Kein Geld? Dann bitte auch kein Sex.

von Helga

Hartz IV: 15 Euro im Monat für Gesundheitspflege. Das heißt, 15 Euro für die Praxisgebühr, Medikamente, Zuzahlungen und … Verhütung. Mit diesem Budget auszukommen, ist schon fast ein Vollzeitjob für sich. In der taz standen vor kurzem die Ergebnisse einer, zugegebenermaßen kleinen, pro familia-Studie.

Seit der Einführung von Hartz IV 2005 sank die Quote derjenigen, die immer verhüten, von zwei Drittel auf ein Drittel. Die Anzahl derjenigen, die nie verhüten, stieg hingegen von 6 auf 16 Prozent. Und das, obwohl keine der befragten Frauen einen Kinderwunsch hatte.

Dass sonst niemand dazu geforscht hat, spricht natürlich ebenfalls Bände. Trotzdem meint die Bundesregierung, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen schlechterer finanzieller Lage und mehr Schwangerschaftsabbrüchen. Bei letzterem springen dann wieder die Länder ein.

Statt sich über Kindergeld ein schönes Leben zu machen, ist ein weiteres Kind für die meisten Frauen tatsächlich ein weiterer Schritt in die dauerhafte Armut. Und oft genug stellen Mütter ihre eigenen Bedürfnisse hinter denen ihrer Kinder zurück.

„Ganz typisch war, dass Frauen Geld für die Pillenpackung zurückgelegt hatten und das Kind in der Schule plötzlich ein Buch oder einen Ausflug bezahlen musste. Dann stand die Verhütung zurück“, sagt Simone Hartig, Leiterin von pro familia in Flensburg.

Einige Kommentator_innen schrieben dann gleich, im Internet gäbe es Kondome doch billiger. Vergessen dabei aber, dass Geld für Computer und Internetzugang in den Hartz IV-Sätzen explizit nicht vorgesehen ist. Eigentlich soll mit Hartz IV die Erfüllung der Grundbedürfnisse sein, aber wenn es um Sex geht, bleibt anscheinend kaum eine andere Wahl als darauf zu verzichten.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 22. März 2011 um 9:58 Uhr unter Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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36 Kommentare

  1. poetin sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass das unerhört ist – Verhütung sollte sowieso von der Krankenkasse gezahlt werden, und je weniger begütert die Betroffene, desto notwendiger eine staatliche Unterstützung.

    Allerdings möchte ich anmerken, dass ein Teil des Problems (und zwar von Verhütungsfragen generell, nicht nur von Verhütung bei denjenigen, die Probleme haben, das Geld dafür zusammenzukriegen) auch das Gleichsetzen von Sex mit Penetration ist, das dieser Artikel stillschweigend perpetuiert.

    Es gibt so viel Sexualität jenseits des penetrativen Geschlechtsverkehrs, und das meiste davon ist für einen Großteil der Frauen sogar in höherem Maße genussbringend und (no pun intended) erfüllend. Wäre unsere Gesellschaft so aufgeklärt und so auf das Wahren der Individuenrechte ausgerichtet, dass jede Frau (und jeder Mann) jederzeit das, was ihr (gerade, oder generell) zu riskant oder sonstwie nicht genehm ist, verweigern kann, aber dennoch beide (alle) Partner wissen oder sich herauszufinden trauen, wie sie auf ihre Kosten kommen… ach, Utopia.

    Entschuldigt den Nebenschauplatz…

  2. tba sagt:

    Dass das argument mit dem nicht-penetrativen sex gleich als erstes kommt, hätte ich nicht gedacht. Es zählt natürlich überhaupt nicht. Es macht nämlich keinen unterschied, leuten zu sagen, so dürften keinen sex haben oder ihnen zu sagen, WIE und welche art von sex sie haben dürfen. Was für sex man hat, sollte doch wohl jheder selbst entscheiden dürfen, oder? dein ratschlag ist sicher gut gemeint, aber absolut daneben.

    außerdem dachte ich eigentlich, frauen können die übernahme ihrer verhütungskosten beantragen – ging das nicht sogar bei pro familia? wenn es so ist, ist wohl eher das problem, dass hartz iv empfängerinnen über diese möglichkeiten nicht ausreichend informiert werden…

  3. Keks sagt:

    Ich finde das unglaublich. Neulich habe ich dazu schonmal irgendwas gelesen. Das geht gar nicht.

    @tba: Soweit ich weiß, trifft das auf Berlin zu. In anderen Bundesländern ist das wohl nicht so einfach möglich.

  4. Lori sagt:

    Darüber hatte ich auch schonmal etwas geschrieben (http://vomhonig.wordpress.com/2010/12/22/wer-soll-das-bezahlen/), einer bundesweiten Regelung steht auch im Weg, dass Verhütungsmittel der Bund zahlen müsste (Abtreibungen das Land). Da geht es also um blöde Geld Streitigkeiten, weswegen es wohl (leider!) erstmal bei einzelnen Pilot-Projekten bleiben wird.

