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	<title>Kommentare zu: How to be: Ein feministischer Freund</title>
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		<title>Von: Melissa</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-8683</link>
		<dc:creator>Melissa</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 09:51:33 +0000</pubDate>
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		<description>Stimme dir zu-die Gesellschaft vermittelt den Frauen im „sozialen“ bereich zu arbeiten. Dieser bereich gerade deshalb, weil er „feminin“ ist, unterbezahlt-frauenarbeit wird immer noch als gratisarbiet angesehen. 
und weil die frauen von der gesellschaft „brainwashed“ sind, führen sie diese rollen weiter: „soziales“ studium, automatisch sich verantwortlich fühlen (und gratis-ausrichtung) der kindererziehung und Haushalt.
Diese spirale kann sich nur stoppen, wenn die frauen anfangen das zu ändern: forderung von lonerhöhung im „sozialen“ bereich, berufswahl nach „karrierenchancen“ und boykott von gratisarbeit zuhause.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Stimme dir zu-die Gesellschaft vermittelt den Frauen im „sozialen“ bereich zu arbeiten. Dieser bereich gerade deshalb, weil er „feminin“ ist, unterbezahlt-frauenarbeit wird immer noch als gratisarbiet angesehen.<br />
und weil die frauen von der gesellschaft „brainwashed“ sind, führen sie diese rollen weiter: „soziales“ studium, automatisch sich verantwortlich fühlen (und gratis-ausrichtung) der kindererziehung und Haushalt.<br />
Diese spirale kann sich nur stoppen, wenn die frauen anfangen das zu ändern: forderung von lonerhöhung im „sozialen“ bereich, berufswahl nach „karrierenchancen“ und boykott von gratisarbeit zuhause.</p>
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		<title>Von: Miriam</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-8680</link>
		<dc:creator>Miriam</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 09:27:19 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;blockquote&gt;Das ist für mich auch eine art prostitution, sich mit einem alten reichen sack zu verheiraten nur für das geld. Diese frauen haben dann nämlich auch keinen guten sex,&lt;/blockquote&gt;

Ich stimme dir zu, dass man dies durchaus als eine gesellschaftlich akzeptierte Art der Prostitution sehen kann, aber dass bei welcher Art der Prostitution auch immer der Sex zwangsläufig schlecht ist, ist einfach ein Irrglaube, der auch von Feministinnen gerne verbreitet wird. Wenn man das Buch &quot;Lass dich verwöhnen&quot; von Tamara Domentat liest, wird man feststellen, dass Sexarbeit viele Facetten hat und viele Sexarbeiterinnen tatsächlich Spaß an ihrer Arbeit haben.

Und was die Berufswahl angeht: Ich weiß nicht, ob man den &quot;Fehler&quot; da ausschließlich bei den Mädchen und Frauen suchen kann. Wenn einem in der Schule und durch die Umwelt permanent vermittelt wird, dass Mädchen sich für Sprachen und soziale Themen interessieren und Jungs sich für Mathe und Physik, dann ist es doch fast vorprogrammiert, wer später mal Ingenieur wird. Meine Kolleginnen und ich mussten uns schon mehr als einmal dafür rechtfertigen, wie wir auf die Idee kommen konnten, Ingenieurinnen zu werden, meinen Kollegen ist das allerdings noch NIE passiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Das ist für mich auch eine art prostitution, sich mit einem alten reichen sack zu verheiraten nur für das geld. Diese frauen haben dann nämlich auch keinen guten sex,</p></blockquote>
<p>Ich stimme dir zu, dass man dies durchaus als eine gesellschaftlich akzeptierte Art der Prostitution sehen kann, aber dass bei welcher Art der Prostitution auch immer der Sex zwangsläufig schlecht ist, ist einfach ein Irrglaube, der auch von Feministinnen gerne verbreitet wird. Wenn man das Buch &#8220;Lass dich verwöhnen&#8221; von Tamara Domentat liest, wird man feststellen, dass Sexarbeit viele Facetten hat und viele Sexarbeiterinnen tatsächlich Spaß an ihrer Arbeit haben.</p>
<p>Und was die Berufswahl angeht: Ich weiß nicht, ob man den &#8220;Fehler&#8221; da ausschließlich bei den Mädchen und Frauen suchen kann. Wenn einem in der Schule und durch die Umwelt permanent vermittelt wird, dass Mädchen sich für Sprachen und soziale Themen interessieren und Jungs sich für Mathe und Physik, dann ist es doch fast vorprogrammiert, wer später mal Ingenieur wird. Meine Kolleginnen und ich mussten uns schon mehr als einmal dafür rechtfertigen, wie wir auf die Idee kommen konnten, Ingenieurinnen zu werden, meinen Kollegen ist das allerdings noch NIE passiert.</p>
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		<title>Von: Melissa</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-8670</link>
		<dc:creator>Melissa</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2008 22:57:22 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn frauen gleichberecthigt verdienen, werden sie auch nicht mehr männer nach ökonomischen punkten aussuchen. Das ist für mich auch eine art prostitution, sich mit einem alten reichen sack zu verheiraten nur für das geld. Diese frauen haben dann nämlich auch keinen guten sex, was auch total unfeministisch ist. 
