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	<title>Mädchenmannschaft</title>
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		<title>Barack Obama, Frauen in der Musik und sexuelle Belästigung in Frankreich &#8211; kurz notiert</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 13:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der Mädchenmannschaft</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[20000Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Bühnenwatch]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeltstadt der Frauen]]></category>

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		<description><![CDATA[daStandard.at berichtet über Migrant_innen und ihre „Vorbildfunktion“ in bestimmten Berufen. Barack Obamas Bekenntnis zur Homo-Ehe sorgte für weltweiten Jubel. Aber warum wird ein Bekenntnis, dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen sollten, eigentlich mit einem &#8220;Danke&#8221; bedacht, fragt sich beispielsweise blackgirldangerous und zählt auf, welche Gruppen Obama in seinem &#8220;Selbstfindungsprozess zur Homofreundlichkeit&#8221; nicht mitbedacht hat. Auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>daStandard.at</em> berichtet über Migrant_innen und ihre <a href="http://dastandard.at/1336696736979/Migranten-in-der-Berufswelt-Wenn-der-Hintergrund-im-Vordergrund-ist" target="_blank">„Vorbildfunktion“ in bestimmten Berufen</a>.</p>
<p>Barack Obamas Bekenntnis zur Homo-Ehe sorgte für weltweiten Jubel. Aber warum wird ein Bekenntnis, dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen sollten, <a href="http://blackgirldangerous.tumblr.com/post/22732668690/obama-loves-queers-except-not" target="_blank">eigentlich mit einem &#8220;Danke&#8221; bedacht</a>, fragt sich beispielsweise <em>blackgirldangerous</em> und zählt auf, welche Gruppen Obama in seinem &#8220;Selbstfindungsprozess zur Homofreundlichkeit&#8221; nicht mitbedacht hat.</p>
<p>Auf <em>20000Frauen</em> gibt es Fotos von der <a href="http://zwanzigtausendfrauen.at/2012/05/bildergalerie-zeltstadt-12-5-2012-bettina-frenzel/?lang=de" target="_blank">Zeltstadt der Frauen</a> in Wien zu sehen.</p>
<p>Menschen mit Namen, die nicht mit einer weißen, deutschen Person in Verbindung gebracht werden, sind häufiger rassistischen Diskriminierungen ausgesetzt. Das stellt jedoch keinen hinreichenden Grund dar, <a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106277161/Deutsche-Namen-fuer-Auslaender-nicht-erlaubt.html" target="_blank">diesen ändern zu lassen</a>, entschied das Verwaltungsgericht in Göttingen und wies damit die Klage einer aserbaidschanischen Familie ab, nachzulesen bei <em>welt.de</em></p>
<p>Shirley Manson, Frontfrau von Garbage, ärgert sich in einem Interview mit dem Musikmagazin <em>NME</em> über die Tatsache, dass mittlerweile zwar mehr Frauen im Musikbusiness repräsentiert sind, diese aber lediglich <a href="http://www.nme.com/news/garbage/63714" target="_blank">Feigenblätter in einem weiterhin männlich dominierten Umfeld</a> sind.</p>
<p>Angrapschen in Frankreich derzeit legal, weil das Gesetz von jetzt auf heute gestrichen wurde. Neues soll kommen, bis dahin gilt <a href="http://www.taz.de/Gesetzgebung-in-Frankreich/!93218/" target="_blank">weitgehende Straffreiheit</a>, berichtet die <em>taz</em>.</p>
<p>Fakten über die Situation von <a href="http://africanfeminism.com/2012/04/22/celebrating-the-pillars-of-african-agriculture/" target="_blank">Frauen im Agrarsektor von Afrika</a> hat <em>africanfeminism</em>. </p>
<p>Julia Lemmle und Atif Hussein von der antirassistischen Interventionsgruppe &#8220;<a href="http://buehnenwatch.com/" target="_blank">Bühnenwatch</a>&#8221; sprechen im Interview mit der <em>taz</em> über <a href="http://www.taz.de/!93091/" target="_blank">rassistische Darstellungspraxen an deutschen Theaterbühnen</a>.</p>
<p>Die Festplatten der südafrikanischen Fotografin Zanele Muholi <a href="http://www.divamag.co.uk/category/news/media-ignore-theft-of-photographer%E2%80%99s-work-documenting-black-lesbian-live.aspx" target="_blank">sind gestohlen worden</a>, so <em>Diva Magazine</em>. Sie dokumentiert seit mehreren Jahren das Leben von Schwarzen Lesben.</p>
<p>Einen Monat dauerte es – dann schwappte der <em>Elektronista</em>-Blogbeitrag über eine <a href="http://elektronista.dk/kommentar/dresscode-blue-tie-and-male/" target="_blank">Dell-Veranstaltung</a> durch die Blogosphäre. Der Computerhersteller hatte einen „lustigen“ Moderator engagiert, der allen Männern riet, zu Hause ihren Frauen „halt die Klappe, Schlampe“ zuzurufen. Inzwischen hat die Firma <a href="http://www.wired.com/wiredenterprise/2012/05/dell-mads-christensen/" target="_blank">sich entschuldigt</a>, so <em>Wired</em>.</p>
<p><a href="http://projectworsethanqueer.bandcamp.com/" target="_blank">WORSE THAN QUEER</a> ist nicht nur eine Zeile aus einem Bikini Kill Song, sondern auch der Name eines kleinen Riot Grrrl inspirierten Festivals, das im Januar 2012 zum ersten Mal in Nürnberg stattfand. Dessen Initiatorinnen, eve massacre und jessthreat, hatten die Idee, anlässlich dessen eine Compilation zu machen &#8211; eine Compilation mit einem Thema: Grrrls Drinking Songs.</p>
<p><em>Witnessed</em>, ein <a href="http://www.startnext.de/witnessed" target="_blank">Buchprojekt von und über Schwarze Autor_innen in Deutschland</a>, startet einen neuen Finanzierungsversuch und bittet um eure Mithilfe.</p>
<p><strong>Termine und eine Stellenausschreibung</strong></p>
<p>Das Ladyfest in Graz (<a href="http://www.ladyfest-graz.info/" target="_blank">Homepage</a>, <a href="https://www.facebook.com/ladyfest.graz" target="_blank">Facebook</a>) findet vom 18.- 19. Mai statt.</p>
<p>Die AG Queer Weimar hat anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo- und Trans*phobie eine <a href="http://queerweimar.blogsport.de/programm-in-der-woche-zum-idaho/" target="_blank">Aktionswoche</a> geplant. </p>
<p>Noch bis zum 18. Mai können sich Interessent_innen an der Uni Hildesheim für eine <a href=" http://www.uni-hildesheim.de/index.php?id=neuigkeiten&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=5392&amp;cHash=718654c8a701b69e94ded361aaf62c19" target="_blank">Stelle im dortigen Gleichstellungsbüro</a> bewerben.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29802&amp;md5=7eb1168c62438fcad70cf87bc6fadd91" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Kurz notiert]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Was Frauen wollen und warum Feministinnen damit nicht klarkommen. Oder so.</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 07:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Feminismus ist schuld]]></category>
