Eine Woche voller News

von Katrin
Dieser Text ist Teil 19 von 362 der Serie Kurz notiert

Schon wieder Wochenende. Und wieder ist vieles im Netz passiert:

Verhindern anonyme Geburten die Tötung ungewollter Kinder? Eine ellenlange Debatte ließe sich über diese Frage ausbreiten. Der Ethikrat scheint nicht überzeugt zu sein und empfiehlt daher, Babyklappen wieder abzuschaffen, wie die Netzzeitung berichtet.

Vielleicht habt auch ihr diese Woche einen Fernsehbericht über Sarah Palins neueste Tour durch Amerika gesehen: Stets ihren behinderten Sohn hyperaktiv seine Ärmchen wedelnd in die Kamera zeigend? – nein? Nicht schlimm – im Guardian hat Jessica Valenti das Come-Back der Hockeymom für euch zusammengefasst.

„Nothing tastes as good, as skinny feels,“ so lautet – nach eigenen Angaben – das Motto von Model Kate Moss. Auf Feministing kann Jessica dazu nur zu Protokoll geben:

„For the record, here are some things that taste better than skinny (or any weight) feels: Lasagna, cheesecake, nachos, fresh guacamole, grilled cheese, hot chocolate on a cold day, peanut butter, mashed potatoes, mozzarella, oh my god now I’m really hungry. Gotta go eat.“

Oho – das Bundesverfassungsgericht meldet sich wieder einmal in Sachen „Ehe“ zu Wort: vielleicht könnte es nötig sein, das Ehegattensplitting endlich auch für homosexuelle Paare zuzulassen. Spiegel Online schreibt dazu:

„Wenn auch Paare, die in der Regel keine Kinder aufziehen, in den Genuss einer Leistung kommen, die immer noch als ein Segen für die Familien gilt, dann könnte das der berühmte Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt. Das Gewähren von Steuervorteilen auch für homosexuelle „Ehe“-Paare könnte zugleich das Ende dieser Privilegien einläuten.“

„Ups, I did it… „ – tja: Bei Britney Spears und Madonna standen die Leute drauf, als sie sich bei den MTV Music Awards küssten. Und wer nicht drauf stand, der wäre trotzdem nicht auf die Idee gekommen, die beiden von irgend etwas auszuladen. Anders erging es Adam Lambert: Er simulierte (!) Oralsex mit und küsste seine Bandmitglieder. Also lud ihn ein TV-Sender aus, wie ebenfalls auf Spiegel Online zu lesen ist. Könnte etwas mit der sexuellen Orientierung des Sängers zu tun haben.

Dabei ist Homosexualität etwas ganz Natürliches, wie uns auch ein Professor der Geschichte der Biowissenschaften erklärt, und zwar auf den Seiten des Humanistischen Pressedienstes. Mehr noch: Homo- und Bisexualität sind sogar evolutionär äußerst wichtig.

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,663266,00.html#ref=rss



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Eintrag geschrieben: Freitag, 27. November 2009 um 15:47 Uhr unter Verlinkt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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8 Kommentare

  1. Miriam sagt:

    Warum werden in dem Beitrag über die Natürlichkeit von Homosexualität eigentlich nur männliche Beispiele genannt? Es ist doch immer wieder die gleiche Leier, weibliche Homosexualität wird nicht ernst genommen…

  2. Udo sagt:

    Er zeigte Bilder von homosexuellen Männern weil er aufzeigen wollte das sich der Umgang mit selbigen im Laufe der Zeit gewandelt hat, und durch reliogiöse Verbote homosexuelle sich quasi verstecken mussten, anders als in der Vergangenheit wo schwule wie Alexander der Große, Archilles etc hoch geachtet wurden.

    Welche Bilder weiblicher homosexueller hätte er denn da zeigen können um einen ähnlichen „Aha“ Effekt auszulösen?

    Ausserdem hat er auch von homosexuellen Frauen gesprochen, zum Beispiel das da die genetische Veranlagung geringer zu sein scheint.

  3. Miriam sagt:

    Ja, genau Udo, er gibt Beispiele, die einen Aha-Effekt auslösen und das liegt daran, dass weibliche Sexualität nicht ernst genommen wird… Weibliche Homosexualität war nie explizit verboten in Deutschland, warum wohl nicht? Und sie ist nach wie vor nicht so sichtbar wie männliche Homosexualität.

  4. maria sagt:

    zu lambert muss ich durchaus sagen, ich hab was gegen (simulierten) oralverkehr auf der bühne. und ob der hetero oder homo ist, ist mir dabei ziemlich egal. das ist definitiv eine art von kunst/ausdruck, die sich mir nicht erschliesst.
    aber clever gespielt. die pr war sicher.

  5. Udo sagt:

    @Miriam

    „Ja, genau Udo, er gibt Beispiele, die einen Aha-Effekt auslösen und das liegt daran, dass weibliche Sexualität nicht ernst genommen wird…“

    Nochmal: Er zeigte Bilder von homosexuellen Männern weil er aufzeigen wollte das sich der Umgang mit homosexuellen im Laufe der Zeit gewandelt hat, von Verehrung unabhängig der sexuellen Identität bis zur Verachtung allein aufgrund der sexuellen Identität.