Aber für diese veränderung müssen sich vorallem die frauen erst ändern und in erster linie bei der berufswahl daran denken ob sie damit sich selber ernähren können. Viele studieren immer noch brotlose branchen weil sie nicht an ihre eigene zukunft denken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn frauen gleichberecthigt verdienen, werden sie auch nicht mehr männer nach ökonomischen punkten aussuchen. Das ist für mich auch eine art prostitution, sich mit einem alten reichen sack zu verheiraten nur für das geld. Diese frauen haben dann nämlich auch keinen guten sex, was auch total unfeministisch ist.<br />
Aber für diese veränderung müssen sich vorallem die frauen erst ändern und in erster linie bei der berufswahl daran denken ob sie damit sich selber ernähren können. Viele studieren immer noch brotlose branchen weil sie nicht an ihre eigene zukunft denken.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Von: Lini</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-3778</link>
		<dc:creator>Lini</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 18:11:15 +0000</pubDate>
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		<description>is ja interessant. Frauen sollen sich mit Männern abfinden, die keine Veränderungsbereitschaft zeigen, um die Prostitution einzuschränken - aha! Sonst noch Wünsche?
Prostitution ist ein MÄNNliches Problem. 
ja, MANCHE Frauen stehen auf sportliches Aussehen. Ich z.B. nicht, ich verliebe mich nach ganz anderen Kriterien. Und da bin ich auch nicht die Einzige. 
Ökonomische Stärke als Beziehungskriterium? Was meinst du, warum Frauen ENDLICH gleichberechtigt verdienen wollen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>is ja interessant. Frauen sollen sich mit Männern abfinden, die keine Veränderungsbereitschaft zeigen, um die Prostitution einzuschränken &#8211; aha! Sonst noch Wünsche?<br />
Prostitution ist ein MÄNNliches Problem.<br />
ja, MANCHE Frauen stehen auf sportliches Aussehen. Ich z.B. nicht, ich verliebe mich nach ganz anderen Kriterien. Und da bin ich auch nicht die Einzige.<br />
Ökonomische Stärke als Beziehungskriterium? Was meinst du, warum Frauen ENDLICH gleichberechtigt verdienen wollen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-3768</link>
		<dc:creator>Mario</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 13:30:51 +0000</pubDate>
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		<description>Zu erst mal kann ein Feministischer Mann sich seinem eigenen Rollenerwartung als Ernaehrer entziehen und auch ein Erziehungsjahr verlangen - das macht in bestimmten Sozialsystemen durchaus Sinn - ich verdien mehr als doppelt soviel wie meine Freundin, bleibe ich bei 90% Lohnfortzahlung 2J zuhause und kuemmer mich ums Kind stehen wir spaeter wenn ich weniger ausgebrannt wieder ins Arbeitsleben stuerze laenger leistungsfaehig. Wenn ich die aktuelle Entwicklung betrachte hat die Maedchen und Frauenfoerderung die Mehrzahl der Jungen und Maenner ziehmlich in eine Unterschichtkultur ausgegrenzt. Es wird gefoerdert - das Bildungssystem an Frauen angepasst etc .. die althergebrachten Vorteile aber werden unberuehrt gelassen.
