Keine Kinder ohne Job

von Barbara
Dieser Text ist Teil 24 von 144 der Serie Genderissimi: Die Blogschau

Ferienzeit, Löwezeit, August, nichts für mich, diese lahme, lähmende Ferienzeit…

Wer hat’s gesungen? Hildegard Knef! In der letzten “lähmenden” Augustwoche ein paar Einträge, die nachzulesen ich empfehlen möchte. Im Väterblog wird eine Studie der Universität Linz besprochen, laut der Frauen nach Kündigungen dazu neigen, ihren Kinderwunsch nicht zu verwirklichen. Kein Job – kein Kind. Die Studie ist schon einige Zeit alt, so fragt sich Blogger nelles, warum es keine vergleichbare Untersuchung für Männer gibt. “Mich wundert, dass es nicht schon längst Untersuchungen gibt, die die Auswirkungen der wirtschaftlichen Entwicklung auf die Bereitschaft von Männern, Väter zu werden genau so gründlich untersucht.”

Von einer einigermaßen erschütternden Welt-Umfrage zum Thema “Gehören Frauenhäuser abgeschafft” berichtet der Mädchenblog. “Ich wollte die Ergebnisse der Umfrage (>57.600 Klicks!) euch nicht vorenthalten,… Klar ist der Kontext ein ergebnisbeinflussender Faktor. Vermutlich sind die Antworten aber doch recht repräsentativ für eine allgemeine antifeministische Stimmung.”

Nicht mehr ganz aus dieser Woche, dafür unterhaltsam ist der Eintrag zum Wort “prüde” bei Luise F. Puschs Blog. Im Rahmen einer Einladung zur Verleihung des 1. Feministischen Pornofilmpreises nach Berlin outet sie sich als “bekennende Prüde”.

Über ein neues Magazin namens Patchwork Family (für mich total neu) schreibt der Wochenendvater. Männer in Patchwork-Familien kriegen in dem Heft eher schlechte Noten: “Die Väter übernehmen nur selten alltägliche Funktionen, wie z. B. Hausaufgaben gemeinsam erledigen. Auch in Erziehungsfragen sind sie nachlässig und lassen den Kleinen fast alles durchgehen.” Ach ja.

Für eine bessere Vernetzung der (weiblichen) Websphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschspachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Wenn du selbst ein Blog zu Gender- und Feminismusthemen hast, sag unter mannschaftspost(at)web.de Bescheid.


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Eintrag geschrieben: Samstag, 29. August 2009 um 10:21 Uhr unter Alltag, Ist das so?. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.



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5 Kommentare

  1. kousheru sagt:

    also nix gegen den eintrag von luise pusch (wenn auch etwas nichtssagend aber nun gut…) aber die kommentare sind zu 90% ja wohl – wow! strotzend vor sexismus bzw. falsch verstandenem feminismus und… hui.
    ganz ehrlich, als frau und feministin, die hin und wieder einen non-mainstream-porno ganz gern mag und die sich mit diesem “frauen sind nicht so visuell wenns um sex geht und viel gefühlvoller”-zeug echt nicht identifizieren kann… da fühl ich mich regelrecht angegriffen und beleidigt.

  2. ping sagt:

    Muss mich kousheru da anschließen. Die Kommentare sind echt heftig oO

  3. kousheru sagt:

    Ich hab das immer noch nicht verdaut… jetzt beschäftige ich mich schon seit 9 jahren mit feminismus und…wow.
    ich fühl mich von diesen menschen regelrecht persönlich aus “dem feminismus rausgestoßen” (keine angst, wird nicht passieren heh).
    ich mein… die emma kann man kritisieren, klar. aber die bleibt wenigstens höflich. die emma-leserbriefe sind teilweise schon mehr zum kopfschütteln… aber DAS! ist ja wohl der hammer.

  4. steve, the pirate sagt:

    Hmm, habe jetzt auch mal die KOmmentare durchgelesen: Übel! .. und zum Teil übelst intolerant.
    Ich fühle mich von einigen KOmmentaren auch angegriffen.
    Aber laut einiger KOmmentatorinnen gehöre ich eh zu den bösen Kollaboratuerinnen. :(

  5. [...] Blog der Mädchenmannschaft, wo ich den Link zu Pusch gefunden habe, schreibt eine Kommentatorin: als frau und feministin, die [...]

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