Frauen in der Katholischen Kirche

von Susanne

Der Katholische Deutsche Frauenbund kämpft für die offizielle Zulassung von Frauen zum diakonischen Dienst; inoffiziell würden bereits die meisten diakonischen Aufgaben auch von Frauen geleistet: Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung, Leitung von Glaubensgesprächen, Wortgottesdienstfeiern oder Krankenbesuchsdienste.

Der Frauenbund fordert nun eine offizielle Regeländerung, um ein Zeichen für die Gleichrangigkeit von Männern und Frauen beim Dienst in der Kirche zu setzen. „Die sakramentale Einbeziehung von Frauen in kirchliche und diakonische Strukturen wäre ein Mut machendes Zeichen für die Zukunft“, formulierte es Waltraud Deckelmann, Vorsitzende des Bayerischen Landesverbands des Katholischen Deutschen Frauenbundes.

(Quelle)




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Eintrag geschrieben: Samstag, 2. Mai 2009 um 12:29 Uhr unter Religion. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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11 Kommentare

  1. Rahab, Kanaan sagt:

    bitte um ein mutmachendes zeichen für gleichrangigkeit? von ganz oben am liebsten? mich schüttelt mein kopf! das einzige zeichen, das hier wirklich mut machen würde, wäre der massenaustritt! sollen die kurienkardinäle doch selbst handreichungen reichen…

  2. Marcel sagt:

    Wer ein paar hundert Jahre in der Kultur- und Zivilisationsgeschichte zurück gehen will- und das im 21. Jahrhundert- der bleibt weiterhin Mitglied bei diesen Sektenbrüdern. Die anderen treten einfach aus.

  3. Rahab, Kanaan sagt:

    hi Marcel! versteh ich dich richtig? die forderst den massenaustritt von männern aus der römisch-katholischen kirche? na – und wer wird dann noch papst?
    (das mit den jahren – ob hunderte oder nicht doch ein paar mehr – das diskutieren wir vielleicht später mal!)

  4. maria sagt:

    also all die aufgaben, insbesondere firmvorbereitung etc., hab ich hier (mitten im tiefsten oberbayern) noch nie einen mann machen sehen.
    ein anfang in die richtige richtung ist immer gut. meine forderungen gängen aber noch deutlich weiter!

  5. Rahab, Kanaan sagt:

    alternative: warum gründen diese frauen nicht ihre eigene kirche? wenn sie eh schon alles tun, inklusive theologie betreiben, dann wäre das doch die logische folge… vielleicht gäb’s mit der namensgebung ein kleines problem -> mal drüber nachdenken, ob römisch-katholisch eine gechützte marke oder dergleichen ist. aber sonst? selbst die übernahme des vatikan/lateran wäre kein großes problem. die infrastruktur ist ihnen vertraut, die schweizer garde ist nicht so schwer bewaffnet, dass sie mit der nicht fertig würden, den heiligen stuhl (wenn denn wirklich einer gebraucht würde) können sie nachbauen. und falls es etwas gibt, was sie noch nicht können – das lernen sie oder es stellt sich vielleicht heraus, dass es sowieso verzichtbar ist. also?

  6. Marcel sagt:

    @Rahab: Ich fordere nicht explizit den Massenaustritt- aber diese Brüder machen mich z. T. fuchsteufelswild. Da gäbe es noch viel zu schreiben- doch das würde den Rahmen diese Blogs eindeutig sprengen. ich bin nur noch wegen meinem Nachwuchs dabei- sonst wäre ich schon längst ausgetreten.

  7. Ariane sagt:

    Was ist aber das Ziel, wenn Frauen ein bestimmtes Amt erreichen wollen? Ich habe ein wenig Mühe damit. Denn ich sehe das Problem im Christentum, explizit aber im Katholizismus, in einem Frauenbild, das ich so einfach nicht mittragen kann. Stichwort Sexualität: Auf die Ehe mit einem Mann zu beschränken, und das auf nur eine Ehe im Leben. Das Ausleben der Sexualität ist nicht möglich, will man sich nicht lebenslang binden. Verdammung von Kondom, Pille und Abtreibung, d.h. die Freiheit der Frau wird extrem eingeschränkt. Will eine Frau Geschlechtsverkehr haben, hat sie gefälligst zu heiraten und es sofort auf eine Schwangerschaft ankommen zu lassen, sie wird, vor allem wenn sie dem katholischen Mutterbild entsprechen will, aus dem Erwerbsleben rausgezogen, wird von ihrem Mann noch stärker abhängig. Anderes Thema sind gleichgeschechtliche Partnerschaften.
    Ich frage mich da? Ist diese Institution zu retten? Gibt es nicht grundlegend ein Problem eines überholten Frauenbildes (das unter Umständen früher durchaus seine Berechtigung haben konnte, als das Christentum sich im heidnischen Umfeld entwickelt hat und auch die biologischen Zwänge ganz andere waren als heute) an sich? Ist es das überhaupt sinnvoll darüber zu streiten, ob eine Frau ein Treppchen höher steigen kann, wenn die ganzen Ansichten über das Frausein überhaupt nicht in unsere Zeit stammen?

  8. Rahab, Kanaan sagt:

    @Ariane: es ist ja nicht nur das frauenbild! es ist das männerbild, es ist das menschenbild und – last, but not least – es ist das gottesbild! von der institution garnicht zu reden…

    und @Marcel: da hoffe ich mal, dass du deinen nachwuchs vorher gefragt hast!

  9. Ariane sagt:

    @ Rahab

    Sicher meinte ich auch das Menschenbild allgemein, in diesem Fall aber zugesptitz auf die Frauenfrage. Ich habe damit eine solche Mühe, ob in dieser Institution dann Frauen Weihegrad X oder X-1 erreichen dürfen, sehe ich nur als unbedeutendes Detail. Da die Frauen selbst ja nur das Amt der Diakonin anstreben und nicht etwa Pfarrerin oder Bischöfin. Ist nur eine kleine Verschiebung. Ich sehe kein Sinn dahinter.

  10. Rahab, Kanaan sagt:

    @Ariane: ich sehe hinter der forderung – die, wie ich kirliche läden kenne, als geschwisterliche bitte formuliert sein dürfte – auch keinen sinn. weshalb ich mich ja wünsche, dass frauen, wenn sie denn feministische theologie betreiben, mit den grenzen des abrahamitischen monotheismus endlich konsequent umgehen!

  11. Rahab, Kanaan sagt:

    uijui – ich wünsche mir, nicht mich…