Der Markt fuer Prostitution wird durch die neue fordernde Denkweise vergroessert, den auf Mr Perfect wartenden weibl. Singles steht eine grosse Menge frustrierter maennlicher Singles gegenueber. Prostitution boomt ohnegleichen, die Mehrzahl kann einfach nicht mit den Anforderungen auf dem Partnermarkt (sportliches Aussehen - oekonomische Staerke etc.) mithalten.

Frauen koennen sich ihren Lebenstil quasi selbst raussuchen - ein Mann ist allein auf den schrumpfenden ersten Arbeitsmarkt angewiesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zu erst mal kann ein Feministischer Mann sich seinem eigenen Rollenerwartung als Ernaehrer entziehen und auch ein Erziehungsjahr verlangen &#8211; das macht in bestimmten Sozialsystemen durchaus Sinn &#8211; ich verdien mehr als doppelt soviel wie meine Freundin, bleibe ich bei 90% Lohnfortzahlung 2J zuhause und kuemmer mich ums Kind stehen wir spaeter wenn ich weniger ausgebrannt wieder ins Arbeitsleben stuerze laenger leistungsfaehig. Wenn ich die aktuelle Entwicklung betrachte hat die Maedchen und Frauenfoerderung die Mehrzahl der Jungen und Maenner ziehmlich in eine Unterschichtkultur ausgegrenzt. Es wird gefoerdert &#8211; das Bildungssystem an Frauen angepasst etc .. die althergebrachten Vorteile aber werden unberuehrt gelassen.<br />
Der Markt fuer Prostitution wird durch die neue fordernde Denkweise vergroessert, den auf Mr Perfect wartenden weibl. Singles steht eine grosse Menge frustrierter maennlicher Singles gegenueber. Prostitution boomt ohnegleichen, die Mehrzahl kann einfach nicht mit den Anforderungen auf dem Partnermarkt (sportliches Aussehen &#8211; oekonomische Staerke etc.) mithalten.</p>
<p>Frauen koennen sich ihren Lebenstil quasi selbst raussuchen &#8211; ein Mann ist allein auf den schrumpfenden ersten Arbeitsmarkt angewiesen.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: ijb</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2072</link>
		<dc:creator>ijb</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 20:37:45 +0000</pubDate>
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		<description>Ihr drei habt hier echt eine amüsante Vernuft-Diskussion. Mich könnt ihr gerne weiter damit unterhalten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr drei habt hier echt eine amüsante Vernuft-Diskussion. Mich könnt ihr gerne weiter damit unterhalten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2068</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 18:06:23 +0000</pubDate>
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		<description>@Tobias:
Mir ist die Problematik, die sich ergibt, wenn man auf absolute, normative Begriffe verzichten will durchaus bewusst. Sie ähnelt in vielem der Skeptizismuskritik in der Philosophie. Ich würde an dieser Stelle pragmatisch vorgehen und auf Überzeugungsmuster vertrauen... Ich würde mit einem Gegenbeispiel antworten: Wenn jemand sagt &quot;Es ist unvernünftig, Frauen zu diskriminieren.&quot;, so könnte daraus (wie es im Moment ja auch geschieht) eine ökonomische Perspektive zur Erschließung neuen Humankapitals folgen...
Zugegeben, mir fällt jetzt auch nicht ad hoc eine alternative Vorgehensweise ein, die dem allgemeinen Reduktionismus im politischen Diskurs gerecht wird, aber dennoch hätte man das vermeiden können, wenn man sich mit der Begriffsgeschichte auseinandergesetzt hätte...

@Judith:
Ich behaupte mal, dass die Verknüpfung erst sichtbar werden kann, wenn man &#039;Vernunft&#039; nicht mehr als abstraktes Prinzip versteht. Das wäre eine Sichtweise, die den meisten Menschen (dem &#039;Common Sense&#039;) wahrscheinlich eher fremd ist. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Arbeit, die ich oben verlinkt habe.
