Frauen aus aller Welt, Definitionsmacht und die Verhütungsspritze

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 64 von 358 der Serie Kurz notiert

Insgesamt 16 Geheimdienste gibt es in den USA und seit kurzem das erste Mal eine Direktorin, berichtete dieStandard.at. Letitia Long führt nun die „National Geospatial-Intelligence Agency“ (NGA), die es erst seit 1996 gibt und, wie der Name vermuten lässt, auf drei-dimensionale Landkarten spezialisiert ist.

In der Jungle World geht es in einem ausführlichen Dossier um Feminismus und Definitionsmacht. Statt Opfern einen Ausweg aufzuzeigen, werde ihnen eine neue Ideologie übergestülpt, die Sexismus als unüberwindbar ansieht, Frauen als überemotional hinstellt und Begriffe wie Gewalt entleert. Fazit: Letzlich sei Definitionsmacht frauenverachtend und anti-feministisch.

Auf Fotos werden saudische Frauen oft stereotyp dargestellt, deswegen fotografiert Madawi Balghunaim lieber selbst. Ihre Aufnahmen und die anderer saudi-arabischer Fotografinnen zeigt die BBC in einer Bildergalerie.

Auch die ZEIT stellt Frauen vor, die Klischees sprengen. Es geht um „die großen Damen der Autogeschichte”.

Speziell um Feministinnen ging es beim Observer. Sieben Aktivistinnen aus aller Welt erzählen, warum der Kampf für Gleichberechtigung noch nicht gewonnen ist und welche speziellen Probleme sie gerade angehen.

Vergangene Woche war die Latina Week of Action for Reproductive Justice, die die besondere Perspektive von Latinas auf Verhütung und Fortpflanzungsdebatten in den Vordergrund rückte. Akimbo stellte daher verschiedene lateinamerikanische Gruppen und ihre derzeitigen Aktivitäten vor.


Über Girls Can Blog die Mama Grizzlies, die sich gegen Sarah Palin wehren.

Wie bereits berichtet, wird in Münster an der Verhütungsspritze für den Mann gearbeitet. Sie hat es inzwischen in die letzte Phase der klinischen Prüfung geschafft. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Spritze sogar mehr Sicherheit bieten wird als die Pille. Die Testphase wird laut Ärztezeitung 2012 abgeschlossen werden.

In Indonesien gibt es nach heftigen Beschwerden über sexuelle Belästigungen nun spezielle Frauenwagons in Zügen, berichtet die BBC. Das zugrunde liegende Problem, der mangelnde Respekt vor Frauen, ist damit natürlich noch nicht gelöst, kritisieren Aktivist_innen.

Nach dem Klick dann noch die Termine

Vom 26. bis 28. August findet in Mainz ein DFB-Kongress zum Frauen- und Mädchenfußball unter dem Motto „Alles, außer Abseits!“ statt.

Vom 23. bis 25. September 2010 geht es an der FU Berlin um Bedeutung von Geschlechtertheorien in der Öffentlichkeit und den Medien. Radha Hedge, Silke Wenk, Jutta Röser und viele weitere sprechen auf der Konferenz „In Bewegung: Das Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ über Möglichkeiten der theoretischen und methodologischen (Neu-)Bestimmung. Organisiert wird die Konferenz von der Arbeitsstelle Journalistik am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe „Medien, Öffentlichkeit und Geschlecht“ der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 24. August 2010 um 10:56 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. Ich find einige Argumente im JW-Artikel durchaus diskussionswürdig… Ich wüsste aber auch nicht, wie man eine solche Diskussion Trollfrei halten könnte…

    Es scheint mir ein ähnliches Problem vorzuliegen, wie im „Fuck Polyamory“-Artikel aus der selben Zeitung. Eine dogmatische Praxis wird zurecht kritisiert. Die Kritik wird aber unzulässigerweise auf das ganze Konzept, und dessen generelle Umsetzbarkeit verallgemeinert. Und dann endet alles in sinnlosem Bashing…

  2. Mist… war ja in der konkret… Gibt es eigentlich keine technische Möglichkeit, meine Kommentare im Nachhinein bearbeiten zu können?