Immer wieder: Frauenquote
von BarbaraEin Artikel, der die letzten Ereignisse in Sachen Frauenquote gut zusammenfasst, wurde am Freitag im Zündfunk (BR) gesendet: Von Telekom über Opferfeminismus bis zu den CSU-Bemühungen, mehr Frauen nach oben zu bringen. Fazit:
Auf lange Sicht könnte die Quote also eine annähernd gleichberechtigte Verteilung von Arbeit und Kapital zwischen den Geschlechtern anstoßen.
Prost!
Facebook | | Eintrag geschrieben: Montag, 22. März 2010 um 10:50 Uhr unter Frauenfakten, Gendertrouble. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.








Ehemals selbst Quotengegner, habe ich persönlich gute Erfahrungen im Arrangement mit Frauen gemacht, wenn es z.B. darum geht früher zu gehen, um meine Tochter abzuholen o.a.
Ein männlicher Manager dagegen äußerte sich vor einigen Jahren eher sehr unempathisch “privater Kram”.
Manchmal denke ich, vielleicht sind Quoten der beste Weg um die männerfeindlichen “patriarchalen” Arbeitsbedingungen und Handlungsweisen aufzubrechen und für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen (Stichwort : work-life-balance).
Eine brandaktuelle Studie 03/2010 :
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/frauen-in-f_C3_BChrungspositionen-deutsch,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf
Interessant ist, daß viele Frauen UND Männer glauben, daß es ohne politische flankierende Maßnahmen nicht geht.
Das Thema “gläserne Decken”, was ich sonst auch eher zu negieren neige, wird hier behandelt durch die Forumulierung :
http://www.gruene-bundestag.de/cms/frauen/dokbin/332/332579.bruecken_und_barrieren_fuer_frauen_zu_fu.pdf
“Hüter der “gläsernen Decke” sind somit nicht die einzelnen Männer
(von denen die meisten sehr aufgeschlossen gegenüber kompetenten und
engagierten Frauen sind), sondern Hüter der gläsernen Decke sind die – meist
vorbewusst – zementierten Mentalitätsmuster in den Köpfen und Herzen der
Männer. Insgesamt glauben Frauen (und Männer) in den Führungspositionen nicht,
dass sich aufgrund des zunehmenden Bedarfs an besonders gut qualifizierten
Führungskräften der Anteil von Frauen zeitnah von alleine (!) erhöhen wird. Mit der
“wohlwollenden” Haltung von Männern in Führungspositionen gegenüber einem
allgemeinen Anstieg von mehr Frauen in Führungspositionen ist ein wichtiges
Etappenziel erreicht.”
Ich habe manchmal das Gefühl, es hat etwas mit der “männlichen Wunde” (Quelle : Prof. Hollstein, S 94) und einem damit von Frauen und Männern verinnerlichtem Wertegefälle weiblich-männlich zu tun.
Für mich wirkt auch Simone de Beauvoirs Behandlung des “Mythos Frau” als eine paradoxe jahrhundertealte Projektion und Depotenzierung bei gleichzeitiger Weiblichkeitsidealisierung/-privilegisierung – eine Erblast, die wir alle noch mit uns unbewußt herumschleppen.
Zum Thema Frauenquote im Speziellen und Geschlechterverhältnissen und Geschlechterforschung im Allgemeinen empfehle ich mein Blog “Geschlechtsverwirrung” http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung
Im aktuellen Beitrag stelle ich eine Studie vor, die die geringere Neigung von Mädchen und Frauen zum Wettbewerb zeigt. Die geringere Präsenz von Frauen in Führungspositionen ist also wohl nicht, wie landläufig immer behauptet wird, eine Folge von Diskriminierung, sondern hat sehr viel tiefere Gründe.
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/geschlechtsverwirrung/2010-06-28/iza-studie-m-dchen-vermeiden-wettbewerb.-aber-das-soll-ihnen-ausgetrieben-werden