Wir können gerne an anderem Ort weiterdiskutieren, ich weiß ja nicht, was du bevorzugst... auf jeden Fall findet man mich im StudiVZ, ansonsten hab ich aber auch die üblichen Internet-Kommunikationsanbindungen...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tobias:<br />
Mir ist die Problematik, die sich ergibt, wenn man auf absolute, normative Begriffe verzichten will durchaus bewusst. Sie ähnelt in vielem der Skeptizismuskritik in der Philosophie. Ich würde an dieser Stelle pragmatisch vorgehen und auf Überzeugungsmuster vertrauen&#8230; Ich würde mit einem Gegenbeispiel antworten: Wenn jemand sagt &#8220;Es ist unvernünftig, Frauen zu diskriminieren.&#8221;, so könnte daraus (wie es im Moment ja auch geschieht) eine ökonomische Perspektive zur Erschließung neuen Humankapitals folgen&#8230;<br />
Zugegeben, mir fällt jetzt auch nicht ad hoc eine alternative Vorgehensweise ein, die dem allgemeinen Reduktionismus im politischen Diskurs gerecht wird, aber dennoch hätte man das vermeiden können, wenn man sich mit der Begriffsgeschichte auseinandergesetzt hätte&#8230;</p>
<p>@Judith:<br />
Ich behaupte mal, dass die Verknüpfung erst sichtbar werden kann, wenn man &#8216;Vernunft&#8217; nicht mehr als abstraktes Prinzip versteht. Das wäre eine Sichtweise, die den meisten Menschen (dem &#8216;Common Sense&#8217;) wahrscheinlich eher fremd ist. Ich verweise an dieser Stelle nochmal auf die Arbeit, die ich oben verlinkt habe.<br />
Wir können gerne an anderem Ort weiterdiskutieren, ich weiß ja nicht, was du bevorzugst&#8230; auf jeden Fall findet man mich im StudiVZ, ansonsten hab ich aber auch die üblichen Internet-Kommunikationsanbindungen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Judith</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2066</link>
		<dc:creator>Judith</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 16:48:45 +0000</pubDate>
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		<description>@sven
du siehst es als gegeben, das vernunft mit dem männlichen verknüpft wird. ich kann diese verknüpfung nicht beobachten. du sagt, dass du das in deinem &quot;alltag&quot; siehst. ist &quot;alltag&quot; das, was ich &quot;empirie&quot; genannt habe? 
generell find ich&#039;s interessant was du so schreibst, könnten da gerne an anderem ort weiter diskutieren. allerdings schweifen wir ja jetzt echt ziemlich ab.  .. bin raus an der stelle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@sven<br />
du siehst es als gegeben, das vernunft mit dem männlichen verknüpft wird. ich kann diese verknüpfung nicht beobachten. du sagt, dass du das in deinem &#8220;alltag&#8221; siehst. ist &#8220;alltag&#8221; das, was ich &#8220;empirie&#8221; genannt habe?<br />
generell find ich&#8217;s interessant was du so schreibst, könnten da gerne an anderem ort weiter diskutieren. allerdings schweifen wir ja jetzt echt ziemlich ab.  .. bin raus an der stelle.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tobias Schwarz</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2065</link>
		<dc:creator>Tobias Schwarz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 16:42:35 +0000</pubDate>
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		<description>Sven,

&quot;Gut, dann haben wir hier Dissens. Objektive Definitionen mögen praktisch sein, meiner Auffassung nach sind sie aber nicht haltbar….&quot;

naja, wir schaffen es ja scheinbar sogar, uns über die Bedeutung von komplexen Begriffen zu verständigen... aber ok. Also - um beim Thema zu bleiben: Du bist ein Teil von Menge A mit der Eigenschaft A. Ich bin ein Teil von Gruppe B mit der Eigenschaft B. Ich sage, Gruppe A unterdrückt Gruppe B. Du willst wissen wieso. Ich sage, daß kannst Du niemals wissen, denn Du bist ja kein Teil von Gruppe B und nur jemand, der Teil von Gruppe B ist, wird jemals verstehen können, wie er von Gruppe A unterdrückt wird. Du sagst, aber... wenn es keinen gemeinsam zugänglichen Maßstab für die Überprüfung der Tatsachenbehauptungen von Gruppe B gibt, wie sollen wir dann jemals wissen, ob das tatsächlich so ist, die unbewieseene Behauptung alleine sei ja schon eine Unterdrückung von Gruppe A, die im Übrigen auch darüber hinaus von Gruppe B unterdrückt werde. Wenn ich dann frage wieso, wirst Du antworten, das kann ich ja nicht wissen, denn ich gehöre ja nicht zur Gruppe A...

