Girls Day will be Boys Day will be Girls Day

von Susanne

Manchmal verstehe ich andere Feministinnen einfach nicht.

Im Spiegel dieser Woche (leider nur print) ist ein Bericht darüber, dass es in Baden-Württemberg in Zukunft, wie in anderen Bundesländern schon üblich, nicht mehr nur den „Girls Day“ geben soll, an dem Mädchen in „typische“ Männerberufe reinschnuppern sollen, sondern auch ein Äquivalent für die Jungs, nämlich einen Tag, an dem sie Berufe ausprobieren, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, vor in den Bereichen Erziehung und Kranken- und Altenpflege.

Der Gedanke der baden-württembergischen Sozialministerin Monika Stolz dahinter: Für Frauen „typische“ Branchen müssen nicht nur aufgebrochen werden, um die extrem geringen Gehälter dort anzuheben, sondern auch wie zum Beispiel im Bereich der Erziehung Kindern und Jugendlichen mehr oder überhaupt erst einmal männliche Vorbilder und Ansprechpartner zu bieten. Die Wissenschaft sieht einen Zusammenhang zwischen dem Männerdefizit im Erziehungswesen und der Gewaltbereitschaft männlicher Jugendlicher, so der Spiegel.

So weit, so lobenswert. Und jetzt kommen die Feministinnen ins Spiel. Der Spiegel schreibt nämlich:

„… Ansätze, die Jungen mit einem „Mädchenzukunftstag“ nicht länger auszugrenzen, haben in der feministischen Szene Proteste hervorgerufen. „Der Girls Day soll Girls Day bleiben“, forderte der Hauptvorstend der hochgradig feminisierten LehrerInnen-Gewerkschaft GEW. Mit jedem Versuch, „den Girls Day für Jungen zu öffnen, so GEW-Frauenreferentin Frauke Gützkow im Jargon des Geschlechterkampfs, werde „Frauen und Mädchen erobertes Terrain streitig gemacht“: „Es gibt keinen Grund dafür, dass Mädchen den Zukunftstag in den Betrieben mit Jungen teilen sollen.“

Hä? Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass Feministinnen nicht mit dem gleichen „der-hat-mir-mein-Schäufelchen-weggenommen“-Reflex reagieren, wie es Männer gern tun, wenn es um eine Verteilung der Macht zugunsten von Frauen geht? Es spricht nichts dagegen, wenn öffentliche Programme versuchen, die geschlechtlich festgefahrene Berufswahl von Mädchen und Jungen aufzubrechen. Feministinnen sollten das unterstützen und nicht ihr eigentliches Ziel, nämlich mehr Geschlechtergerechtigkeit, durch merkwürdige Meins-Deins-Spielchen aus den Augen verlieren. Etwas mehr Contenance in Zukunft, bitte!

(Foto über girlsday.de)




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 5. Februar 2008 um 17:31 Uhr unter Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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27 Kommentare

  1. […] Geschlechterrollenklischees befreien! Hey, man kann dabei nur gewinnen! In Baden-Württemberg wird schon mal damit angefangen, wie die Mädchenmannschaft berichtet: Im Spiegel dieser Woche (leider nur print) ist ein Bericht […]

  2. lukrezia sagt:

    Dieses Argument (Junge müssten auch in Frauenerufe eingegleidert werden) ist aber neu.
    Und wurde damals in der Schule erklärt:
    Der Girls Day ist damit Mädchen in Jungsberufe schnuppern können weil sie sonst nie eine chance haben das zu tun (schon die Formulierung ist äergerlich)
    und irgendwann ein paar jahre später hat man gesagt dass jungs dadurch diskriminiert würden und eben auch einen solchen tag bekommen sollen. aber das paradoxe ist dass damit automatisch der gedanke des girls days (also das mädchen besonders gefördert werden) flöten geht…so sehe ich das zumindest..

    lg

  3. inkognitus sagt:

    „Hä? Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass Feministinnen nicht mit dem gleichen “der-hat-mir-mein-Schäufelchen-weggenommen”-Reflex reagieren, wie es Männer gern tun“ – danke für die Unterstellung :)

  4. inkognitus sagt:

    „der gedanke des girls days (also das mädchen besonders gefördert werden)“ – und genau diesem Gedanken bin ich abgeneigt, da ich an die Gleichheit, also Gerechtigkeit, zwischen Menschen glaube und der Parität von Frauen u n d Männern.