  5. Robert sagt:

    Zum Thema „Geld für Computer und Internetzugang“: In den meisten Städten bieten die öffentlichen Bibliotheken kostenfreien Internetzugang für ihre Leser an. Auch eine halbe Stunde im Internetcafé kostet üblicherweise nicht die Welt, und mit einer Bestellung kann man sich gut und gerne einen Vorrat an Kondomen für ein halbes oder ganzes Jahr hinlegen.
    Und wer keine öffentliche Bibliothek mit Internetzugang in der Nähe hat, kann sich beispielsweise auch an Niederlassungen der AIDS-Hilfe, bei pro familie oder andere Einrichtungen wenden und sicher für diesen Zweck mal von dort aus online gehen.
    Abgesehen davon ist bei heute üblichen Kombi-Flatrates für Telefonieren und Internet der Zugang an sich keine entscheidende Kostenfrage mehr (und anrufen kann man bei den meisten Onlinehändlern übrigens auch).

  6. Helga sagt:

    @Robert: Über Internetcafés und Bibliotheken möchte ich nicht unbedingt irgendwas bestellen, von Kondomen ganz zu schweigen. Da weiß man ja noch weniger als beim eigenen Zugang, wer (auch illegalerweise) welche Daten speichert und auswertet, mal abgesehen davon, dass es dort selten wirklich unbeschränktes Internet gibt. Und nein, das Geld was laut Hartz IV für Internet und Telefon vorgesehen ist, reicht auch nicht für die Kombiflats.

    @poetin: Lecktücher (ich bin gerade nicht sicher ob die so heißen) und Kondome sind auch bei nicht-penetrativem Sex sinnvoll um sich zu schützen.

    @tba: Was Lori sagt, im taz-Artikel ist auch noch genauer beschrieben, welche Kommunen bei Verhütung ausgehelfen und welche nicht. Es besteht aber kein Anspruch darauf, sonst wäre das sicher auch direkt in Hartz IV mit einberechnet.

  7. »Paula« sagt:

    @Robert: Davon abgesehen kostet der Computer selbst (eventuell inkl. Monitor, Boxen, Router etc.) auch ’ne nicht zu verachtende Stange Geld…

  8. Robert sagt:

    @Paula: Sehr viele haben schon einen, bevor sie in Hartz-IV müssen. Den wirft man ja nicht weg :-)
    @Helga: Ich kenne jetzt die Regelsätze für Telefon etc nicht so genau, aber imho müsste doch ein einfacher Analogzugang plus die Kosten für ein paar Telefonate drin sein – das wird durch viele Telekom-freie Flatrateanbieter schon unterboten. Ehrlich: Hier vor Ort (Kleinstadt, Deutschland Ost) kenne ich nicht einen einzigen Hartz-IV-Bezieher, der nicht wenigstens EIN Handy hat (und ja, ich kenne viele – und die meisten haben Fernseher, Handy UND Internet).
    Und wie gesagt, anrufen geht ja auch, man braucht nicht unbedingt einen Computer. Die seriösen Anbieter nehmen auch telefonische Bestellungen entgegen (und beraten auch), auch wenn dann oft nur Vorkasse oder Nachnahme geht.

    Zum Glück bekommt man ja das Geld als Gesamtbetrag ausgezahlt – man hat ja noch die Wahl, wofür man es ausgeben will (zumindest teilweise).

    Dass Kondom-Kosten im Regelsatz nicht berücksichtigt werden, ist zweifelsohne nicht in Ordnung – aber es nicht unmöglich, welche zu bekommen, auchmit wenig Geld.

    Woanders zahlt die Stadt übrigens beispielsweise die Pille, aber keine Kondome – die wären zu billig…: http://www.kondom-geplatzt.de/2011/01/gottingen-geld-fur-pille-aber-nicht-fur-kondome/

  9. Stephanie sagt:

    Ich finde es bezeichnend, dass nur von Frauen und deren Verhütungskosten die Rede ist – machen die die Kinder jetzt wieder alleine? Ich dachte, darüber seien „wir“ hinweg.

    Abgesehen davon: Ja, die HartzIV-Sätze sind eine Unverschämtheit.

  10. Robert sagt:

    @Stephanie: Mehr als 3/4 aller Kondomkäufer sind Männer :-) In einer funktionierenden Beziehung sollte es aber eigentlich egal sein, wer die Dinger kauft.
    Und ja, Frauen bekommen Abtreibungen und Pille (.U., s.o.) bezahlt, Männer bekommen nix dergleichen.

  11. Luna sagt:

    Toll, aber frau möchte nicht gleich immer schwanger werden, sondern einfach nur ….. .
    Außerdem: Auch wenn ich die Kondome nicht benütze, so möchte ich doch eine gewisse „Macht“ darüber und nicht warten müssen, bis der Mann sie hervorholt.

