In Love with a Vampire

von Barbara

“Everyone in America is in love with one man”, stellt die großartige Sarah Haskins in ihrer neuesten Folge von “Target Women: Vampires” fest. Sie redet dann von Edward Cullen, der männlichen Hauptfigur aus “Twilight” (gespielt von Robert Pattinson) und stellt fest, dass der junge Vampir der Traum vieler, wenn nicht aller junger Frauen ist. Echt? Ein bleicher Blutsauger?

Ich habe auch ein Faible für Vampire. Deswegen ist “Buffy, the Vampire Slayer” meine Lieblingsserie, gefolgt von dem Spin-off “Angel”. Ich habe schlechte Filme mit Jude Law und von Kathryn Bigelow auf DVD, weil es Vampirfilme sind. Aber davon zu sprechen, dass ich mit meinem Vampir-Interesse stellvertretend für alle Frauen bin, ja, dass es um sexuelle Attraktion geht, davon bin ich bislang nicht ausgegangen. Auch auf jezebel.com wird ein bisschen über die weibliche Neigung, Vampire zu mögen, nachgedacht: Bezogen auf einen Newsweek-Artikel zum selben Thema scheint die Erklärung darin zu liegen, dass Vampire cool und erwachsen sind. “It is not the vampire’s passion that is sexy, but his self-control.” Diese Selbstkontrolle hindert sie daran, dumme Sachen mit Bierflaschen und Autos zu tun. Stattdessen machen sie andere Sachen. Blut trinken, in Särgen schlafen und tagsüber pennen.


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Eintrag geschrieben: Dienstag, 9. Dezember 2008 um 11:10 Uhr unter Gucken, Kultur. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.



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11 Kommentare

  1. Matze sagt:

    Hohum … Edward Cullen ist der männliche Protagonist von Twilight, nicht der Schauspieler (der einige sehr sarkastische Sachen über das Buch/Skript zu sagen hat (also, der Schauspieler, nicht der Charakter, den er spielt (wobei letzteres irgendwie noch cooler wäre)))

    Außerdem ist Edward gaaanz anders als die anderen Vampire: Er trinkt nur Tierblut (ebenso wie seine liebevolle Familie), schläft nicht in Särgen und wohnt in einem Bundesstaat, wo nur selten die Sonne scheint, so dass er auch tagsüber draußen aktiv sein kann. Ach ja, und wenn er mit Sonnenlicht in Berührung kommt, zerfällt er nicht zu Staub, sondern *glitzert*. Yay!

    Btw,
    hier
    ist eine sehr schöne Kritik zu dem Film, gegen die sogar Sarah Haskins IMO blass aussieht.

  2. [...] interessieren Vampire nicht. Sie üben keinerlei Reiz auf mich auf. Noch nicht mal Buffy. Ich schau mir lieber an, was Chuck Bass so treibt :) [...]

  3. doro sagt:

    ich mag die klassischen vampire, die blut trinken und irgendwo zwischen selbstbeherrschung und blutdurst schwanken. dieses twilight-vampirchen ist doch was für kleine mädchen *pfff* (^_^)

    aber mal “ernsthaft” (geht das bei nem fantasy-thema überhaupt?): viele meiner freundinnen stehen auf vampir-romane/-filme/etc. die einen mehr auf so twilight-ähnliche exemplare, andere mehr auf die bösen. irgendwas ist an dem thema dran, und das geht sicherlich über die blut-sex-thematik hinaus. vielleicht wird einfach das innere dunkel angesprochen?!

    wie war der spruch? “gute mädchen kommen in den himmel, böse überall hin.”

  4. Anna sagt:

    @Matze:
    Danke für den Hinweis, die Unterscheidung Hauptfigur und Schauspieler wurde nochmal deutlicher gemacht.

    Ich kenne den ersten Teil der Bücher und obwohl Bella insgesamt schon eine starke Persönlichkeit ist, liest man doch auf fast jeder Seite sehr eindeutig durch, dass Stephene Meyer Mormonin ist. Was mir dann weniger behagt. Das Männer-/Frauenbild und der Umgang mit Sex in der Reihe ist schon sehr konservativ.
    Hier mal wieder ein link zu jetzt.de… ob man die vielen Kommentatorinnen, die sich extra dort angemeldet haben, um die Autorin des Artikels zu beschimpfen nun eher belustigend findet oder Verständnis dafür hat, sei jeder und jedem selber überlassen.

  5. Miriam sagt:

    Also ich kann Vampiren jetzt auch nicht wirklich was abgewinnen, außer vielleicht Anna von Schlotterstein aus “Der kleine Vampir”, wenn sie mal wieder darauf hinweist “Ich bin stark, stärker als Rüdiger”… ;-)

  6. Verena sagt:

    Und selbst wenn der Hals eine ausgesprochen erogene Zone sein kann, lebenlänge Wundmale möchte ich da nicht drauf haben.
    Und dann sind Vampire doch auch immer so blasse Wesen im modrigen Frack – oder trägt die moderne Variante gebräunte Haut und Sneakers?! (Ich = Ahnungslos)

  7. Anna sagt:

    Verena, die Twilight Vampire können tagsüber wach sein und leben zumindest nach außen ein sehr normales Leben. Die Gemeinschaft ist getarnt als Familie, die Kinder gehen jeden Tag in die Schule. In Sneakers. Aber blass. Immerhin so viel ist geblieben.

  8. Verena sagt:

    Und die Wundmale bleiben auch, nehme ich an … ;)

  9. Patrick sagt:

    Bei Twilight geht mir echt die Hutschnur hoch. Der coole, düstere und enthaltsame Vampir, der Töchterchen den Rebellen und Mutter den braven Buben gleichermaßen ermöglicht und nach dem, was man hört, auch noch den intensiven, leicht stalkerischen und besitzergreifenden Männertypus beloben.

    Wenn sogar Vampire zu zahnlosen Ungeheuern werden, isses echt vorbei. Anne Rice war ja schon schlimm, aber…

  10. Barbara sagt:

    P.S. Auch ich habe jetzt den Film “Twilight” gesehen. Und war ganz schön enttäuscht. Verschenkt, finde ich. Von fragwürdigen Geschlechterrollenverhalten mal ganz abgesehen.

  11. Vic sagt:

    Bin auch kein Fan von Twilight…liegt nicht nur an dem ständigen HIn-undHergemschmachte, bei dem mir schon manchmal schlecht wird (und ich bin Romantikerin,ja!), sondern auch an diesem ständig miesgelaunten Charakter der Bella…da habe ich mich schon immer gefragt, was das sein soll….Ich fand damals “Interview mit einem Vampir” toll, besonders als Film und auch als Buch.

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