Gegen den Besserverdienenden-Feminismus
von BarbaraIst schon wieder einige Zeit her, aber diese Harald Martenstein-Kolumne aus dem Zeit Magazin Leben über Frauen, die gemein behandelt werden, habe ich im Kopf behalten:
Es hat mich fast vom Stuhl gehauen, als ich im ZEITmagazin gelesen habe, dass so etwas mal wieder eine männliche, frauenfeindliche Schweinerei sei, Denunziation, die sich in Wörtern wie “nervig” und “anstrengend” ausdrücke, die Männer und angeblich nur Männer für erfolgreiche Frauen verwendeten. (…) Dieser Besserverdienenden-Feminismus geht mir auf die Nerven. Leute, die oben angekommen sind, durchaus zu Recht, und dann so tun, als seien sie Opfer. Falls das Wort “Frauensolidarität” etwas bedeuten würde, dann würden sie sich um die Frauen sorgen, die gesteinigt, zwangsverheiratet oder zwangsweise beschnitten werden, das gibt es ja alles noch, aber nein, am wichtigsten sind ihnen ihre kleinen Karriereprobleme.
Ausnahmsweise sind mal nicht die jungen Feministinnen per definitionem gemeint. Sondern alle möglichen Frauen, die bereits etwas erreicht haben. Also die nervigen Frauen.
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Eintrag geschrieben: Samstag, 22. November 2008 um 9:41 Uhr unter Boys we like, Kultur. RSS 2.0. Kommentieren. Trackback.







[...] sondern den Ur-Alphamädchen, denen, die das gleichnamige Buch geschrieben haben) für schlechte Stimmung sorgte, weil Martenstein sinngemäß schrieb, dass man Chefs auch dann als unangenehm empfinden kann und [...]
Hallo, Barbara, danke für den Beitrag.
Ich denke, auch bei einer “Zeit”, “FAZ”, etc. sitzen Männer, Redakteure, Journalisten, wie bei der Bild-Zeitung – nur, dass diese trotz “Studium” – was die Frauen anbelangt – auch nur aus ihrem Stammhirn heraus agieren. Neid, Missgunst, Häme, etc. sind in unserer Zeit wieder en vogue!
Ist auf Eurer Plattform auch gut zu beobachten.
“Dürfen” Feministinnen als erst volle Teilhabe einfordern, wenn es allen Frauen auf der Welt besser geht?
Das heißt also im Umkehrschluss, dass ein Arbeitsnehmer erst dann ein faires Gehalt verlangen kann, wenn niemand mehr mit dem ALG II Satz zurecht kommen muss?
Zu dem Argument hat Cate Sevilla (CupCate) einen wundervollen Text geschrieben. (Text ist Englisch)
http://cupcate.vox.com/library/post/we-havent-come-a-long-way-baby.html
ich stimme mit dem herrn darin überein. karrieristen sind täter, keine opfer. auch die weiblichen.
Damned if you do, damned if you don’t.
Ja ne, is klar… sobald man “es geschafft” hat, soll man hübsch die Fresse halten und das (männliche) Spielchen mit spielen…
Dass man auf dem Weg “nach oben” überproportional mehr Steine aus dem Weg schaffen musste, dass man talentierte Kolleginnen an dummen Männern hat scheitern sehen, dass man trotz Führungsposition (was auch immer man darunter versteht) mit dem ganz alltäglichen Sexismus zu kämpfen hat… das alles soll man dann mal eben vergessen, sich nen Schampus auf machen und sich eins drauf pfeiffen?
Never.
Oder: the only good feminist is an unemployed one?