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	<title>Kommentare zu: It&#8217;s no joke &#8211; Abtreibung</title>
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		<title>Von: Rahab, Kanaan</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21708</link>
		<dc:creator>Rahab, Kanaan</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 07:36:36 +0000</pubDate>
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		<description>@Ariane
.... ich komme drauf zurück, muß nur erst mal wieder eine reise antreten ... bin aber schon jetzt der meinung, dass die lösung über gewicht keine besonders gelungene wäre...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ariane<br />
&#8230;. ich komme drauf zurück, muß nur erst mal wieder eine reise antreten &#8230; bin aber schon jetzt der meinung, dass die lösung über gewicht keine besonders gelungene wäre&#8230;</p>
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		<title>Von: Ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21695</link>
		<dc:creator>Ariane</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 19:38:43 +0000</pubDate>
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		<description>@ Rahab
Natürlich, war kein kontinuierlicher Vorgang, aber die Akzeptanz einer Pseudo-Fristenregelung war auch nur möglich, weil seit Jahren in der BRD die Indikationen eher locker gehandhabt worden sind, einfach gesagt, eine Frau welche sie wollte, hat sie meistens auch bekommen. Ist nur grob vereinfacht, das ist mir klar. 
Natürlich, dann kam noch die Geschichte mit der DDR hinzu, deren Abtreibungsregelung auch zu berücksichten war und zu diesem unheilvollen Konstrukt aus Pflichtberatung, Straffreiheit dennoch Rechtswidrigkeit geführt hat. Ich glaube aber kaum, Politik und Gerichte hätten unsere &quot;liberale&quot; Regelung ermöglicht, wenn bis dato Abtreibung nur bei Lebensgefahr oder Vergewaltigung möglich gewesen wäre.

Zu meinen Skurpeln. Ich bin für die Möglichkeit einer Abtreibung, weil es sich beim Embryo und beim Fötus bis zu einem bestimmten Stadium um keinen Menschen, sondern nur um eine Vorstufe dazu handelt. Platkativ ausgedrückt: Ich spreche einem Embryo das Mensch-Sein ab und halte deshalb eine Abtreibung für ethisch unbedenklich. Sobald er aber als Mensch anerkannt wird, wird es schwierig, dann ist es schlicht und einfach Tötung eines Menschen die so nicht richtig sein kann. Das gegenwärtige Konstrukt (bis zu den Geburtswehen=Abtreibung, danach=Tötung/Mord) ist unbrauchbar, weil biologisch gesehen nicht vertretbar. Lieber wäre eine Grenze, ein Mensch ist ab einem Geburtsgewicht von 300/400/600g - über die Details könnte man streiten - als so einer zu sehen, vorher handelt es sich um eine Zellansammlung ohne Rechte. Sicher wäre das auch willkürlich, aber die konsequenteste Lösung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rahab<br />
Natürlich, war kein kontinuierlicher Vorgang, aber die Akzeptanz einer Pseudo-Fristenregelung war auch nur möglich, weil seit Jahren in der BRD die Indikationen eher locker gehandhabt worden sind, einfach gesagt, eine Frau welche sie wollte, hat sie meistens auch bekommen. Ist nur grob vereinfacht, das ist mir klar.<br />
Natürlich, dann kam noch die Geschichte mit der DDR hinzu, deren Abtreibungsregelung auch zu berücksichten war und zu diesem unheilvollen Konstrukt aus Pflichtberatung, Straffreiheit dennoch Rechtswidrigkeit geführt hat. Ich glaube aber kaum, Politik und Gerichte hätten unsere &#8220;liberale&#8221; Regelung ermöglicht, wenn bis dato Abtreibung nur bei Lebensgefahr oder Vergewaltigung möglich gewesen wäre.</p>
<p>Zu meinen Skurpeln. Ich bin für die Möglichkeit einer Abtreibung, weil es sich beim Embryo und beim Fötus bis zu einem bestimmten Stadium um keinen Menschen, sondern nur um eine Vorstufe dazu handelt. Platkativ ausgedrückt: Ich spreche einem Embryo das Mensch-Sein ab und halte deshalb eine Abtreibung für ethisch unbedenklich. Sobald er aber als Mensch anerkannt wird, wird es schwierig, dann ist es schlicht und einfach Tötung eines Menschen die so nicht richtig sein kann. Das gegenwärtige Konstrukt (bis zu den Geburtswehen=Abtreibung, danach=Tötung/Mord) ist unbrauchbar, weil biologisch gesehen nicht vertretbar. Lieber wäre eine Grenze, ein Mensch ist ab einem Geburtsgewicht von 300/400/600g &#8211; über die Details könnte man streiten &#8211; als so einer zu sehen, vorher handelt es sich um eine Zellansammlung ohne Rechte. Sicher wäre das auch willkürlich, aber die konsequenteste Lösung.</p>
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	<item>
		<title>Von: Rahab, Kanaan</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21693</link>
		<dc:creator>Rahab, Kanaan</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 16:41:14 +0000</pubDate>
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		<description>nein, Ariane! der weg zum heutigen §§218ff ging in der BRD etwas anders  - aber es geht hier jetzt nicht um details der rechtsgeschichte. dass das, was wir hier heute haben, den titel &quot;erfolgreiche Liberalisierung&quot; verdient, das bestreite ich allerdings ganz entschieden! 

