Gesucht: Blogger_innen für ein Geekfeministisches Blog

von Gastautor_in

Melanie studiert technische Informatik und füllt seit mittlerweile drei Jahren ihr Blog side-glance mit Erfahrungen und Gedanken zum Thema Frauen in der IT/Informatik. In dieser Zeit hat sie sich mal mehr und mal weniger intensiv mit feministischen Themen auseinandergesetzt. Sie hat bereits eine Ausbildung absolviert und mehrere Jahre sowohl in der IT-Branche, als auch als Systemadministratorin gearbeitet. Nun sucht Melanie Interessierte, die mit ihr an einem geekfeministischen Blog arbeiten möchten.

Über Twitter habe ich letzte Woche spontan verkündet, dass ich vor habe ein geekfeministisches Blog zu gründen, da mir mein eigenes Blog nicht mehr reicht und ich mich gerne auf dem Gebiet weiter entwickeln möchte. Seit einiger Zeit gibt es Geekfeminism.org und ich wünsche mir mehr deutschsprachige Blogs zu diesem Thema.

Hierzu suche ich derzeit Mitsteiter_innen die es sich vorstellen könnten, im Team oder als (ggf. anonym) Gastblogger_in mitzumachen. Außerdem nehme ich gerne zahlreichen Ideen für Namen, Hosting, Sponsoring, Inhalte, Design und und und entgegen. Ihr könnt euch daher gerne hier in Form von Kommentaren äußern, mir eine Mail schreiben oder euch auf die Mailingliste eintragen und euch dort mit Ideen vorstellen. Derzeit befinden sich inklusive mir bereits 16 interessierte Menschen auf der Liste. Da es mir aber darum geht, möglichst viele einzufangen die sich mit dem Thema auseinandersetzen, kommt bitte dazu und nennt mir am Besten möglichst konkret:

  • was ihr euch inhaltlich vorstellt
  • in welcher Art/warum ihr euch als Geek-Feminist_in versteht
  • welche Form der Mitarbeit euch vorschwebt (ob ihr euch vorstellen könntet in einem Kernteam mitzumachen, ob ihr Gastbeiträge liefern wollt, erstmal zuschauen und später dazukommen, Ideengeber_in sein, optisch was (mit)gestalten oder oder oder…)

Meinen Beitrag dazu könnt ihr nach dem Registrieren auf der Liste im Archiv (https://netzguerilla.net/mailman/private/femgeeks/) nachlesen.




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 28. März 2012 um 9:27 Uhr unter Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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9 Kommentare

  1. Ernesto sagt:

    Gefällt mir extrem gut. Manchmal driften die Artikel hier zu sehr in Genderpolitik der Genderpolitik wegen ab, dabei ist doch grade der Perspektivenwechsel auf andere Themen das hochinteressante und wertvolle für die Gesellschaft. Ich als Mann hätte zumindest gerne mehr weibliche Perspektive grade auch in der IT, Frauen, die IT auch von innen heraus gestalten und nicht nur kommentieren, weil ich denke, dass zum Vorteil beider Seiten ist und am Ende einfach bessere (gemeinsam entwickelte) Ideen bringt.

  2. Anna-Sarah sagt:

    Hallo Ernesto,
    schön, dass dir der Beitrag gefällt. Was die Themen angeht, die mensch als hochinteressant und wertvoll für die Gesellschaft erachtet: Da kann ja glücklicherweise jedes Blog selbst für sich die Auswahl treffen… ;) Was du “als Mann” gern hättest, wäre für meine feministische Arbeit ehrlich gesagt nur eine maximal mittelrelevante Leitlinie, aber da kann ich selbstverständlich nur für mich persönlich sprechen, andere Aktivistinnen/Bloggerinnen/Autorinnen mögen das anders sehen. Wenn du dir mehr Frauen in der IT wünschst, fände ich es z.B. eine Spitzenidee, gerade “als (IT-)Mann” an den Bedingungen dafür mitzuarbeiten, die das ermöglichen, anstatt von Frauen eine bestimmte Herangehensweise zu fordern, äh, zu wünschen ;) Dennoch die Verständnisfrage: Was soll “Genderpoltik der Genderpolitik wegen” bedeuten? Oder anders gefragt: Was genau findest du daran kritikwürdig bei einem feministischen Forum – weswegen macht mensch denn sonst Gender- oder sonstige Politik, wenn nicht der Gender- oder sonstigen Politik wegen? Und was sind die “beiden Seiten”, von denen du sprichst?

