Feminist Fun Friday: Die Stalkerkommentar-Edition!

von der Mädchenmannschaft

Da die Mädchenmannschaft (MM) – alias Die Taliban Des Netzfeminismus‘ (MM) – ja bekannt­lich nord­korea­nische Zu­stän­de™* pflegt in der Mo­dera­tions­poli­tik, was lei­der da­zu führ­te, dass be­stimmte Anti­feminist_innen trau­rig darüber sind nicht mehr mitdiskutieren [sic] zu können, dürfen wir uns nun an einer neuen Stalking-Strategie erfreuen: dem stali­nisti­schen Ju­bel­kommen­tar, schein­bar in­spi­riert durch in­ten­si­ves „Ko­mmu­nika­tions­guerilla“-Wiki­pedia­ein­trags-Stu­dium. Immerhin sind solche Kommentare un­ter­halt­samer als die üb­li­chen Be­schimpf­ungen, Be­droh­ungen und Patho­lo­gi­sier­ungen, mit denen femi­ni­sti­sche Blogger­innen routine­mäßig kon­fron­tiert werden. Und während sich gewisse Leute die Zeit für lange Fake-Kommentare nehmen und sich nicht von der MM los­reissen können, haben sie dann kurz keine Zeit dafür weitere anti­femi­ni­sti­sche Tex­te zu ver­fassen oder daran zu ar­beiten, wie man femi­ni­sti­sche Aktivist_innen 2013 schlicht „hysterisch“ nennen kann, ohne das Wort be­nu­tzen zu müssen. Win-Win!

Ein schönes Beispiel dafür liefert zum wiederholten Male „Milla,“ die_der Anna-Sarahs Beitrag zur Ambivalenz von Feminismus und Popkultur lieber nicht lesen wollte, sondern gleich versuchte möglichst viele aufgeschnappte Vokabeln in einem kleinen, sinnlosen Phrasen-Exkurs unterzubringen; inklusive eines rassistischen Twists am Ende. Da dieser „Kommentar“ bereits für sich spricht, haben wir nur ein paar schicke Bildchen zur Untermalung/Kommentierung eingefügt – viel Spaß :)!

[*“Nord­korea­ni­sche Zu­stän­de“ be­deu­tet nach die­ser Definition, dass der Ver­such, einen (re­la­ti­ven) safe space im eigenen Blog zu schaffen, in dem die Re­pro­duk­tion von Se­xis­mus, Ra­ssis­mus, Hetero­sexis­mus, Trans*-Feind­lich­keit, Fat­sha­ming, etc. kei­nen Platz fin­den soll, son­dern auf explizit kommunizierten Grund­lagen (weiter)dis­ku­tiert wird, Die Frei­heit™ von Sexist_innen, Rassist_innen, Hetero­sexist_innen, Cis-Sexist_innen, Dicken­hasser_innen, etc. ohne Lächeln und so­mit ver­fassungs­wi­drig ein­schränkt, da diese gern überall Menschen dis­kri­mi­nie­ren, be­drohen und be­schimpf­en wür­den oder be­stimm­te Dis­kus­si­on­en un­ter­bin­den; nicht nur in den rest­li­chen 99% des In­ter­nets (als Spiegel ge­sell­schaft­li­cher Reali­tät). Bitter.]

„Einen feministisch akzeptablen Musikgeschmack zu entwickeln, ist eine anspruchsvolle und lohnenswerte Aufgabe. Es ist ein Prozess.

Wenn am Ende dann nur wenig übrig bleibt, von dem, was vormals begeisterte, dann ist das ein Beleg für die Gründlichkeit der eigenen Bemühung.

Das ist also nichts Schlechtes, wenn dieser Weg schwierig ist!!

Ein geschützter Raum, in dem fast nur Männerkapellen erklingen, ist jedenfalls kein geschützter Raum mehr.

Außerdem gibt es doch wirklich viele Künstlerinnen wie [Rapperin] und viele andere, die einfach okay sind.

Jede Playlist, die hier und anderswo veröffentlicht wird, ist eine bedeutende Hilfestellung und Anregung.

Ich bin dankbar dafür und ganz besonders auch für Hinweise auf Problematiken, falls ich selbst mal einen bedeutenden *istischen Kinken übersehen habe.

Und gerade weil Musik so tief gehen kann, halte ich konsequente Awareness gegenüber solche Kinken für so ungemein wichtig.

Natürlich ist es nicht immer einfach, in einer falschen Welt lebend, diese falsche Welt vollständig auszusperren – auszusperren auch aus dem eigenen Geschmack.

Aber es lohnt sich! Viele korrekte Sachen, die beim ersten und zweiten Hören vielleicht erst einmal befremden oder “nicht richtig begeistern”, werden immer vertrauter, je öfter sie angehört werden!

