Jo, Frau Lau, ich check Ihren Feminismus nicht

von Nadia

Jo jo, Frau Lau, what’s crackin‘? Was geht ab? Ich hab da jetzt Ihren komischen Text über „Feminismus“ in der ZEIT gelesen. Saß da so davor und dachte die ganze Zeit: „Check ich alles nicht, was die Mariam Lau da sagt.“ Geht ja auch schon so verpeilt bei Ihnen los: „Der Feminismus ist nicht tot, aber traurig.“

Ich so: „Hä?“ Kapier ich nicht, wie sie darauf kommen. Ich meine, mag Ihnen so vorkommen wegen virtueller Verzerrung oder sonstwas, aber ich kann Ihnen sagen, traurig ist Feminismus kein bisschen. Meistens auf jeden Fall. Aber manchmal natürlich auch nicht. Zum Beispiel, wenn mensch sich mit dem ganzen diskriminierenden oder gewaltbegünstigenden Scheiß auseinandersetzen muss. Oder mit schlecht recherchierten Texten von Menschen, die selbst noch nicht durch feministische Arbeit aufgefallen sind.

Gecheckt habe ich dann auch nicht, warum Sie Ihre These mit einem Buch von Eva Illouz untermauern, in dem es ja nicht um Feminismus, sondern um Paarbeziehungen und Konstruktionen von romantischer Liebe und Gefühlsleben in Zeiten des Kapitalismus und so Kram geht. Ist mir alles zu hoch was sie da erzählen. Ich meine, sie zitieren da ja auch noch: Es geht um „[d]ie heterosexuellen Frauen der Mittelschicht“ in dem Teil, und ganz ehrlich, da konnte ich mich nur mal wieder so am Kopf kratzen als ich das gelesen hab. Also, heterosexuelle Frauen der Mittelschicht, da gehen Sie irgendwie immer direkt von Korrelation mit Feminismus aus? Häää? Also, ich möchte Ihnen ja nicht zu nahe treten, aber es gibt genug heterosexuelle Frauen aus der Mittelschicht, die mit Anti-Feminismus liebäugeln, oder die Feminismus nicht verstehen (wollen), und/oder die immer auf Abwehrstrategien setzen wenn es darum geht, sich mit Feminismus zu beschäftigen.

Und dann dieser Schmerzensmannkram: „Auch Männer haben dabei verloren.“

Sie meinen das, glaube ich, in Bezug auf Feminismus und so. Hab ich mir aber nur deswegen mal so zusammen gereimt, weil es ja einige kognitiv benachteiligte Exemplare Mensch gibt, die immer Schiss haben dass keine_r mehr die Toilette zuhause putzt, wenn der Feminismus noch mehr Erfolg hat, oder sich keine_r mehr die Haare kämmt, oder Männer alle in eine Schlucht gejagt werden. Oder, noch schlimmer, Frausein und Mannsein irgendwie aufhört und deswegen dann niemand mehr Sex oder Beziehungen hat. Oder dass der Planet dann explodiert. Und, ich will ja nix sagen, aber da gibt’s auch genug Männer, die das bestimmt anders sehen als Sie. Aber auch genug Antifeminist_innen, die das ähnlich sehen wie Sie.

Ganz merkwürdig auch Ihr Rekurrieren auf die Slutwalks („Was dem frühen Feminismus die Amazone, ist dem neuen Feminismus – die Schlampe. „). Dabei waren die Slutwalks ja gar nicht dem „A“ wie „Amazone“ gewidmet, sondern mehr so dem „Arschloch sexualisierte Gewalt“. Zumindest hab ich das letztes Jahr so verstanden. Haben auch alle hunderttausendmal gesagt. Aber vielleicht ist meine Leitung zu lang. Vielleicht aber sind die politischen Botschaften nicht bis in die männlich-dominierten ZEIT-Büros gelangt. Wer weiß das schon so genau.

