Die Trümmerfrauen der Finanzkrise

von Susanne

Laut Financial Times Deutschland sind Frauen die Gewinner der Krise. Weil sie die besseren Finanzexperten seien, kämen sie nun als Trümmerfrauen in die Schaltstellen der Wirtschaft:

(…) Nicht nur, weil Frauen ihrem Gegenüber zuhörten, statt ihm Zahlenkolonnen und Besserwissereien um die Ohren zu hauen. Der Umgang mit Geld sei ein ganz anderer: „Frauen wollen mit Geld die Welt positiv gestalten und sehen seinen Wert weniger als Statussymbol“, sagt Kazemieh. An den Börsen agierten sie gelassener: „Sie haben ein viel besseres Gespür für Risiko.“

Dieses Gespür ist gefragt. Konzepte wie „Financial Wellness“, ein wohldosiertes Risiko, mit dem es sich noch gut schlafen lässt, nicht mehr nur höchstmögliche Rendite. Das passt in die Zeit.

(…)

Jetzt, wo die Finanzwelt in Trümmern liegt, geht es um Krisenmanagement. „Und da“, sagt Schulz-Strelow, „sollten Frauen eine wichtige Rolle spielen“. Wo harte Reformen bevorstehen, sei weibliches Führungspersonal eine gute Wahl. „Sie müssen die Verunsicherung rausnehmen und wieder Akzeptanz herstellen.“ Dafür bräuchte es neben Fachwissen auch Sensibilität und Motivationskünste – über beides verfügten Frauen überdurchschnittlich.






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5 Kommentare

  1. A.M. sagt:

    Sorry, aber ich habe zu häufig dieses Blog gelesen und ihm zugestimmt, um noch zu glauben, dass es dieses „Frauen machen es so, Männer machen es so“ wirklich gibt. Man braucht kompetente Menschen. Ende.

  2. Z.Allomorph sagt:

    Sensibilität. Ach kommt. Positiv gestalten. Zuhören. Oh Gott. Sieht sonst noch wer die rosa Fluffwolken?
    Das sind die gleichen Geschlechtsklischees wie eh und je, bloß in anderer Verpackung. Die Quelle macht das auch nicht glaubwürdiger …

  3. Miriam sagt:

    @ Z.Allomorph: Hast du das Tag zu diesem Beitrag gesehen? „Ist das so?“

  4. Z.Allomorph sagt:

    Ja, habe ich! Und den distanzierten Konjunktiv durchaus bemerkt. Tut mir leid wenn das falsch rüberkam, dass ich mich da ziemlich missverständlich ausgedrückt habe, ist mir hinterher erst aufgefallen.
    Also, nochmal deutlicher: mein Genöle bezieht sich nur auf den Text aus der Financial Times und ist keine Kritik (so weit man bei meinem Kommentar überhaupt schon von Kritik sprechen kann) an Susanne.
    ‚tschuldigung.

  5. Miriam sagt:

    Also ich sehe die rosa Fluffwolken auch, stimme dir da zu, dass die Financial Times mal wieder gaaaanz tief in die Klischeekiste gegriffen hat…

    Ausserdem glaube ich nicht, dass sich die Finanzwelt in 1-2 Jahren noch wirklich an die Bauchlandung, die sie im Herbst 2008 erlitten hat, erinnern wird. Jetzt schreien sie nach einen starken Staat, nach mehr Frauen, die besonnener investieren,… aber sobald die sich wieder berappelt haben, gehts so weiter, wie vor dem Crash…