		<category><![CDATA[Working Girl]]></category>
		<category><![CDATA[Differenzfeminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenbewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein paar Geschichten von Freundinnen, ein möglicher Trend und keine Fakten – aus diesem Zutaten kochen in der New York Times seit Jahren Autor_innen zweifelhafte Geschichten, die als „New York Times Trend Pieces“ bekannt geworden sind. Manchmal verniedlichen diese Trendgeschichten Rassismus; In den meisten Fällen aber machen Frauen entweder irgendwas falsch, irgendwas anders als früher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/c75e39c9366d43559eece39da29ef708" width="1" height="1" alt=""/>Ein paar Geschichten von Freundinnen, ein möglicher Trend und keine Fakten – aus diesem Zutaten kochen in der New York Times seit Jahren Autor_innen zweifelhafte Geschichten, die als „New York Times Trend Pieces“ bekannt geworden sind. Manchmal verniedlichen diese Trendgeschichten <a href="http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2011/11/02/new_york_times_trend_piece_on_decline_in_civility_in_south_overl.html" target="_blank">Rassismus</a>; In den meisten Fällen aber machen Frauen entweder <a href="http://gawker.com/5888935/nyt-piece-on-vocal-fry-linguistic-trend-fails-to-mention-biggest-vocal-fryer-of-them-all" target="_blank">irgendwas falsch</a>, irgendwas anders als früher (was sie wiederum unglücklich macht und damit falsch ist) oder alles wie früher und ärgern so die bösen Feminist_innen. Amanda Hess trug 2010 <a href="http://www.tbd.com/blogs/amanda-hess/2010/12/new-york-times-trends-women-5379.html" target="_blank">eine Reihe dieser Artikel zusammen</a>.</p>
<p>Nun ist dieser Trend anscheinend <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/karrieren-was-powerfrauen-wirklich-wollen-11741194.html" target="_blank">in Deutschland angekommen</a>. Passenderweise in der <em>FAZ</em>, die sich dabei tatsächlich nicht zu schade ist, auf die <em>Times</em> Bezug zu nehmen. Das Thema: Frauen, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere aus dem Hamsterrad ausbrechen und sich selbst verwirklichen. Dass es dazu keine  Zahlen gibt, gibt der Artikel ebenfalls zu. Immerhin werden zwei Forscherinnen zitiert, die etwa zu „Karrierekorrekturen beruflich erfolgreicher Frauen in der Lebensmitte“ und der Motivation der „Aussteigerinnen“ arbeiten:</p>
<blockquote><p>Die Frauen wollten ihre Interessen, Überzeugungen, Erfahrungen und Begabungen nunmehr in einem Umfeld der Sinnhaftigkeit und Wertschätzung zur Geltung bringen, außerhalb von großen unternehmerischen Strukturen.</p></blockquote>
<p>Das nun, man glaubt es kaum, mache Feministinnen unglücklich. Schließlich hätten die Frauen immer dazu gedrängt, alle Karrierefrauen zu werden. So wenig Ahnung von Feminismen hatte zuletzt Kristina Schröder. Ihr, wie auch Autor¹ Inge Kloepfer, lege ich daher an dieser Stelle nahe, sich einmal mit Differenzfeminismus aus&shy;ein&shy;an&shy;der&shy;zusetzen. Dazu ein <a href="http://www.antjeschrupp.de/differenz-geschichte" target="_blank">Zitat von Antje Schrupp</a> von 1997:</p>
<blockquote><p>Immer mehr Frauen merken, daß das Platznehmen auf dem Chefsessel eben kein Selbstzweck ist, zumindest für diejenigen nicht, denen es um mehr geht, als um ein gefülltes Bankkonto und um die bloße unkritische Teilnahme an den früher rein männlichen Ritualen der Macht. Diese Rituale werden nicht davon besser, daß sich Frauen an ihnen beteiligen. Die Bilanz des Emanzipationismus lautet: Das kann&#8217;s doch nicht gewesen sein?</p></blockquote>
<p>Schließlich sinkt der Feminist_innenkopf nur noch ermattet auf den Tisch, wenn Kloepfer in einem einzigen Satz Sexismus und Diskriminierung beschreibt – ohne diese Worte in den Mund zu nehmen. Stattdessen heißt es, Frauen spürten, dass ihr Weg besonders mühsam sei „weil sie nun einmal weiblich sind“. So, Frau Kloepfer, haben wir Feministinnen wirklich nicht gewettet. Etwas mehr Recherche sollte drin sein. Und dass wir im Jahre 2012 Sexismus auch endlich als solchen benennen.</p>
<p>_______________<br />
¹ Bezeichnung übernommen von der <em>FAZ</em>.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29916&amp;md5=d2b6b4646cc9aae9b20f97cfc3d3145d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Meine Meinung]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ehrenmord&#8221; – das Instrument der Patriarchalisierung und Feminismus als Tabubruch</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/ehrenmord-das-instrument-der-patriarchalisierung-und-feminismus-als-tabubruch/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/ehrenmord-das-instrument-der-patriarchalisierung-und-feminismus-als-tabubruch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 May 2012 08:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verschiedenen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Himmelschreiendes Unrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Arzu Özmen]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenmord]]></category>
		<category><![CDATA[Hatun Sürücü]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Terre des Femmes]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit findet in Detmold der Prozess gegen die Geschwister der getöteten Arzu Özmen statt. Einiges an Öffentlichkeit begleitet den Fall, wie etwa Mahnwachen und Berichterstattung, wobei jedoch kulturalistische Erklärungsmuster die kriminelle Tat oft in die Nähe von nachvollziehbaren Sozialpraktiken rücken. Grotesk wird es zum Beispiel, wenn Gutachter das angebliche Mitverschulden des Opfers thematisieren dürfen: So beschrieb gestern ein Psychologe vorm Detmolder Gericht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://maedchenmannschaft.net/ehrenmord-das-instrument-der-patriarchalisierung-und-feminismus-als-tabubruch/hatunarzu/" rel="attachment wp-att-29883"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29883" title="Hatun und Arzu" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/05/hatunarzu-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Derzeit findet in Detmold der Prozess gegen die Geschwister der getöteten Arzu Özmen statt. Einiges an Öffentlichkeit begleitet den Fall, wie etwa Mahnwachen und Berichterstattung, wobei jedoch kulturalistische Erklärungsmuster die kriminelle Tat oft in die Nähe von nachvollziehbaren Sozialpraktiken rücken. Grotesk wird es zum Beispiel, wenn Gutachter das angebliche Mitverschulden des Opfers thematisieren dürfen: So beschrieb gestern ein Psychologe vorm Detmolder Gericht, gegen welche Regeln die 18-Jährige aus Sicht der jesidischen Familie verstoßen habe, und inwiefern sie für &#8220;Ehrverletzungen&#8221; verantwortlich gemacht werden könne, die letzten Endes zum Mord führten. Unsere Gastautorin <strong>Sakine Subaşı-Piltz</strong> stützt sich in ihrem Text auf einen anders gelagerten Fall, und zwar den Mord an Hatun Sürücü – und thematisiert doch eine ähnliche Geschichte. Hatuns Fall und seine mediale Rezeption ermöglicht einige Detaileinblicke in destruktive Familienmuster und den gesellschaftlichen Umgang mit patriarchaler Brutalität, und er zeigt: die Frage nach der Gesamtsolidarität mit Opfern familiärer Gewalt und feministischer Behandlungsverantwortung bleibt.</em></p>
