Kriegst du weniger? Oder mehr?
von BarbaraDieses Thema hatten wir hier schon öfter: “Frauenlohnspiegel: Frauen verdienen 22 Prozent weniger als Männer”. Die Umfrage der Internetseite “Frauenlohnspiegel”, an der sich 2007 rund 68.000 Beschäftigte in Deutschland beteiligt haben, ergab einen durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von Frauen, der rund 22 Prozent unter dem der Männer liegt.
Nun lehrt die Erfahrung, trau keiner Statistik, es sei denn, du hast sie selbst gemacht. Auch darüber wurde hier schon öfter diskutiert. Deswegen ganz direkt: Wer hier weiß, dass sie weniger verdient als ein Kollege in derselben Position mit derselben Qualifizierung, bzw. dass er mehr verdient als eine Kollegin in derselben Position mit derselben Qualifizierung?
Über die Gründe dieses hohen Unterschieds wird auch viel gesprochen: Häufigere Berufsunterbrechung, kürzere Berufserfahrung, die geringere Zahl von Führungspositionen für Frauen und die partiell noch geringere Qualifikation werden bei der Hans-Böckler-Stiftung genannt. “Zahlreiche Studien zeigen jedoch: Es gibt immer noch eine Lohndiskriminierung. Nach wie vor bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer”, so auch dort der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck.
Also: Kriegst du weniger? Oder mehr? Oder wie?
Tags: Berufsleben, Diskussionen, Geld
August 22nd, 2008 um 9:26 pm
Hier!
Bei uns gilt: Die Männer sind am längsten da. Daher haben sie in der Gesamtheit auch die meisten Beförderungen bekommen.
Bei identischem Aufgabenbereich sind die Männer im Schnitt 1-2 Karrierestufen über den Frauen
August 22nd, 2008 um 9:44 pm
Und wo soll da jetzt die Lohndiskriminierung sein??
August 22nd, 2008 um 10:52 pm
der lohn, das gehalt, die vergütung…also ich verdiene nicht mehr als die anderen frauen die mir mir im team arbeiten…das was ich nach der arbeit mache, mal danach gucken ob neue worte mehr feminin oder maskulin sind, das kann ich so auch nicht drauf anrechnen, und wenn dann hab ichs nicht mehr nötig.
August 23rd, 2008 um 1:53 pm
Beim öffentlichen Dienst geht ja eh alles nach Tabellen. Bei uns sieht es echt nach Senioritätsprinzip aus: Die Kollegen, die länger da sind, haben die höheren Stufen. Das ist auch relativ gleichmäßig auf Männer und Frauen verteilt, will sagen, die Frauen, die schon länger da sind, haben höhere Einstufungen als die Männer, die noch nicht so lange da sind.
Interressant wird es, wenn man überlegt, wie lange die verschiedenen Leute auf dem Einstiegsgehalt bleiben. Das korrespondiert aber eher mit der Bereitschaft, den Vorgesetzten auf die Nerven zu gehen.
August 28th, 2008 um 7:37 pm
Eine Quelle, die man nicht des Feminismus verdächtigen kann…
http://www.blog.beck.de/2008/08/27/frauen-sind-weiterhin-schlechter-bezahlt/
Frauen sind weiterhin schlechter bezahlt
27. August 2008 09:44
Frauen verdienen in Deutschland fast ein Viertel weniger als Männer. Dies geht aus eine neuen Erhebung des statitischen Bundesamts hervor. Im Durchschitt erhalten Frauen 14,05 Euro brutto die Stunde, Männer hingegen 18,38 Euro brutto. Der Gehaltsunterschied zieht sich quer durch alle Branchen. Im Bereich der unternehmensnahmen Dienstleistungen sowie im Kredit- und Versicherungsgewerbe ist er besonders ausgeprägt. Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Beträgt die Differenz bei den 25- bis 29-jährigen noch durchschnittlich 10 %, so erhöht sie sich bei den 35- bis 39-jährigen auf 22 %. Bei den 55-59-jährigen erreicht sie sogar 30 %. Dabei nimmt Deutschland im europaweiten Vergleich eine unrühmliche Spitzenstellung ein. Der Verdienstabstand liegt in Deutschland etwa doppelt so hoch wie in Frankreich. Es zeigt sich u.a., dass erziehungsbedingte Erwerbsunterbrechungen für Frauen immer noch unweigerlich mit langfristigen Verdiensteinbußen einhergehen. Das wird die Diskussion um neue gesetzgeberische Vorstöße wieder beleben. Langfristig könnte allerdings auch die demographische Entwicklung zur Schließung der Gehaltslücke beitragen. Wenn gut ausgebildete Fachkräfte und Führungskräfte künftig knapper werden, werden sich Unternehmen auch stärker um weibliche Arbeitnehmer bemühen müssen. Grobe Ungleichbehandlungen können sie sich vor diesem Hintergrund dann kaum noch leisten.
August 28th, 2008 um 8:15 pm
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Navigation/Publikationen/STATmagazin/2008/Verdienste2008__8,templateId=renderPrint.psml__nnn=true
“Der Bruttostundenverdienst von Frauen lag nach den Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung 2006 um 24% unter dem der Männer. Dies bedeutet nicht, dass Frauen im gleichen Unternehmen für die gleiche Tätigkeit 24% weniger verdienten.”
Wird langweilig. Ich hab eigentlich nur darauf gewartet bis sich wieder so eine “Frauen verdienen 24% weniger für gleiche Arbeit” Sensationsmeldung durch die Nachrichtenseiten schleicht.