  12. Robert sagt:

    Hm. @Stephanie beklagt sich, dass die Verhütung(skosten) der Frau zugeschoben werden – und @Luna tut so, als ob sie ohne Mann keine Kondome kaufen könnte…

    Darauf zu warten, dass der Mann die Kondome besorgt und Dir hinlegt (und zu schmollen, wenn er sie nur in die eigene Nachttischschublade packt), ist genau so gestrig, als wenn ich von meiner Frau erwarten würde, dass sie sich alleine um Verhütung kümmert. Nicht?

    Und in wessen Hartz-IV-Regelsatz die nun eingerechnet werden (oder eben nicht), ist doch eigentlich egal – benutzen sollte man sie doch ohnehin gemeinsam :-)

  13. Helga sagt:

    @Robert: Am Ende geht jeder Vorschlag, wie man Kondome bestellen könnte und wo sie billig sind immer noch daran vorbei, dass jede Menge Leute auch andere Verhütungsmittel bzw. „Gesundheitsschutz“ benutzen (müssen), die dann meistens auch noch teurer sind. Wenn denn überhaupt von den 15 Euro noch was übrig ist nach allen anderen Medikamenten und Praxisgebühr etc. Und: Kondome schützen zwar auch gegen sexuell übertragbare Krankheiten, gehen aber auch tendenziell eher schief als alles andere. Längerfristig also nicht unbedingt die beste Wahl.

    Ich habe auch gerade keinen Link und keine Zeit, aber für Internetzugang waren 2 Euro im Monat vorgesehen. So billig würde ich auch gern surfen! Wenn also jemand sich Handy, Festnetz UND Internet leistet, wird der/diejenige das Geld an anderer Stelle wieder einsparen.

  14. Lucia sagt:

    BTW

    Zitat einer Pressemeldung über die Pille für den Mann. (2009)

    Als einziger Konzern hat Schering zusammen mit dem amerikanisch-niederländischen Konzern Oregon die Verhütungspille beim Mann empirisch erforscht. Mehr als 1500 Männer hatten bis dahin das Mittel getestet. Ergebnis: Fast alle Teilnehmer beklagten Stimmungsschwankungen, emotionale Hochs und Tiefs, die sie auf die angeblichen Hormongaben zurückführten. „Am meisten erstaunte uns“, sagt Professor Eberhard Nieschlag, Androloge vom Uni-Klinikum in Münster, „dass auch jene Männer Nebenwirkungen beklagten, die nur Placebos bekommen hatten.“ Die Teilnehmer berichten über zwei Gefühlszustände – Übersexualität und Untersexualität. Dazwischen hat sich nicht viel abgespielt. Und so lieferten die Studien, gleichsam als Nebenprodukt, eine wichtige Erkenntnis über das männliche Sexualtemperament: Auch Männer haben ihre Tage – ob mit Pille oder ohne. Diese irrationale Überempfindlichkeit der Männer ist einer der Gründe, warum das Mittel vor zwei Jahren scheiterte.
    Zitatende.

    Befürchtungen haben Männer vor allem wegen ihrer Potenz, weil sie sich durch die Pille „entmannt“ fühlen.

  15. Robert sagt:

    @Helga: Richtig. Die Berechnung ist insgesamt schon ziemlich seltsam, da muss man ja schon froh sein, dass man das Geld (wennes denn da ist) auch anders aufteilen kann und darf. Was ich eigentlich nur sagen wollte: Nur weil in der Berechnung des Regelsatzes keine Kondome auftauchen, heißt das noch lange nicht, dass ich keine kaufen kann oder darf. Natürlich muss man mit dem Geld kreativ sein – und je mehr Kinder schon da sind, desto schwieriger wird das natürlich, ich kenne das selbst (ich habe 5).

  16. Ninette sagt:

    @Robert Und was machen Frauen, die keine Kondome vertragen?
    Soll es auch geben.

  17. dba sagt:

    Ich sehe spontan keinen Weg, alle zufriedenzustellen.

    Kostenübernahme Pille durch Krankenkasse oder Agentur = Benachteiligung von Frauen, die sie nicht wollen / vertragen und andere Mittel vorziehen

    Kostenübernahme der „weiblichen Seite“ der Verhütung, evtl. nach Arztgespräch (Pille, Spirale, Spritze, Kondome nach Wahl): Benachteiligung homosexueller Männer, deren „Spass“ dann nicht gesellschaftlich gefördert würde

    Kostenübernahme aller Verhütungsmittel von Transferleistungsempfängern: Bürokratie pur, Entstehen eines Schwarzmarktes von zwar erhaltenen, aber nicht verwendeten Mitteln (1 Stelldichein am Tag halten manche Paare auf Dauer locker durch. Wenn das übernommen würde, hätten manche „Kondom“-Wähler u.U. jeden Monat mehr als 25 Exemplare über) in Richtung Otto Normalverdiener, Störung des freien Marktes

    Kostenübernahme aller Verhütungsmittel aller Bundesbürger: Politisch und finanziell eher nicht machbar, ausserdem wäre das sogar mir ein wenig zu „sozialistisch“.