<p>Am 2. Februar lief eine Dokumentation über den Mordfall von Hatun Sürücü im öffentlich-rechtlichem Fernsehen, welcher auch mit der (a)moralischen Unterstützung von feministischen Organisationen wie „Terre des Femmes“ den Fall als „Ehrenmord“ der Muslime hochstilisiert hat. Bis heute, so wurde es auch im Film deutlich, ist es der Öffentlichkeit nicht gelungen eine differenzierte Analyse dieses Falles wahrzunehmen, was für viele Muslime dagegen offensichtlich Grund ist, zu diesem und anders gelagerten Fällen zu schweigen. Für die meisten Muslime ist der Fall Hatun Sürücü der Fall, der sie in der Öffentlichkeit entehrt hat, sie zu Mördern und Barbaren gemacht und sie gleichgesetzt hat mit den Komplizen eines Mordes, und das qua religiös-kulturellem Hintergrund.</p>
<p>Obgleich eine (feministische) Solidarität mit dem Opfer &#8211; ob jetzt aus &#8220;muslimischer&#8221; oder einfach nur menschlicher Perspektive &#8211; notwendig ist, um sich auch vor andere potenzielle Opfer als Gesellschaft schützend zu stellen, ist es in Teilen auch nachvollziehbar, dass viele Muslime über dieses Thema nicht sprechen wollen &#8211; aber ist es richtig? Und was erzeugt diese Tabuisierung? Dieser Fall zeigt sehr deutlich, wozu öffentliche Diskurse in der Lage sind. Sie können Unrecht so kaschieren, dass die tatsächlichen Hintergründe einer Gewalttat trotz eines großen öffentlichen Interesses in den Hintergrund rücken. Mittäter und Mordmotive bleiben in der öffentlichen Meinung unberücksichtigt. Täter werden zu Opfern und der Islam wird wieder als Sündenbock geschlachtet, und in der Zwischenzeit erlebt der „Ehrenmord“ seine Blütezeit. Zynisch könnte frau weiter anmerken, dass jetzt auch andere außer Muslimen als „ehrenhaft“ gelten wollen – was auch immer das heißen mag.<span id="more-29879"></span></p>
<p>So wurde vor ein paar Monaten Arzu Özmen, eine junge jesidische Frau, Opfer eines patriarchalischen Familiendramas. Wieder einmal soll es die Ehre gewesen sein. Auch in ihrem Fall werden patriarchalische Ehrvorstellungen von Einwander_innen gegenüber der aufgeklärten deutschen Kultur als die problematische Wurzel des Übels betrachtet, womit die Verantwortung, sich dem Problem zu stellen und es zu lösen, den Einwander_innen übergeben wird. Doch um welche Ehre geht es in diesen Fällen eigentlich? Und warum kann sich die deutsche Gesellschaft mit nur einem Begriff sich der Verantwortung gegenüber den Opfern entziehen?</p>
<p>Wenn ich anhand der Dokumentation über Hatun Sürücü den „Blick“ der deutschen Gesellschaft rekonstruiere, geht es um die Ehre von Mördern und Vergewaltigern, denen durch den Diskurs die Deutungshoheit über ihr Verbrechen ausgehändigt wird. Die Mörder und Vergewaltiger entscheiden, dass sie „ehrenhaft“ gehandelt hätten, im Falle Hatun Sürücüs sogar muslimisch, und der Diskurs übernimmt diese Deutung und transportiert sie sogar weiter, bis sie zum Teil als objektive Wahrheit angesehen wird. &#8220;Ja, es war ein Ehrenmord. Ich war damals regelrecht besessen&#8221;, sagt Hatuns Bruder und Mörder. Bourdieu schreibt, dass das Patriarchat seine Herrschaft im Grunde nicht begründen muss, weil es vorgibt, von Natur aus gegeben und nicht anzweifelbar zu sein. Der Mörder gibt vor, nicht aus subjektiven Gründen seine eigene Schwester gemordet zu haben, sondern aus höheren Beweggründen. Er will festhalten, dass er (trotz allem) ein „guter“ Moslem ist. Und die Medien geben ihm und seiner Familie die Möglichkeit, sich vermeintlich als solche(r) zu produzieren. So darf auch ein anderer Bruder sich in der genannten Dokumentation produzieren, der den Mord an seiner Schwester mit dem Islam legitimiert. Mit dem Bart des Propheten, stilisiert er sich bereits als frommen Muslimen, der in dieser Dokumentation und mit den Inhalten, die er vertritt, bestens in das vorgefertigte Muslim-Bild, dass all die Jahre durch Osama Bin Laden und die Islamismusdebatte konstruiert wurde, passt. Schließlich sagt er, dass seine Schwester in einem islamischen Land ohnehin die die Todesstrafe bekommen hätte und bezieht sich selbst auf ein patriarchales und faschistoides Islamverständnis.</p>
<p>Dieser Film, der Teil des öffentlichen Diskurses ist, in dem solchen Aussagen ein Forum geboten wird, entwickelt einen bestimmten Subtext: Der Subtext an muslimische Frauen sagt aus, dass sie vom Islam und Muslimen unterdrückt werden. Eine Emanzipation muss daher einhergehen mit einer Abkehr von der Religion und hat nichts mit den strukturellen Bedingungen zu tun, die in der deutschen Gesellschaft bestehen. Schließlich wird die deutsche (christlich geprägte) Gesellschaft dagegen als fortschrittlich und frauenfreundlich dargestellt, womit hier auch ein Assmilationsaufruf getätigt wird. Frauen, die Muslim_innen bleiben, werden in diesem Bild automatisch dem Unterdrückertum zugeordnet, wobei sie auch immer Opfer bleiben. Schließlich wird Problemen ein Analyseschema vorgegeben, der vermutlich in Fällen von sexistischer oder sexualisierter Gewalt im Familienkontext von sozialwissenschaftlich uninformierten Frauen auch als solche herangezogen wird.</p>
<p>Doch ist das, abgesehen vom rassistischen Unterton dieses Diskurses, denn hilfreich im Sinne feministischer Arbeit? Könnten wir sagen, dass die Mittel den Zweck heiligen, selbst wenn sie eben rassistisch sind? Ist es hilfreich, dass Frauen in Fällen, in denen sie Probleme haben, sich dem öffentlichen Diskurs unterwerfen müssen, dass sie in ihrer Familie ohnehin kein Verständnis für sich erwarten dürfen, weil sie Muslime sind? Ist es hilfreich, dass Frauen denken müssen, dass sie gegen ihren Glauben verstoßen, wenn sie sich aus patriarchalischer Gewalt befreien? Ist es hilfreich, dass sie annehmen müssen, dass ihre Familie, egal welche Erfahrungen sie mit ihnen in ihrem Leben hatten, versteckte Mörder sind?</p>