  5. Susanne sagt:

    @inkognitus: Aber eben wenn du an die Gleichheit als Prinzip glaubst (was wir ja eben auch tun), aber siehst, dass es diese Gleichheit faktisch nicht gibt, dann kann dieser Zustand so nicht hingenommen werden, sondern der Gleichheit als Realität muss ein bisschen auf die Beine geholfen werden. Von alleine wird das nichts.

  6. Aries sagt:

    Heranwachsende kinder haben keine erinnerungen an die zeit von früher.

    Jungs können es nur als ungerechtigkeit empfinden, wenn es einen tag „speziell für mädchen“ gibt, an denen die jungs IN DER SCHULE BLEIBEN MÜSSEN. Das schafft böses blut, schlechtestensfalls verstärkt es die tendenzen das jungs tagein tagaus ihr eigenes geschlecht als redundant erleben müssen.

  7. ping sagt:

    Aries:“Heranwachsende kinder haben keine erinnerungen an die zeit von früher.“

    Wo hast du denn das ausgegraben? Das ist längst wiederlegt und jeder Mensch mit Kindern kann das bestätigen. Erinnert mich aber an ein paar ganz gruslige Erziehungsratgeber von einer ganz grusligen Ärztin.

  8. hanoi jane sagt:

    Ich glaube ja, das Problem, dass Mädchen typische „Männerberufe“ meiden liegt auch an der nicht-existenten Förderung von Mädchen in technischen Bereichen in Schule und Gesellschaft. Mädchen sollen nicht an Autos rumschrauben und sich bloß nicht dreckig machen. Das ist leider immer noch so. Wenn man als Mädchen erzählt, dass man sich zum Beispiel für Automechanik oder so interessiert, wird man erstmal gefragt, ob man lesbisch ist. Ist mir selbst passiert, und zwar nicht nur einmal! Ich finde, da muss viel früher angesetzt werden und nicht erst im Fach Arbeitslehre in der 9. Klasse.

  9. anika sagt:

    …ich habe vor 10 jahren selbst während des dreiwöchigen berufspraktikums in der 11. klasse an einem modellprojekt einer niedersächsischen uni unter dem motto „mädchen in technischen berufen“ teilgenommen und mein berufspraktikum bei einem großen autokonzern gemacht. ich muss sagen, dass es sehr viel spaß gemacht hat. ich war dort gemeinsam mit zwei anderen mädchen. wir waren drei tage bei den auszubildenden der mechaniker und zwei tage bei den elektronikern und wir haben bei den mechanikern den ersten umgang mit metall gelernt: feilen etc. und bei den elektroniker schaltungen stecken etc. in der zeit, in der wir bei den anderen auszubildenden waren, haben wir gesehen, wie wenig mädchen diese ausbildung absolvieren. und damals hat man bei dem autokonzern noch richtig viel geld verdient, so viel hat eine zahnarzthelferin nicht nach hause gebracht.
    ich habe zwar keinen technischen beruf erlernt, dennoch war es für mich ein tolles praktikum, da ich mal so einen konzern von innen gesehen habe…und ich während des schulpraktikums echt spannende dinge erlebt habe!
    ich möchte diese erfahrung nicht missen, aber leider waren wir der letzte jahrgang dieses projekts. die spezielle mädchenförderung ist für dieses berufsfeld meineserachtens sehr wichtig, da ich damals mit eigenen augen gesehen habe, wie wenig mädchen sich dort haben ausbilden lassen.
    man darf einfach nicht die komponente des lohns außer acht lassen, denn wählen junge frauen „Frauen“berufe wählen sie auch die geringeren lohn. würden erzieherinnen genauso gut bezahlt wie industriemechaniker, wäre der beruf kein typischer „frauen“beruf mehr und man bräuchte einen girlsday nicht mehr!!! da dies aber nicht so ist, müssen mädchen auch alternativen kennenlernen…

  10. Schnatterinchen sagt:

    Danke für die Umleitung, Susanne. :-)

    Also noch mal hier gefragt: Wisst ihr, ob Jungs am Girlsday ganz normalen Unterricht haben? Und wenn ja, machen die das klaglos mit? Und von den Eltern beschwert sich keiner?