    Keine Kostenübernahme haben wir gerade, das ist auch nicht so das Wahre.

    Dass solche Probleme weniger aufträten, wenn der Regelsatz höher wäre oder wir ein (logischerweise höheres) bedingungsloses Grundeinkommen hätten, nehme ich an – beides scheint mir vor 2013 keinerlei Aussicht auf Realisierung zu haben.

  18. Robert sagt:

    @Ninette: Gibt es in der Tat nicht. Zumindest nicht so, wie Du das formuliert hast. Es gibt Frauen (und Männer), die keine LATEX-Kondome vertragen; dafür gibt es latexfreie: schau mal zu http://www.latexfreiekondome.de – da steht alles dazu, ist von einer Apothekerin. Die sind natürlich teuer als „normale“, wobei wir wieder am Anfang der Diskussion wären.
    Die Behandlung einer Latexallergie ist eine Kassenleistung (die natürlich die Kondome nicht mit abdeckt, ich weiß).

    @dba: Es wird keine Lösung geben (können), die allen gerecht wird. Sinnvoll wäre allein die Hinzurechnung eines „frei verwendbaren Betrages“ in bestimmter Höhe zum Regelsatz, mit dem dann auch offiziell jede/r machen kann, was er/sie will. Kondome kaufen, zum Beispiel. Die Bedürfnisse von Menschen lassen sich nun mal schlecht alle über den selben bürokratischen Kamm scheren.

  19. Lucia sagt:

    Diejenigen deren abgespritzte Körpersäfte Folgen haben, müssten auch dafür sorgen, dass es keine Folgen hat.

    Und das sind die Männer – jemand anderes kommt dafür so weit ich weiß jedenfalls nicht in Frage.

    Folglich sind alle Argumente, dass das wir Frauen machen müssen, Verschleierungsversuche dieser Tatsache.

    Dass wir Frauen trotzdem die Pille, Kondome etc. benutzen, liegt wohl meistens daran, dass man sich beim Verhüten auf Männer nicht verlassen kann.

  20. Robert sagt:

    @Lucia: Als Paar sollte man sich gemeinsam um Verhütung (oder eben nicht) kümmern – und die Frage nach der Art der Verhütung sollte genau so einvernehmlich geklärt werden können. So läuft das zumindest bei uns :-)
    Pauschale Verunglimpfungen sind da nicht hilfreich und bestimmt innerhalb einer Beziehung auch nicht gerade aufbauend.

  21. Lucia sagt:

    @Robert:

    Pauschale Verunglimpfungen?

    1. gibt es keine Pauschale ohne Ausnahme.

    2. Ich verunglimpfe nix. Oder produzierst du kein Sperma?

    3. Dein bzw. eure Regelung ist Ausnahme anstatt Regel.

    4. Männer zu kritisieren ist vergeudete Zeit.

    Polemik *har har* :)

  22. dba sagt:

    @Lucia: Deine „Argumente“ helfen in der Debatte natürlich dann nicht weiter, wenn es um ein Paar geht, bei dem beide in der selben wirtschaftlichen Lage sind.

    Abgesehen davon bringst Du die konträre Aussage zu „Was soll es Männer kümmern, die werden schließlich nicht schwanger, also ist Verhütung nicht deren Problem“. Das ist zum Glück für weite Teile der Gesellschaft heute nicht mehr Naturgesetz und herrschende Meinung. Im weiterem Sinne könnte man Eizellen als Körpersäfte zählen – lassen wir das.

    In einer Partnerschaft können beide Partner sich um Fortpflanzung oder Verhütung Gedanken machen. Die Frau hat einen Entscheidungsvorsprung insofern, dass Sie ohne Wissen und Zutun des Mannes wirkungsvoll* auf verschiedene Weise verhüten kann (woraus ich keinerlei Verpflichtung herleite!). Es mag sich für manche Personen egal welchen Geschlechts so darstellen, dass die Vornahme der Verhütung zuverlässiger ist, wenn sie nicht im Eifer des Gefechts stattfinden muss. In dem Fall ist die Verhütung mit Pille etc. dem Kondom überlegen, leider hat damit die Frau den schwarzen Peter.

    * Für Männer fällt mir nur die Sterilisation als „wirkungsvoll und ohne Wissen/Zutun der Frau“ ein, da die Pille ja anscheinend nicht auf dem Markt ist. Oder gibt es andere Methoden? Wegen der Dauerhaftigkeit dieser Verhütungsmethode ist sie aber m.M.n. mit den anderen erwähnten Methoden nicht direkt zu vergleichen.

