Die Waffen des Sexismus sind billig und schwabbeln

von Meredith

Okay, ich bin ja wirklich alles andere als ein Hillary-Fan, aber jetzt gebührt ihr doch mal ein dickes Shout-Out. Weil einen bestimmten Scheiß nur sie sich bieten lassen muss.
Als die Kandidatin gestern eine Wahlkampfrede hielt wurde sie von einer Gruppe dicker, blöder Blödmänner unterbrochen (huch, war das jetzt Weightism?) Sie hielten ein Schild mit dem Satz „Bügel mein Hemd“ hoch und unterließen es nicht den Satz zu brüllen, bis Clinton das Licht anmachen ließ und den beiden und ihren Eskorten ein recht gelassenes: „Ach, die Überbleibsel des Sexismus – lebendig und fit“ hinterher schickte.

Trotzdem schade, dass Hillary-Gegnern nichts anderes als diese billige Tour einfällt. Es ist ja nicht so, als gäbe es einen Mangel an guten Argumenten.




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Eintrag geschrieben: Dienstag, 8. Januar 2008 um 12:06 Uhr unter Inspiration. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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2 Kommentare

  1. neindanke sagt:

    ich frage mich ja ständig, wovor die Amerikaner mehr Angst haben: vor einer Frau, oder einem Schwarzen als Präsident(in) — dass es Clinton oder Obama werden scheint ja recht sicher… nur welches man als „das kleinere Übel“ ansieht wird interessant…

  2. chris sagt:

    @neindanke: Nunja, es wäre doch ein wenig sehr einfach, den Wahkampf der Demokraten auf „Frau gegen Afroamerikaner“ zu reduzieren. Hillary Clinton war nunmal schon im Weißen Haus, als First Lady. Damit wird sie von der amerikanischen Bevölkerung als Teil der „alten“ Politiklandschaft wargenommen. Barack Obama hingegen wird als Neuanfang gesehen. Ob diese Sichtweise gerechtfertigt ist oder nicht sei erstmal dahingestellt. Aber ich denke diese Betrachtung wird mindestens genauso viel Gewicht haben wie die „Frau gegen Afroamerikaner“-Frage.

    @topic: Es ist wirklich schade, dass eine Politikerin von Hillary Clintons Format sich noch solche Dinge anhören muss. Es ist ja wirklich nicht so, dass sie ihre Kandidatur im Lotto gewonnen hätte. Sie hat dafür wahrscheinlich sogar mehr arbeiten müssen als jeder Mann. Schade, dass es noch immer solche Typen gibt. Aber ich fürchte fast, dass ist mit ein Teil der Meinungsfreiheit :(