  11. Katrin sagt:

    in Bayern müssen sie zur Schule gehen. guckst du hier

  12. Nils sagt:

    Daß es sinnvoll ist, männliche Haupt- und Realschüler z.B. an den Beruf des Friseurs heranzuführen, wage ich zu bezweifeln. Eine bessere Anleitung, sich die Zukunft zu verbauen kann man kaum geben.

    Die Löhne bei den Erziehern werden nicht dadurch steigen, daß mehr Männer ihn ausüben. Erst wenn es schwierig wird, überhaupt jemand zu finden geht der Lohn hoch.

  13. Schnatterinchen sagt:

    Danke, Katrin. Da bin ich ja froh, im richtigen Bundesland zu leben (Rheinland-Pfalz):

    „Während die Mädchen am Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag ‚Einblicke‘ in für Frauen untypischen Berufsfelder gewinnen, können die Jungen den Tag zur praktischen Erkundung jungenuntypischer Berufe nutzen. Hilfe bei der Organisation eines solchen Tages bietet das Pilotprojekt ‚Neue Wege für Jungs‘, das parallel zum letzten Girls’Day startete.“

    (http://www.masgff.rlp.de/frauen/girlsday/jungs/index.php)

  14. Schnatterinchen sagt:

    @ anika

    Aus dem Selbermachsonntag-Thread: „ich finde die forderung nach gleichheit bezüglich des GirlsDays irgendwie merkwürdig!!! es liegt nicht daran, dass ich die mädchen grundsätzlich dadurch bevorteilen will, sondern ich sehe den sinn eines boysdays nicht!!! wenn doch geklagt wird, dass die jungen in der schule schlechter abschneiden, dann wäre für sie doch der perfekte Boysday mehr wissen in der schule zu erwerben!!!“

    Offenbar muss man selber ein Junge sein oder als Frau Söhne haben, um einen gewissen Widerstand bei solchen Aussagen zu spüren. Ich würde mich als Junge BEDANKEN, wenn die Mädels von dannen ziehen könnten, und ich müsste allein aufgrund der Tatsache, männlichen Geschlechts zu sein (etwas wofür kein Junge was kann), einen zusätzlichen Tag in der doofen Schule hocken.

    Wir haben vor 150 Jahren, als ich zur Schule ging, schon gejubelt, wenn nur eine einzige lausige Unterrichtsstunde ausfiel – umso größer war die Euphorie, wenn gleich ein ganzer Tag woanders als in der Schule verbracht werden konnte.

    Ich würde meinen Jungs, so sie am GirlsDay zum Schulbesuch verdonnert wären, eine Entschuldigung schreiben und mit ihnen die Kreis-Frauenbeauftragte besuchen. So bekämen sie mal einen Einblick in einen typische Frauentätigkeit, und ich könnte mich derweil mit der Dame über die dem OnlyforGirlsDay-Konzept zugrundeliegende theoretische Basis streiten.

  15. anika sagt:

    …finde ich super, dass du das machen willst!
    und mir war schon klar, als ich meinen text geschrieben habe, dass vielleicht nicht so recht verstanden wird, was ich mit meiner aussage meine.
    denn eine kreis- frauenbeauftragte hat höchstwahrscheinlich auch studiert, also wird sie so viel verdienen, dass sie sich selbst versorgen kann und sogar ohne einen mann kinder groß ziehen könnte… das ist also ein echt supertoller beruf!!!
    warum bringst du aber deinen jungen nicht wirklich zu einem klassischen frauenberuf wie zahnarzthelferin, frisörin oder einzelhandelskauffrau??? denn das sind ja die berufsfelder, welche in deutschland zumeist von frauen ausgeübt werden???
    dort würden sie wirklich praxisnah und am eigenen leib spüren, wie super toll so ein beuf ist und wie wenig geld die frauen dafür bekommen, dann hätten sie am ende des tages etwas gelernt… sie würden vielleicht auch nie einen solchen beruf erlernen, aber wüßten, dass die berufliche emanzipation noch nicht da ist!!!