  3. GwenDragon sagt:

    So eine deutsche Plattform wäre toll.
    Ich wäre interessiert.

    Aber Geekfeminist!? Hmm. So ganz kann ich nicht einordnen, was an mir geekfeminisch ist.
    Geekig ist mein Umgang mit IT seit ca. 30 Jahren, das Programmieren von Perl, der Umgang mit Linux.
    Feministisch bin ich auch. Nur wie bringe ich das zusammen?
    Oder bin ich gar Geekfeminista ohne es gemerkt zu haben!?

  4. Ernesto sagt:

    Ich bin kein besonders IT-lastiger Mensch. Ich bin nur der Meinung, dass die Frauenbewegung genau dann mehr Erfolg hat, wenn sie nicht um sich selbst dreht, sondern zunächst einmal geschlechtsneutral klingende Themen kapert und erweitert (gilt nicht nur für Genderpolitik, sondern für alle Politikfelder). IT ist da ein Paradebeispiel für. Ein (männlicher) ITler würde kaum einen Beitrag lesen, bei dem Frauen über Genderpolitik schreiben. Dagegen würde es um so mehr bringen, wenn IT-Frauen ihre Sichtweise auch und grade im und über den technischen Bereich zum Ausdruck bringen. Denn dann gestaltet ihr mit und gebt den Dingen einen anderen Lauf. Also Mädels – kapert die IT – ich würd mich drüber freuen! :)

    PS: Beide Seiten bedeuten in dem Fall “Frau” und “Mann”. Ich weiss, dass das erheblich vereinfacht ist, auf beiden Seiten gibt es unendlich viele Meinungen und Richtungen, aber Fakt ist nun einmal leider, dass Frauen irgendwie im IT-Bereich selten zu den großen Multiplikatoren gehören. Und dass in der IT eine grundsätzliche Sichtweise vorherrscht, die man nicht grade als feministisch bezeichnen kann – so mal vorsichtig ausgedrückt. ;)

    Und PPS: Du bist irgendwie zu vielen Männchen mit Befehlston über den Weg gelaufen. Das ist doch kein Befehl. Ich beschreibe nur, was ich aus meiner Perspektive cool fände. Und ich traue Dir zu, selbst zu entscheiden, was Du davon aufnehmen magst, was Du ablehnst, was Du doof findest etc.

  5. Die Pumpgun sagt:

    Finde ich eine gute idee. geekfeminism.org lese ich regelmäßig. Auch Melanies Blog (side-glance) lese ich regelmäßig.
    Ich könnte mir auch vorstellen hin und wieder was beizutragen. Ich bin nämlich Chipentwicklerin und Science-Fiction-Fan. :)
    Was ich an geekfeminism.org so schön finde, ist, dass dort viele persönliche Texte mit persönlichen Erfahrungen von “women in tech” zu finden sind.
    Ich selbst bin derzeit mit meiner beruflichen Situation ganz zufrieden (klar gibt es sachen, die mich nerven, aber im großen und ganzen passt alles) und könnte mir vorstellen vielleicht mal was über positive Erfahrungen als “woman in tech” zu schreiben.
    Ob das für Männer interessant ist? Stünde für mich persönlich absolut nicht im Fokus.

  6. hätte interesse, wobei ich mich mehr für elektronik, maximal microcontroller interessiere und nicht so stark für computerbezogene themen (wenn, dann auf hardwareebene). bin auch keine profi sondern ist ein hobby.

    habe mich angemeldet und kann das archiv nicht einsehen?! dauert es vielleicht ne weile bis man freigeschaltet ist oder so?

  7. Helga sagt:

    @feminismrocks: Ja, Melanie schaltet die Leute frei, das kann schnell gehen oder ne Weile dauern.

  8. Sarah sagt:

    Ist die Neuanmeldung bei der Mailingliste nicht mehr möglich?

  9. GwenDragon sagt:

    Warum ich FemGeek für wichtig halte?
    Deswegen – ein Kleid, das eine Frau nach Gefühl nackt macht.