Diskussionstermin: Feminismus macht Spaß

von Barbara

Am Mittwoch, den 11. Juni 2008, findet ab 20 Uhr eine Diskussion zum Thema “Feminismus macht Spaß! Welche Anforderungen junge Frauen an die Politik haben” in München, im Oberanger-Theater, statt.

Es diskutieren:

Adelheid Rupp, MdL (Landesvorsitzende der AsF Bayern)
Ulrike Boesser (Stadträtin und Vorsitzende der AsF München)
Meredith Haaf (Journalistin und Co-Autorin des Buches „Wir Alphamädchen“)
Moderation: Eva Wolf (stellv. Vorsitzende der Jusos München)

Beginn: 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr, Oberanger-Theater im Vollmar-Haus, Oberanger 38, München

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17 Kommentare zu “Diskussionstermin: Feminismus macht Spaß”

  1. access denied schreibt:

    Mussw man eigentlich so sehr darauf dringen, dass das alles ein Spaß sei?

  2. jj schreibt:

    Und im Anschluß daran geht die Geschlechterdebatte damm in der ARD weiter…

    http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2008/20080611.php5?akt=1

  3. /ajk schreibt:

    um meine Auffassung vom Feminismus zu verdeutlichen, und warum er mir gar nicht passt, hier der Text einer Feministin die sich Gedanken gemacht hat:

    Astrid von Friesen:
    http://home.arcor.de/trennungsvater/download/Astrid%20von%20Friesen.doc

    /ajk

  4. Penny schreibt:

    @access denied:
    Genau das stört mich auch immer! Und auch, dass alle (außer Alice -)) den neuen Feminismus so toll finden lässt nicht gerade vermuten, dass er nicht wirklich gesellschaftliche Veränderungen erreichen wird. Denn das würde Angst machen und WIderstand hervorrufen. Leider kommt er aber allen furchtbar nett und harmlos vor.
    Und leider, leider nutzt da auch die Verwendung des Wortes “Mädchen” nicht wirklich, etwas zu ändern…. Mädchen muss man halt leider auch nicht so ernst nehmen wie Frauen.

  5. Thomas schreibt:

    @/ajk: danke für den Link, ich hatte diesen nämlich verbummelt.

    Diese Art von Feminismus ist mir auch 30 Jahre vermittelt worden ist und führte bei mir nicht zur vielzitierten “Verunsicherung” oder “Krise” der Männer, sondern einfach zu logischen Entscheidungen und Konsequenzen.

    Oft davon alle Frauen profitiert haben ist sicherlich eine Diskussionsrunde wert. Mehrmals wurde in der Presse ja auch über den Zeugungsstreik u.a. berichtet.

    Glücklicherweise gibt es momentan mehrere gesunde und humane Strömungen zu beobachten.

    Der Feminismus wie wir ihn kennengelernt haben wird abgelöst von einem kommunikativen - auch manchmal recht selbstkritischen wenn Du hier verschiedene Themen und Beiträge ansiehst - wo es Spaß macht und auch kein Gesichtsverlust bedeutet auch mal das eigene Wertesystem zu hinterfragen.

    Die männliche Schuldfrage wird nicht mehr diskutiert, sondern sachliche Ursachenforschung betrieben. Das BMFFSJ stellt selbst dar “Männer solodarisieren sich in der Entgeltgerechtigkeitsfrage mit Frauen”.

    Dieser kommunikative “Feminismus” der nur das Recht auf freie Lebensgestaltung für sich einfordert, kann nur gut sein um Vorurteile abzubauen. Wo ich hier den Link einer mitteleuropäischen Bundespräsidentin gelesen habe die über angebliche “Männerträume” und andere Annahmen angeblich Bescheid weiß (ohne mich gefragt zu haben), da kann ich nur vorschlagen : Mal einfach nachfragen anstatt zu vermuten.

    Selbst unter terres des femmes räumt man mittlerweile ein (hab da auch ein paarmal Kontakte gepflegt) daß auch Männer Opfer von Ehrenmorden und häuslicher Gewalt werden könnten..

    Es tut sich also etwas.

    Wenn alle die Möglichkeit ergreifen zu einer vernünftigen geschlechterpolitischen Debatte ohne “männliches Schuldmonopol” und “feministisches Leidensmonopol”, dann kann nur eine Verbesserung für alle dabei herauskommen.

    Ich will meine “Rolle” auch nicht mehr spielen…

  6. Susanne schreibt:

    @ Penny: Der Umgang mit den jungen Feministinnen lässt aber auch eine umgekehrte Interpretation zu, also dass er klein geredet wird, eben weil Themen angesprochen werden, die eben noch nicht geklärt sind und es immer noch Sachen gibt, für die Frauen kämpfen und kämpfen müssen. Jede und jeder, die “wie niedlich” oder ähnliches geschrieben hat, hätte diesen Platz in der Presse auch dazu nutzen können, die inhaltlichen Fragen anzusprechen.

    Wären nicht zum gleichen Zeitpunkt zwei Bücher mit “Mädchen” im Titel erschienen (die aber im Text beide ausschließlich von Frauen sprechen - es sich also wirklich ausschließlich um eine Titel-Frage handelt) und wäre nicht aus zwei (!) Büchern gleich einen “Mädchen-Trend” gestrickt worden, hätte es in der ganzen Debatte vielleicht auch mal um Inhalte gehen können. Die sind dann aber anscheinend doch irgendwie zu anstrengend und komplex und eben auch nicht ganz so witzig-lockerflockig und ohne ein höheres Maß an Reflexion herunterzuputzen wie zwei Buchtitel. Um es mal polemisch zu formulieren.

