Gute Frage

von Susanne

Kann Feminist sein, wer nach eigenen Angaben schon mit 9.000 Frauen im Bett war?

Jack Nicholson sagt: Ja.




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Eintrag geschrieben: Montag, 11. Februar 2008 um 10:22 Uhr unter Sex_ualität. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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9 Kommentare

  1. mei sagt:

    mhm, nehmen wir ihm ab, jeden dritten tag eine andere im bett gehabt zu haben? oder deuten wir das als zeichen eine kleinen männlichkeitdemonstration bei mr. feminist? ;-)

  2. d. sagt:

    Was soll die Anzahl der Frauen mit der Einstellung zu den Rechten der Frau zu tun haben? Oder muss man annehmen, dass er für 9.000 Frauen gelogen, diskriminiert und verunglimpft haben muss?
    Im Gegenteil, die Wahrscheinlichkeit das er Feminist ist, ist recht hoch. Immerhin musste er auch annähernd 9.000 Gespräche mit Frauen führen, was ihm wohl einen recht guten Einblick in die Sorgen und Nöte von Frauen verschaffte.

  3. louise sagt:

    Muss man um feministIn zu sein etwa auf Sex verzichten oder darauf achten nicht über einen bestimmte „Höchstmarke“ an Sexualpartnern zu kommen? garnicht meine Welt……. egal ob Frauen oder Männer beide sollten ihre Sexualität frei ausleben können ohne danach irgendwelche schrägen Blicke zu bekommen und in Schubladen gestreckt zu werden!! Vor alllem uns Feministinnen sollte dies wichtig sein, da sich die Gesellschaft immer noch nicht von dem Jungfrauenmythos erholt hat und dem „Frauen die viel Sex haben sind schlecht menschen“-Gelabber!!!!!!! KOTZ

  4. Susanne sagt:

    Jau, isses auch, also Sex und wichtig und Feministinnen.

    @ louise: Nur als Hinweis, hier hat niemand gesagt, dass Nicholson kein Feminist sein KANN, wenn er viele Frauen hatte und hat. (d.s Interpretation finde ich da hervorragend!) Die Frage steht einfach zur Debatte. Also: Kein Grund zum Kotzen, da gibt es genug andere Themen, bei denen Erbrochenes angebracht ist.

  5. mei sagt:

    falls jemand meinen kommentar als „viel sex=unfeministisch“-statement gelesen haben sollte, eine kurze klarstellung: die zahl 9000 kommt mir unrealistisch vor. ich vermute, dass er das etwas aufgerundet hat, was in meinen augen schon eine männliche potenz-demonstration wäre. vielleicht können sich heutzutage auch nur „starke“ männer leisten, feministen zu sein? seufz

  6. Susanne sagt:

    @ mei: Hm, tatsächlich muss man wahrscheinlich ein bestimmtes Bild von sich und seiner Sexualität/Männlichkeit im Kopf haben, um alle paar Tage auf die „Jagd“ zu gehen. (Oder fallen jemandem wie Jack Nicholson die Gelegenheiten einfach so zu? Auch möglich.) Und man darf nicht sehr viele andere Hobbys pflegen, denke ich, sonst wird das alles ein bisschen eng, so zeitlich.

  7. d. sagt:

    @mei „vielleicht können sich heutzutage auch nur “starke” männer leisten, feministen zu sein?“

    Wenn du „stark“ mit hoher sexueller Leistungsfähigkeit gleich setzt, stimmt es nicht. Wenn du aber „stark“ mit selbstbewusst, offen und sich selbst verwirklichend gleich setzt, hast du die Männer herauskristallisiert, die sich ernsthaft mit Feminismus auseinandersetzen können.
    Denn „schwache“ Männer neigen entweder zu einer reinen Übernahme weiblicher Positionen und „entmännlichen“ sich dadurch auch noch oder neigen zu einer Überbetonung des Restes von Männlichkeit der scheinbar noch sozial akzeptiert wird (mindestens in dem sozialen Millieu in dem man lebt).
    Da aber nur „starke“ Männer sich auch kritisch mit feministischen Positionen auseinandersetzen können und durchaus auch mit ihrer Meinung einer geballten Weiblichkeit Stand halten können, sind es wohl vor allem die „Alpha-Männchen“, die sich selbtbewusst „Feministen“ nennen können.
    Und das „Alpha-Männchen“ regen Zulauf vom anderen Geschlecht haben, ist wohl schon seit Jahrtausenden bekannt.

    Zu dem konkreten Einzelmenschen „J.S.“ kann man wohl nur Aussagen machen, wenn man sich auch privat mit ihm auseinandersetzen kann. Für die Anzahl von 9.000 Frauen braucht man als erfolgreicher Schauspieler wohl in erster Linie ein Herz, das ausschließlich sich selbst liebt, sonst dürfte die bloße Zahl keine große Kunst darstellen. Aber wenn er sich noch in eine Frau verlieben könnte, hätte er schon mal irgendwann Eine treffen müssen für die er zumindest mal für ein paar Monate/Jahre eine Pause einlegt.

  8. mei sagt:

    die anführungszeichen sollten markieren, dass ich „stark“ im gesellschaftlich-hegemonialen sinne meine. das beinhaltet auch dieses potenz ding. wir reden hier von spiegel-online, und deren panorama rubrik. ich persönlich würde menschen nur ungern in starke oder schwache männer oder frauen einteilen. und finde im übrigen auch nicht, dass monogamie das zeichen schlechthin für liebe anderen gegenüber ist.

  9. d. sagt:

    monogamie als Bestandteil einer Beziehung meinte ich auch nicht, aber wenn man jemanden liebt, verbringt man automatisch mehr Zeit mit dieser. eine monogame verliebtheitsphase sozusagen.
    und das mit stark, schwach, alpha-, etc. pp. braucht ganze Bücher um es schlüssig darzustellen.
    Ich wollte nur ausdrücken, dass moderne „Alpha“- (und damit „starke“) Männer um eine eigene feministische Position nicht drum herum kommen. Das liegt einfach daran, dass man auf dem Weg zum „Alpha“ automatisch auch mit „Alpha-Mädchen“ in Kontakt kommt. Mindestens aber mit Frauen die sich intensiv mit Feminismus auseinandersetzen. Wer da als Mann weghört oder einfach übernimmt hat für später Wege eingeschlagen, die ihn erstmal von einer „Alpha“ – Position entfernen (außer vielleicht auf ganz kruden Randpositionen), also kann „Alpha“ – Mann nur werden, wer sich eine eigene feministische Position erarbeitet.