<p>Der Subtext an die muslimischen Männer verhält sich ähnlich und erzeugt diffuse Botschaften. Sollten sich jetzt etwa alle muslimischen Männer, die ihre Frauen, Schwestern oder Töchter nicht vergewaltigt und umgebracht haben, schämen? Oder sind sie schon keine Muslime mehr? Denn einer der Brüder hat Hatun Sürücü drei Jahre zuvor sexuell missbraucht, so hat es eine Freundin Hatuns <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,375888,00.html">im Prozess ausgesagt</a>. Die Dokumentation gibt keinen Hinweis darauf -auch nicht darauf, dass Vergewaltigungen innerhalb einer Familie immer sehr prekäre Fälle sind, und dass diese auch zu Sexualmorden führen können. In solchen Fällen vermischen sich eventuell die Gefühle von krankhafter Machtgier, die im Falle von Hatun Sürücü vielleicht patriarchalische Hintergründe hatte &#8211; und insgesamt scheint hier die massive Dysfunktion eines Familiengefüges durch. Vermutlich war die Tatsache, dass Hatun auf eigenen Füßen und selbstbestimmt lebte, für die Brüder, die nicht so viel erreicht hatten, ein Dorn im Auge. Vielleicht war ihre Lebensweise ein Grund für ihre Eifersucht und den Neid, die einhergingen mit Gefühlen des Machtverlusts. Die Macht des Patriarchats ist in einer Gesellschaft, in der muslimische Männer stark ausgegrenzt werden und beispielsweise von Arbeitslosigkeit stark betroffen sind, für einige vielleicht die einzige, die einzige Form der Anerkennung, die sie erhalten. So sagt der Mörder in der Dokumentation aus, dass er seinen ersten deutschen Freund im Gefängnis kennen gelernt habe. Unter diesen Vorrausetzungen war vielleicht eine starke Anbindung an die als eigene Gruppe empfundene gewachsen, wobei eine Art &#8220;Muslimisierung&#8221; stattfindet.</p>
<p>Wissen und Unwissen über den Islam, Abgrenzungsbedürfnisse, die Suche nach eigenem individuellem Entfaltungsraum, so wie die Tatsache, dass solchen Aussagen ein Forum geboten wird, produzieren gemeinsam muslimische Identitäten, die je nach gesellschaftlicher Position und individuellen Dispositionen verschieden ausfallen können. Die Scham über die Vergewaltigung innerhalb der eigenen Familie, wie auch die Angst darüber, dass andere davon erfahren könnten, vor denen sie als fromme Muslime gelten wollten, könnte in diesem Fall schon der Auslöser für die gemeinsame Entscheidung der Familie gewesen sein. Die Entscheidung, ihre muslimische Identität, die einzige, die ihnen auch in der deutschen Gesellschaft gegeben wird, zu bewahren und diejenige, die potenziell diese Identität durch ihr Wissen in Gefahr bringen könnte und ihnen schon durch ihre Präsenz immer wieder die Scham vor Augen hielt, für immer zum Schweigen zu bringen.</p>
<p>(Gefürchteter) Tabubruch als Mordmotiv? Dafür sprechen einige Tatsachen. So auch die, dass Hatun beispielsweise nicht direkt nach ihrer Trennung umgebracht wurde, nachdem sie zu ihrem Freund gezogen ist und mit dem sogar eine Weile unverheiratet zusammengelebt habe. Die Familie, so sagt es der Bruder in der Dokumentation, wollte lediglich keinen Kontakt zu ihr, woran sich Hatun aber nicht hielt.</p>
<p>Dies ist eine feministische Analyse, die auf Daten, die in den Medien zugänglich sind, durchgeführt wurde. Deswegen kann ich hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder gar auf Richtigkeit erheben. Dafür müsste ich im engsten Umfeld von Hatun Sürücü recherchieren und die polizeilichen Ermittlungsakten einsehen. Doch trotz der Defizite in der Informationsbeschaffung, ist es möglich eine feministische Analyse auf den Daten der medialen Berichterstattung durchzuführen, ohne den „Ehrenmord“-Diskurs zu (re-)produzieren. Daher ist es erstaunlich, dass feministische Organisationen statt feministischer Analysen, rassistische Politiken gegen Muslime unterstützen, indem sie nach wie vor ein kulturalistisches Motiv (in der Wanderausstellung von „Terre des Femmes“ auch „Tatmotiv Ehre“ genannt) als Ursache dieses Mordes deklarieren. Dies hat leider auch den Nebeneffekt, dass sexistische Diskriminierung innerhalb der deutschen (und nnicht nur muslimischen) Gesamtgesellschaft tabuisiert wird und somit auch politische Kämpfe des Feminismus heute von Feministinnen und Frauenministerinnen ad absurdum geführt werden, weil sie auch von ihnen als unnötig beschrieben werden.</p>
<p>Indem sie eine rhetorische Gleichheit zwischen den Geschlechtern unter Deutschen herstellen (beispielsweise durch die Polarisierung &#8220;Deutsche gegen Muslime&#8221;), werden Kämpfe für Lohn- und Chancengleichheit für Frauen massiv erschwert und zum Teil eben auch strukturell durch Frauen verhindert, die erst durch feministische Errungenschaften in entsprechende Schlüsselpositionen gekommen sind. Daher stellt sich auch die Frage, was mit dem deutschen Feminismus passiert ist. Sind einige Feministinnen einfach nur alt und reaktionär geworden, oder sind sie bewusst eine Koalition mit dem Patriarchat des weißen, christlich geprägten Mannes eingegangen, um wenigsten mit nach unten treten zu dürfen &#8211; wenn sie schon trotz ihrer Qualifikationen immer noch „ für Frauen“ sprechen müssen und dabei auf das weibliche Geschlecht reduzieren, während das Männliche auch hier die Norm, das Unmarkierte bleibt?</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29879&amp;md5=e3d199d73b3a1e53a8e98ea7d7d3fcbc" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wer war&#8230; Gloria Anzaldúa?</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 07:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Personalien]]></category>
		<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
		<category><![CDATA[Gloria Anzaldúa]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Queer]]></category>
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		<description><![CDATA[Die mexikanisch-amerikanische Schrift­stellerin, Kultur­wissen­schaftlerin und Aktivistin Gloria Evangelina Anzaldúa wurde 1942 in Texas (USA) geboren und gilt als eine der populärsten Vertreterinnen der Queer Theorien und der Chicano/a-Literatur in den USA. Sie forschte ins­besondere zu den Ver­knüpfungen von Geschlecht, Kultur und Sexualität und prägte auf neue Art den Begriff ‚mestizaje’, welcher einen Zustand fernab eines binären entweder/oder Konzepts beschreibt und Raum für eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die mexikanisch-amerikanische Schrift­stellerin, Kultur­wissen­schaftlerin und Aktivistin Gloria Evangelina Anzaldúa wurde 1942 in Texas (USA) geboren und gilt als eine der populärsten Vertreterinnen der Queer Theorien und der Chicano/a-Literatur in den USA. Sie forschte ins­besondere zu den Ver­knüpfungen von Geschlecht, Kultur und Sexualität und prägte auf neue Art den Begriff <em>‚mestizaje’, </em>welcher einen Zustand fernab eines binären entweder/oder Konzepts beschreibt und Raum für eine Viel­zahl an (wider­sprüchlichen) Identitäten schafft.</p>