was ich nun jedoch überhaupt nicht verstehe, das sind deine überlegungen (die ich fast geneigt bin, grübeleien zu nennen) ab welchem gewicht einem fetus eine bestattung (oder eine andere form des &#039;öffentlichen&#039; gedenkens zukommen könnte und unter welchen umständen nicht.
woher die scheu, skrupel (?), den menschlichen fetus einen menschen auf dem weg dorthin (also zum menschen) zu nennen? und zwar unabhängig davon, ob der fetus nach/durch spontan-abort zu tode kam oder durch den aus welchen gründen auch immer gewollten und durchgeführten abbruch der schwangerschaft?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nein, Ariane! der weg zum heutigen §§218ff ging in der BRD etwas anders  &#8211; aber es geht hier jetzt nicht um details der rechtsgeschichte. dass das, was wir hier heute haben, den titel &#8220;erfolgreiche Liberalisierung&#8221; verdient, das bestreite ich allerdings ganz entschieden! </p>
<p>was ich nun jedoch überhaupt nicht verstehe, das sind deine überlegungen (die ich fast geneigt bin, grübeleien zu nennen) ab welchem gewicht einem fetus eine bestattung (oder eine andere form des &#8216;öffentlichen&#8217; gedenkens zukommen könnte und unter welchen umständen nicht.<br />
woher die scheu, skrupel (?), den menschlichen fetus einen menschen auf dem weg dorthin (also zum menschen) zu nennen? und zwar unabhängig davon, ob der fetus nach/durch spontan-abort zu tode kam oder durch den aus welchen gründen auch immer gewollten und durchgeführten abbruch der schwangerschaft?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21687</link>
		<dc:creator>Ariane</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 11:38:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=6396#comment-21687</guid>
		<description>@ Magda

Du bist vielleicht Realistin, ich Traumtänzerin. Natürlich kann man deiner Argumentation und der hier beschriebenen anhand einer Schwangerschaft bei erwarteter Behinderung eine bestimmte Logik nicht absprechen. So ist die Liberalisierung erfolgreich in Westeuropa verlaufen. So in Deutschland, wo man über eine Indikationslösung, die immer weiter aufgeweicht wurde zu einer fast-Fristenregelung gekommen ist oder auch interessant, in der Schweiz, wo die Gefährdung der Gesundheit der Frau im Lauf der Jahrzehnte immer lascher definiert wurde, bis ein Gutachten nur eine Formsache war, bis man eingesehen hat, man kann nun auch diese kippen. Das bringt uns Frauen am Ende vielleicht doch weiter als &quot;mein Bauch gehört mir&quot;, und da würde ich auch niemandem einen Vorwurf machen, der mit Extrembeispielen anfängt zu kämpfen. Ist legitim und in der Politik häufig der Fall.