  23. jj sagt:

    Das Problem geht nach Aussage eine befreundeten Gynekologin noch einen Schritt weiter: es gibt offenbar jede Menge Abtreibungen, weil die bei Hartz IV von der Kasse übernommen werden, aber die Pille nur bei unter 18-jährigen. Das halte ich für ein erstaunliches moraliasches Versagen gerade der konservativen Regierung. Wenn Frauen, die verhüten wollen, durch Kostendruck zu Abtreibungen gezwungen werden, stimmt da etwas wirklich nicht.

  24. Jule sagt:

    @jj: das waren ja grad die Kostenstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern. Der Staat müsste die Pille zahlen (was er nicht will), die Länder springen bei der Abtreibung ein. Also einfach ein Hin&HerGeschiebe, das keinem was bringt & der Frau psychisch vielleicht sogar noch schadet.

  25. Lucia sagt:

    @dba:

    Deine zitierten weiten Teile der Bevölkerung haben aber auf das Europaraturteil – „gegen das Abtreibungsrecht“ keinen Einfluss gehabt.
    Ist ja schon seltsam, oder?

    QUELLE

    Aber das alles ändert nix daran, dass wir Frauen uns mehrheitlich auch noch heutzutage um die Verhütung kümmern müssen.

  26. Ninette sagt:

    @Robert Ich wusste bereits, dass es auch latexfreie Kondome gibt, ich bin immerhin selber in der doofen Lage, handelsübliche Produkte nicht zu vertragen. ;) Aber wie du schon gesagt hast, latexfreie Kondome sind ziemlich teuer, auch in Relation zu den Stückzahlen. Da bleibt dann keine Alternative. Ich möchte nicht unbedingt eine Behandlung machen lassen müssen, die vielleicht nichtmal hundertprozentig anschlägt, nur weil der Staat für meine Verhütung nicht genügend Mittel vorgesehen hat (gegeben dem Fall, ich bekäme HatzIV).

    Generell denke ich, es gibt immer einen Weg, nicht schwanger zu werden, es gibt zahlreiche Verhütungsmethoden, die auch von der Krankenkasse finanziert werden – aber das Empörende für mich ist, dass diejenigen, die HartzIV bekommen, sich mehr und mühsamer den Kopf darüber zerbrechen müssen, anstatt verhältnismäßig unkompliziert und einfach verhüten zu können.

  27. Lara sagt:

    @Robert

    Zum Thema “Geld für Computer und Internetzugang”: In den meisten Städten bieten die öffentlichen Bibliotheken kostenfreien Internetzugang für ihre Leser an. Auch eine halbe Stunde im Internetcafé kostet üblicherweise nicht die Welt, und mit einer Bestellung kann man sich gut und gerne einen Vorrat an Kondomen für ein halbes oder ganzes Jahr hinlegen.

    Das mag ja sein, aber der Punkt ist doch wohl eher der, dass der Vorschlag alle ALG II Empfängan mögen doch bitte ihre Kondome im Internet bestellen realitätsfern ist. Wenn die Statistik zutrifft und Menschen weniger verhüten, dann ist das nicht nur ein privates sondern auch ein gesellschaftliches Problem. In Großbritannien werden meines Wissens Verhütungskosten über die NHS getragen und so sollte es in meinen Augen auch sein – und zwar für alle Bundesbürgan.

    Abgesehen davon stimmt es allerdings nicht, dass sich Arbeitslosengeldempfängan kein Internet leisten könnten. Der Internet-Satz liegt zwar bei etwa 3 EUR, es gibt aber einen weiteren Satz für Telefon und Fax, der bei etwa 23 EUR liegen dürfte und da natürlich mit eingerechnet werden muss. Ich bezahle momentan 12,90 EUR für eine Flatrate und telefoniere per VoIP mehr oder weniger kostenlos nach ganz Europa, aber wie gesagt, das ist nicht der Punkt. In der Realität sind nunmal nicht alle Menschen topfit auf dem Markt der unbegrenzten und zum Teil seltsamen (siehe hier) Möglichkeiten (zumal viele Arbeitslosengeld Empfängan mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch nicht in der Netzwelt angekommen sind).

    Also nochmal: Ich finde man darf so etwas elementar Gesellschaftliches wie Verhütung nicht auf die private Bank schieben, daher finde ich, dass der Einwand „irgendwie kann mans bezahlen“ ins Leere geht.

  28. Robert sagt:

    @Lara: „alle sollen“ habe ich nicht gesagt; ich sagte „man kann (wenn man denn wirklich will)“. Es geht ja auch, richtig, nicht prinzipiell um Internet oder nicht oder gar Kondom oder nicht, sondern eigentlich darum, inwieweit der Staat hier eventuell in der Pflicht ist, Verhütung zu bezahlen (wenn er schon die Abtreibung bezahlt).

    Geht die postulierte Fürsorgepflicht des Staates tatsächlich so weit, dass für Verhütungskosten in die Pflicht genommen werden kann? Oder andersherum, etwas provokativer: Wenn wir den Staat zwingen wollen, Verhütungskosten zu bezahlen, kann er uns dann im Gegenzug zur Verhütung zwingen, indem er Abtreibungen aus dem Leistungskatalog streichen lässt oder indem für Hartz-IV-Bezieher nur noch 1x Kindergeld gezahlt wird?