Und dann sagen Sie, dass „der jüngere Feminismus“ halt voll auf der Welle des Sozialkonstruktivismus reitet. Peile ich auch nicht. Ich meine, nur vorsichtshalber, ich hab jetzt auch nochmal bei Wikipedia nachgeguckt, das hilft ja manchmal schon wenn mensch das eine Minute macht, aber da steht es ja auch nochmal: Das können ja immer verschiedene Ansätze sein die unter „Feminismus“ subsumiert werden. Will sagen: Nur weil andere und ich das mal so machen, dann gilt das natürlich nicht für alle Feminist_innen, denn da gibt’s ja auch Nuancen. Und verschiedene Denkschulen undsoweiter.  Und dass damit die „Sprachlosigkeit“ verlängert wurde, „an der schon die Frauenbewegung der sechziger Jahre krankte“, also, das geht mir auch nicht in die Birne wie sie darauf kommen. Weil, Frau Lau, ist ja so, wir sind so un-sprachlos dass wir ganz oft einen auf den Deckel kriegen dafür, denn, „gibt ja viel wichtigere Probleme!!!“ als die hundertzwanzigtausend die wir immer grad gleichzeitig beackern. Das sagen halt immer voll viele, und ernsthaft, Sie wundern sich bestimmt, aber gibt halt auch nicht wenige Menschen die uns oft sagen, wir sollten einfach mal die Fresse halten. Kein Quatsch, ist so.

Komisch aber auch das hier: „(…) dass man für das, was Frauen wirklich anders macht – das Mutter-sein-Können“. Ich meine, okay, vielleicht meinen Sie das so Mutter-Natur-mäßig, wobei, das erschließt sich mir auch nicht, weil, ganz ehrlich, erstens können nicht alle Frauen Kinder bekommen, zweitens weiß ich auch nicht was Sie mit „Muttersein“ meinen: Schwangerschaft oder dann das, was danach kommt oder irgendwas im Sinne von „liegt im Bereich des Möglichen“? Ganz ominös kommt mir das alles vor was Sie da erzählen, da wird mir echt ganz schwindelig. Und dann dissen Sie die coolen Fuckermothers, weil die ja Ihrer Meinung nach irgendwie unter Paranoia leiden, weil Missstände… Äh. Also, ich weiß echt nicht ob ich Sie da richtig verstanden habe, aber sagen Sie in Bezug auf das Anprangern von Missständen wirklich so Sachen wie: „Wer um alles in der Welt hat das Diktat in Umlauf gebracht, man solle sich gut fühlen?“ Wenn ja: Hammer.

Und dann auch das:

„Der Feminismus hat, wie die Studentenbewegung, aus der er hervorging, ein Problem mit der Freiwilligkeit der angeblich Unterdrückten.“

Da musste ich ein bisschen lachen. Echt mal, und ‚tschuldigung Frau Lau, aber das ist halt so voll alter und falscher Käse! Also, quasi gedachter Analogkäse, dreimal eingefroren und fünfmal wieder aufgetaut. Erstens ging der Feminismus nicht aus der Studentenbewegung hervor, nech, und zweitens, dass Feminismus immer schon primär ein Beschäftigungsfeld der Privilegierten ist, das ist schon seit eh und je bekannt und wird immer wieder wie beknackt problematisiert, mindestens seit 30 Jahren, aber danke, dass Sie’s nochmal aufwärmen für das wirklich kraaaaaas feministische ZEIT-Publikum.

Sie schreiben weiter:

„Ein mutiger Feminismus müsste sich jetzt mit den Widersprüchen des eigenen Erfolgs quälen. Frauen haben ein großes Stück der Macht erobert. Was wollen sie nun damit machen? Warum schrecken sie so oft davor zurück, durch Türen, die sie selber aufgestoßen haben, hindurchzugehen?“

Ja, aber welche Frauen meinen Sie denn? Und wie groß ist das Stück der Macht, dass die Frauen da angeblich in der Hand haben? Ich frag echt nur interessemäßig, also, so eher 50/50 oder mehr oder weniger? Peil ich nämlich nicht. Lesen Sie den Satz nochmal, dann würde ich sagen: „Merkense selbst, ne?“

Und am Ende, da loben Sie dann ja auch noch uns!!!

