Junger Feminismus im Zündfunk

von Barbara

Der Juli steht im Zeichen des Feminismus im Bayerischen Rundfunk: Jeden Sonntagabend gibt es im Zündfunk auf Bayern 2 eine einstündige Sendung zu Themen wie Schönheit, Karriere und Kinder oder Kunst. Am 22. Juli dann wird über den vermeintlichen Graben zwischen jungen und alten Feministinnen diskutiert, und zwar im Muffatcafé in München. Neben der Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken (Autorin von “Die deutsche Mutter”), der “Agentin für Geschlechterdemokratie” Halina Bendkowski und der Grünen-Frauen-Politikerin Julia Seeliger werde auch ich auf dem Podium sitzen.

Die Radiosendungen laufen sonntags zwischen 22:05 und 23:00 Uhr. Hier kommen die Themen:

06.07.2008 Von Schönheitsjunkies und Powerfrauen.
Wie gehen Frauen heute mit dem Druck der Schönheitsindustrie um, in einer Gesellschaft, die nur noch ein Erfolgsmodell kennt: Jung, sexy, leistungsfähig.

13.07.2008 Working girl: Der Start ins Berufsleben als feministisches Erweckungserlebnis
In Schule und Universität ziehen junge Frauen an den Männern vorbei. Warum ändert sich das schlagartig, wenn es um berufliche Karriere geht?

20.07.2008 Doing Feminism: Zeitgenössische Künstlerinnen zwischen Ton, Text und Bild
Wie schlagen sich Feminismusmodelle heute in der Kunst nieder?

27.07.2008 Migration und Frauenbewegung - Grenzen und Gemeinsamkeiten
Kämpft der Feminismus auch für Migrantinnen und ihre Rechte? Oder stellt er sich manchmal ungewollt in den Dienst anti-islamischer Vorurteile von Unterdrückung der Frau und männlicher Dominanz?

03.08.2008 Von “alten Emanzen” und “neuen deutschen Mädchen”
Brauchen wir einen neuen Feminismus? Mitschnitt der Diskussion vom 22.07.08 im Münchner Muffatcafé

Tags:

Anzeige


3 Kommentare zu “Junger Feminismus im Zündfunk”

  1. Goofos schreibt:

    Die Themen hören sich ganz nett an. Ich würde das sogar mit Interesse verfolgen wenn ich nicht vorher schon wüsste, dass es dazu vermutlich nix neues zu hören gibt. Ein einseitiges irgendwelche Zahlen, Studien, Theorien und natürlich die üblichen Leidensgeschichten wiederholt um die Ohren hauen, mit denen eigentlich keiner so richtig was anfangen kann. Wünschenswert wäre bei solchen Debatten wenn auch mal hinterfragt und über den Tellerrand hinaus geschaut wird, vorallem auch kritisch. Schließlich erwartet man das doch eigentlich immer davon … zumindest ich.

  2. Gähnz schreibt:

    “In Schule und Universität ziehen junge Frauen an den Männern vorbei. Warum ändert sich das schlagartig, wenn es um berufliche Karriere geht?”

    Sie ziehen vorbei? Oder werden Jungs diskriminiert? Glaube, letzteres ist der Fall.

    An den Unis? Stimmt, da gibt’s mittlerweile mehr Frauen als Männer. Nur was studieren die denn? Bauingenieur oder Sozialpädagogin?

    Und komischerweise ändert sich alles, sobald freier Wettbewerb ins Spiel kommt?

    Oh Wunder, oh Wunder…

  3. Barbara schreibt:

    @ Gähnz schreibt:

    July 4th, 2008 um 7:30 pm
    “In Schule und Universität ziehen junge Frauen an den Männern vorbei. Warum ändert sich das schlagartig, wenn es um berufliche Karriere geht?” …

    Da unsere Gesellschaftsform und deren Mitbürger/innen -auch die “geistig höher” stehenden, immer noch mehr das Reptilienhirn zum Überleben aktivieren, anstatt das von 2008! Schon auf der Uni muss Student/in den Professoren “hold” gesonnen sein, um Scheine etc. zu erhalten. Es muss ja nicht immer nur der körperliche Aspekt “bedient” werden. Sicher hat die überlebensbedingte, jahrtausendlange Übung hier den Frauen einen “Vorteil” beschehrt - doch von Diskriminierung dem männlichen Geschlecht gegenüber, kann in keiner Art und Weise die Rede sein. Sie diskriminieren sich höchstens gegenseitig.

    Es studieren sehr wenige des männlichen Geschlechtes, Sozialpädagogik.

    Dies hat wieder etwas mit unserem, mehr aktivierten Reptilienhirn zu tun!

    Und komischerweise ändert sich alles, sobald freier Wettbewerb ins Spiel kommt?

    Die Frauen konnten noch nicht allzu lange das männliche Rudelverhalten üben. Hat auch was mit dem Reptilienhirn zu tun!

    Oh Wunder, oh Wunder…

    Das ist kein Wunder, sondern Realität.
    Es wäre angebrachter, wenn wir Alle - Frau, Mann,, alt, jung sich der gesellschaftsbedingten - meist hochneurotischen (oft Borderline, wie narzisstischem) Verhalten, nicht nur gegeneinander bewusst werden würde, um hier eine Veränderung anzustreben, anstatt sich in den Foren zu bekriegen, denn dieses Verhalten kommt aus den Familien- wie anderen Systemen. Vor der eigenen Türe muss begonnen werden, Das gegenseitige, sich etwas Vorwerfen verändert nie etwas! Es ist eine Projektion. Es wiederholt sich. Wie langweilig.

Kommentar schreiben

Wenn du einen Kommentar schreibst, dann verzichte bitte darauf, andere Menschen zu beleidigen oder sinnlos herumzupöbeln. Andernfalls werden wir deinen Beitrag löschen. Bist du unsicher, wie du dich verhalten sollst? Lies die Netiquette.

Viel Spaß beim Diskutieren!


Deinen Kommentar aufhübschen mit HTML-Tags:
Zitieren="blockquote", Fett="strong", Kursiv="em"