Drag Queens setzen sich zur Wehr

von Magda

Das hätten die beiden betrunkenen Halbstarken wohl nicht erwartet: Als Dean Gardener (19) und Jason Fender (22) Ende August in in der Innenstadt von Swansea in South Wales auf offener Straße zwei Drag Queens beschimpften und dann auch noch eine von beiden ins Gesicht schlugen, setzten sich die beiden gekonnt zur Wehr – denn das Hobby der Draq Queens ist Kickboxen Kampfsport (genauer: Mixed Martial ArtsDanke für den Hinweis, steve the pirate).

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Völlig überrascht von der Gegenwehr lagen Gardener und Fender erst einmal flach und wurden dann von der Polizeit aufgelesen während die beiden Drag Queens sich ihre Handtaschen schnappten und weitergingen. Gardener und Fender bekamen vier Monate auf Bewährung und eine nächtliche Ausgangssperre.

Tja, unverhofft kommt (glücklicherweise) oft.

Das Video findet ihr auf dailymail.co.uk.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 9. Oktober 2009 um 2:27 Uhr unter Gewalt. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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14 Kommentare

  1. Etwas Ähnliches ist mir zu Anfang meiner Verwandlung auch passiert. Ich lebte schon als Frau, sah aber doch noch recht männlich aus.

    Eines Abends wurde ich von zwei Südländern, vermutlich Türken, übel beschimpft, was mir schrecklich peinlich war, weil meine Lebensgefährtin bei mir war und das mit anhören mußte.

    Die beiden Jungs konnten an diesem Abend etwas hinzulernen: Nur weil ich Frauenkleider trage, verliere ich dadurch kein bisschen meiner ehemals männlichen Stärke und meiner Fähigkeiten. Ich bin Kriminalbeamtin und konnte die Situation beruhigen. Damit hatten die Beiden offenbar nicht gerechnet.

  2. Emily sagt:

    Ich find’s immer gut, wenn solche Idioten eines besseren belehrt werden. *schadenfreu*
    Zwei Jugendliche haben auch mal versucht, meinem Großvater (damals schon 65 Jahre) das Fahrrad zu klauen, als er aus der Kneipe kam. Die haben wahrscheinlich auch nicht schlecht geguckt, als mein Großvater ihnen ein paar aufs Maul gegeben hat.
    Man sollte sein Gegenüber halt nicht unterschätzen, nur weil er/sie älter ist oder Frauenkleider trägt.

  3. steve, the pirate sagt:

    *breit grins*
    Da haben sich die Burschen mit den Falschen angelegt :)

    Ach ja, im Daily Mail-Artikel stand, dass sie „Cage Fighters“ sind, also MMA betreiben. Nur der Korrektheit halber :)

  4. Marcel sagt:

    Geil!

  5. Patrick sagt:

    Es gibt keine „gerechte Gewalt“ oder verdiente Faustschläge.

    Manchmal aber beinahe doch.

  6. Magda sagt:

    Nein, Patrick_2: voellig egal, ob Mann oder Frau – wenn sich Menschen erfolgreich wehren, die aus sozial diskriminierten Gruppen kommen (drag kings, drag queens, queers, transgender…), dann ist das eine erfreuliche Sache, wobei sinnlose Gewalt (auch nur auf Verdacht eines Eingriffs) selbstverstaendlich nicht erfreulich waere. Selbstverteidigung bei solch dreister Anpoebelei und sofortigem Zugeschlage ist absolut legitim. Ob Feminist/in oder nicht, das sollte dir wohl einleuchten.

  7. Patrick sagt:

    Nö, leuchtet mir nicht ein. Ich befürworte Gewalt nicht allein deshalb, weil die Gewalttäter aus diskriminierten Gruppen stammen. Wobei das ja angeblich eine „stag night“ war, also diese Jungs sich nur Kleider anzogen, weil das eben Junggesellenabschied war.

    Wie ich ja aber oben schrieb: „beinahe schon“ – natürlich verspüre ich Genugtuung bei diesem Video.