    Das britische NHS-System würdest Du hier nicht wollen, glaub mir. Wir haben hier Luxus dagegen. Klar kannst Du Dir dort Kondome ausgeben lassen, aber ob Du das als Bereicherung oder (wahrscheinlich eher) als Erniedrigung empfändest, Dich in die Kondom-Bezieher-Schlange einzureihen, Dir beim Warten die ganzen Kondom-Diskussionen und deftigen Schoten anzuhören, Dir am Schalter Deine 10 Kondome in ein lila Tütchen einfüllen zu lassen (viel Auswahl gibts da übrigens auch nicht), das zu quittieren… sei dahingestellt.

    @Ninette: ich wollte Dir nicht Unwissenheit unterstellen; aber viele wissen es tatsächlich nicht. Seit ich über Kondome blogge, musste ich meine Meinung über den Bildungsstand vieler Mitmenschen (in dieser Hinsicht) leider etwas zurückfahren.

  29. kurukurushoujo sagt:

    @tba:

    poetins Kommentar enthielt keine Verhaltensvorschriften. Das hast du ganz klar reininterpretiert. Ich kann nicht für sie sprechen, meine aber, dass sie darauf hinweisen wollte, dass penetrativer Sex als soziale Norm verankert und individuell internalisiert ist, wodurch die Möglichkeit anderer sexueller Ausdrucksformen für viele gar nicht mehr besteht. Es entsteht das Gefühl penetrativen Sex haben zu müssen, weil das „richtiger“ Sex ist, alles andere nicht. Durch diesen gesellschaftlich vermittelten Druck entscheiden sich Frauen u.U. dazu, penetrativen Sex zu haben, weil sie denken, dies wäre richtig, nicht weil sie der Meinung sind, es sei der Gipfel aller Gefühle. Es gibt auch heute noch Frauen, die nur mit ihren Männern schlafen, weil sie Angst davor haben, dass eine ständige Verweigerung zum Ende der Beziehung führen wird (Manche stehen halt eben nicht auf Penetration). Menschen treffen Entscheidungen, aber da Sexualität immer eine soziale Beziehung impliziert oder beinhaltet kann von einer komplett freien Entscheidung nicht die Rede sein. Es stellt sich also in diesem Fall die Frage: welchr Nutzen wiegt das ständige Risiko einer Schwangerschaft bei nie-verhütenden Frauen auf? Ist mir schon klar, dass niemand aufhören wird zu ficken, aber diese „Du willst uns allen deine Regeln aufdrücken“-Keule ist unangebracht und verkennt das Problem.

  30. Lara sagt:

    @Robert

    Verstehe deine Argumentation nicht. Wieso sollte der Staat die Bürgan zur Verhütung zwingen, nur weil er Hygienemittel, von denen er möchte, dass do Bürga sie verwendet kostenlos anbietet? Das ist doch vollkommen an den Haaren herbeigezogen. Es gibt viele Sozialleistungen, die wir NICHT in Anspruch nehmen MÜSSEN.

    Du gehst auf den einzig wichtigen Punkt gar nicht ein, der da ist: geringe Verhütungsraten bei gleichzeitig hohen Abtreibungsraten sind ein alarmierender Befund, der den Staat aus gesundheitspolitischen, aber auch moralphilosophischen Gründen dazu zu motivieren müssen aktiv zu werden. Da eine Debatte darüber zu führen, was einzelne Menschen mit ihrem Geld machen könnten, wenn sie vernünftig wären, führt ins nirgendwo. Die Probleme die aus dem Status quo erwachsen sind privat, aber sie sind auch und in nicht unerheblicher Weise gesellschaftlich. Es geht also nicht um eine Pflicht, die der Staat hat, sondern um das very own Interesse des Staates.

    Ich habe übrigens meine Pille im UK kostenlos erhalten und fand das ganz und gar nicht erniedrigend. Dauerte 10 Minuten und war erheblich unkomplizierter als in Deutschland. Die Fragen, die gestellt werden, waren die gleichen.
    Darf ich fragen, was für konkrete Erfahrungen du da hast und inwiefern diese für dich erniedrigend waren? (Für manche Menschen ist es auch erniedrigend Kondome an der Kasse zu kaufen, kann man selbst entscheiden, ob man das gelten lassen will – ich tu´s nicht). Ich mache dich auch gerne darauf aufmerksam, dass du gerade dabei bist, deine Argumentation von vorhin („gibt doch kostenlosen Internetzugang, den kann man ja nutzen“ vs. „Könnte ja nervig bis erniedrigend sein“) auf den Kopf zu stellen. Was denn nun?

  31. Robert sagt:

    @Lara: Zweierlei.