Ohne einen gemeinsamen Standard gibt es hier keine Lösung. Vielleicht ist das ja auch so. Aber dann haben auch arbiträre Gerechtigkeitsdefinitionen in der Debatte nichts verloren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sven,</p>
<p>&#8220;Gut, dann haben wir hier Dissens. Objektive Definitionen mögen praktisch sein, meiner Auffassung nach sind sie aber nicht haltbar….&#8221;</p>
<p>naja, wir schaffen es ja scheinbar sogar, uns über die Bedeutung von komplexen Begriffen zu verständigen&#8230; aber ok. Also &#8211; um beim Thema zu bleiben: Du bist ein Teil von Menge A mit der Eigenschaft A. Ich bin ein Teil von Gruppe B mit der Eigenschaft B. Ich sage, Gruppe A unterdrückt Gruppe B. Du willst wissen wieso. Ich sage, daß kannst Du niemals wissen, denn Du bist ja kein Teil von Gruppe B und nur jemand, der Teil von Gruppe B ist, wird jemals verstehen können, wie er von Gruppe A unterdrückt wird. Du sagst, aber&#8230; wenn es keinen gemeinsam zugänglichen Maßstab für die Überprüfung der Tatsachenbehauptungen von Gruppe B gibt, wie sollen wir dann jemals wissen, ob das tatsächlich so ist, die unbewieseene Behauptung alleine sei ja schon eine Unterdrückung von Gruppe A, die im Übrigen auch darüber hinaus von Gruppe B unterdrückt werde. Wenn ich dann frage wieso, wirst Du antworten, das kann ich ja nicht wissen, denn ich gehöre ja nicht zur Gruppe A&#8230;</p>
<p>Ohne einen gemeinsamen Standard gibt es hier keine Lösung. Vielleicht ist das ja auch so. Aber dann haben auch arbiträre Gerechtigkeitsdefinitionen in der Debatte nichts verloren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sven</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2063</link>
		<dc:creator>Sven</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 15:46:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/how-to-be-ein-feministischer-freund/#comment-2063</guid>
		<description>@Tobias:
Gut, dann haben wir hier Dissens. Objektive Definitionen mögen praktisch sein, meiner Auffassung nach sind sie aber nicht haltbar....

@Judith:
&quot;von wem wird den vernuft in allererster linie den männern zugesprochen? und irrationalität den frauen? da gilt es doch eher das “zusprechen” zu kritisieren als den vernunft-begriff. wenn es denn so wäre, männer- dies frauen-das, würde ich verstehen “dies” zu hinterfragen.&quot;
Ich würde nicht von Tätern (Zusprechenden) reden, der Täter verschwindet hinter dem Diskurs. Dieses &#039;Zusprechen&#039; ist IMO Alltag. Eine Gesellschaft kann ohne Zuschreibungen, alias Vorurteile, nicht funktionieren. Man muss sich bloß der Konstruiertheit dieser Zuschreibungen stets bewusst sein. Genau das meine ich bei der &#039;Vernunft&#039;. Den Begriff sollte man nicht unbefangen benutzen, weil er bestimmte Implikationen in sich trägt... Vielleicht kann man sagen, dass ich am ehesten dafür plädieren würde, den Kontext eines Begriffs bei seiner Benutzung mitzudenken.