    Welche Bilder weiblicher homosexueller hätte er denn da zeigen können um einen ähnlichen “Aha” Effekt auszulösen? Ich bitte um Beispiele die an Alexander den Großen und Archilles heranreichen können, danke.

    „Weibliche Homosexualität war nie explizit verboten in Deutschland, warum wohl nicht? Und sie ist nach wie vor nicht so sichtbar wie männliche Homosexualität.“

    Eine mögliche Antwort auf deine rhetorische Frage hast du im letzten Satz unbeabsichtigt selber gegeben. Und wenn deine Aussage über das Verbot welches niemals Frauen explizit betraf zutriff: Gut für die Frauen, dieses „ernstnehmen“ der männlichen Homosexualität hatte nämlich niemals positive Konsequenzen für die Betroffenen.

  6. Udo sagt:

    Nur mal kurz zu dem Spiegelbericht/kommentar:

    „Das Gewähren von Steuervorteilen auch für homosexuelle “Ehe”-Paare könnte zugleich das Ende dieser Privilegien einläuten.“

    Das sagt schon einiges wenn dem denn so wäre…Kinderlose heterosexuelle Paare bekommen es immer noch ganz selbstverständlich, ohne das man es mal an die Bedingung „Kinder haben“ knüpft, aber wenn homosexuelle Paare es nun auch bekämen (die vielfach ja auch Kinder adoptieren wollen) dann läuft das Fass über…schon klar.

  7. Miriam sagt:

    Ja, Udo, homosexuelle Frauen hatten es, was die Strafbarkeit ihrer sexuellen Orientierung angeht, lange Zeit in Deutschland besser als die Männer, das habe ich nie bestritten.

    § 175
    (1) Ein Mann, der mit einem anderen Mann Unzucht treibt oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft.
    (2) Bei einem Beteiligten, der zu Zeit der Tat noch nicht einundzwanzig Jahre alt war, kann das Gericht in besonders leichten Fällen von Strafe absehen.
    Fassung vom 1. September 1935

    Aber warum muss man nur die Unzucht unter Männern unter Strafe stellen? Das mag sich für dich so anhören, als würde ich hier fordern, dass Frauen doch bitte genauso schlecht behandelt werden sollen wie Männer. Dass das Quatsch ist, brauche ich dir hoffentlich nicht zu erklären. Etwas nicht zu verbieten bedeutet aber eben, dass es als „harmlos“ angesehen wird, und das finde ich schon einen sehr interessanten Aspekt. Und nochmals, dass nur Beispiele von männlichen Homosexuellen gegeben werden (können), zeigt mMn, dass diese qua Geschlecht in der Geschichte eine größere Rolle spielten und es bei berühmten Männern auch häufiger bekannt ist, wenn sie schwul sind/waren. Zwei Frauen der Zeitgeschichte, die zusammenleben oder eine sehr innige Beziehung pflegen, haben nie den Argwohn geweckt wie zwei Männer, die dies taten. Natürlich hatten es Lesben dadurch einerseits viel leichter, aber andererseits fehlt es heute, da Homosexualität kein Tabu mehr ist, den homosexuellen Frauen an Identifikationsfiguren und Rollenvorbildern. Und auch der Umgang mit homodsexuellen Frauen hat sich gewandelt und ich finde schon, dass man in einem solchen Vortrag durchaus beide Seiten beleuchten sollte, weil es eben auch in der Geschichte einen Unterschied gemacht hat, ob man männlicher oder weibliche HomosexuelleR war.

  8. Udo sagt:

    „oder sich von ihm zur Unzucht mißbrauchen läßt, wird mit Gefängnis bestraft.“

    Besonders dieser Teil ist ja extrem krank…

    „Und nochmals, dass nur Beispiele von männlichen Homosexuellen gegeben werden (können), zeigt mMn, dass diese qua Geschlecht in der Geschichte eine größere Rolle spielten und es bei berühmten Männern auch häufiger bekannt ist, wenn sie schwul sind/waren.“

    Da stimme ich dir zu, nur ich bezog mich ursprünglich auf deinen ersten Beitrag in dem sinngemäß stand der Referent würde weibliche Homosexualität nicht ernst nehmen da er nur männliche Beispiele gab, und du sagst es ja selber, es gab keine so bedeutenden von denen man es wusste.

    „Etwas nicht zu verbieten bedeutet aber eben, dass es als “harmlos” angesehen wird, und das finde ich schon einen sehr interessanten Aspekt.“

    Ich habe dafür auch keine wirkliche Erklärung, nur mögliche Ansätze, die sich gegenseitig verstärken, und die da wären

    – Der Geschlechtsverkehr unter Schwulen wurde als schmutziger und damit verachtenswerter angesehen, als der unter Lesben
    – Schwule sind wie von dir erwähnt stärker sichtbar, stehen häufiger zu ihrer Ausrichtung und zeigen dies auch offener als Lesben
    – Es ist anzunehmen das es doppelt so viele Schwule wie Lesben gibt ( http://www.lsvd.de/233.0.html Interessant ist das diese Zahlen auch mit der im Vortrag genannten doppelten genetischen Veranlagung korrelieren )

    – Möglicherweise fanden viele Machthaber den Gedanken an zwei Frauen die miteinander schlafen und sich küssen sehr erotisch, während sie sich von Schwulen sexuell bedroht fühlten.