„Wer die Melancholie abschütteln möchte, die einen aus feministischen Texten der Gegenwart anweht, der werfe einen Blick in das Blog Mädchenmannschaft. Dort wird nicht nur gut gelaunt für Frauenwitze, für »das andere Geschlecht« oder Gleitcremes geworben.“

Also, und da muss ich sagen, weil ich Ihren ganzen Text vorher schon nicht so nachvollziehen konnte… Weiß ich auch nicht so recht, was ich jetzt davon halten soll. Weil, will Ihnen nicht zu nahe treten, aber das ist halt echt irgendwie nur so halbgar. Also, nicht, dass Sie traurig sind, aber wir werben nicht für Frauenwitze. No, no. Und das mit der Werbung für Gleitcreme hat mich auch erstmal durcheinander gebracht. Hab dann auch nochmal vorsichtshalber gegooglet. Und dann kam das hier raus: Bäm. Naja, und was soll ich sagen, tut mir leid, wenn Sie denken dass ich hier doof rumfrage, aber ich hab mir gedacht: Da Sie Ihren Text ja irgendwie auch ganz schwurbelig-orakelnd geschrieben haben, dachte ich, ich mache das jetzt auch mal so. Wobei Ihnen natürlich auch schon andere kompetente Menschen geantwortet haben, und zwar einfach nur formvollendet: Sanczny zum Beispiel, und die Fuckermothers natürlich auch.

Zum Schluss bin ich jetzt nochmal voll nett, weil – so hab ich mir das gedacht – vielleicht fanden Sie unseren Blog auch nur cool, weil Sie mal draufgeguckt haben und dachten: „Ah, geil, das ist ja bunt und mit Bildern!“ Deswegen hab ich Ihnen mal ein Kuchenbild hier reingebaut. Da oben links. Nur für Sie. Voll schön, oder?

[Edit: Irony off. Ich habe mich wenig amüsiert über diesen ZEIT-Feminismus-Text, und ich fand es kein bisschen hilfreich, dass Frau Lau mit so ziemlich jedem antifeministischem Klischee spielt, dass ihr unter die Tippfinger kommt. Ich habe auch nicht alle Schwachstellen passgenau aufgezeigt – dafür empfehle ich aber nochmal die oben verlinkten Texte zum Weiterlesen]




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Eintrag geschrieben: Montag, 18. Juni 2012 um 13:00 Uhr unter Medienkritik, Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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21 Kommentare

  1. Auch mein Amüsement hielt sich bei der Lektüre dieses Unfugs in Grenzen. Wäre frau böse, spräche sie jetzt vom Stockholm-Syndrom. Aber dann wären wir ja wieder bei der Freiwilligkeit der (angeblich !) Unterdrückten, die unsereine irgendwie (hehe!) nicht so ganz respektiert.

    Es ist immer wieder ein Ärgernis, wie der Pseudo-Liberalismus die Existenz von Strukturen leugnet und von lauter imaginären „freien“ Individuen ausgeht. Deshalb können die den Unterschied zwischen Diskriminierung und Geschmacksfragen auch prinzipiell gar nicht begreifen. Und wahr ist – aus dieser Perspektive – auch, klaro, dass manche Leute eben gern für € 3,50 oder umsonst anderen den Dreck weg machen, ganz freiwillig, echt.

    „Unsere Sklav_inn_en sind glücklich, fragen Sie sie doch…“

    Allerdings: Ist soviel Blödheit überhaupt diskussionswürdig – oder kostet das zuviel Zeit und Nerven? Frag ich mich grad.

  2. Carina Tiefenbacher sagt:

    Danke für diesen Artikel. Hatte mich auch ganz schön geärgert über die ZEIT!

