Im nahen Osten: Kampf für Demokratie und Frauenrechte

von Helga

In Ägypten wird noch protestiert, Tunesien hat schon viel erreicht – vorbei sind die Kämpfe in beiden Ländern noch lange nicht. So befürchten einige Frauen in Tunesien, mit der Demokratisierung könnten auch islamistische Gruppierungen ins politische Alltagsgeschäft zurückkehren. Für die angekündigten Wahlen fordern sie ein Kommittee, dass die Einhaltung der Frauenrechte überwacht und mehr weibliche Beteiligung in Regierung und Parlament. Den Führer einer islamistischen Partei wollten sie im Bikini empfangen. Frauenrechtsorganisationen organisieren außerdem Demos für Gleichberechtigung, Demokratie und Freiheit

Auf die Anerkennung ihrer Beteiligung haben die Aktivstinnen in Tunesien und Ägypten auch sehr viel Wert gelegt – die Frage, ob sie sich wirklich soviel beteiligt hätten, kam anscheinend öfter. Leil-Zahra Mortada erstellte daher eine Galerie in Facebook und sammelte Bilder des weiblichen Protests.

Eine Tunesierin schaffte es schon vorher in die deutsche Presse: Die taz interviewte die tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni, die ausführlich über die Revolution schrieb. Sie erzählt, wie sie zur Politik kam und von den Nachstellungen der Polizei. Ihr Blog findet Ihr unter atunisiangirl.blogspot.com, dort gibt es auch weiterhin viele Berichte und Fotos.

Über die Situation in Ägypten bloggt Mona Eltahawy. Dabei kritisiert sie auch die widersprüchliche Haltung des Westens zu den Revolutionen ein. Auf der einen Seite beklagen wir den Mangel an Demokratie in der arabischen Welt, auf der anderen Seite halten wir an Stereotypen fest, die dem gegenüber stehen: Araber_innen als passive, eingeschüchterte Menschen, die blind ihre Diktatoren lieben und ihnen folgen. Im schlimmsten Falle werden Chancen auf Demokratisierung so behindert, um die „Stabilität“ zu wahren.

Weitere Beiträge zur Situation in Ägypten sammelt auch Fatimah in ihrem Tumblr Give Peace A Chance und Jezebel zeigte ein Mädchen, dass eine sehr schlechte Nachricht für Mubarak hat:




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 2. Februar 2011 um 10:39 Uhr unter Zeitgeschehen. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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