Eine spannende Woche – kurz verlinkt

von Katrin
Dieser Text ist Teil 48 von 358 der Serie Kurz notiert

Wir haben vor kurzem auch hier sehr intensiv über die Quote (bei den Grünen und allgemein) diskutiert. Nun melden sich die Frauenbeauftragten der Deutschen Universitäten zu Wort: Weil es immer noch zu wenige Professorinnen gibt, wollen sie eine Quote bei der Besetzung von Professuren, denn: „Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem wir feststellen müssen, dass wir mit Appellen und dem Hoffen auf Bewusstseinsänderung nicht weiterkommen.“ Die Quote soll zeitlich befristet und fächerabhängig gestaltet werden, wie sueddeutsche.de berichtet.

Ebenfalls auf sueddeutsche.de findet sich ein Artikel über eine brisante Debatte in Frankreich, die voller Zündstoff stecken könnte: Präsident Nicolas Sarkozy hat in seiner Rede zur Lage der Nation das Thema „Burkas“ angesprochen – in ziemlicher Schärfe: „In unserem Land können wir es nicht hinnehmen, dass Frauen hinter einem Maschengitter gefangen sind, abgeschnitten von jedem sozialen Leben, jeder Identität beraubt.“ Die Frage ist nun: Muss man diesen Bestandteil der Religion und Kultur einer in Frankreich lebenden Minderheit nicht hinnehmen, gebietet das nicht ein ebenso republikanisches Gebot der Toleranz? Wie viel Einmischung ist erlaubt? – denn einige PolitikerInnen arbeiten schon an einem Gesetz gegen die Burka.

Auf Welt.de gab es spannendes: Eine neue Studie zu unbewussten Vorurteilen bringt ans Tageslicht, dass 70 Prozent der befragten halben Million Menschen Wissenschaft als eine Männerdomäne sehen. Zitat: „„Implizite Stereotypen“ und die Kluft zwischen den Geschlechtern bei den Leistungen in Naturwissenschaften verstärkten sich gegenseitig, resümierte der Psychologie-Professor Brian Nosek von der Universität Virginia die Resultate der Studie.“

Diese Nachricht, welche sich in der Netzzeitung findet, klingt vielleicht ein bisschen banal: In Venedig hat die erste Frau ever den Gondelführerschein bestanden. Es ist aber in Wahrheit ein Knaller, denn seit 900 Jahren ist dieser Beruf fest in Männerhand gewesen! Toi toi toi, liebe Giorgia Boscolo (23)!

Katzenjammer

Auch das gab es vergangene Woche: Die großartige Girl-Band "Katzenjammer" auf der Fusion. (Quelle: Flickr.com/stinker)

Die Wirtschaftskrise führt zu immer mehr Rabattschlachten in vielen Wirtschaftsbereichen. Im Tagesspiegel ist zu lesen gewesen, dass auch Bordelle nun in den Preiskampf einsteigen müssen. Das führt dazu, dass Frauen, wie zum Beispiel Sandra aus Berlin, sich zum Preis von einer besseren Pizza kaufen lassen müssen: „Auf Sandra stolpert ein Mann zu, in der Hand einen Zehn-Euro-Schein und ein paar Münzen. „Mehr hab’ ich nicht“, sagt er, er will feilschen, will wissen, was er dafür bekommt. Sandra klingt beleidigt. Sie sehe doch gut aus. Wenigstens stilecht: weiße Leggins, weiße Stiefel, ein weißes Kunstlederkorsett auf gebräunter Haut. Zehn Euro. Hier in der Gegend, in Berlin-Mitte, bekommt man zwei, drei Bier dafür. Oder ein Eisbein.

WTF? – mein erster Gedanke beim Lesen dieses Artikels auf FR-Online.de. Es geht um den CSD. Und darum, was die durchgeknallte Pius-Bruderschaft (Respekt wäre hier unangebracht) dazu verbreitet, wenn sie sozusagen zur „Gegendemo“ aufruft. Ein paar Schmankerl vielleicht? „Propaganda-Umzug für die sodomitische Sünde“, „Stellt euch auf die Straßen und ruft: ‚Wir wollen nicht, dass unsere Heimat ein Sodom und Gomorrha wird!'“. Völlig durchgedreht ist auch ein Vergleich mit der ach so mutigen Katholischen Kirche im Dritten Reich: „Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!“






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Ein Kommentar

  1. Marcel sagt:

    Hier haben wir es mit einer bereits eingeführten Quote auf nationaler Ebene zu tun:

    http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Frauen-in-die-goldenen-Roecke/story/21727119

    Das Beispiel Norwegen wäre doch einmal eine ausführliche Debatte wert- sehr viel recherchieren kann man da als Otto- nein nein, Emma-NormalverbraucherIn, wolln‘ ja politisch korrekt bleiben, leider nicht- aber Ihr von der Mädchenmannschaft, Ihr könntet das vieleicht!

    Eine Quote aus der Realität. Einschränkendes (und da gäbe es speziell in diesem Fall ein paar Punkte, eher ein Paar) lasse ich mal weg.

    DAS wär mal n‘ Thread!