  3. Hach… schöner Kommentar.
    Ich finde den Zeit-Artikel voll für die Tonne *plumps*.

    Ich habe aufgehört, den Artikel für voll zu nehmen, als ich den Absatz übers Splanking gelesen habe… und der ist ziemlich weit am Anfang. Was *the_f*** haben persönliche sexuelle Vorlieben und Feminismus miteinander zu tun?

    Und wenn ich mir so einige Kommentare dazu ansehe, fange ich an mit den Zähnen zu knirschen. Zum Glück sind nicht alle Kommentare auf unterem Niveau.

  4. […] und Verärgerung bei feministischen Bloggerinnen gesorgt hat. Kommentare dazu findet ihr auf der Mädchenmannschaft, bei sanczny und bei den […]

  5. Mel sagt:

    haha, klasse! hab herzhaft gelacht und nun appetit auf torte!

    ich les die zeit ja gern. hab den artikel auch gelesen, und dann auch noch die kommentare darunter (selbst schuld) mit dem ergebnis eines horizontalen wackeldackeleffekts.
    aber, bitte bitte, meine frauen! frau mariam lau steht eigentlich immer über den dingen. sie ist quasi schon so sehr distanziert von allem, dass von dort oben ein elefant natürlich aussieht, wie ne ameise :)
    vogelperspektive und distanziertheit gegenüber bestimmten inhalten ist im grunde ganz hilfreich – brauch man sich dann nicht persönlich betroffen fühlen, und so – aber vergessen sollte man dabei als überdendingensteh-mensch nicht, dass man eben doch nicht alles sieht.
    reflektierte wollen und können das in der regel.

    hm, mal so aus der distanz betrachtet: ich glaub die frau lau, die wollte auch mal hier auf der mädchenmannschafts-seite erwähnt werden. so ritterinnenschlag-mäßig.
    dass sie dann andere schwesterseiten vermeintlich anpöbelt, verbuche ich dann mal unter ‚konkurrenz belebt das geschäft‘; im bestfall sogar als werbung pro netzfeminismus, ohne gleich von dem publikum der mittelschichtgazette zeit einen gewischt zu bekommen. und dann auch noch in der öffentlichkeit als profeminismus dazustehen, wie pfui&aliceschwarzer ist dass denn, schadet doch der reputation.

    da sie das hier mit sicherheit lesen werden, frau lau, einen herzlichen dank! wir freuen uns, über sie in der netzgemeinde diskutieren zu können. jetzt kennen nen paar leute sie mehr.
    und danke, dass sie ihren journalistischen eifer und ihre tipp- und arbeitszeit dem thema feminismus opfern, ‚wo es doch noch viel viel wichtigere themen gibt‘! (großesaugenzwinker)

  6. CCMe sagt:

    Selten eine ätzendere Polemik gelesen. Letztlich nur darauf angelegt Frau Lau als Person zu diskreditieren – ad hominem von vorne bis hinten.

  7. Mel sagt:

    öhem, dieser beitrag von Bettina Aumaeir über mobilmachungsrhetorik (auf migrazine.at via denkwerkstatt) passt auch ganz gut zur aufforderung von mariam lau, frau solle doch jetzt nun auch mal endlich durch die selbst aufgestossenen türen gehen:

    In einem zweiten Schritt geht es darum, ihnen zu unterbreiten, dass ihre Ohnmacht Resultat ihrer nichtgenutzten Stärken ist, die es lediglich zu aktivieren gäbe. Gleichzeitig wird vermittelt, dass unabhängig davon, wer für ihre Lage verantwortlich ist, der springende Punkt jener ist, dass es in ihren Händen läge, sich aus der Lage zu befreien (…) Hier enden sehr oft die emanzipatorischen Bemühungen, so als würde es reichen, den Menschen zu sagen, sie seien ihres eigenen Glückes Schmied und sie bräuchten sich nur aufzuraffen und zu partizipieren.

