Jenseits von #Ehefüralle: Trans_Kämpfe in den USA

von Magda
Dieser Text ist Teil 20 von 26 der Serie Die Feministische Videothek

Auf nytimes.com gibt es eine sehenswerte englischsprachige Reportage über die jahrzehntelangen aktivistischen Kämpfe von Trans_Menschen in den USA, insbesondere Trans_Frauen of Color. Die Reportage thematisiert die frühen Kämpfe von LGBT inklusive der tagelang andauernden Stonewall-Kämpfe von 1969, dem „Geburtsort“ der US-amerikanischen LGBT-Bewegung.

Was oftmals unerwähnt bleibt: Tragende Rollen spielten Trans_Frauen of Color wie Marsha P. Johnson oder Sylvia Rivera. In massenmedialen Erzählungen oder Mainstream schwullesbischen Kämpfen spielen Trans_Realitäten und Trans_Rechte heute hingegen kaum eine Rolle. Gay Marriage – das deutsche Äquivalent: „Ehe für alle“ – sei nur deshalb eine so zentrale Forderung, weil dringende Probleme wie Armut, Wohnungslosigkeit, medizinische Unterversorgung und Gewalt in LGBT-Bewegungen an den Rand gedrängt werden. Die interviewte Aktivistin Lourdes Ashley Hunter vom Trans Women of Color Collective stellt fest: „Ehe [für alle] ist nicht oberste Priorität – nicht für Schwarze Trans_Frauen“*

Die Reportage enthält Beschreibungen von (sexualisierter) Gewalt.

* „The priority is not [gay] marriage – not for Black trans women.“ – Lourdes Ashley Hunter (Trans Women of Color Collective)




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 16. Juni 2015 um 9:00 Uhr unter Aktivismus, Geschichte, Gewalt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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