Ein queer_feministisches Festival trotz*t den Verhältnissen: Das Antifee in Göttingen

von Magda

Ein queer_feministische Festival trotz*t den Verhältnissen: Alle Jahre wieder findet das Antifee in Göttingen statt. Das Antifee ist ein selbstorganisiertes Festival, welches dieses Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Am 6. und 7. Juni wird es auf dem Campus beim Blauen Turm eine bunte Mischung aus Party & Politik geben.

Antifee 2014

Bisher bestätigt sind u.a. Workshops zu Safer Sex, Bisexualität, antimuslimischen Rassismus, Graffiti oder eine fette Empowerment Diskussion. Auf der Bühne rocken unter anderem Rae Spoonfriend crush, Bad Kat und Leah King.

Die Orga-Gruppe hat sich viele Gedanken um Barrieren gemacht und wie diese etwas abgeschwächt werden können. Gesucht werden auch noch Helfer_innen: Wenn ihr euch vorstellen könnt, eine Sicherheitsschicht zu übernehmen, schreibt bitte an ansprechgruppe [at] antifee.de




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Eintrag geschrieben: Montag, 2. Juni 2014 um 9:15 Uhr unter Terminkalender. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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7 Kommentare

  1. IfGbsG sagt:

    Wir tauchen noch nicht in dem Programm auf, werden auf dem Antifee aber auch einen Workshop geben, am Freitag nachmittag wahrscheinlich von 16-19:00.

    Hier unsere Ankündigung:

    CHALLENGING RAPE CULTURE – DIE VERGEWALTIGUNGSKULTUR HERAUSFORDERN UND ÜBERWINDEN

    Sexuelle Gewalt ist weit verbreitet, davon Betroffene gibt es überall. Solidarität und Unterstützung für sie ist rar. Täter gibt es in allen Gesellschaftsgruppierungen; zur Verantwortung gezogen werden sie in den seltensten Fällen.

    Das, was das möglich macht, wird oft als „Rape Culture“ –
    Vergewaltigungskultur – bezeichnet: eine Kultur, in der das Wegschauen und Verharmlosen, das BEschuldigen der Betroffenen und das ENTschuldigen der die sexuelle Gewalt ausübenden Personen üblich und akzeptiert ist.

    Wir schauen in unserem Workshop zunächst den derzeitigen Stand der Dinge an: wie sieht in Gesellschaft und Justiz der Umgang mit sexueller Gewalt aus. Welche Ansätze zur Verbesserung gibt es bereits? Danach wollen wir mit euch zusammen überlegen, wo wir konkret ansetzen können, um Änderungen zu bewirken.

    Ladiez* only

  2. Maria-Luisa sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage. Normalerweise weiss ich ganz gut was Sternchen, Gap usw. bedeuten, aber bei „trotz*t“ bin ich unsicher. Kann jemensch weiterhelfen?
    Vielen lieben Dank

  3. Magda sagt:

    hey marie-luise,

    ich nehme an, dass das als wortspiel gemeint ist: das antifee *trotzt* den verhältnissen und findet statt *trotz* der bestehenden verhältnisse.

    gruß
    magda

  4. mäks* power sagt:

    hey IfGbsG

    super wichtiges thema udn ich finds super dass ihr_du einen Workshop dazu anbietet! ich bin mir grad nicht sicher was ladiez* bedeutet?
    weiblich positionierte Menschen?
    Menschen mit weiblicher erstsozialisation?
    cis*frauen?

    sprich:
    sind trans*Menschen willkommen?
    sind ALLE trans*Menschen willkommen?

    das wäre wichtig in dem aufruf zu klären, würde auch bestimmen ob ich kommen würde zB, von was für einem (evtl. essentialsitischen) geschlechtsverständnis da ausgegangen wird, ob ich mich in so einem Raum sicher fühlen kann

    mäks* power

  5. IfGbsG sagt:

    Hallo mäks* power,

    danke für deine Anfrage : ) . Du hast recht, „ladiez*“ ist etwas unklar. Wurde ein bisschen in der Hoffnung geschrieben, dass die Einzelnen für sich festlegen, ob sie sich da zuordnen. Aber diese Unklarheit schafft wohl doch eher Unsicherheit, deswegen haben wir uns darüber nochmal abgesprochen. Ergebnis ist, dass der Workshop für alle offen ist, die sich nicht männlich identifizieren. Grund dafür ist, dass wir einen Schutzraum für diejenigen schaffen wollen, die sich ohne Männer wohler fühlen.

    Wir überlegen allerdings, bei künftigen Veranstaltungen/Workshops auch Transmänner einzuschließen. Feedback dazu ist willkommen, hier oder auf dem Antifee-Festival.

    viele Grüsse,
    Gunhild

  6. orios sagt:

    Hi,

    zu dem „trotz*t“:

    Ich denke im Falle des antifees bezieht sich das trotzen nicht ausschließlich auf die etwas abstrakteren gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern ganz konkret auch auf die im vergleich zu den Vorjahren veränderte (hochschul)politische Situation.
    Vielleicht ist wem aufgefallen, dass in der Partner*innen-Liste der AStA der uni Göttingen nicht auftaucht. Das liegt daran, dass nach den wahlen im Januar der neue ASta die unterstützung für das antifee aus dem Haushaltsplan gestrichen hat und ein Verbinder den Posten des Finanz-Referenten inne hat. Schlimm genug, wurde auch von der Fachschaftsräte-Versammlung aus vorgeschobenen Gründen („angeblich sollen da gewisse studenten nicht willkommen sein, warum?“, „wieso seid ihr nicht vor dem rechten AStA auf die Knie gefallen und habt geld beantragt (das btw schon verplant war und saztungs-technisch nicht hätte bewilligt werdne können, von den politischen Implikationen mal abgesehen), damit sich der AStA das auf die fahnen schreiben kann?“) eine finanzielle Unterstützung verweigert.
    ja, soviel zum lokalkolorit an der Uni göttingen. das Antifee findet trotzdem statt, freut sich aber vermutlich um so mehr um jede Form von Support.

    viele grüße aus göttingen

  7. Magda sagt:

    hallo gunhild,

    beim thema sexualisierte gewalt und rape culture trans*männlichkeiten auszuschließen finde ich stark kritikwürdig. gerade bei diesen themen muss raum geschaffen werden für *alle* frauen_lesben_trans*.

    ich fänd es gut, wenn dazu innerhalb eurer gruppe noch einmal diskussionen stattfinden.

    magda