Essen, Fußball, Horrortussis – kurz verlinkt

von der Mädchenmannschaft
Dieser Text ist Teil 246 von 334 der Serie Kurz notiert

Deutschsprachige Links

Die behindert und verrückt feiern Pride Parade Berlin ist nicht parteien- oder institutionsgebunden. Wir benötigen daher Unterstützung finanzieller Art, um die Parade und die begleitende Kampagne durchzuführen.“ – so der Aufruf der Organisierenden.

Die politischen Dimensionen des Essens werden derzeit an der Uni Erfurt im Projekt „Das Essende Subjekt“ erforscht. Radio F.R.E.I. hat mit der Amerikanistin Nina Mackert über die politischen Dimensionen von Körper und Essen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Vorstellungen gesprochen.

Der Deutschlandfunk sendete einen Beitrag über den zunehmenden Antisemitismus deutscher Intellektueller.

[Inhaltshinweis: Antisemitismus, Rassismus] Erst vor kurzem schrieb Charlott unter anderem über den Zusammenhang von Fussball und Nationalismus; beim WM-Spiel der deutschen gegen die ghanaische Mannschaft gab es dann kein Halten mehr: „Sixt“ schaltete eine rassistische Werbeanzeige, deutsche Fußballfans zeigten sich in Blackface, und auf Twitter gab es einige rassistische Äußerungen. Der DFB überklebte währenddessen lieber erneut ein Anti-Rassismus-Plakat in einem Stadion. Das Time Magazine kontextualisiert die Vorfälle (auf Englisch).

Die lesbische Künstlerin und visuelle Aktivistin Zanele Muholi aus Südafrika spricht im Interview mit dem Freitag über ihren Aktivismus, ihre Kunst und über rassistische und hetero_sexistische Gewalt.

Meredith Haaf analysiert in ihrem Essay sehr treffend die verfehlte Feminismusdebatte (TM) und die Erfindung der „Horrortussi„. Den feministischen Debatten in der Öffentlichkeit fehlt es an Radikalität.

Die aktuelle Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 ist draussen – mit einem Schwerpunkt zu der 2012 verstorbenen Feministin Sulamith Firestone, inklusive eines Nachrufs von Susan Faludi.

Im Tagesspiegel wird Maria Wersigs Buch zum Ehegattensplitting besprochen, und einige der sich um eben jenes rankenden Mythen (wie beispielsweise, dass es bei der Einführung eben dem Zeitgeist entsprochen hätte) werden als eben solche entlarvt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet über die Flüchtlingsfrauenkonferenz und die Probleme, vor die geflüchtete Frauen oftmals gestellt sind.

englischsprachige Links

Warum die Darstellung unterschiedlicher Körper(formen) in den Medien wichtig ist – und Orange Is The New Black vorbildlich voran geht, wird in der Huffington Post besprochen.

Lindsey Dennis ärgert sich bei Feminspire über die heteronormativ-androzentrisch verengte Perspektive, die sehr oft auf das Thema Safe(r) Sex gerichtet wird.

[Inhaltswarnung: Cis-Sexismus, Gewalt, Folter, Mord] Es gab wieder einen Mord an einer trans* Frau of Color.

„Hör auf mich zu unterbrechen.“ „Das habe ich gerade gesagt.“ „Das braucht keine Erklärung“: Diese drei Sätze sollten alle Frauen lernen, schreibt Role Reboot.

Eine Studie hat herausgefunden, dass Richter, die mindestens eine Tochter haben, häufiger dazu tendieren ihre Entscheidungen an Frauenrechten zu orientieren. Es gibt viele Erklärungsfaktoren für diese Wahl, aber am plausibelsten erscheint, das sich die Lebensrealitäten von Frauen, den eigenen Töchtern, und der gesellschaftlichen Ungleichbehandlung ihre Wahrnehmungen prägen.

Discover Football organisiert die international Kampagne Moving Perspectives zu Frauenfußball und Empowerment zur WM in Brasilien. Sie werden im Zeitraum vom 25. Juni- 13. Juli in Rio de Janeiro vor Ort sein und vom 3.Juli bis 7. Juli von Fußball- und Menschenrechtaktivistinnen, sowie Journalistinnen aus Argentinien, Brasilien, Ghana, Iran, Kamerun, Kanada, Mexiko, Nigeria und Uruguay unterstützt. Dazu gibt es auch ein Blog.

#BringBackOurGirls: Boko Haram entführte nun dutzende weitere junge Frauen – Al Jazeera berichtet.

Termine in Berlin, Freiburg, Münster, Wien

Am 26.06. in Berlin: Kundgebung gegen das verschärfte Abtsreibungsrecht in Spanien.
Am Wochenende finden in Berlin im Rahmen der Reihe „Berlin Calling“ zwei Diskussionsveranstaltungen zu den Gezi-Protesten statt. Am Freitag (27. 06.) geht es um die städtebauliche Verdrängungspolitik und der Frage nach dem Zugang zu Ressourcen. Der Samstag (28. 06.) handelt von der Rolle der LGBT*-community und der Frage nach dem antimuslimischen Rassismus im Kontext der deutschen Rezeption.

Vom 27. bis 29.06. lädt Hollaback! Berlin ein zur Ausstellung „My Name is Not Baby!“: Im Rahmen des Festivals 48 Stunden Neukölln zeigen die Künstlerinnen Tatyana Fazlalizadeh und Noah Sow kreative Formen und Strategien kollektiven Widerstands. Hier geht’s zum Facebook-Event.

28.06. in Wien: Releaseparty zur Fiber-Ausgabe #24, Motto: Boykott.

03.07. an der Uni Freiburg i.Br.: „Inters*x-Genitalverstümmelungen & Widerstand – Geschichte & Gegenwart“, Vortrag und Diskussion mit Markus Bauer und Daniela Truffer.

Am 5. 7. in Münster: ein Queerfeministisches Sommerfest!

Der Call für den geplanten Sammelband über den Eurovision Song Contest zwischen Camp, Trash, Geschlecht und Nation wurde bis 6. Juli 2014 verlängert.

 




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Eintrag geschrieben: Mittwoch, 25. Juni 2014 um 9:00 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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Ein Kommentar

  1. anonyma sagt:

    Die Sixt-Anzeige ist von 2010, aber das macht sie natürlich nicht besser :(
    http://www.shortnews.de/id/838120/autovermieter-sixt-warb-zur-fussball-wm-mit-rassistischer-anzeige