Störend ist aber das Beispiel in mehrfacher Hinsicht, wenn ein geschädigter Fötus angeführt wird. Einerseits weil es dabei um die Frage der Abtreibung nach diagnostizierter Behinderung geht, die ich doch gerne von der grundsätzlichen Frage nach Abtreibung trennen würde. Die Amis gehen da anders ran, sie hätten nach Deutschland blicken sollen: Hier werden Abtreibungen aus medizinischen Gründen von den Kassen übernommen - bei sonstigen Gründen nur bei sozial Schwachen. Will die Pro Choice Bewegung das übernehmen? Ein Klausel in das Gesetz einschieben, das bei medizinischer oder embryopathologischer Indikation eine Kostenübernahme garantiert? Was ist dann mit den übrigen 99% der Abtreibungen? 
Andererseits, so sehr eine Abtreibung auch sozial Schwachen möglich sein sollte, so sehe ich eine Verknüpfung mit Gesundheitsleistungen problematisch. Eine Abtreibung - es sei denn aus medizinischen Gründen - ist keine Krankheit, die Frau ist in der Regel nicht krank und dumm, die nicht verhüten kann oder hat psychische Probleme, welche sie zu einer Abtreibung zwingen. Es ist eine freie Entscheidung, das zu tun, das hat wirklich nicht viel in Krankenversicherungsfragen zu suchen. Wäre das nicht wirklich die Chance für ein alternatives Modell? In dem Abtreibungen generell direkt vom Staat übernommen werden, oder sozial Schwache ein Recht auf kostenfreie Abtreibung haben - natürlich auch auf kostenfreie Verhütung?
Ich verstehe ja die Aufregung, in der Praxis kümmert diese Grundsatzdiskussion eine Frau die abtreiben will und das Geld dafür nicht hat, wenig. Wahrscheinlich schweife ich wieder zu sehr in die Theorie ab.

Wollte nur noch eines hinzufügen, losgelöst von dem Beispiel der diagnostizierten Behinderung. Es ist logisch, wer wenig Geld hat, hat auch Schwierigkeiten das zu beschaffen. Aber wieviel kostet eine Abtreibung? Gewinnorientierte Praxen bieten sie in Lokalanästhesie für gut 200 Euro an (andere bieten sie zu überhöhten Preisen an, ist so, weil in Deutschland dafür kein Markt funktioniert und wenn meistens der Staat es zahlt, es den Betroffenen egal ist, wenn der Arzt dann doch 800 Euro verrechnet - solche Wucherpreise wären natürlich zu unterbinden). 200, 250 Euro sind schon eine Menge Geld (für mich wenigstens), aber abgesehen von absoluten Härtefällen doch keine Katastrophe und irgendwie aufzubringen. Ich halte deshalb die Diskussion, ob der Staat/Kassen Abtreibungen zu übernehmen hat, für sekundär, wichtiger ist der freie und ungehinderte Zugang.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Magda</p>
<p>Du bist vielleicht Realistin, ich Traumtänzerin. Natürlich kann man deiner Argumentation und der hier beschriebenen anhand einer Schwangerschaft bei erwarteter Behinderung eine bestimmte Logik nicht absprechen. So ist die Liberalisierung erfolgreich in Westeuropa verlaufen. So in Deutschland, wo man über eine Indikationslösung, die immer weiter aufgeweicht wurde zu einer fast-Fristenregelung gekommen ist oder auch interessant, in der Schweiz, wo die Gefährdung der Gesundheit der Frau im Lauf der Jahrzehnte immer lascher definiert wurde, bis ein Gutachten nur eine Formsache war, bis man eingesehen hat, man kann nun auch diese kippen. Das bringt uns Frauen am Ende vielleicht doch weiter als &#8220;mein Bauch gehört mir&#8221;, und da würde ich auch niemandem einen Vorwurf machen, der mit Extrembeispielen anfängt zu kämpfen. Ist legitim und in der Politik häufig der Fall.</p>
<p>Störend ist aber das Beispiel in mehrfacher Hinsicht, wenn ein geschädigter Fötus angeführt wird. Einerseits weil es dabei um die Frage der Abtreibung nach diagnostizierter Behinderung geht, die ich doch gerne von der grundsätzlichen Frage nach Abtreibung trennen würde. Die Amis gehen da anders ran, sie hätten nach Deutschland blicken sollen: Hier werden Abtreibungen aus medizinischen Gründen von den Kassen übernommen &#8211; bei sonstigen Gründen nur bei sozial Schwachen. Will die Pro Choice Bewegung das übernehmen? Ein Klausel in das Gesetz einschieben, das bei medizinischer oder embryopathologischer Indikation eine Kostenübernahme garantiert? Was ist dann mit den übrigen 99% der Abtreibungen?<br />
Andererseits, so sehr eine Abtreibung auch sozial Schwachen möglich sein sollte, so sehe ich eine Verknüpfung mit Gesundheitsleistungen problematisch. Eine Abtreibung &#8211; es sei denn aus medizinischen Gründen &#8211; ist keine Krankheit, die Frau ist in der Regel nicht krank und dumm, die nicht verhüten kann oder hat psychische Probleme, welche sie zu einer Abtreibung zwingen. Es ist eine freie Entscheidung, das zu tun, das hat wirklich nicht viel in Krankenversicherungsfragen zu suchen. Wäre das nicht wirklich die Chance für ein alternatives Modell? In dem Abtreibungen generell direkt vom Staat übernommen werden, oder sozial Schwache ein Recht auf kostenfreie Abtreibung haben &#8211; natürlich auch auf kostenfreie Verhütung?<br />
Ich verstehe ja die Aufregung, in der Praxis kümmert diese Grundsatzdiskussion eine Frau die abtreiben will und das Geld dafür nicht hat, wenig. Wahrscheinlich schweife ich wieder zu sehr in die Theorie ab.</p>
<p>Wollte nur noch eines hinzufügen, losgelöst von dem Beispiel der diagnostizierten Behinderung. Es ist logisch, wer wenig Geld hat, hat auch Schwierigkeiten das zu beschaffen. Aber wieviel kostet eine Abtreibung? Gewinnorientierte Praxen bieten sie in Lokalanästhesie für gut 200 Euro an (andere bieten sie zu überhöhten Preisen an, ist so, weil in Deutschland dafür kein Markt funktioniert und wenn meistens der Staat es zahlt, es den Betroffenen egal ist, wenn der Arzt dann doch 800 Euro verrechnet &#8211; solche Wucherpreise wären natürlich zu unterbinden). 200, 250 Euro sind schon eine Menge Geld (für mich wenigstens), aber abgesehen von absoluten Härtefällen doch keine Katastrophe und irgendwie aufzubringen. Ich halte deshalb die Diskussion, ob der Staat/Kassen Abtreibungen zu übernehmen hat, für sekundär, wichtiger ist der freie und ungehinderte Zugang.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Magda</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21685</link>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 09:42:10 +0000</pubDate>
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		<description>@ Ariane