  16. anika sagt:

    wenn du sie zu der kreis- frauenbeauftragten bringst, kann sie nur wieder erzählen, wie es um die berufliche situation von frauen steht, muss es aber wirklich zu verdeutlichen, ist eine echte praktische erfahrung doch viel besser…denn es soll im Girls- wie im BoysDay ja mal anders als in der schule sein. so dass nicht ein dozierender vor den kindern steht, sondern dass sie eigene erfahrungen machen!!!
    nachdem ich jetzt länger über den Boysday nachgedacht habe, finde ich ihn doch nicht mehr so schlecht, allerdings nur wenn die jungen wirklich mit mama mitgehen und ein typisch weiblich- unterbezahltes berufsfeld kennenlernen, denn vielleicht wird sich ja so etwas an der bezahlung und dem öffentlichen bild dieser berufe etwas ändern!!!

  17. anika sagt:

    @ schnatterinchen
    ich als werdende lehrerin finde deine einstellung zur schule sehr bedenkenswert!!!
    ich habe ja nun teilweise meine einstellung zum boysday überdacht…aber warum ist schule doof?
    der girlsday gibt denn mädchen vielleicht eine andere chance als den jungen, aber es wird den jungen nichts weggenommen, sondern sie bekommen einfach etwas anderes als die mädchen!!! nämlich einen tag schule mehr und vielleicht ist das ihre große chance einen tag mal keinen gemischten unterricht zu machen, sondern mal unter sich zu sein!!!
    ich finde, nur weil die mädchen mal etwas anderes bekommen als die jungen, werden die doch nicht gleich benachteiligt und landen dadurch auf dem abstellgleis. es geht doch ab der sekundarstufe 1 eh sehr männlich los, denn es handelt sich zumeist um dinge, die von männern erfunden, geschrieben oder getan wurden. und damit müssen sich die mädchen auch abfinden, aber das habe ich alles schon mal geschrieben…
    würdest du dich auch dagegen wehren, wenn z.B. im deutschunterricht durch das zentralabitur ein semester nur literatur von frauen gelsen würde, weil das thema z.B. „schreibende frauen“ ist?
    ich habe in meiner schulzeit in 13 jahren ein buch von einer frau gelesen nämlich „die Judenbuche“ von anette droste-hülshoff. sind wir mädchen auf die barrikaden gegangen, da wir uns immer mit männlichen protagonisten identifizieren mußten? nein!!!
    aber sobald die mädchen mal etwas für sich haben, schreien die jungen, die männer und die mütter der jungen…

  18. Schnatterinchen sagt:

    anika: „warum bringst du aber deinen jungen nicht wirklich zu einem klassischen frauenberuf wie zahnarzthelferin, frisörin oder einzelhandelskauffrau??? denn das sind ja die berufsfelder, welche in deutschland zumeist von frauen ausgeübt werden???“

    Weil ich den Tag lieber nutzen würde, um auch gleich selber was davon zu haben, nämlich mich mit einer für das Jungs-müssen-leider-in-der-Schule-bleiben-Konzept verantwortlichen Person auseinanderzusetzen.

    Einfach nur die Jungs aus der Schule abmelden und einen privaten Boysday zu organisieren wäre ja das Unerlaubte mit dem Nicht-so-wahnsinnig-Wichtigen zu kombinieren.

    Also wenn schon gegen die Regeln verstoßen, dann auch gegenüber den Regelaufstellern dafür eintreten.