    und

    Die Gefahr dabei ist, dass den Menschen vermittelt wird, die Probleme, die sie haben, hätten ihren Ursprung in ihren eigenen nicht erkannten Möglichkeiten. Erklärtes Ziel von Empowerment und Partizipation ist in diesen staatlichen Maßnahmen nicht die kritische Vergegenwärtigung gesellschaftlicher Schieflagen und eine daraus resultierende Forderung nach einer Neuverteilung von Macht, sondern die Verankerung der neoliberalen Prinzipien wie der alleinigen Verantwortung für das eigene Schicksal im Denken der Menschen.

    passt doch, oder? :)

    ps: nur mal so, mädels. beissreflex geht klar, aber bitte nicht festbeißen ;)

  8. Samia sagt:

    @CCMe Natürlich ist das ne ätzende Polemik, das ist ja der Witz. Ad hominem is aber nich – zitier doch mal!

  9. PoC sagt:

    „Die Gefahr dabei ist, dass den Menschen vermittelt wird, die Probleme, die sie haben, hätten ihren Ursprung in ihren eigenen nicht erkannten Möglichkeiten. Erklärtes Ziel von Empowerment und Partizipation ist in diesen staatlichen Maßnahmen nicht die kritische Vergegenwärtigung gesellschaftlicher Schieflagen und eine daraus resultierende Forderung nach einer Neuverteilung von Macht, sondern die Verankerung der neoliberalen Prinzipien wie der alleinigen Verantwortung für das eigene Schicksal im Denken der Menschen.“

    Wie kann denn überhaupt ein Mensch für die Problem, die sie/er hat selbst verantwortlich sein? Das ist ja unerhört! Und dann soll er diese Probleme auch noch selbst lösen. Da komm‘ ich nicht mit. Weiß doch jedes Kind, dass erst jemand die Machtverhältnisse ändern muss. Wenn ich z.B. keinen Bock auf MINT habe, dann ist das nicht mein Problem.

  10. accalmie sagt:

    Meine Güte, PoC, jedes Mal immer derselbe Kram mit „ich mach mich jetzt total subtil über den Machtbegriff auf diesem feministischen Blog lustig“… Du hast das bereits bei einem post zu rape culture vor einiger Zeit getan und fandest es irgendwie doof, dass man nicht bei den Opfern ansetzen solle, sondern bei den Täter(innen), denn Dieb_innen sage man ja schließlich auch nicht, sie sollten nicht klauen, und jetzt geht’s natürlich hier auch schon wieder darum, diskreditieren zu wollen, dass es durchaus gesellschaftliche Strukturen gibt, die sich auf individuelle Entscheidungen, Möglichkeiten und vermeintlich natürliche Fähigkeiten niederschlagen. „I choose my choice“ ist aber keine ausreichende Erklärung für strukturelle Diskriminierung. Sowas sollte man nicht immer und immer wieder auf einem feministischen Blog diskutieren müssen, aber Dein Derailing auf Deine persönliche Philosophie bei jedem Thema finde ich persönlich ja ziemlich langweilig. Oder, anders gesagt: Danke für den Kommentar, Nadia!

  11. accalmie sagt:

    …übrigens ist es schon wirklich lustig, dass Lau und (anders uninformierte) Zeitleser_innen die Mädchenmannschaft jetzt mit Witzen und Gleitgel assoziieren werden. Das zeigt ja nur, wie schlecht sich Frau Lau zum einen mit tradierten Feminismustheorien und -praxen, als auch mit aktuellem Netzfeminismus auskennt, und trotzdem meint, diesen Text verfassen zu können… What the actual hell :)?!

  12. alex sagt:

    @accalmie

    ich glaub, das lief eher so: „wer macht denn was zu feminismus?“
    „hm.“ „mariam, du bist doch eine frau…“

    sanczny bringt es auf den punkt: „Das ist so albern, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.“

  13. Luna sagt:

    Wenn sie das mit der Studenten(!!!!)bewegung nicht geschrieben hätte, tja, dann wär ich mordsmäßig sauer gewesen. Aber so: *Lachtränen wegwisch*

  14. PoC sagt:

    „Meine Güte, PoC, jedes Mal immer derselbe Kram mit “ich mach mich jetzt total subtil über den Machtbegriff auf diesem feministischen Blog lustig”“

    @accalmie

    Ich verstehe deine Antwort leider nicht. Das liegt vielleicht daran, dass ich in einer anderen Kultur aufgewachsen bin und mein Deutsch auf einer internationalen Schule gelernt habe.
    In meinem Posting habe ich nur noch einmal mit meinen Worten bestätigt, dass ich der gleichen Ansicht bin, wie der zitierte Abschnitt. So ist mein Feminismus. Vielleicht ist deiner anders.