&lt;blockquote&gt;&quot; (...) es hat einfach kaum jemand mehr Rückgrat genug um zu sagen, ich bin Pro Choice, weil es allein die Entscheidung der Frau ist, abzutreiben oder nicht, selbst wenn sie einen wohlhabenden superlieben Ehemann hat, einen eigenen Zweitwagen und das Kind laut allen Prognosen kerngesund wäre. Leider drückt man zu sehr auf die Mitleidsdrüse (Behinderung, Vergewaltigung, etc.)&quot;&lt;/blockquote&gt;

Naja, mit Rückgrat hat das nicht so viel zu tun - in konservativen Teilen der USA kommt man mit einer von dir beschriebenen Argumentation kaum an und muss zu Extrembeispielen greifen, wenn man anti-choice FanatikerInnen überhaupt erreichen möchte. Dieses Video soll auch wahrscheinlich nicht die liberalen, in Großstädten lebenden und weltoffenen pro choice Leute ansprechen. Wenn es so einfach wäre, gäbe es doch nicht solche Kontroversen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Ariane</p>
<blockquote><p>&#8221; (&#8230;) es hat einfach kaum jemand mehr Rückgrat genug um zu sagen, ich bin Pro Choice, weil es allein die Entscheidung der Frau ist, abzutreiben oder nicht, selbst wenn sie einen wohlhabenden superlieben Ehemann hat, einen eigenen Zweitwagen und das Kind laut allen Prognosen kerngesund wäre. Leider drückt man zu sehr auf die Mitleidsdrüse (Behinderung, Vergewaltigung, etc.)&#8221;</p></blockquote>
<p>Naja, mit Rückgrat hat das nicht so viel zu tun &#8211; in konservativen Teilen der USA kommt man mit einer von dir beschriebenen Argumentation kaum an und muss zu Extrembeispielen greifen, wenn man anti-choice FanatikerInnen überhaupt erreichen möchte. Dieses Video soll auch wahrscheinlich nicht die liberalen, in Großstädten lebenden und weltoffenen pro choice Leute ansprechen. Wenn es so einfach wäre, gäbe es doch nicht solche Kontroversen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rahab, Kanaan</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21684</link>
		<dc:creator>Rahab, Kanaan</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 09:03:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=6396#comment-21684</guid>
		<description>@Ariane
ich habe lange überlegt, ob ich auf deine klage über die scheinheiligkeit der extrembeispiele eingehe. ich habe schließlich versucht zu zeigen, dass gerade das extrembeispiel geeignet ist, zu dem zurückzufinden, was da eigentlich zur entscheidung ansteht, nämlich das selbstbestimmungsrecht.
wobei nun die frage ist, weshalb frauen auf diesem selbstbestimmungsrecht bestehen müssen (sei versichert: ich bestehe darauf!) und gleichzeitig von ihrer gesellschaft verlangen können (müssen!), dass sie dafür nicht bestraft werden, weder im strafrechtlichen sinne noch durch gefährdung ihrer gesundheit.