  19. Ein vom Mädchentag getrennter Jungentag (Ich hasse diese Veramerikanisierung unserer Alltagssprache) ist sicher sinnvoll. Alleine schon die Idee Mädchen an sog „Männerberufe“ heranzuführen impliziert diese Trennung, denn Jungen sollten ja an sog. „Frauenberufen“ herangeführt werden. Das lässt sich wohl nicht zeitgleich machen.

    Ausserdem würden bei einem gemeinsamen Tag dann schon wieder die Ausnahmegesuche eintrudeln nach dem Motto „Mein Sohn will aber zusamen mit seiner Schwester den Papa besuchen“ oder „Wenn mein Sohn nicht mit darf, mache ich die Führung für die anderen Mädchen an meinem Arbeitsplatz nicht“.

    Es ist zudem besser, wenn Jungen unter sich sind, wenn sie beispielsweise eine Zahnartzpraxis oder einen Kindergarten besuchen. Sonst bringen pupertäres Imponiergehabe das Ganze zum Scheitern. Welchen Junge hat schon den Mut sich vor den Augen eines Mädchens der gleichen Klasse oder Schule zusammen mit einem kleinen Kind zu zeigen das kein Geschwister ist? Wohl die wenigsten.

    Überhaupt komme ich auch immer mehr zur Überzeugung, dass es in der Pupertät in einigen Jahrgangsstufen in gewissen Bereichen sinnvoll wäre an eine Wiedereinführung von geschlachtsgetrenntem Unterricht zu denken. Zum Beispiel in Mathe, Physik, Chemie, Handarbeit, Werken und Soziallehre.

    Was ich ausserdem immer wieder eigenartig finde ist, dass sich bei typischen „Frauentätigkeiten“ seit Jahrhunderten einige Männer mit voller gesellschaftlicher Rückendeckung den Ton angeben und die wenigen Spitzenpositionen einnehmen und das niemand in Frage stellt. Zum Beispiel beim Kochen, Nähen, in der Pädagogik, Kunst und Musik. Die Niederungen der Alltagstätigkeiten werden dann von Frauen überlassen, die das auch mehr oder weniger Pflichtbewusst übernehmen.

    @Schnatterinchen: … die mütter der jungen ….
    Genau, das sind die schlimmsten. Das ist der Sargnagel des Feminismus seit es ihn gibt. Die Mütter der Jungen halte ich mit Abstand für den grössten stabilisierenden Faktor der männerzentrierten abendländischen Kultur. Mag die Trennungsangst oder der Neid auf andere Frauen eine Rolle spielen, ich weis es nicht. Das zieht sich als roter Faden durch die Geschichte seit der Antike. Immer wieder wird das Jüngelchen von der Mutter gedeckt, beschützt vor anderen Frauen die ihm Böses wollen, wird es zu Intriegen aufgestachelt, wird gelobt wen es sich tüchtig kloppt, wenn es „schön stark“ wird etc. Für Töchter setzt sich die durchschnittliche Mutter weit weniger ein. Da beginnt das Debakel, das mit Brust- und Pooperationen um dem Paltzhirsch zu gefallen noch lange nicht endet.

  20. Schnatterinchen sagt:

    Oh, ich ein Sargnagel des Feminismus? Na, da hab ich schon unoriginellere Komplimente gehört. *g*

  21. natascha sagt:

    Es gibt wohl sehr gute Gründe für den Boy´s Day!
    Geschlechtssegregation auf dem Arbeitsmarkt lässt sich nicht einseitig aufheben. Männer sind in Erziehungsberufen (insbes. frühkindlicher Erziehung und Grundschulpädagogik) unterrepräsentiert.
    Das sind Berufe mit mieser Entlohnung und geringem Prestige… Frauenberufe eben.
    Den Spiegel-Bericht kann ich nur empfehlen: ‚Die‘ Feministinnen (jaja, alle…klar!) wollen nicht, dass Männer die letzten Frauendomänen aufbrechen, und die Männer (MANNdat e.V. – googlet mal) beschweren sich darüber, dass Jungs in schlecht bezahlte Frauenberufe ‚abgeschoben‘ werden sollen, damit sich die Mädchen die ‚guten‘ Ausbildungsplätze schnappen können…
    Beides so ein #§%!!!!
    Insbesondere die Maskulinisten(?)-Fraktion… korrigiert mich, aber sind das in der Regel nicht jene, die sich ganz besonders laut über die ‚weibliche Wohlfühl-Kuschelpädagogik‘ aufregen (schaut Euch mal das Interview mit dem Kinderpsychologen Bergmann auf SpOn an) ???!!!