<div id="attachment_28557" class="wp-caption alignright" style="width: 185px"><a href="http://www.flickr.com/photos/42401725@N00/821404566"><img class="wp-image-28557     " title="Anzaldúa, 1990, am Smith College. Quelle: flickr (K. Kendall) CC BY 2.0" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/05/gloria_anzaldua.jpeg" alt="" width="175" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Anzaldúa, 1990, am Smith College. Quelle: flickr (K. Kendall) CC BY 2.0</p></div>
<p>Anzaldúa veröffentlichte zahlreiche Essays, Ge­dichte, Kurz­­geschichten und Kinder­­bücher, unter­richtete an verschiedenen Universitäten in den USA und war Mitherausgeberin der 1981 erschienenen Anthologie <em>This Bridge Called My Back: Writings by Radical Women of Color</em>, in der auch <a href="http://maedchenmannschaft.net/wer-war-audre-lorde/" target="_blank">Audre Lorde</a> vertreten ist.</p>
<p>Ein oft zitiertes Werk ist <em>Borderlands / La Frontera: The New Mestiza</em> (1987). In diesem Buch werden eine Viel­zahl an Grenzen thematisiert und über­schritten &#8211; literarische, spirituelle, sexuelle, sprach­liche sowie sozio-politische Grenz­ziehungen. Durch einen Mix aus mehreren Variationen von Englisch und Spanisch sowie die Verbindung von auto­biographischen und theoretischen Elementen werden so konventionelle Form-, Genre- und Sprach­kategorien in Frage gestellt. Aus diesem Buch stammt auch das berühmte Zitat von Anzaldúa: &#8220;Wild tongues can&#8217;t be tamed, they can only be cut out&#8221;, welches übersetzt so viel heißt wie: &#8221;Wilde Zungen können nicht gezähmt, sondern nur rausgeschnitten werden&#8221;.</p>
<p>Kurz vor Erhalt ihres Doktor­titels an der University of California in Santa Cruz starb Gloria Anzaldúa heute vor acht Jahren im Alter von 62 Jahren.</p>
<p>Zum Weiterlesen: &#8220;<a href="http://www.frauensolidaritaet.org/zeitschrift/fs_91zechner.pdf" target="_blank">Grenzen überschreiten - Chicanas schreiben im Spannungs­feld von Ethnie, Geschlecht und Sexualität</a>&#8221; (PDF) von Rosa Zechner.</p>
<p><em>Für die Reihe “Wer war…” freuen wir uns über eure Vor­schläge oder auch Gast­blogger_innen, die ihre Lieblings­feminist_innen vorstellen. Vorschläge/Beiträge einfach an unser <a href="http://maedchenmannschaft.net/kontakt/" target="_blank">Kontaktformular</a> senden.</em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=13226&amp;md5=8bb927384504830ab9e1e9c482d547b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Wer war eigentlich …]]></series:name>
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		<title>Jubel in Argentinien – Ernüchterung in Kolumbien</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 11:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gendertrouble]]></category>
		<category><![CDATA[Weltspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschlechterpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Transgender]]></category>
		<category><![CDATA[Transsexuellengesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlagzeilen schrieb letzte Woche Argentinien. Dort ist es nun möglich, den Ge&#173;schlechtseintrag ändern zu lassen, ohne sich vorher rechtlichen, psychatrischen oder medizinischen Prozeduren unterzogen zu haben. Damit ist das Land Vorreiter im Umgang mit transgender Menschen. In Deutschland muss das Trans&#173;sexuellen&#173;gesetz seit Jahren überarbeitet werden. Das Bundes&#173;ver&#173;fassungs&#173;gericht hat die Vorgaben Zwangsscheidungen und Sterilisationen derzeit ausgesetzt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlagzeilen schrieb letzte Woche Argentinien. Dort ist es nun möglich, den Ge&shy;schlechtseintrag <a href="http://www.miamiherald.com/2012/05/10/2793058/argentina-gender-rights-law-a.html" target="_blank">ändern zu lassen</a>, ohne sich vorher rechtlichen, psychatrischen oder medizinischen Prozeduren unterzogen zu haben. Damit ist das Land Vorreiter im Umgang mit transgender Menschen. In Deutschland muss das Trans&shy;sexuellen&shy;gesetz seit Jahren überarbeitet werden. Das Bundes&shy;ver&shy;fassungs&shy;gericht hat die Vorgaben Zwangsscheidungen und Sterilisationen <a href="http://maedchenmannschaft.net/noch-ein-teil-des-transsexuellengesetzes-verfassungswidrig/">derzeit ausgesetzt</a>. Nachdem in Argentinien vor zwei Jahren bereits die <a href="http://maedchenmannschaft.net/jubel-in-argentinien-homo-ehe-kunftig-erlaubt/" target="_blank">Ehe für gleich&shy;ge&shy;schlecht&shy;liche Paare</a> erlaubt wurde, sollen in Zukunft weitere Gesetze modernisiert werden. Präsidentin Cristina Fernandez will auch Abtreibungs-, Adoptions- und Scheidungs&shy;gesetze angehen.</p>
<p>Trotz der Fortschritte sei es für Transgendermenschen in Argentinien <a href="http://taz.de/Freie-Wahl-des-Geschlechts-in-Argentinien/!93187/" target="_blank">aber weiter schwer</a>, beschreibt die <em>taz</em>:</p>
<blockquote><p>Die peronistische Senatorin Sonia Escudero malte dennoch ein düsteres Bild der Gegenwart. Über 90 Prozent der Transsexuellen arbeiten in der Prostitution. Wer sich zur transsexuellen Gemeinschaft zählt, habe eine Lebenserwartung von 35 Jahren, so die Senatorin.</p></blockquote>
<p>Ähnlich ernüchtert zeigen sich Aktivist_innen in Kolumbien. Seit sechs Jahren sind dort Abtreibungen legal, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, nach Ver&shy;ge&shy;waltigungen, Inzest oder aus medizinischen Gründen. Dennoch weigern sich viele Ärzt_innen und Krankenhäuser, <a href="http://www.trust.org/trustlaw/news/colombian-women-with-abortion-rights-turned-away-by-doctors-activist" target="_blank">diese auch durchzuführen</a>. So werden von jährlich über 400.400 Ab&shy;treibungen nur rund 300 legal und sicher durchgeführt. Erst ein einziges Mal wurde eine Ein&shy;richtung mit einer Geldstrafe belegt, weil sie eine Abtreibung verweigerte. Es mangele an politischem Willen, Frauen ihre Re&shy;pro&shy;duk&shy;tions&shy;rechte zu ermöglichen, so eine Aktivistin.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29849&amp;md5=3cdd047d75223f97f39e477a50e22f1c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Kinderbuch im Kampf gegen Normen</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/ein-kinderbuch-im-kampf-gegen-normen/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 07:02:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesezeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Lesestoff]]></category>
