Fundstücke

von Barbara

Ist das so?

Männer, die alleine an der Bar stehen, haben etwas Cooles, wie einsame Wölfe oder Hemingway. Frauen dagegen wirken irgendwie verzweifelt.

Und:

Was Adele für pubertierende Außenseiterinnen darstellt, ist Alanis Morissette für Single-Frauen in der Prä-Menopause.

Gefunden von unserer Leserin Lisa auf jetzt.de und bei Zitty.

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10 Kommentare zu “Fundstücke”

  1. Spielkind schreibt:

    Männer an der Bar alleine wirken cool
    Frauen meist leider sehr verunsichert

    aber beide dürfen alleine an der bar stehen ohne Flirten zu wollen!

  2. muay schreibt:

    Also ich für meinen Teil finde Männer allein an der Bar meistens ziemlich abstossend.
    Die haben diesen suchenden “verdammt-ich-hab-keine-abgekriegt”-Blick. Und versuchen dann bei allem zu landen, was es bis drei nicht auf den Baum schafft.

  3. Arne schreibt:

    muay: Ach so, habe ich bis jetzt garnicht mitbekommen, dass ich das immer so mache. Interessant! ;-)

    Die Artikelverfasserin(?) hat wohl noch nie was von dem Klischee “kühle Blonde” gehört. Oder wirkt auch eine kühle Blonde sofort verzweifelt, wenn sie alleine an der Bar steht?

    Nunja. Nicht sonderlich ernstnehmbar, finde ich.

  4. Arne schreibt:

    …also den ARTIKEL finde ich nicht ernstnehmbar. Nicht die kühle Blonde an der Bar.
    (Nur um Missverständnisse zu vermeiden, nech?)

  5. hn schreibt:

    das zitierte ist ja nichtmal der Tiefpunkt des Zitty-Artikels… man merkt mal wieder, das die Kunst des Totalverrisses eine hohe ist, die praktisch niemand beherrscht, der Autor eben auch nicht. Als würden bei Popmusik die Texte eine Rolle spielen, als würde das Publikum wegen der intelligenten Ratschläge die CDs kaufen… Offenbar ist der Herr vollends davon verwirrt, dass Chart-Sängerinnen dies nicht ausschließlich ihrer Traumfigur zu verdanken haben.

  6. muay schreibt:

    OK, fairerweise gibt es wohl auch Frauen, die dann eben die “hoffentlich-findet-mich-irgendwer-attraktiv”-Nummer schieben. Aber ich bestehe an dieser Stelle darauf: Das kommt auf die Person und nicht auf das Geschlecht an.

    Man kann schliesslich auch einfach mal entspannt an der Bar rum- und seinen Gedanken nachhängen, wenn einem das liegt. Es ist unfair, das einer Frau per se nicht zuzutrauen.

  7. Arne schreibt:

    muay, das ist ganz meine Meinung!

  8. jj schreibt:

    Habe einen wirklich nicht unattraktiven Freund (Körpertyp: Brad Pitt), der das “lone wolf” Prinzip verinnerlicht hat. Besonders erfolgreich ist er damit nicht. Und ich habe eine sozial sehr kompetente Freundin, die ab und zu allein weggeht, einfach um neue Leute kennen zu lernen. Wer von den beiden alleine an der Bar verzweifelter wirkt ist ziemlich klar… sie bleibt nie lange allein. Er schon. Kann sein, daß eine Frau, die den ganzen Abend alleine in der Ecke sitzt, verzweifelter wirkt als ein Mann. Vielleicht IST sie auch einfach verzweifelter, denn er weiß ja, daß er eigentlich aktiv sein muß während sie vermutlich davon ausgeht, daß man(n) auf sie zukommen muß. Und wenn dann keiner kommt, reduziert das natürlich die Handlungsalternativen. Andererseits ist es meines Erachtens für eine Frau, die auch nur über geringe Sozialkompetenz verfügt, deutlich einfacher, nicht lange allein zu bleiben als für einen Mann - denn die meisten Frauen haben in Bezug auf Männer gerade in Clubs/Bars die Schutzschilde hochgefahren und die müssen erst mal deaktiviert werden bevor man kommunizieren kann.

    Gerade in Bars/Clubs ist es wichtig, als sozial wahrgenommen zu werden. Und jedes Gespräch macht es einfacher, ein weiteres anzufangen, und nicht lange alleine zu stehen - in der Schlange nach der Uhrzeit fragen, die Bouncer danach fragen, ob die Schlange immer so lang/kurz ist, was der beste Tag ist. An der Theke den Barmann/die Barfrau nach seinem/ihrem aktuellen Lieblingsdrink. Den Thekennachbarn, die Nachbarin fragen, ob er/sie mitbestellen kann, weil er/sie das für den Barmann/die Barfrau “passende” Geschlecht hat, usw… Vor allem - nie lange warten, bevor man jemanden anspricht, sonst wirkt es gekünstelt und irgendwie unaufrichtig, oder man redet es sich wieder aus….

    Ich setze mich auch gerne alleine in Kaffees, um zu schreiben. Das hat dann vielleicht was von Hemingway. Und wenn eine einsame Autorin da sitzt, dann ist das mindestens ebenso interessant. Aber in Clubs ist der “lone wolf” sicher die komplett falsche Strategie.

  9. Nils schreibt:

    ..kann ich nur bestätigen.

  10. d. schreibt:

    @jj

    Es ist schon immer recht interessant was du so schreibst, aber bitte verallgemeinere deine Erfahrungen nicht immer so. Meine sind immer absolut gegensätzlich :-) (aber nur beim Zusammenkommen der Sexualpartner ;-)

    Was man bei allem immer vergisst, ist die Authentizität die man dabei an den Tag legen muss. Ein BWL-Student im karierten Hemd wird nie als ‘lone wolf’ ernst genommen, ein Endgreißiger mit Lederjacke schon eher. (Daher kann ich die Nummer auch noch nicht machen, aber in zehn Jahren ganz sicher… ;-)

    Aber du bist auf dem richtigen Weg mit deiner ‘Sozialkompetenz’. Aber eigentlich ist es so, wie K. Jaspers schrieb: “Kommunikation ist alles.” Und Watzlawik später ergänzte mit: “Man kann nicht nicht kommunizieren.”

    Über die Generalität die diese Aussagen beinhalten, über Körpersprache, Kleidung, Augenaufschlag, nonverbale K. etc. pp. kannst du dir noch Stundenlang Gedanken machen :-)

    Ich würde sagen, dass die oder derjenige am erfolgreichsten beim anderen Geschlecht ist, der in epischer Breite sich selbst entspricht und daraus wiederum Kraft und Selbstbewusstsein tanken kann.
    Das Problem ist nur: Der Mensch ist permanenten Veränderungen unterworfen, wenn er diesen nicht auch in seiner Ausstrahlung entspricht, hat er automatisch weniger Erfolg beim anderen (gleichen) Geschlecht.

    Und in allen Dingen, auch im Umgang mit sich selbst, ist Erfahrung immer unschlagbar… (aber das ist dann schon wieder die ‘Huhn, Ei’ - Geschichte)

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