Es geht ums Geld, Kinder. Ums Geld.

von Helga

Bisher hieß es häufig, Frauen seien weniger risikofreudig als Männer bei der Geldanlage oder investierten es einfach mehr in Schuhe. Eine neue Studie zeigt, dass die Gründe dafür nicht biologisch sind.

Vielmehr haben Frauen oft weniger Einkommen und Vermögen. „Bei gleichen finanziellen Grundvoraussetzungen zeigen Männer und Frauen die gleiche Neigung zu riskanten Anlageprodukten“, sagt Nataliya Barasinska, Mit-Autorin der Studie. […] oft sind gerade riskantere Anlagemöglichkeiten erst dann sinnvoll, wenn ein gewisser Kapitalbetrag eingesetzt wird – das liegt etwa an hohen Gebühren zur Depotführung und am hohen Nominalwert vieler Wertpapiere.

Teilzeitarbeit, Karriereaussetzer, eine letzte unerklärte Lücke, aber die Unterschiede im Geldbeutel beginnen bereits im Kindesalter. Jungen erhalten mehr Taschengeld als Mädchen, berichtet die Zeit.

Während Jungs durchschnittlich 19,08 Euro im Monat bekommen, müssen sich Mädchen im Schnitt mit 16,13 Euro begnügen.




Tags: , , ,

Eintrag geschrieben: Donnerstag, 3. Dezember 2009 um 20:01 Uhr unter Familien_politik, Ökonomie. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



Anzeige



15 Kommentare

  1. Udo sagt:

    Interessant, die Behauptung die zu Beginn und während der Finanzkrise von Schwarzer und der SPD verbreitet wurde das mit mehr Frauen in den Führungsetagen die Spekulationen nicht so weit getrieben worden wären, und es somit keine Finanzkrise gegeben hätte ist damit wohl ebenfalls wiederlegt. Das Vorurteil Frauen könnten Geld nicht so gut anlegen wie Männer wohl ebenso.

    Wobei es mich interessieren würde ob auch die investierte Gesamtsumme und der Anteil der Aktien am Gesamtinvestment verglichen wurde (bei gleicher Vermögenslage von Männern und Frauen), darüber gibt die Pressemeldung leider keine Auskunft und es wäre wichtig zu wissen.

    So und noch eine Nachricht für alle die es noch nciht gehört haben:

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärte die deutsche Praxis den Vater eines unehelichen Kindes vom Recht auf die Beantragung eines Sorgerechts auszuschliessen, und die Entscheidung über das Sorgerecht der Mutter zu überlassen mit 6 zu 1 Stimme für menschenrechtswiedrig.

    http://www.focus.de/finanzen/recht/strassburger-urteil-mehr-rechte-fuer-vaeter-zum-wohl-der-kinder_aid_459951.html

    http://www.welt.de/politik/article5413324/Ledige-Vaeter-siegen-triumphieren-koennen-sie-nicht.html

    Das Bundesverfassungsgericht sah das 2003 noch anders, die Mutter hätte wohl „schwerwiegende Gründe“ wenn sie ein gemeinsames Sorgerecht ablehne, ihr eine unanfechtbare Entscheidungsgewalt in die Hände zulegen, sei somit in Ordnung.

  2. Kathrin sagt:

    „So und noch eine Nachricht für alle die es noch nciht gehört haben: “

    Einfach mal beim Thema bleiben ;)
    (Nur noch 3x Schlafen, dann ist schon „Selbermach-Sonntag“)

  3. Susanne sagt:

    @ Udo: Kathrin hat es zwar gerade schon geschrieben, aber auch noch mal von uns: Bitte beim Thema des Threads bleiben, das schaffen alle anderen auch. Den Selbermach-Sonntag habt ihr ganz für euch, für eure Themen, Gedanken und Links.

    Und natürlich auch gerne immer Hinweise, Themenvorschläge oder Gastkommentare an mannschaftspost(at)web.de.

    Danke.

