Schlank für den Badestrand? Ne, lieber gewisse feministische Utopien – die Blogschau

von Sabine
Dieser Text ist Teil 206 von 295 der Serie Die Blogschau

Das BMZ hat unter Dirk Niebel eine Plakat- und Internetkampagne „The Big Five“ über Afrika gestartet: Nashorn, Löwe, Elefant, Büffel, Leopard. Africavenir reagierte auf das kolonialrassistische Bild mit einer PM und einem feinen Gegenentwurf.

Katrin vergleicht auf Reizende Rundungen die Bademode in Deutschland gegenüber dem Ausland. Der eklatante Unterschied sticht  ins Auge.

Erst sexy gemacht, und dann einen (halben) Rückzieher. Helga schreibt auf femgeeks über die Figur Merida und den Sexismus bei(m) Disney(Film).

Mein Hals krächzt „ich möchte eine anzeige machen“ „Worum geht‘s denn? Nur so‘n Stichwort.“ Nur ein Stichwort… Stichworte sind Randnotizen. Verstummt. [im Text: V*rg*w*lt*g*ng ausgeschrieben]

Warum „Die Preziöse“ ein neuer Stern am Zeitschriftenhimmel werden kann, steht in der Blattkritik von Different Needs.

Ein Hetenmann erklärt Feminist_innen was der Sex ist und was der Feminismus da machen muss. Bei berechtigten feministischen Kritiken kontert dieStandard auf Twitter mit der Unlust „einer gewissen theoretischen strömung“ U get it?

Ryuu stellt sich einen Tag ohne Heterosexismus vor. Eine Utopie. Schön.

Paula ist neun Jahre alt und will mehr Realitäten lesen, deshalb schreibt sie einen „offen Brief an deutsche Verleger“.

Jetzt bitte kurz anschnallen: Auf femgeeks folgt der größte Linkspam aller Zeiten.

Und während ich diese Blogschau machte und den Linkspam (s.o.) durchlas, hab ich mir Zeit gelassen, weil Tea-riffic zwei Grrrl Power Soundtracks angefertigt hat. Well Done.

Für eine bessere Vernetzung der feministischen Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere Kolleg_innen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns bitte Bescheid!




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Eintrag geschrieben: Samstag, 25. Mai 2013 um 9:25 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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8 Kommentare

  1. enoerlee sagt:

    liebe mädchenmannschaft,

    der titel ist aus meiner sicht nicht besonders gelungen. ich für meinen teil hänge für die bademode über dem klo und gekotze.
    das wird auch für den rest meines lebens ein kampf bleiben, das im griff zu haben.
    daher traf mich euer titel heute morgen sehr unvermittelt.
    der inflationäre gebrauch des wortes „kotzen“ hat für mich und ggf. auch einige andere esssgestörte viel schmerzliches.
    vielleicht lässt sich das nächste mal ein besserer titel finden.

    greetz
    enoerlee

  2. Sabine sagt:

    liebe enoerlee,
    danke für deine Anmerkungen und Hinweis. Ich werde es beim nächsten Mal berücksichtigen! Ich hatte diesen Titel gewählt, weil sich für mich eine Nähe zwischen der „Bademode“/Bikini-Werbung und (anorektischen) bzw. genormten Körpervorstellungen zeigt, deshalb das Wort.
    Viele Grüße
    Sabine

    und das es dich heute morgen unvermittelt traf, das wollte ich nicht.

    Nachtrag (10.59 Uhr): Damit will ich keinen Zusammenhang zwischen Ess-Störungen und vermeintlichen Norm-Figuren herstellen, da Ess-Störungen viele Ursachen haben kann, die nicht im Zusammenhang mit vermeintlichen kommerzialisierten Schönheitsidealen stehen.

  3. enoerlee sagt:

    zusätzlich finde ich euren titel verleitend – er vermittelt, dass esssgestörtes verhalten zur bikinifigur verhilft – irrtum!

    darüber hinaus sind anorexie und bulimie leider viel viel mehr als körpervorstellungen und körperbilder – sind sind eine praktik und das ist aus meiner sicht und auch für mich der zentrale und auch problematische aspekt.

  4. lea sagt:

    Da kann ich enoerlee nur aus ganzem Herzen zustimmen. Die inflationäre Verwendung des Wortes kotzen, ähnlich wie die Phrase „ein Schlag ins Gesicht“ ist für mich (je nach Stimmung) ziemlich triggernd. Ärgerlich, wenn das dann absolut unnötig, weil metaphorisch gemeint oder fürs Verständnis nicht nötig, passiert.

    (Ansonsten: Tolle Links. :-))

  5. Sabine sagt:

    Liebe Enoerlee, liebe Lea,

    ich habe den Titel geändert. Ich denke dennoch, dass das Wort in diesem Kontext auch seine Bedeutung hat (haben kann) auch wenn ich weiß, dass Ess-Störungen viele Ursachen haben, die weitaus tiefer liegen als die Anrufungen von kommerzialisierten Schönheitsidealen. Aber klar, der Impuls des Titels, „einfach aufhören, lieber feministische Utopien“ kann da schnell hergestellt werden und missverständlich aufgefasst werden. Danke für Eure Kritik!

    Viele Grüße
    Sabine

  6. enoerlee sagt:

    <3

  7. zet sagt:

    *TRIGGERWARNUNG*

    Hinweis:

    „Frau ohne Welt“

    Na, das macht neugierig, oder? Was könnte wohl in einem Buch stehen, das derart betitelt ist?

    Der Titel erscheint am 27. Mai. Habe es bereits gelesen. Der Titel ist ein Trojaner. Das gesamte Werk ist maskulinistischer Kackscheiß. Frauen sind die Bösen, wenn sie heiraten, und erst Recht, wenn sie sich scheiden lassen. Dann noch mal ein paar schlaue Sätze zur Verteidigung des generischen Maskulininum und… habe ich was vergessen? Ja, aber der Rest geht in dieselbe Richtung. Das Schönste: Eine grandiose Verteidigung der rape culture. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  8. […] zwischen schönheitsideal und ES. diese idee: das medial verbreitete schönheitsideal ist schuld. kotzen für den badestrand (titel inzw dankenswerterweise geändert) ist da nur ein beispiel, das ich auf twitter […]