		<category><![CDATA[Normen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe keine Kinder und glaube, dass ich das letzte Kinder­buch vor 15 Jahren vorgelesen bekam. Und da mein Papa immer sehr genuschelt hat, habe ich auch davon nur die Hälfte ver­standen. Wie ihr lesen könnt: Hier rezensiert keine Expertin. Interessant fand ich es trotzdem, das Kinderbuch „Unsa Haus &#8211; und andere Geschichten“ von Ben Böttger und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe keine Kinder und glaube, dass ich das letzte Kinder­buch vor 15 Jahren vorgelesen bekam. Und da mein Papa immer sehr genuschelt hat, habe ich auch davon nur die Hälfte ver­standen. Wie ihr lesen könnt: Hier rezensiert keine Expertin.</p>
<div id="attachment_29340" class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/04/unsa-haus.jpeg"><img class="wp-image-29340" title="&quot;Unsa Haus - und andere Geschichten&quot; von Ben Böttger &amp; Rita Macedo u.a." src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/04/unsa-haus.jpeg" alt="Titelbild von Unsa Haus, Zeichnung. Fünf Kinder, weißer und schwarzer Hautfarbe, stehen vor einem Haus." width="192" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">„Unsa Haus - und andere Geschichten“ von Ben Böttger &amp; Rita Macedo u.a.</p></div>
<p>Interessant fand ich es trotzdem, das Kinderbuch „<a href="http://nono-verlag.de/index.php?id=6" target="_blank">Unsa Haus &#8211; und andere Geschichten“</a> von Ben Böttger und Rita Macedo zu lesen, denn die Autor_innen haben sich einer Aufgabe angenommen, die gerade für Kinder­bücher von größter Bedeutung ist, nämlich einen Raum zu schaffen für nicht­normative* Dar­stellungen von Familien­zusammen­hängen, Identitäten und zwischen­menschlichen Be­ziehungen.</p>
<p>In den einzelnen Kurz­geschichten lernen wir die fünf Freund_innen, ihren Alltag, ihre Sorgen und Freuden kennen. Da ärgert sich Dani darüber, dass er immer nur lang­weilige Kleider beschenkt bekommt; Fatma erzählt von ihrem Traum Astronautin zu werden und Fredi wird von ihren Vätern in der Kampf­sport­schule angemeldet &#8211; und bekämpft so mit viel Phantasie die Monster in ihren Alpträumen.</p>
<p>Sehr oft habe ich mich beim Lesen dabei erwischt, wie ich über­rascht war, zum Beispiel dass dieses kurz­haarige Kind mit einem weiblichen Personal­pronomen versehen wird. Oder dass die Eltern aus zwei Vätern bestehen. Ein perfektes Buch also, um auch die eigenen stereo­typen Vor­annahmen kritisch zu hinter­fragen.</p>
<p>Schön finde ich eben­falls, dass die Kinder nicht einfach als bloße Vertreter_innen einer sozialen Gruppe auf­treten. So dreht sich das Leben eines Kindes, welches beispiels­weise kaum gesell­schaf­tlichen Vorstellungen von „normal­gewichtig“ entspricht, nicht automatisch nur um Gewicht oder Diäten. Die Kinder werden also nicht auf ein Merk­mal reduziert &#8211; erfrischend!</p>
<p>Etwas absurd wurde es leider gegen Ende: Auf einmal taucht ein grüner Mensch auf. Für mich roch das ein wenig nach „Was für eine schöne bunte Welt, Menschen gibt es in allen Farben“, was auf den ersten Blick kreativ wirkt, aber real existierende (rassistische) Diskriminierungs­erfahrungen verharmlost. Ich hatte an manchen Stellen auch das Gefühl, dass mit einer Identitäts-Check­liste gearbeitet wurde, um ja keine Identität aus­zulassen.</p>
<p>Empfehlen kann ich das Buch jedoch ohne große Zweifel: So oft wie ich Erziehende klagen höre, welchen diskriminierenden oder genormten Dar­stellungen Kinder in Büchern, Filmen oder Songs auch heute noch aus­gesetzt sind, kann dieses Buch nur eine angenehme Ab­wechslung dar­stellen. Zusätzliches Plus: „Unsa Haus“ wird es bald auch in türkischer Sprache zum Download geben.</p>
<p>_______________________________________</p>
<p><em><strong>* </strong>Nichtnormativ</em> heißt laut <a href="http://nono-verlag.de/index.php?id=23" target="_blank">NoNo-Verlag</a>, dass Menschen „in ihrer Vielfalt dargestellt und angesprochen werden, unabhängig davon, inwiefern sie gesellschaftlichen Normen (beispielsweise bezogen auf Sexualität, Hautfarbe, Fähigkeiten) entsprechen. Da es auf dem Buchmarkt ein vielfältiges Angebot für Menschen gibt, die nicht „aus der Norm fallen“, heißt nichtnormativ in diesem Kontext auch, gerade diejenigen Bevölkerungsgruppen darzustellen und anzusprechen, die ansonsten an den Rand gedrängt werden.“</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29339&amp;md5=bad2788578d313fe21f7a1ae25e90ac0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Die Feministische Bibliothek]]></series:name>
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		<item>
		<title>Selbermach-Sonntag (13.5.2012)</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/selbermach-sonntag-13-5-2012/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 07:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbermach-Sonntag]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ist Platz für eure Ideen oder Links zu spannenden Artikeln, Comics, Blogs oder was euch sonst noch einfällt!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/2407508798_d9d2be264f.jpg"><img class="size-full wp-image-11776 alignleft" title="Selbermachsonntag" src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2010/06/2407508798_d9d2be264f.jpg" alt="Sepiabild eines kleinen Mädchens beim Spielen" width="180" height="159" /></a> Hier ist Platz für eure Ideen oder Links zu spannenden Artikeln, Comics, Blogs oder was euch sonst noch einfällt!</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29826&amp;md5=56d3f9eb74f9bc51a6c1131c81389807" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Samstagabendbeat mit The White Noise Supremacists</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/samstagabendbeat-mit-the-white-noise-supremacists/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 16:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[Samstagabendbeat]]></category>
		<category><![CDATA[The White Noise Supremacists]]></category>