  22. Nils sagt:

    Also da finde ich Schnatterinchens Idee, sich den Frauenberuf Frauenbeautragte doch einmal näher anzuschauen wesentlich besser. Man könnte dann anschließend eine schöne Diskussion über Gruppenrechte und Demokratie anzetteln. Man sollte dabei Hauptschüler und Gymnasiasten gemeinsam diskutieren lassen..

  23. bernd aus weil sagt:

    @Schnatterinchen

    huhu, nein, nicht du bist der sargnagel, sondern die besagten „aber sobald die mädchen mal etwas für sich haben, schreien die jungen, die männer und die mütter der jungen…“. Ich sehe aber gerade, dass nicht Du sondern Anika das geschrieben hatte. Meine Zustimmung galt also eher ihr…

    lg, bernd

  24. Schnatterinchen sagt:

    Ah, verstehe, Bernd! :-)

  25. anika sagt:

    …der beruf der fraunebeauftragten ist zweifelsohne wichtig und es wäre auch für mich eine art traumberuf, denn bezweifele ich, dass es sinnvoll für den bosyday ist. wie viele frauen in deutschland sind denn frauenbeauftragte? ich denke nicht so viele wie verkäuferin, tierarzthelferin, mta oder rechtsanwaltsfachangestellte… sollte man nicht lieber, mal einen tag in einem solchen beruf gearbeitet haben, um zu eigenen leib zu erfahren, was millionen von frauen jeden tag arbeiten!!! ich hab mal drei wochen lang 8 stunden am tag im verkauf gearbeitet…nach kurzer zeit werden die beine schwer, den rücken würde man am liebsten abschrauben und die kunden aus dem laden vertreiben,da sie alles das, was man gerade zusammengelegt hat, wieder auseinanderpflücken…danach ist man so froh zur schule gehen oder studieren zu dürfen, dass schule oder uni alles andere als doof ist!!!!!!!!!! diese erfahrung kann einem aber keine frauenbeauftragte der welt schildern, da ist mal praxis, die ja auch an anderer stelle sooo vermisst wurde, gefragt…
    das verstehe ich nämlich wirklich nicht, es wird von der schule immer praxisbezug hier, praxisbezug da gefordert, wenn aber mal praxis möglich wäre, geht man wieder eher zu einer person, die dozieren wird. da läuft doch etwas verquer…

  26. anika sagt:

    …natürlich arbeiten auch männer in berufen, wo sie viel stehen müssen, und die sicherlich körperlich belasten, aber die sind dann besser bezahlt!!!

    ich vertrete auch die meinung, dass jugendlichen ab 16 ein kleiner aushilfsjob nicht schadet, da es meistens keine wirklich anspruchsvollen tätigkeiten sind, die man ab dem alter verrichtet – kommt bei geringer stundenzahl auch die schule nicht zu kurz. aber die jugendlichen lernen, wie hart es, geld zu verdienen und lernen es besser zu schätzen.
    des weiteren kommt dann dem erwerb von bildung ein viel höherer stellenwert zu…dazu sieht es auf jedem lebenslauf gut aus.

  27. hanoi jane sagt:

    Ich glaube schon, dass es in „Frauenberufen“ mehr Geld gäbe, wenn mehr Männer darin arbeiten würden. Kennt Ihr den Spruch von Jürgen von der Lippe „Wenn Männer Kinder kriegen könnten, dann könnte man an jeder Straßenecke abtreiben.“? Der Mann hat´s durchblickt.