&quot;ich sehe einfach so gar keinen empirischen beleg dafür dass - egal wie du den begriff vernunft definierst - er eher etwas männliches wäre. man(n!) hat halt historisch lange nicht gewünscht, dass frau sich “vernünftig” äußert. die kognitionsforschung untermauert dieses dichotome männer vernunft frauen irrationalität sicher nicht.&quot;
Vorsicht mit der Empirie, die ist ein wissenschaftstheoretisch umstrittener Begriff. Wenn wir ihn allerdings schon unbedingt verwenden wollen, dann sollten wir bedenken, dass man ein derart abstraktes Konzept wie Vernunft nie mit empirischen Methoden (was das auch immer heißen mag), untersuchen kann. Mit der Kognitionsforschung wäre ich ebenfalls vorsichtig. Ich kenne ihre Prämissen zwar nicht, aber der Glaube an eine sprachunabhängige Welt ist schließlich einer, welcher dem bürgerlichen Patriarchat entspringt und ich hab bisher kaum Naturwissenschaftler getroffen, die eingesehen haben, dass sie ihre wissenschaftliche Realität konstruieren und nicht entdecken. Was den Blick in die Geschichte angeht, würde ich dir aber recht geben.

@schnatterinchen:
Erstmal freut es mich, dass du offenbar wirklich meine Arbeit gelesen hast. Ich dachte schon, dass sie außer meinem Dozenten und meine zum Korrekturlesen gezwungene Freundin niemand mehr liest... :)

&quot;Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen ontologischen und essentialistischen Geschlechterunterschieden? “Essentialistisch” muss ja irgendwas Negatives sein, so wie Du Dich an anderer Stelle darüber mal geäußert hast.&quot;
Die Ontologie ist die Lehre vom Sein. Wenn der Geschlechterunterschied ontologisch besteht, dann sind &#039;Mann&#039; und &#039;Frau&#039; unterschiedliche Seinskategorien. Wenn ich den Begriff benutze, würde ich eher damit bezeichnen, dass die Differenz außerhalb der Sprache besteht. Insofern ist eine essiatialistische Differenz etwas ähnliches, weil das &#039;Wesen&#039; der Geschlechter dann auch außerhalb der Sprache stehen muss. Zugegenerweise sind bei mir beide Begriffe wahrscheinlich synonym abwertend für (Sprach-)Konzeptionen gemeint, die noch von etwas Außersprachlichem ausgehen, auf das die Sprache referiert. Vielleicht kann man das irgendwann nochmal differenzieren...

&quot;Und was wäre jetzt ein Beispiel für eine “diskursive Differenz” zwischen den Geschlechtern? Und werden diese diskursiven Differenzen grundsätzlich als “konstruiert”, also nicht von ontologischen/essentialistischen Differenzen mit verursacht gesehen?&quot;
Na ja, Diskurse sind immer konstruiert, weil sie vom Menschen geschaffen wurden. Um beim Beispiel zu bleiben: Wenn ich nachweise, dass die Zuschreibung eines bestimmten Typus von &#039;Vernunft&#039; zum Männlichen diskursiv geprägt wurde und nicht in dem &#039;Wesen&#039; des Männlichen begründet ist, bekommt man die Möglichkeit, diese Zuschreibung zu ändern. Wäre sie ontologisch bestehend, wäre sie halt da und man könnte nichts machen. Sie wäre gleichsam &#039;göttlich&#039; (so argumentieren der Papst und Eva Hermann z. B.).

&quot;Wenn “Vernunft” mit “dem Männlichen verknüpft” wird, aber keine natürliche Basis dafür existiert – wo ist dann der geheimnisvolle Zeitpunkt im Baby- oder Kindesalter, zu dem den Knaben plötzlich ein Vernunftsüberschuss von außen appliziert wird, während die Mädels eifrig anfangen, an ihrer feministischen Perspektive auf den Vernunftbegriff zu basteln?&quot;
Wann genau der Zeitpunkt besteht, an dem ein Kind sich mit seiner sozial zugedachten Rolle auseinandersetzt, kann ich dir nicht sagen... ich denke, es dürfte eher ein Prozess sein... Beantwortet das deine Frage?