    Erstens (und deswegen hatte ich mich ursprünglich in die Diskussion eingeklinkt) finde ich die Argumentation, Hartz-IV-Bezieher KÖNNTEN ja gar nicht richtig verhüten, weil Kondome/Pille/… nicht mit in die Berechnung des Regelsatzes einfließen, falsch; daher meine Hinweise auf Alternativen (Internet etc.) usw.

    Zweitens ist und bleibt meines Erachtens die Frage der Verhütung eine rein private – da sollte sich weder der Papst noch der Staat einmischen dürfen (meine provokanten Extrembeispiele sind so unrealistisch nicht, man schaue nur nach China, wo der Staat sehr rigide in diesen Bereich eingreift).

    Geringe Verhütungsraten bei gleichzeitig hohen Abtreibungsraten sind ein alarmierender Befund, der den Staat aus gesundheitspolitischen, aber auch moralphilosophischen Gründen dazu zu motivieren müssen aktiv zu werden.

    Da stimme ich Dir durchaus zu, nur: das hat mit Hartz IV weder ursächlich noch inhaltlich was zu tun, das ist ein generelles Phänomen. Da kann man weder mit Geldzuwendungen noch mit Gratiskondomen etwas daran ändern – genau so wenig wie an man an der sinkenden Kinderzahl mit Kindergeld oder anderen Fördermaßnahmen nachhaötig etwas ändern konnte. Das Problem ist ein gesamtgesellschaftliches, das auf einer ganz anderen Ebene diskutuert und gelöst werden muss als über den vermeintlichen Knackpunkt des staatlichen Kondom-Sponsorings.

    Ungeachtet dessen IST der Regelsatz imho zu niedrig, und ich befürworte weiterhin einen Extra-Betrag als Aufstockung für private Zwecke – ich gebe mich aber nicht der Illusion hin, dass dann die Kondomverkaufszahlen plötzlich ansteigen und die Abtreibungsrate sinken würde; wahrscheinlich würden nur sehr wenige das Extrageld tatsächlich für Kondome nutzen; diesen wenigen wäre damit aber geholfen.

    Ich wünsche einen guten Start in den Mittwoch :-)

  32. Lara sagt:

    Lieber Robert,

    zu deinem ersten Punkt: da habe ich ja auch nicht widersprochen, ich sagte ja sogar, dass sich ALG II Empfängan Internet durchaus leisten können.

    zum zweiten: Es geht bei kostenfreie Verhütung nicht um irgendeine nette Geste, sondern um das gesundheitliche Wohl der Gesellschaft, genauso wie es beim Kindergeld um einen incentive für das demographische Wohl der Gesellschaft geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Methoden das Leben der Menschen revolutionieren – dabei geht es bei keiner Politik. Und dass das Kindergeld keine wirkliche Wirkung haben soll… ich denke da lass ich deine Aussage mal auf den methodisch wackligen Beinen stehen, auf die du sie gestellt hast. Das Elterngeld hat diesbezüglich Wirkungen gezeigt und ich sehe jetzt nicht wieso das beim Kindergeld nicht ebenso sein sollte.

    Ich sehe bei all dem nicht, wie man was Verhütung Schrägstrich Schwangerschaften Schrägstrich Geschlechtskrankheiten die gesellschaftliche Ebene leugnen und das Ganze als „rein private“ Angelegenheit darstellen kann.

    Eine Anhebung des ALG Satzes für Verhütungsmittel ist notwendig, sodenn diese nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Auch da spielt es keine Rolle, ob diese effektiv gekauft werden – die Sätze sind an einem Mindestbedarf orientiert (oder sollten es zumindest sein), und der kann so grundsätzliche Dinge wie Geschlechtsverkehr nun einmal nicht außen vor lassen.

  33. Robert sagt:

    Hallo Lara,
    Diese „Incentives für das demographische Wohl der Gesellschaft“ sind sicher gut gemeint, verpuffen aber weitegehend wirkungslos; das Statistische Jahrbuch der Bundesrepublik 2010 (http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/SharedContent/Oeffentlich/B3/Publikation/Jahrbuch/Bevoelkerung,property=file.pdf) weist einen deutlichen Rückgang der Kinderzahl aus, trotz erhöhter finanzieller Auf- und Zuwendungen des Staates. Wir haben diese Gelder auch und gerne mitgenommen, aber sie haben unsere Entscheidung für unsere 5 Kinder nicht beeinflusst (und wir mussten, gerade zu Anfang, mit weitaus weniger auskommen als wir heute an Hartz IV kriegen würden).

    Familienfreundlichkeit kann man nicht mit dem Versprechen von Geldzuwendungen an potentielle Eltern ersetzen, und eine Einsicht in die Vorteile von Verhütung erreicht man weder durch Verschenken von Kondomen (oder, wiederum, Geldzuwendungen) noch durch finanzielle oder politische Sanktionen à la China.