    Und dann verstehe ich aber immer noch nicht: Wieso muss man Mädchen weniger ernst nehmen als Frauen? Ich selbst hab mich bis Mitte 20 auch eher noch als Mädchen bezeichnet, weil ich irgendwie mit dem “Frau” nichts anfangen konnte. Aber wer mich bis dahin nicht ernst genommen hat, konnte trotzdem was erleben…

  7. Tobias schreibt:

    @ access denied: Nein, muss man nicht. Das alles ist auch kein großer Spaß.
    Nur ist das Außenbild des Feminismus dermaßen verkniffen, dass man ruhig mal sagen kann, dass der Einsatz für eine gute Sache, für Gleichberechtigung, auch Spaß machen kann.
    Hat ja niemand behauptet, dass alles rosa-flieder-fröhlichfarben ist.

  8. access denied schreibt:

    Naja, ich kann nichts damit anfangen, wenn alles nur ein großer Spaß ist, frei nach dem Motto der Freizeitbeschäftigung und so weiter.
    Aber wirklich was zu ändern, dass ist kein Spaß, dass ist der Kampf gegen Windmühlen, gerade in Dtl, wo Gleichberechtigung ja nicht gerade Tagesordnung ist. So wie heute ja im WDR tatsächlich die Frage gestellt wird, ob nicht Männer inzwischen benachteiligt sind und das trotz der gerade aktuellen Studie, dass Frauen 22% weniger verdienen im Schnitt und nirgends anders so schwer Familie und Job vereinbaren können.
    Und da ist es egal, ob das Feminismus ist oder der Kampf gegen die rassistisch und menschenunwürdig strukturierte Behandlung von Asylbewerbern, gegen Antisemiten oder Antiziganismus usw.
    Wenn man dann natürlich Erfolge erzielt, dass kann einen schon freuen.

    Der Titel “Alphamädchen” ist schon etwas komisch, ich hab das Buch noch nicht gelesen, weil’s das noch nicht in der Bücherei zum ausleihen gab, es soll aber gut sein.
    Allerdings bei “neue deutsche Mädchen”, da hört’s bei mir auf. Das lese ich auch nicht, weil’s schlicht nicht gut sein kann.

  9. SoE schreibt:

    @access denied: Alphamädchen ist ein Wortspiel mit Alphamännchen.

  10. jj schreibt:

    Access Denied,

    “So wie heute ja im WDR tatsächlich die Frage gestellt wird, ob nicht Männer inzwischen benachteiligt sind und das trotz der gerade aktuellen Studie, dass Frauen 22% weniger verdienen im Schnitt und nirgends anders so schwer Familie und Job vereinbaren können.”

    um darin einen notwendigen Widerspruch zu sehen, muß man aber schon ein erstaunlich restriktives ökonomisiertes Weltbild haben.

  11. access denied schreibt:

    Hä?

  12. Jassy schreibt:

    @acess denied: Ich glaube jj meinte damit, dass das Eine das Andere ja nicht ausschließt, denn selbst wenn (und das ist ja nun mal eine Tatsache) Frauen immer noch unverhältnismäßig wenig verdienen, verglichen mit ihren männlichen Kollegen, so kann es doch in anderen Bereichen trotzdem auch zu einer Benachteiligung von Männern (innerhalb des selben Systems) kommen. Beispiel: Benachteiligung der männlichen Schüler, da männliche Leher, also Identifikationsfiguren fehlen und sich die weiblichen Lehrkräfte angeblich nicht so gut in die Jungs reinfühlen können = schlechtere Schulnoten (ich geb das jetzt nur mal so als Beispiel wieder, das ich an der Uni schon des Öfteren gehört habe).

  13. Jassy schreibt:

    @/ajk: Guter Link, regt zu selbstkritischem Denken an! (Was ich bei manchen Debatten leider vermisse)

  14. Goofos schreibt:

    Aus meiner Sicht, finde ich es milde ausgedrückt eine pure Frechheit Feminismus als Spaß zu bezeichnen.

  15. access denied schreibt:

    Zur WDR Sendung:
    Äusserst peinliches, aber ganz im Niveau von Hart aber Fair gehaltenes Theater. Zwei erzreaktionäre Gäste, aber niemand hat sich getraut, dass zu sagen. Stattdessen wurde nur scheinbar amüsiert gegrinst. Deswegen schaue ich solche Sendungen nicht.

  16. jj schreibt:

    access denied,

    das war eine ganz merkwürdige Runde. Konnte der Veranstaltung auch nichts abgewinnen und habe mich verabschiedet als jeder seine Position abgesteckt hatte. Die Dame vom Frauenrat hat übrigens auch gleich von “ökonomischer Macht” angefangen. Und wer war dieser Kappenträger? So jemanden zu einem solchen Thema einzuladen ist schon ein Akt von Männerfeindlichkeit…
    Das Thema hat die Redaktion scheinbar deutlich überfordert. Ab morgen dürfte die Sendung in der ARD Mediathek verfügbar sein, vielleicht gibt es ja doch noch was dazu zu sagen.

  17. Anna schreibt:

    Hier mal eine Zusammenfassung für die, dies nicht gesehen haben, aber dies interessiert (ich fand’s auch alles andere als prickelnd…):
    http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/363/179811/

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