&quot;Nach dem, was Du auf Seite 12 Deines Aufsatzes schreibst, wäre ich damit als Frau “doppelt von mir selbst entfremdet”? Hallo? Bis eben ging’s mir noch ganz gut. Auch Angela Merkel wäre nach Deinen Ausführungen zweck-, äh, doppeltentfremdet. Aber dafür schlägt sie sich doch ganz passabel, oder?&quot;
Das mit der Doppelten Entfremdung ist ein Produkt der Kritischen Theorie, auf die der Feminismus der Kritikerin, die ich zitiere, aufbaut. Aber du hast recht: Nur, weil Begriffe eventuell vorbelastet sind, heißt das nicht, dass es nicht einen gewissen Pragmatismus geben kann. Das mit der doppelten Entfremdung habe ich ja auch indirekt kritisiert (war das in der Arbeit?), weil es von einer Ursprungsfiktion ausgeht, die ich nicht akzeptieren würde. Aber aus Sicht der Kritischen Theorie ist das durchaus logisch...
Ich denke nicht, dass man das für bare Münze nehmen sollte, aber sehr wohl als Anregung für eine kritische Begriffsgeschichte, die uns helfen kann, Rationalität auch kritisch zu denken. Adorno würde wahrscheinlich sagen, dass die Aufklärung auch gegenüber ihr selbst kritisch bleiben muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tobias:<br />
Gut, dann haben wir hier Dissens. Objektive Definitionen mögen praktisch sein, meiner Auffassung nach sind sie aber nicht haltbar&#8230;.</p>
<p>@Judith:<br />
&#8220;von wem wird den vernuft in allererster linie den männern zugesprochen? und irrationalität den frauen? da gilt es doch eher das “zusprechen” zu kritisieren als den vernunft-begriff. wenn es denn so wäre, männer- dies frauen-das, würde ich verstehen “dies” zu hinterfragen.&#8221;<br />
Ich würde nicht von Tätern (Zusprechenden) reden, der Täter verschwindet hinter dem Diskurs. Dieses &#8216;Zusprechen&#8217; ist IMO Alltag. Eine Gesellschaft kann ohne Zuschreibungen, alias Vorurteile, nicht funktionieren. Man muss sich bloß der Konstruiertheit dieser Zuschreibungen stets bewusst sein. Genau das meine ich bei der &#8216;Vernunft&#8217;. Den Begriff sollte man nicht unbefangen benutzen, weil er bestimmte Implikationen in sich trägt&#8230; Vielleicht kann man sagen, dass ich am ehesten dafür plädieren würde, den Kontext eines Begriffs bei seiner Benutzung mitzudenken.</p>
<p>&#8220;ich sehe einfach so gar keinen empirischen beleg dafür dass &#8211; egal wie du den begriff vernunft definierst &#8211; er eher etwas männliches wäre. man(n!) hat halt historisch lange nicht gewünscht, dass frau sich “vernünftig” äußert. die kognitionsforschung untermauert dieses dichotome männer vernunft frauen irrationalität sicher nicht.&#8221;<br />
Vorsicht mit der Empirie, die ist ein wissenschaftstheoretisch umstrittener Begriff. Wenn wir ihn allerdings schon unbedingt verwenden wollen, dann sollten wir bedenken, dass man ein derart abstraktes Konzept wie Vernunft nie mit empirischen Methoden (was das auch immer heißen mag), untersuchen kann. Mit der Kognitionsforschung wäre ich ebenfalls vorsichtig. Ich kenne ihre Prämissen zwar nicht, aber der Glaube an eine sprachunabhängige Welt ist schließlich einer, welcher dem bürgerlichen Patriarchat entspringt und ich hab bisher kaum Naturwissenschaftler getroffen, die eingesehen haben, dass sie ihre wissenschaftliche Realität konstruieren und nicht entdecken. Was den Blick in die Geschichte angeht, würde ich dir aber recht geben.</p>
<p>@schnatterinchen:<br />
Erstmal freut es mich, dass du offenbar wirklich meine Arbeit gelesen hast. Ich dachte schon, dass sie außer meinem Dozenten und meine zum Korrekturlesen gezwungene Freundin niemand mehr liest&#8230; :)</p>
