Inge Hannemann freigestellt

von Nadia

Fast schon war es zu erwarten, heute ist es passiert – Inge Hannemann ließ über ihre Facebook-Präsenz mitteilen, dass sie ab sofort von ihrer Tätigkeit im Jobcenter teamarbeit hamburg freigestellt ist:

„Inge Hannemann, die für Menschenrechte und die Einhaltung des Grundgesetzes eintritt, wurde mit sofortiger Wirkung von der Geschäftsführung der teamarbeit hamburg freigestellt. Ihren Schlüssel musste sie sofort abgeben, ein Jobcenter darf sie nicht mehr betreten.“

Gerade in den letzten Wochen konnte Hannemann (vor allem in den alternativen Medien) viel Aufmerksamkeit für die Praktiken der Jobcenter generieren – durch Ihren Blog, öffentliche Auftritte und zuletzt auch einen offenen Brief an ihre Jobcenter-Kolleg_innen.

So prangerte sie unter anderem das System der Sanktionierungen an und den Umgang mit den Kund_innen des Jobcenters. Seit einem Jahr bloggte Hannemann über das System Hartz-IV – Ihr erster Blogbeitrag trug den Titel: „Kritische Mitarbeiter von Jobcentern werden durch den Europäischen Gerichtshof gestärkt„.

Es gibt bereits eine Petition, welche die Rüchnahme aller Sanktionen fordert. Unterschreiben!




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Eintrag geschrieben: Montag, 22. April 2013 um 12:32 Uhr unter Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. nichtdiemama sagt:

    Frau Hannemann, ich finde Sie klasse!!! Ich bin betrübt über ihre „Beurlaubung“ und wie man Sie behandelt. Aber damit muss man wohl in der sogenannten Demokratie rechnen. Machen Sie weiter, und lassen sich nicht unterkriegen.

    Es wäre schön, wenn mehr Jobcentermitarbeiter so wären wie sie.

  2. […] eine Jobcenter-Mitarbeiterin, wie man sie sich wünscht und überall gefordert wird – prompt wird sie gefeuert. Trotzdem lohnt es sich, ihren offenen Brief an ihre Kolleg_innen zu […]

  3. […] nicht so aktivistisch und engagiert berichtet die Mädchenmannschaft, denn das hat Konsequenzen. Das Jobcenter Hamburg-Altona hat eine Mitarbeiterin gefeuert, die sich mit einem Offenen Brief in […]

  4. Torsten sagt:

    Na hoffentlich wurde ihr wenigstens eine anständige Outplacementberatung zu teil. Nur weil sie investigativen Journalismus betrieben hat, wird sie jetzt bestraft. Das ist einfach nur traurig …

  5. Guten Tag,
    evtl. auch hier interessant.
    Der Blog eines Ex – Fallmanagers (meiner) ausdrücklich auch zur
    Unterstützung von Inge Hannemann gedacht.
    http://tombbloggt.blogspot.de/
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.