wahrscheinlich wird es erst mal wieder für verwirrung sorgen, aber ich verlinke zu dieser frage auf ein interview mit Sarah Hrdy in der aktuellen zeit -&gt; http://www.zeit.de/2009/48/Klein-Muetter-48.
vielleicht helfen deren in diesem interview nur angerissene überlegungen zum infantizid etwas weiter?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Ariane<br />
ich habe lange überlegt, ob ich auf deine klage über die scheinheiligkeit der extrembeispiele eingehe. ich habe schließlich versucht zu zeigen, dass gerade das extrembeispiel geeignet ist, zu dem zurückzufinden, was da eigentlich zur entscheidung ansteht, nämlich das selbstbestimmungsrecht.<br />
wobei nun die frage ist, weshalb frauen auf diesem selbstbestimmungsrecht bestehen müssen (sei versichert: ich bestehe darauf!) und gleichzeitig von ihrer gesellschaft verlangen können (müssen!), dass sie dafür nicht bestraft werden, weder im strafrechtlichen sinne noch durch gefährdung ihrer gesundheit.</p>
<p>wahrscheinlich wird es erst mal wieder für verwirrung sorgen, aber ich verlinke zu dieser frage auf ein interview mit Sarah Hrdy in der aktuellen zeit -&gt; <a href="http://www.zeit.de/2009/48/Klein-Muetter-48" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2009/48/Klein-Muetter-48</a>.<br />
vielleicht helfen deren in diesem interview nur angerissene überlegungen zum infantizid etwas weiter?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21669</link>
		<dc:creator>Ariane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 16:06:17 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag @ Anna (obwohl das Thema OT ist, aber wenn es eingeworfen hast...).

Soviel ich verstanden habe, gibt es diese Grenze von 500g. Darüber hinaus ist eine Totgeburt/Abtreibung auch zu bestatten. Und ab dieser Grenze (oder ist es 1000g?) hat das Krankenhaus auch eine Meldung an die Polizei zu machen, da diese Verpflichtet ist, alle Todesursachen von Menschen (als solches gilt ein so geborener Fötus eben) zu registrieren. Dann steht unter Todesursache Abtreibung (ok, fragt mich nicht, inwiefern und welche Daten dazu erhoben werden).

Reden wir von einer normalen Abtreibung, dann handelt es ich um Gewichte in der Größenordnung von 50, 80, vielleicht maximal 100g. Die fehlende Pflicht zur Bestattung ist gut, die fehlende Möglichkeit ebenfalls. Sobald man gestatten würde einen solchen Fötus, egal ob Fehlgeburt oder durch Abtreibung gestorben, zu bestatten, würde damit schon ein Menschsein suggeriert. Ist ja logisch, was auf einem Friedhof für Menschen zu bestatten ist, war ein Mensch, also ist seine Vernichtung die Tötung eines Menschen. So etwas darf nicht Einzug halten, damit würde an der Entscheidungsfreiheit der Frauen sofort wieder gerüttelt. Die medizinische korrekte Entsorgung ist die einzige Möglichkeit.

