Female Trouble

von Susanne

Jetzt und bis zum 26. Oktober 2008 in der Münchner Pinakothek der Moderne: Die Ausstellung „Female Trouble – Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierung“. Die Ausstellung dreht sich um Klischees, Vorurteile und Andersdenken des Weiblichen.

Spiegel Online schreibt heute, die Ausstellung „bereichert die neue Feminismusdiskussion um überraschende Einsichten“. Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommentiert die Bedeutung des Kunst-Selbermachens für Frauen:

Fotoapparat und später Videokamera (…) wurden für zahlreiche Frauen zur Prothese, zur zweiten Realität, um aus den gesellschaftlich auferlegten Beschränkungen auszubrechen. Im Zeitraffer spielen sie verwehrte Leben durch, parodieren die Rollen, die ihnen das Umfeld aufdrängt oder erfinden Frauenbilder, die bisher nicht vorgesehen waren.

Spannender Text zum Theme Frauen und Kunst-/Kulturbetrieb auch im Spiegel der letzten Woche: Weder Muse noch Madonna.






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2 Kommentare

  1. Judith sagt:

    Danke für den Tip! Klingt echt interessant, will ich mir auf jeden Fall anschauen!

  2. Goofos sagt:

    Nur so als Nachruf auf die Eröffnung:

    Nachdem ich darüber einen Bericht im Fernsehen gesehen hab, frag ich mich doch, ob die Ausstellung nicht ein Schuß in den Ofen ist? Vielleicht hab ich „Die Ausstellung dreht sich um Klischees, Vorurteile und Andersdenken des Weiblichen.“ einfach falsch verstanden, denn anscheinend dreht es sich wirklich nur um Klischees, Vorurteile und einer „Bühne weiblicher Inszenierungen“ dafür. Genausogut hätte man Sex And The City anschauen können, denn die Promiweiber vor der Kamera haben wohl genau diese Klischees gefeiert. Erfolgreich im Job, Karriere, teure Klamotten und einen Mr. Big zuhause (und wahrscheinlich Mutter + 1a Familie). Untermauert durch so Beiträge wie „Frauen sind Netzwerker, das liegt in ihrer Natur“ und Headlines wie „Gipfeltreffen der starken Frauen“ feiert man also unter dem Motto „Fun with Female Trouble“ mithilfe neuer Klischees die alten Klischees, oder andersherum mit alten die neuen Klischees, also alle Klischees?

    Die Ausstellung „bereichert die neue Feminismusdiskussion um überraschende Einsichten”. Doch, joa, aber echt mal..!?