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		<description><![CDATA[Iféoluwa Babalola, musikalisch unterwegs als &#8220;The White Noise Supremacists&#8220;, lebt und musiziert zur Zeit in Berlin und ist auf dem ebenfalls empfehlenswerten zweiten Riot Grrrl Sampler zu hören. The White Noise Supremacists &#8211; Glare from ORANGE &#039;EAR on Vimeo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Iféoluwa Babalola, musikalisch unterwegs als &#8220;<a href="http://thewns.wordpress.com/" target="_blank">The White Noise Supremacists</a>&#8220;, lebt und musiziert zur Zeit in Berlin und ist auf dem ebenfalls empfehlenswerten zweiten <a href="http://riotgrrrlberlin.tumblr.com/compilation02" target="_blank">Riot Grrrl Sampler</a> zu hören.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/40648472?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="480" height="270" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/40648472">The White Noise Supremacists &#8211; Glare</a> from <a href="http://vimeo.com/orangeear">ORANGE &#039;EAR</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29133&amp;md5=65b6a19ec82040c1d7451f564a26a456" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Für mehr Frauen in IT und Technik&#8221; &#8211; die Blogschau</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 07:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Magda</dc:creator>
				<category><![CDATA[1a-Schnecken]]></category>
		<category><![CDATA[ARGE Dicke Weiber]]></category>
		<category><![CDATA[Ariane Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
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		<category><![CDATA[Urheber]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine werdende Mutter schreibt auf fuckermothers einen offenen Brief an &#8220;die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung&#8221;: &#8220;Deutschland und meine Brüste.&#8221; Anlässlich des Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schrieb Jule über die Begegnung mit einer jungen Frau, die auf Grund einer Hirnschädigung im elektrischen Rollstuhl sitzt. „Ich bin die Böse“ stellt Anne Schüssler anläßlich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine werdende Mutter schreibt auf <em>fuckermothers</em> einen offenen Brief an &#8220;die Nationale Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung&#8221;: &#8220;<a href="http://fuckermothers.wordpress.com/2012/05/10/deutschland-und-meine-bruste/" target="_blank">Deutschland und meine Brüste</a>.&#8221;</p>
<p>Anlässlich des Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung schrieb <em>Jule</em> über die Begegnung mit einer jungen Frau, die auf Grund einer <a href="http://jule-stinkesocke.blogspot.de/2012/05/nur-die-augen.html" target="_blank">Hirnschädigung im elektrischen Rollstuhl</a> sitzt.</p>
<p>„Ich bin die Böse“ stellt <em>Anne Schüssler</em> anläßlich der Urheberrechtsdebatte fest und fordert, endlich einen Dialog über Vorschläge zur Reform zu beginnen. Autorin <em>Petra van Cronenburg</em> schämt sich angesichts von „Wir sind die Urheber“ und fordert ebenfalls <a href="http://cronenburg.blogspot.de/2012/05/wir-sind-ohne-mich.html" target="_blank">andere Ansätze</a>.</p>
<p><em>Antje Schrupp</em> hat diese Woche über <a href="http://antjeschrupp.com/2012/05/05/dekoration-und-reichweite-oder-auch-was-ist-relevanz/" target="_blank">Reichweite und Relevanz</a> gebloggt. Außerdem kommentiert sie <a href="http://antjeschrupp.com/2012/05/07/herr-vetter-und-herr-freud/" target="_blank">Udo Vetters abstruse Analyse des Ariana Friedrich-Falls</a>.</p>
<p>Katrin bloggt auf <em>Reizende Rundungen</em> und ärgert sich über die <a href="http://reizende-rundungen.blogspot.de/2012/05/groe-groe-groe-klasse.html" target="_blank">&#8220;Über&#8221;größen-Kollektion</a> von Tchibo.</p>
<p>Seit den letzten Monaten sind die Medien voll von Berichten über <a href="http://www.angryyoungwoman.com/?p=90" target="_blank">sexueller Missbrauch und Vergewaltigung</a> – <em>Angry Young Woman</em> fasst zusammen.</p>
<p><em>Frau mit Bart</em> schreibt über das Buch: &#8220;<a href="http://fraumitbart.wordpress.com/2012/05/07/die-deutsche-mutter-und-ihr-erstes-kind/" target="_blank">Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind</a>&#8220;.</p>
<p>Geschlecht und Sexualität in Schulbüchern werden weiterhin heteronormativ dargestellt, so <em><a href="http://DasEndeDesSex.blogsport.de/2012/05/08/geschlecht-und-sexualitaet-in-schulbuechern-weiterhin-heteronormativ-hier-ein-auszug-aus-biologie-lehrbuechern/" target="_blank">DasEndeDesSex</a></em>.</p>
<p>Der <em><a href="http://nds-bremen.lsvd.de/?p=643" target="_blank">Lesben- und Schwulenverband Niedersachen und Bremen</a></em> informiert: &#8220;Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Niedersächsische Landtag heute die Ergänzung von Art.3 Abs. 3 der Landesverfassung um das Merkmal der sexuellen Identität abgelehnt. Die Regierungsparteien sprechen damit Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender den Schutz vor Diskriminierung ab.&#8221;</p>
<p><em>Anders Deutsch</em> kommentiert es kritisch, wenn marginalisierte Gruppen ihre Unterdrückung als &#8220;besonders ausgeblendet darstellen und behaupten, dass bei anderen Machtverhältnissen viel mehr getan wird&#8221;: &#8220;<a href="http://andersdeutsch.blogger.de/STORIES/2057098/" target="_blank">Wozu immer wieder Opferhierarchien?</a>&#8221;</p>
<p>Auf <em>Wir lieben Konsens</em> wurde eine <a href="http://wirliebenkonsens.wordpress.com/2012/05/08/kinder-in-der-bibliothek/" target="_blank">schöne Unterhaltung von Kindern</a> mitgehört.</p>
<p>Naekubi von <em>Danger! Bananas</em> ist für <a href="http://dangerbananas.blogspot.de/2012/05/facepalm-of-week-3.html" target="_blank">mehr Frauen in IT und Technik und weniger plumpen Sexismus</a>.</p>
<p><strong>Termine</strong> <span id="more-29819"></span></p>
<p>Der SlutWalk Berlin veranstaltet am 9. Juni einen <a href="http://slutwalkberlin.de/openspace" target="_blank">OpenSpace</a> für alle, die über den vergangenen und zukünftigen SlutWalk in Berlin diskutieren wollen.</p>
<p>Heute, Samstag, findet um 14 Uhr eine Veranstaltung von Arge Dicke Weiber in Wien statt: <a href="http://argedickeweiber.wordpress.com/2012/05/07/occupy-patriarchy-zeltstadt-der-frauen/" target="_blank">Schlankheitsterror und Gewichtsdiskriminierung.</a></p>
<p>Außerdem in Wien: Die <a href="http://zwanzigtausendfrauen.at/2012/04/zeltstadt-der-frauen-12-mai-2012/" target="_blank">Zeltstadt der Frauen</a>, die heute den Wiener Ring zum Frauenring machen.</p>