Was macht man aber mit Fehlgeburten/Abtreibungen über 500g? Prinzipiell ist eine Bestattung richtig. Aber auf keinen Fall, wenn es sich um einen medizinisch indizierten Abbruch wegen Behinderung gehandelt hat. Denn so wird dem Fötus einerseits ein Mensch-Sein zugesprochen, andererseits aber ihm das Lebensrecht nur wegen seiner Behinderung abgesprochen. Das ist doch ein Dilemma. Gerade deshalb bin ich immer noch gegen die medizinische Indikation aus embryopathalogischen Gründen als spezieller Abtreibungsgrund: Fristen setzen, bis wann eine Abtreibung möglich ist, darüber hinaus wirklich nur in direkten Notlagen es erlauben. Wäre nur konsequent, die 500g Grenze könnte durchaus angewendet werden, vorher Abtreibung möglich, danach nicht mehr.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag @ Anna (obwohl das Thema OT ist, aber wenn es eingeworfen hast&#8230;).</p>
<p>Soviel ich verstanden habe, gibt es diese Grenze von 500g. Darüber hinaus ist eine Totgeburt/Abtreibung auch zu bestatten. Und ab dieser Grenze (oder ist es 1000g?) hat das Krankenhaus auch eine Meldung an die Polizei zu machen, da diese Verpflichtet ist, alle Todesursachen von Menschen (als solches gilt ein so geborener Fötus eben) zu registrieren. Dann steht unter Todesursache Abtreibung (ok, fragt mich nicht, inwiefern und welche Daten dazu erhoben werden).</p>
<p>Reden wir von einer normalen Abtreibung, dann handelt es ich um Gewichte in der Größenordnung von 50, 80, vielleicht maximal 100g. Die fehlende Pflicht zur Bestattung ist gut, die fehlende Möglichkeit ebenfalls. Sobald man gestatten würde einen solchen Fötus, egal ob Fehlgeburt oder durch Abtreibung gestorben, zu bestatten, würde damit schon ein Menschsein suggeriert. Ist ja logisch, was auf einem Friedhof für Menschen zu bestatten ist, war ein Mensch, also ist seine Vernichtung die Tötung eines Menschen. So etwas darf nicht Einzug halten, damit würde an der Entscheidungsfreiheit der Frauen sofort wieder gerüttelt. Die medizinische korrekte Entsorgung ist die einzige Möglichkeit.</p>
<p>Was macht man aber mit Fehlgeburten/Abtreibungen über 500g? Prinzipiell ist eine Bestattung richtig. Aber auf keinen Fall, wenn es sich um einen medizinisch indizierten Abbruch wegen Behinderung gehandelt hat. Denn so wird dem Fötus einerseits ein Mensch-Sein zugesprochen, andererseits aber ihm das Lebensrecht nur wegen seiner Behinderung abgesprochen. Das ist doch ein Dilemma. Gerade deshalb bin ich immer noch gegen die medizinische Indikation aus embryopathalogischen Gründen als spezieller Abtreibungsgrund: Fristen setzen, bis wann eine Abtreibung möglich ist, darüber hinaus wirklich nur in direkten Notlagen es erlauben. Wäre nur konsequent, die 500g Grenze könnte durchaus angewendet werden, vorher Abtreibung möglich, danach nicht mehr.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Ariane</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21667</link>
		<dc:creator>Ariane</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 15:39:44 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, aber weshalb dann ein extremes Beispiel, schwerste Behinderung, erst 11. Woche? Es ist doch scheinheilig, immer auf diese Extreme zu pochen, das ist im Übrigen auch etwas was ich der akutellen (besonders amerikanischen, in Europa ist das Thema eigentlich &quot;tot) Diskussion unterstelle. Immer Beispiele von Extremsituationen, es hat einfach kaum jemand mehr Rückgrat genug um zu sagen, ich bin Pro Choice, weil es allein die Entscheidung der Frau ist, abzutreiben oder nicht, selbst wenn sie einen wohlhabenden superlieben Ehemann hat, einen eigenen Zweitwagen und das Kind laut allen Prognosen kerngesund wäre. Leider drückt man zu sehr auf die Mitleidsdrüse (Behinderung, Vergewaltigung, etc.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, aber weshalb dann ein extremes Beispiel, schwerste Behinderung, erst 11. Woche? Es ist doch scheinheilig, immer auf diese Extreme zu pochen, das ist im Übrigen auch etwas was ich der akutellen (besonders amerikanischen, in Europa ist das Thema eigentlich &#8220;tot) Diskussion unterstelle. Immer Beispiele von Extremsituationen, es hat einfach kaum jemand mehr Rückgrat genug um zu sagen, ich bin Pro Choice, weil es allein die Entscheidung der Frau ist, abzutreiben oder nicht, selbst wenn sie einen wohlhabenden superlieben Ehemann hat, einen eigenen Zweitwagen und das Kind laut allen Prognosen kerngesund wäre. Leider drückt man zu sehr auf die Mitleidsdrüse (Behinderung, Vergewaltigung, etc.)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Rahab, Kanaan</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21658</link>
		<dc:creator>Rahab, Kanaan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 11:11:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=6396#comment-21658</guid>
		<description>@lantzschi