    Von daher halte ich, wie schon oben betont, die direkte Einmischung des Staates in diesen Bereich für nutzlos, u.U. sogar für kontraproduktiv; es ist sogar fraglich, ab man mit mehr Bildungsangeboten diese „mir doch egal“-Mentalität vieler Menschen noch erreichen kann, wenn sie sich einmal mental so eingerichtet haben.

    Summa summarum: ich weiß nicht, wie sich das Problem lösen lässt (weder das demographische noch das ethisch/moralische) – ich sehe nur, dass die derzeitig eingesetzten Mittel es nicht können, auch wenn man die Gelder verdoppeln würde.

  34. Lara sagt:

    Lieber Robert,

    ich glaube wir reden ein wenig aneinander vorbei.

    Wie ich schon schrieb, belegen Politiken ihre Wirksamkeit in der Regel nicht durch Revolutionen, sondern durch Veränderung im Größenbereich von Stellschrauben. Der effektive Geburtenrückgang des letzten Jahrzehnts belegt nicht die Wirkungslosigkeit der incentives.

    Um zu wissen wie stark die finanzielle Unterstützung die Entscheidung zum Kind erleichtert müsste man sie entweder abschaffen oder erheblich aufstocken, daher finde ich deine Vermutung, dass sie irrelevant sind etwas aus der Luft gegriffen. Das Elterngeld ist mit dem Kindergeld nicht in jeglicher Hinsicht vergleichbar, aber es hat zumindest was die Auszeit der Väter anbelangt Wirkung gezeigt. Ob die Neugeburtenrate dadurch nachhaltig gestärkt wird, lässt sich derzeit ja noch nicht absehen, die Daten suggerieren es aber zumindest. Unabhängig davon: Man kann eine solche Statistik nicht ohne die Berücksichtigung systemischer Probleme (wie die Notwendigkeit, dass beide Partnan arbeiten müssen bei gleichzeitigem Mangel an Betreuungsangeboten) und psychologischer Effekte (Zukunftsängste durch Finanz-, Wirtschafts- und Umweltkrisen) lesen.

    Für Menschen mit geringem Einkommen ist das Kindergeld nach wie vor eine wichtige finanzielle Stütze, die sicher nicht ausschlaggebend für den Kinderwunsch, aber immerhin die Entscheidung vereinfacht.

    Und zu den Verhütungsmitteln: Eine Dienstleistung des Gesundheitssystem ist keine Einmischung, sondern ein Angebot. Ich verstehe deine Umdeutungsversuche nicht (auch was du vorher geschrieben hast in punkto: „könnte der Staat im Gegenzug zur Verwendung zwingen…“). Heute ist es so, dass Verhütung privat gehandhabt wird, obwohl die Themen Gesundheit, Reproduktion und Schwangerschaftsabbruch (der mit einer sicheren Verhütung korreliert) gesellschaftsrelevanter nicht sein könnten. Dass unabhängig davon Aufklärung betrieben werden muss steht doch auf einem ganz anderen Blatt. Hier geht es darum, dass ein gesundheitsrelevanter Bedarf im Regelfall auch durch das Gesundheitssystem gedeckt sein sollte. Und ein Grundbedarf ist es, bzw. – in Anlehnung an Adenauer – „Sex haben die Leute immer“.

    Es geht auch nicht um die Frage, wie man Probleme endgültig löst (wird man ohnehin nicht – es werden sich immer neue Probleme ergeben). In diesem speziellen Fall ging es darum, dass 15 EUR für die Gesundheitspflege relativ gering ist wenn man davon ausgeht, dass der Großteil der Bevölkerung seine Verhütungsmittel NICHT online kauft (und davon, nicht davon wo man es billiger kaufen kann, muss man politisch ausgehen).

    Liebe Grüße und einen schönen Tag,
    Lara

  35. Robert sagt:

    Hallo Lara,

    Wir sehen die Probleme halt aus unterschiedlichen Blickwinkeln :-)
    Dass der Regelsatz zu gering ist und ausfgestockt werden sollte, habe ich ja weiter oben schon bejaht, insofern kommen wir (aus unterschiedlichen Begründungen) ja zum gleichen Ergebnis. In anderen Dingen bleiben wir halt unterscheidlicher Meinung; die Deutung und Interpretation von statistischen Daten ist ohnehin immer nur 50% Kaffesatzleserei.

    In den wesentlichen Dingen stimmen wir doch überein – weniger Abtreibung durch bessere Verhütung ist wünschenswert, genau wie mehr Kinder und ein kinderfreundlicheres Umfeld dafür.

    Wer in seiner Beurteilung der gegenwärtigen Situation eher richtig liegt, sehen wir wahrscheinlich ohnehin erst mit einigen Jahren Abstand :-)

  36. […] Folgen sind wiederum vorhersehbar, aber entweder willkommen oder sie werden ignoriert. Kein Geld für Verhütung bedeutet: mehr Kinder und keine Zeit für Frauen, um zu arbeiten – und das bedeutet dann Futter […]