabei vor allem die Tatsache, dass laut Forschern vor allem die Stimmen linksgerichteter Frauen für den Erfolg der Verbotsabstimmung gesorgt haben könnten, wie die taz berichtet. Ebenso interessant ist, was Alice Schwarzer zu dieser Entscheidung des Schweizer Volkes zu sagen hat: dieStandard.at fasst die Äußerungen der islamkritischen Feministin zusammen. Diese findet es zum Beispiel selbstverständlich, dass Burkas verboten werden sollten.

Wie es Frauen in der Türkei geht, das untersuchte u.a. der Gleichstellungsbericht des Weltwirtschaftsforums und kam zu keinem sehr erfreulichen Ergebnis: Inpunkto Gleichberechtigung rangiert das Land ganz weit hinten unter den untersuchten 134 Ländern: auf Platz 129. Eine Analyse dazu findet ihr auf Quantara.de.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 4. Dezember 2009 um 18:33 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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6 Kommentare

  1. Patrick sagt:

    Na, mit den Wissenschaftlerinnen ist das so eine Sache, da hätte ich gerne eine Untersuchung, die das generelle Bild von Wissenschaftsausübenden im Film berücksichtigt. Ich weiß nämlich nicht, ob die männlichen Wissenschaftler da nicht einfach nur Entsprechungen haben. Abgesehen natürlich von der zahlenmäßigen Verteilung wie bei so vielem im Film.

  2. Nina sagt:

    Es ist mir als Schweizerin ein Rästel, wie man als angebliche „Feministin“ – wie dies bei uns Julia Onken getan hat – aktiv die Minarettinitiative unterstützen konnte. Eine Initiative, die erstens kein einziges Problem löst und zweites vor allem derjenigen Partei (der SVP) zu einem weiteren immensen Populariätsschub verhalf, die selbst ein unfassbar antiquiertes Frauenbild vertritt und sich bei JEDER Abstimmung über Frauenrechte (Abtreibungsparagraf, Gleichberichtung ect.) immer konsequent gegen die Frauenrechte gestellt hat.
    Warum sich „Feministinnen“ dafür hergaben, sich von einer solchen Partei instrumentalisieren zu lassen, obwohl doch gerade von dieser Partei selbst (rein mengenmäsig) soviel mehr „Patriarchale Strukturen“ ausgehen als von einigen Türmchen – das versteh ich nicht.

  3. Marcel sagt:

    Das Gerichtsurteil ist eine Wucht!

    Das ist Gleichberechtigung!

  4. Emily sagt:

    Ich verstehe nicht, warum „gut integrierte Schweizer MuslimInnen“ über ein Minarettverbot erleichtert sein sollen, wie Frau Schwarzer es behauptet. Als gut integrierte/r Christ/in in irgendeinem Land, in dem eine andere Religion vorherrscht, (rein hypothetisch) wäre ich trotzdem irgendwie beleidigt, wenn man mir verbieten würde, einen Kirchturm zu bauen.

  5. Rahab, Kanaan sagt:

    @Marcel
    irgendwo las ich dieser tage dieses:
    „Ich finde, es ist eine ganz allgemein weitverbreitete Haltung zu beobachten, die offenbar davon ausgeht, dass der Mensch nur Rechte habe.

    Das halte ich für eine Fehlentwicklung.“

    was hältst du davon?

  6. Marcel sagt:

    Und ich habe etwas von einer Argumentationsweise nach dem Zufallsprinzip gelesen…