Mir ist das mit der aktuellen Musik von [Schwarze Künstlerin] so gegangen.

Auf diesem Weg, durch schlichte Wiederholung, kann der eigene Musikgeschmack weiter entwickelt werden. Das klappt wirklich! Das Abschiednehmen von *istischer Musik tut nicht weh.“




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Eintrag geschrieben: Freitag, 20. September 2013 um 9:00 Uhr unter Mannschaftspost. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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10 Kommentare

  1. TOHUWABOHU sagt:

    Die Tags! Ganz große Klasse!

  2. Lea_M. sagt:

    Entschuldigung, aber ich check es nicht, bin grad irgendwie verwirrt. Millas Kommentar ist für mich nicht selbsterklärend und ich versteh auch nicht inwiefern er fake sein soll. Ich fand Anna-Sarahs Beitrag sehr gut. Milla beschreibt, wenn ichs richtig sehe, ihre eigene Meinung bzw. eine andere Herangehensweise zu *istischer Musik. Die kann man kritisieren. Mir wird aber nicht klar inwiefern sie völlig absurd oder fake ist, so dass sie diese satirische Bilderuntermalung verdient.

  3. Heng sagt:

    Die Tags. Die Gifs. Taliban des Netzfeminismus. Liebe. <3

  4. GwenDragon sagt:

    Leute, bei dem GIF mit den Löwen flimmert es zu stark.
    Wollt ihr, dass manche hier einen epileptischen Anfall bekommen!? Das ist riskant!
    Mir wird jedenfalls schlecht von dem flackernden bläulichem M….

  5. accalmie sagt:

    @GwenDragon: ist nun ersetzt.

  6. Plant_Person sagt:

    Ok, evtl. bin ich zu doof (oder zu schlau?) das Prinzip von Stalkerkommentaren zu verstehen. Was versprechen die Verfasser_innen sich denn davon?
    Nach dem Motto: „Whoohooo! Ich werfe hier so lange zusammenhangslos mit Phrasen um mich, bis die das mit dem Feminismus endlich aufgeben!“

    Ich… kapiers nicht.

  7. Mona sagt:

    [Übrigens: „Mona“ ist auch ein Stalker. Q.E.D. vom Feinsten – sowohl für den Feminist Fun Friday als auch für den „Get A Life Will Ya“-Tag und einige andere… Aber eins ist dieser Kommentar: der erste sinnvolle Debattenbeitrag eines Antifeministen hier, wenn auch (noch) unfreiwillig konstruktiv… Das sind gute Aussichten und wir freuen uns schon auf die nächsten Kehrtwenden :) <3!]

    @Plant_Person
    Mmh, ich denke es geht darum, sich über die Positionen der MM/Feminist_innen lustig zu machen, indem sie subtil karikiert/ins Lächerliche gezogen werden, ohne die wahre Urheberschaft zu offenbaren. Hat dann noch den Nebeneffekt, dass – wenn sie veröffentlicht werden – Webseitenbesucher und Neufeminist_innen die Kommentare für eine korrekte Wiedergabe der Positionen der MM bzw. ihrer Leser_innen halten können.

    Vielleicht erhoffen die Urheber sich davon auch, dass man auf diese Trolling eingeht und sich in eine Scheindiskussion verstricken lässt… So etwas ist lästig und man sollte sich gut überlegen bzw. schlau machen, wie man als Webseitenbesucher oder Webseiten-Moderator mit solchen Fake-Kommentaren umgehen soll. Ich lese nur ab und zu bei MM und bin weder komplett mit MM noch mit den feministischen Themen und Herangehensweisen vertraut.

    Inhaltlich gehe nicht auf den Kommentar von Milla ein, schließe mich jedoch der Interpretation desselben durch MM als „Stalker-Kommentar“ an.

    Liebe Grüße :)

  8. PlantPerson sagt:

    Danke für den Link zu „Monas“ Twitter-Unterhaltung. Ich lolte hart :-)

    Danke auch an „Mona“. dein Kommentar und noch viel mehr der Link zu Twitter haben mir geholfen, die Stalkertaktik zu verstehen: es geht also nur um Aufmerksamkeit.

    Und meine wichtigste Frage wurde auch beantwortet: ich war tatsächlich ZU SCHLAU, das Prinzip zu verstehen. Das konnte ja keiner ahnen!

  9. […] aus dem MM-Pool Klickzahlen fischt. Was den Autor_innen dort bestimmt regelmäßig Klickzahlen und ohne Ende Moderationsarbeit beschert. Die Maskulisten versuchen übrigens auch gern, ihr Revier mit Pingbacks zu markieren. Deshalb […]