<p>&#8220;Was ist denn jetzt der Unterschied zwischen ontologischen und essentialistischen Geschlechterunterschieden? “Essentialistisch” muss ja irgendwas Negatives sein, so wie Du Dich an anderer Stelle darüber mal geäußert hast.&#8221;<br />
Die Ontologie ist die Lehre vom Sein. Wenn der Geschlechterunterschied ontologisch besteht, dann sind &#8216;Mann&#8217; und &#8216;Frau&#8217; unterschiedliche Seinskategorien. Wenn ich den Begriff benutze, würde ich eher damit bezeichnen, dass die Differenz außerhalb der Sprache besteht. Insofern ist eine essiatialistische Differenz etwas ähnliches, weil das &#8216;Wesen&#8217; der Geschlechter dann auch außerhalb der Sprache stehen muss. Zugegenerweise sind bei mir beide Begriffe wahrscheinlich synonym abwertend für (Sprach-)Konzeptionen gemeint, die noch von etwas Außersprachlichem ausgehen, auf das die Sprache referiert. Vielleicht kann man das irgendwann nochmal differenzieren&#8230;</p>
<p>&#8220;Und was wäre jetzt ein Beispiel für eine “diskursive Differenz” zwischen den Geschlechtern? Und werden diese diskursiven Differenzen grundsätzlich als “konstruiert”, also nicht von ontologischen/essentialistischen Differenzen mit verursacht gesehen?&#8221;<br />
Na ja, Diskurse sind immer konstruiert, weil sie vom Menschen geschaffen wurden. Um beim Beispiel zu bleiben: Wenn ich nachweise, dass die Zuschreibung eines bestimmten Typus von &#8216;Vernunft&#8217; zum Männlichen diskursiv geprägt wurde und nicht in dem &#8216;Wesen&#8217; des Männlichen begründet ist, bekommt man die Möglichkeit, diese Zuschreibung zu ändern. Wäre sie ontologisch bestehend, wäre sie halt da und man könnte nichts machen. Sie wäre gleichsam &#8216;göttlich&#8217; (so argumentieren der Papst und Eva Hermann z. B.).</p>
<p>&#8220;Wenn “Vernunft” mit “dem Männlichen verknüpft” wird, aber keine natürliche Basis dafür existiert – wo ist dann der geheimnisvolle Zeitpunkt im Baby- oder Kindesalter, zu dem den Knaben plötzlich ein Vernunftsüberschuss von außen appliziert wird, während die Mädels eifrig anfangen, an ihrer feministischen Perspektive auf den Vernunftbegriff zu basteln?&#8221;<br />
Wann genau der Zeitpunkt besteht, an dem ein Kind sich mit seiner sozial zugedachten Rolle auseinandersetzt, kann ich dir nicht sagen&#8230; ich denke, es dürfte eher ein Prozess sein&#8230; Beantwortet das deine Frage?</p>
<p>&#8220;Nach dem, was Du auf Seite 12 Deines Aufsatzes schreibst, wäre ich damit als Frau “doppelt von mir selbst entfremdet”? Hallo? Bis eben ging’s mir noch ganz gut. Auch Angela Merkel wäre nach Deinen Ausführungen zweck-, äh, doppeltentfremdet. Aber dafür schlägt sie sich doch ganz passabel, oder?&#8221;<br />
Das mit der Doppelten Entfremdung ist ein Produkt der Kritischen Theorie, auf die der Feminismus der Kritikerin, die ich zitiere, aufbaut. Aber du hast recht: Nur, weil Begriffe eventuell vorbelastet sind, heißt das nicht, dass es nicht einen gewissen Pragmatismus geben kann. Das mit der doppelten Entfremdung habe ich ja auch indirekt kritisiert (war das in der Arbeit?), weil es von einer Ursprungsfiktion ausgeht, die ich nicht akzeptieren würde. Aber aus Sicht der Kritischen Theorie ist das durchaus logisch&#8230;<br />
Ich denke nicht, dass man das für bare Münze nehmen sollte, aber sehr wohl als Anregung für eine kritische Begriffsgeschichte, die uns helfen kann, Rationalität auch kritisch zu denken. Adorno würde wahrscheinlich sagen, dass die Aufklärung auch gegenüber ihr selbst kritisch bleiben muss.</p>
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