    „Dein Derailing auf Deine persönliche Philosophie bei jedem Thema finde ich persönlich ja ziemlich langweilig.“

    Hast du keine „persönliche Philosophie“? Wäre es für dich interesanter, über eine nicht persönliche Philosophie (eine „offizielle“?) zu schreiben?
    Bei uns ist es üblich, von sich zu reden und seine eigene Meinung zu sagen. Das verstehe ich unter Vielfalt, jede_r bringt sich ein. Ich werde mir aber gern in Zukunft überlegen. was für dich interessant sein könnte.

  15. accalmie sagt:

    @PoC: http://derailingfordummies.com/ – andere vor Dir haben das nämlich schon besser gemacht.

    @alex: hah, vermutlich… Es ist einfach immer wieder schön zu sehen, wie viele Leitmedien, die meinen, sich mit allem auszukennen, nicht in der Lage sind, mal vielleicht ein direktes Zitat von Aktivist_innen oder eigentlich Betroffenen in ihren Artikel aufzunehmen oder zumindest mal nachzufragen; stattdessen ist es wohl so, dass Journalistinnen qua Geschlecht prädestiniert sind für extrem gute Feminismus-Artikel, die dann natürlich auch nicht mehr recherchiert werden müssen, und generell alle Menschen für Antira-Artikel (hat man ja z.B. an der Berichterstattung zu Blackface toll merken können…), weil jede_r hat ja eine Hautfarbe… m( Journalismus geht irgendwie anders.

  16. […] Polemik und Kuchen. Nadia schreibt bei der Mädchenmannschaft eine Replik auf den döfsten Feminismus-Artikel seit dem Schmerzensmann, “Von Amazonen und Schlampen” in der Zeit: Jo, Frau Lau, ich check Ihren Feminismus nicht. […]

  17. […] Nadia kommentiert in der Mädchenmannschaft: “Der Feminismus ist nicht tot, aber traurig.” Ich so: “Hä?” Kapier ich nicht, wie sie […]

  18. totally stressed fan sagt:

    ich muss frau lau recht geben und schon zugeben, besonders fröhlich und lustig gehts beim antisexismus nun wirklich nicht zu. auch sämtliche kommentare (einschließlich meiner) allein hier auf diesem blog, sprechen eine eindeutige sprache. da ist diese lustige (naja) polemik hier eher eine außnahme. aber das liegt auch in der natur des themas und ist nicht anders als bei vielen politischen/fortschrittlichen themen.
    von daher scheint frau lau so ziemlich generell keinen überblick über solche themen zu haben.

  19. Magda sagt:

    @ totally stressed fan

    Ich bitte dich, die Netiquette zu lesen, bevor du hier das nächste Mal kommentierst. Deine Beiträge unter verschiedenen Artikeln sind häufig wenig hilfreich oder einfaches Derailing.

  20. totally stressed fan sagt:

    hö? also die hatte ich zwar schon gelesen, aber hab ich irgendwas geschrieben was vom thema wegführt? was genau ist denn der vorwurf? wurde jemand beleidigt o.ä.?

  21. Magda sagt:

    @ totally stressed fan

    Lies mal Nr. 5 und 7.

    Du hast in mehreren Kommentaren geschrieben, dass mensch „doch das alles nicht so ernst nehmen muss“ und hast damit Sexismus runtergespielt. Das ist auf einem feministischen Blog unangebracht. Ich habe übrigens auch keine Lust darauf, das mit dir auszudiskutieren. Our Blog, Our Choice.