Gleichbehandlung in Sachen Spätabtreibung

von Barbara

Auf Spiegel Online gibt es ein Interview mit der Psychiaterin Anke Rohde zum Thema Spätabtreibung (über die Neureglung haben wir bereits berichtet). Eine Idee gefällt mir gut daraus:

Die Politik müsste dafür sorgen, dass im Sinne der Gleichbehandlung Frauen in allen Regionen Zugang zu diesen Eingriffen haben. Zum Beispiel, indem nur wenige hochqualifizierte Zentren diese spezielle Diagnostik durchführen dürfen, die dann auch offiziell zuständig sind für die Indikationen und die Abbrüche. Das setzt voraus, dass diese Zentren neutral geführt werden. Die Kollegen dort dürfen als Maßstab nur die körperliche und seelische Gesundheit der Frau sehen, so wie es das Gesetz verlangt, und nicht eine Weltanschauung.

Diese Gleichbehandlung sollte natürlich nicht nur den gleichen, direkten, freien Zugang ermöglichen. Sondern Hand in Hand mit einer Legalisierung gehen. Denn nach wie vor bezweifle ich, ob es das richtige Zeichen von Seiten des Gesetzgebers ist, die Entscheidung “Schwangerschaftsabbruch oder nicht” mit Einführung eines Bußgeldes bei Missachtung der offiziellen Regeln in die gefühlte Nähe einer Geschwindigkeitsübertretung beim Autofahren zu rücken.


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Eintrag geschrieben: Dienstag, 23. Juni 2009 um 14:11 Uhr unter Der Feminismus ist schuld, Frauenfakten. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.



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