<p>Feministische Veranstaltungen im Sommer zur Open Software-Bewegung und einfach mal zum Rumgeeken, hat (Achtung Achtung) <a href="http://netzpolitik.org/2012/gendercamp-und-co-events-fur-feminismus-in-der-digitalen-gesellschaft/" target="_blank">netzpolitik</a> gesammelt.</p>
<p><em>Für eine bessere Vernetzung der (feministischen) Blogosphäre listen wir jede Woche auf, was unsere deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen über die Woche so melden und tun. Haben wir etwas vergessen oder übersehen? Kennen wir dein brilliantes Blog etwa noch gar nicht? Dann sag uns <a href="http://maedchenmannschaft.net/kontakt">bitte Bescheid</a>!</em></p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29819&amp;md5=3b78de1074713e5158f6ca2184762ac4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<series:name><![CDATA[Genderissimi: Die Blogschau]]></series:name>
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		<title>The Avengers – feministisch oder nicht?</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/the-avengers-feministisch-oder-nicht/</link>
		<comments>http://maedchenmannschaft.net/the-avengers-feministisch-oder-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 09:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Helga</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gucken]]></category>
		<category><![CDATA[Kinofilm]]></category>
		<category><![CDATA[Medienthemen]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[The Avengers]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Feminist_innen war Regisseur Joss Whedon seit Jahren ein Begriff – mit dem gigantischen Erfolg von The Avengers dürfte er jetzt endgültig zum Superstar avancieren. Seine feministische Reputation beruht dabei vor allem auf starken Frauenfiguren und nicht-heterosexuellen Charakteren. Also all dem, was selbstverständlich sein sollte, im TV aber bis heute zu kurz kommt. Auch in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/a684af2827e4458d8cf2b0617927b9f8" width="1" height="1" alt=""/>Vielen Feminist_innen war Regisseur Joss Whedon seit Jahren ein Begriff – mit dem gigantischen Erfolg von <em>The Avengers</em> dürfte er jetzt endgültig zum Superstar avancieren. Seine feministische Reputation beruht dabei vor allem auf starken Frauenfiguren und nicht-heterosexuellen Charakteren. Also all dem, was selbstverständlich sein sollte, im TV aber bis heute zu kurz kommt. Auch in den Interviews zum Film geht er auf <a href="http://femfreq.tumblr.com/post/22129177273/the-avengers-and-the-smurfette" target="_blank">entsprechende Fragen ein</a>. Aber wie feministisch ist <em>The Avengers</em> wirklich?</p>
<p>Die schlechte Nachricht zuerst: Auch dieser Film besteht den Bechdeltest nicht. An keiner Stelle sprechen zwei Frauen mit Namen miteinander. Die Frage, über was sie sprechen erübrigt sich damit. Es wäre auch schwierig, immerhin gibt es mit Black Widow/Natasha Romanoff (gespielt von Scarlett Johansson) nur eine Superheldin. Daneben gibt es nur noch Agent Hill (Cobie Smulders); bis auf ihren Chef Nick Fury (Samuel L. Jackson) dominieren weiße Männer das Bild. Bei einer Comicverfilmung ist auch nichts anderes zu erwarten. Denn leider sind Frauen und Schwarze in diesem Genre bis heute deutlich unterrepräsentiert. Schwarze Frauen, Intersektionalität lässt grüßen, sind noch einmal seltener.</p>
<p>Aus diesen denkbar schlechten Ausgangsbedingungen macht Whedon dennoch einen erfrischenden Film. Sowohl Romanoff, als auch Hill laufen die meiste Zeit in Ganzkörperanzügen herum, statt in die üblichen sexualisierenden Stoffreste gesteckt zu werden. Anders als die meisten Kostüme sind diese sogar so robust, dass sie den ganzen Film lang nicht zerreissen. Und obwohl die Anzüge wirklich hauteng sind, wird dies nie durch langen Fokus auf Brüste oder Hintern ausgenutzt. Im Gegenteil zu einen Plakat, das dafür zu Recht bereits <a href="http://kevinbolk.deviantart.com/art/Avengers-Booty-Ass-emble-270937785" target="_blank">parodiert</a> wurde. Immerhin gibt es auch <a href="http://www.impawards.com/2012/avengers_ver14.html" target="_blank">vernünftige Plakate</a>.</p>
<p><a href="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/05/avengers.png"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/uploads/2012/05/avengers-287x450.png" alt="Oben das offzielle Plakat von The Avengers, unten die Parodie in der alle Superhelden ihren Hintern präsentieren" title="The Avengers" width="287" height="450" class="aligncenter size-large wp-image-29808" /></a><br />
Ausgewogen ist auch die weitere Entwicklung der beiden Charaktere. Manchmal müssen sie gerettet werden, dann retten sie sich selbst und manchmal retten sie Männer. Damit sind sie auch tatsächlich in die Handlung eingebunden, statt deplatziert die unnütze Quotenfrau zu geben. Dass Black Widows Fähigkeiten Gedanken zu lesen und Menschen zu manipulieren klischeehaft sind, dämpft den Spaß zwischen ihren beeindrucken Kampfszenen leider etwas.</p>
<p>Dennoch macht der Film Spaß. Die Actionszenen sind gut choreografiert und übersichtlich (*hust* Michael Bay *hust*). Die Charaktere, von denen einige schon in eigenen Filmen vorgestellt wurden, werden weiterentwickelt, doch auch „Neugucker_innen“ kommen mit. Von Tony Stark (Robert Downey Jr.) und Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) abgesehen verzichtet der Film zum Glück auf eine Romanze – immer eine gute Entscheidung, bevor sie aufgesetzt und hineingequetscht wirkt.</p>
<p>Ein feministischer Film ist <em>The Avengers</em> leider noch lange nicht, doch aus äußerst sexistischen Ausgangsbedingungen holt Whedon einen relativ unsexistischen Film heraus. Dass er trotzdem so großen Erfolg hatte und <a href="http://www.csmonitor.com/The-Culture/2012/0507/Women-and-3D-help-The-Avengers-set-box-office-record" target="_blank">besonders viele Frauen</a> in die Kinos holte, gibt den Studios hoffentlich zu denken. Vielleicht schafft Whedon es dann endlich, auch <a href="http://www.bleedingcool.com/2011/08/05/what-if-male-superheroes-posed-like-wonder-woman-on-the-david-finch-justice-league-cover/" target="_blank">Wonder Woman</a> wieder auf die große Leinwand zu holen – als Avenger oder sogar in einem eigenen Film.</p>
 <p><a href="http://maedchenmannschaft.net/?flattrss_redirect&amp;id=29807&amp;md5=9e1bb872f0bd87b89675a447d847ecb5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://maedchenmannschaft.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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