falls es nicht deutlich genug geworden ist - ich wollte dir nichts unterstellen. wahrhaftig nicht!
es ging mir einzig darum zu zeigen, wie versteckt ein argument sein kann, das im grunde frauen das selbstbestimmungsrecht abspricht. - und ich vermute mal (oder hoffe doch sehr!), dass Cory ihr beispiel auch deshalb gewählt hat, um ihre zuschauer_innen genau darauf zu bringen. und nicht, um eine diskussion behindertes kind ./. anlegen-lassen abstehender ohren loszutreten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@lantzschi</p>
<p>falls es nicht deutlich genug geworden ist &#8211; ich wollte dir nichts unterstellen. wahrhaftig nicht!<br />
es ging mir einzig darum zu zeigen, wie versteckt ein argument sein kann, das im grunde frauen das selbstbestimmungsrecht abspricht. &#8211; und ich vermute mal (oder hoffe doch sehr!), dass Cory ihr beispiel auch deshalb gewählt hat, um ihre zuschauer_innen genau darauf zu bringen. und nicht, um eine diskussion behindertes kind ./. anlegen-lassen abstehender ohren loszutreten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: lantzschi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/its-no-joke-abtreibung/#comment-21657</link>
		<dc:creator>lantzschi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:50:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/?p=6396#comment-21657</guid>
		<description>@rahab

ich finde deinen letzten kommentar außerordentlich gut und richtig. ich argumentiere nicht gegen einen schwangerschaftsabbruch generell oder im speziellen fall einer behinderung. ich bin nach wie vor der meinung, das frauen dieses selbstbestimmungsrecht haben dürfen. und niemand hat ihre entscheidung zu werten.

trotzdem sollte die entscheidungsfindung eben nicht über generelle oder spezielle aspekte erfolgen, sondern über das zusammenspiel zwischen individuum und umwelt. bin ICH also bereit ein behindertes kind auf die welt zu bringen oder nicht oder entscheide ich mich dafür/dagegen, weil die gesellschaft mich in der erziehung eines behinderten kindes &quot;behindert&quot;? und da ist meine meinung, dass diese frau das unabhängig der äußeren bedingungen entscheiden sollte. so bleibt ihre entscheidung eine rein subjektive. ansonsten entscheidet man doch für das ungeborene behinderte und legt damit fest, wie wertvoll das leben eines behinderten menschen sein kann. das steht uns nicht zu, finde ich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rahab</p>
<p>ich finde deinen letzten kommentar außerordentlich gut und richtig. ich argumentiere nicht gegen einen schwangerschaftsabbruch generell oder im speziellen fall einer behinderung. ich bin nach wie vor der meinung, das frauen dieses selbstbestimmungsrecht haben dürfen. und niemand hat ihre entscheidung zu werten.</p>
<p>trotzdem sollte die entscheidungsfindung eben nicht über generelle oder spezielle aspekte erfolgen, sondern über das zusammenspiel zwischen individuum und umwelt. bin ICH also bereit ein behindertes kind auf die welt zu bringen oder nicht oder entscheide ich mich dafür/dagegen, weil die gesellschaft mich in der erziehung eines behinderten kindes &#8220;behindert&#8221;? und da ist meine meinung, dass diese frau das unabhängig der äußeren bedingungen entscheiden sollte. so bleibt ihre entscheidung eine rein subjektive. ansonsten entscheidet man doch für das ungeborene behinderte und legt damit fest, wie wertvoll das leben eines behinderten menschen sein kann. das steht uns nicht zu, finde ich.</p>
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