  8. Emily sagt:

    Ich glaube, Helga meinte, dass es in Ordnung war, dass die beiden sich gewehrt haben, weil sie vorher angegriffen wurden. Deshalb darf man sich darüber freuen, dass sie sich wehren konnten und nicht zu Opfern geworden sind.

  9. Emily sagt:

    Hoppla, ich meinte Magda. Tut mir leid, war keine Absicht. Weiß auch nicht wie das passieren konnte.

  10. Magda sagt:

    moment, ich bezog mich auf einen eintrag, der offensichtlich nun nicht mehr da ist – da wurde ich so hingestellt, als wuerde ich mich schadenfroh ueber die gegenwehr freuen („da freut sich die feministin“). das ist nicht der fall und geht auch nicht aus meinem text hervor. ich sage nur, dass selbstverteidigung in diesem fall legitim sei. und die selbstverteidigung der drags ist mit sicherheit nicht mit der ersten attacke zu vergleichen, da muss man differenzieren.

    danke an emily fuer die klaren worte, so gut konnte ich das zuerst nicht ausdruecken!

  11. Thomas sagt:

    Tja, was ich immer sage : Es ist nie ein Fehler, freundlich, höflich und zurückhaltend zu sein. Man weiß nie, mit wem man es zu tun bekommt.

    Bei diesem Sport z.B. vermisse ich manchmal etwas mehr weibliche Präsenzen. Es sind zwar immer vereinzelt Frauen dabei, ist aber meinem Gefühl nach noch nicht unbedingt die Normalität.

    Dabei gibt es ja auch gute Vorbilder wie z.B. Ina Menzer oder Lisa Kempin.

    http://www.faustkaempfer-mg.de/

    (s.u.)

    Ina Menzer hat sich ihre Siege mehr als verdient. Sie hat damals sehr ausdauernd und hart an sich gearbeitet. „Geschenkt“ bekommen hat sie nichts.

    Und außerdem formt das : Wer boxt, prügelt nicht.

  12. marisa sagt:

    Wenn ihr Lust auf Kick-/Thaiboxen in Berlin mit feministischer Ausrichtung habt guckt unbedingt mal hier vorbei:

    http://www.lowkick-berlin.de/

    Von der Anfängerin bis zur super Fortgeschrittenen sind alle herzlich willkommen. Ich trainier da jetzt seit einem Jahr und lieeebe es. Also traut euch und kommt auch zu ner kostenlosen Probestunde vorbei :-)

  13. Bright sagt:

    @Thomas

    Ich muss dir teilweise widersprechen, ich mache selbst Kung Fu und wir haben einen Frauenanteil von ca. 30% und in anderen Kampfsportkursen ist dies nicht anders, in einigen Kursen ist der Anteil sogar größer (ich mache Uni-Sport). „Vereinzelt“ wäre somit das falsche Wort.

  14. Thomas sagt:

    @Bright : Danke, dass sind gute Informationen und Neuigkeiten !

    Vielleicht liegt es ja an meiner Umgebung und an der Altersstruktur. Ich mache derzeit ein bischen Fitboxen mit, wo der o.g.
    Trainer Waldemar trainiert (nicht mehr so wie früher, sondern nur wg.Spass und ein bischen Fitness), da sind zwar ein paar vereinzelte Frauen, aber da habe ich den Eindruck, für Manche ist es etwas wie amüsantes „Fremdland“. Die ein oder andere habe ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass boxende Frauen in London im 18. Jahrhundert nahezu Normalität waren.

    @Marisa : Ich finde es gut, dafür die Werbetrommel zu rühren ! Ich versuche meine Tochter auch etwas mit dem Thema
    vertraut zu machen. War bisher noch etwas schwierig (Vorschlag kommt vom „Alten“), aber da dies jetzt auch im Schulsport Thema wird,zeigt sie mir schonmal mit Stolz den ein oder anderen Griff. ;-)