  4. Udo sagt:

    Sry, wollte das nur eben im Rahmen meines Beitrags verlinken da ich es für eine sehr wichtige Entscheidung halte, soll nicht wieder vorkommen.

  5. Hanna sagt:

    Danke für die Links zu den Geldgeschichten, vor allem das mit dem Taschengeld finde ich interessant!
    Aber noch mal kurz avT: Das ist wohl einer der eher seltenen Momente, in denen ich mit Udo einer Meinung bin. Das war heute wirklich eine wichtige Entscheidung und ich hatte schon den Tag über immer mal wieder hier vorbeigeschaut, um zu sehen, ob Ihr hierzu was schreibt. Ich weiß es gibt den Sonntag, aber heute ist Donnerstag, da ist es noch soo lange hin. Und ich verstehe auch, dass Ihr einfach nicht die Zeit habt unter der Woche nebenher so eher ungeplante Ereignisse in längeren Ergüssen zu kommentieren, aber vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, dann ganz kurz in einem Satz auf das Ereignis zu verweisen und dann erst mal einfach den Kommentaren freien Lauf zu lassen, nur eben geordnet. Ist nur so ein Vorschlag.

  6. Rabenmutter sagt:

    um off topic zu bleiben,
    ich hatte das schon um 14h05 gepostet gestern, und sogar in einer Diskussion, in die es inhaltlich passt (das Väterbild ist negativ geprägt). Ist dort aber niemandem aufgefallen außer Freundchen…
    und hier auch nochmal der Link zum Urteil:
    http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=2&portal=hbkm&action=html&highlight=&sessionid=38681386&skin=hudoc-pr-en

  7. Morjanne sagt:

    Das mit dem Taschengeld finde ich ja sehr interessant… Krank, irgendwie. Wie kommt denn sowas zustande? Irgendwie dachte ich, dass Eltern zumindest bei so Oberflächlichkeiten wie Geld eine gewisse Gleichheit betreiben.

    Aber gut, ich habe drei Schwestern, mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten :)

  8. Marcie sagt:

    Wurde bei der Taschengeldbefragung eigentlich auch Faktoren wie Anteil an der elterlichen Telefonrechnung berücksichtigt oder nur was es „bar auf die Kralle“ gibt?

  9. Lori sagt:

    @Marcie: Wenn du Klischees produzieren willst, bist du hier glaube ich nicht richtig …

    Gewundert über diese Taschengeldsache habe ich mich auch schon, schade dass das bei der Studie nicht untersucht wurde.

  10. Lori sagt:

    vergessen beim obrigen kommentar:
    „Gewundert über diese Taschengeldsache habe ich mich auch schon, [warum Jungs mehr kriegen als Mädchen], schade dass das bei der Studie nicht untersucht wurde.“

  11. Helga sagt:

    @Hanna: Manchmal ist leider einfach keiner tagsüber an einem Rechner, von dem aus man seine Privatsachen regeln kann. Wir freuen uns auch über Leute, die mitschreiben wollen:
    http://maedchenmannschaft.net/maedchenmannschaft/

  12. Anna sagt:

    Nur mal ergänzend zu Helga, ich hab gerade die Befürchtung, dass das vielleicht nicht ganz klar sein könnte: Mit „Privatsachen“ ist die Mädchenmannschaft gemeint…

    Anna, die – kaum zu glauben – sowohl gestern als auch heute sogar an gar keinem Rechner war.

  13. Morli sagt:

    …und Spekulationen(also die, um die es im Artikel geht) gehören trotzdem verboten.
    Ich hoffe, ich lese es einfach nur nicht aus dem Artikel herraus.

  14. Helga sagt:

    @Morli: Was meinst Du?

  15. Morli sagt:

    Naja, das Spekulationen, in der Form von „Anlageprodukten“ an Börsen und solch Bullshit, verboten gehören. Ganz egal, ob da mehr Männer als Frauen spekulieren, es ist beides idiotisch.