Die perfekteste Hausfrau

von Anna

Unsere Leserin Julia hat mir heute einen echten Lacher beschert – denn anders als mit Humor kann man die österreichische Kampagne der Spar-Hausmarke splendid wohl nicht ertragen!

Vor allem freute ich mich darüber:

„Verzweifelt, weil Ihre Wäsche nicht strahlt und Ihre Gläser nicht glänzen? Wir verraten Ihnen das Geheimnis von Splendid.
Ihre vier neuen Freundinnen: Splendid-Pulver, Splendid-Konzentrat, Splendid-Tabs und Splendid-Gel heißen sie – jederzeit für Sie da, um Sie tatkräftig zu unterstützen.“

Aber nicht vergessen:

„Auch Männer greifen zu den Splendid Produkten und staunen über Preisvorteile, die sich gewaschen haben.“

Für alle, die noch nicht genug haben, geht’s hier zum TV-Spot.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 5. Oktober 2008 um 14:17 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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9 Kommentare

  1. palü sagt:

    das klingt nach: meine schwester, die polyesther …
    wer bitte denkt sich sowas aus? das ist auch männer beleidigend.

  2. hn sagt:

    ach kommt, nennen wir es einfach 50er-revival-satire

  3. melusine08 sagt:

    LOL – Ich musste gleich an diesen Doris Day Film mit der Waschmittelwerbung denken.

  4. PunPuniChu sagt:

    Ach ja, wie süß.
    Bestimmt unterhält sich die allerallerperfekteste Hausfrau dann auch mit ihrem neuen Geschirrspülmittel *hüstel* verzeihung. Mit ihren neuesten Freundinnen über Schuhe und die neueste Folge von SATC. Hat mir in der Werbung ehrlich gesagt bissel gefehlt.

    Also, (haus)frau ist froh, wenn alles rein und glänzend wird und (berufstätiger) man ist froh, dass das zeuch auch billig ist, schließlich bringt er ja das geld ins haus.

    Boah, das ist echt so abartig, das kann doch nur ne Satire sein. Grade diese Anmerkung alá „Männer findens auch toll weil es ihr Gehalt schont“ is schon fast wieder lustig.

    Aber ich glaube echt, das ist mit Absicht so gemacht (wie schon gesagt wurde – 50er jahre satire). Wirkt auf jeden Fall sehr retro und alles aber der Sinn will sich mir auch nach längerem überlegen nicht erschließen.

  5. Miriam sagt:

    äh, ich kenn mich da zwar auch nicht wirklich aus, aber von dem, wie ich mich an die Trailer im Fernsehn erinnere, erscheint mir diese Werbung als eine Persiflage auf „Desperate housewives“…
    Aber schaut man morgens zwischen 9 und 12 Uhr Fernsehn, dann kann man wirklich sehen, wie es in deutschen Haushalten zugeht, da läuft nur Werbung für Toffifee, Waschpulver, Joghurt ;-) usw. mit ausschließlich weiblichen Protagonistinnen, denen an nichts mehr gelegen ist als Mann und Kinder glücklich zu machen und die Verdauung in Gang zu halten…
    Dagegen ist dieser Spot m.M. nach eindeutig ironisch

  6. Anna sagt:

    Miriam:
    Wenn es nur den Spot geben würde, dann würde ich da mitgehen. Das muss nichtmal ironisch sein, wer die Serie kennt weiß, dass ein Produkt, dass Bree (Marcia Cross‘ Seriencharakter) benutzt ein wirklich gutes sein muss.

    Verknüpft mit den anderen Werbebotschaften bzw zusammen mit dem Webauftritt geht dieser leicht ironische Bezug aber mE verloren, wohl auch wegen der Nähe zu den „nicht ironischen“ Werbebotschaften, die Du ja auch ansprichst. Sätze wie „Ihre Mitstreiterinnen werden vor Neid erblassen und Sie können mit Ihren Gläsern um die Wette strahlen“ oder der Verweis auf die „Waschfibel“ am Ende der Seite kommen zu ernsthaft rüber um wirklich ausschließlich lustig gemeint zu sein.

  7. Miriam sagt:

    Ich denke, wir sind uns da ziemlich einig, dass die Grenze zwischen dem absichtlichem Spielen mit und ironischem überzeichnen von Rollenklischees und tatsächlichen Rollenzuweisungen in der Werbung fließend sind. Hinzu kommt, dass Satire nicht von allen Menschen gleich verstanden wird. Geht mir ja auch oft so, dass ich etwas als todernst empfinde, worüber sich andere als gute Satire köstlich amüsieren.

  8. Irene sagt:

    Na ja, wirklich lustig werden die Werbung vor allem diejenigen finden, die häufiger Desperate Housewifes schauen, speziell wenn man bedenkt, welchen Charakter Marcia Cross dort verkörpert.

    Unvergessen die Szene bei der Totenmesse ihres Mannes, als sie von einem anderen die Krawatte fordert, um sie dem Toten umzubinden, weil sich die vom Bestattungsinstitut gewählte Krawatte des Toten mit dessen Anzugsfarbe biss. Das ist wirklicher Einsatz für ein ordentliches und geordnetes Leben, bis über den Tod hinaus. Klar dass man sich von so jemandem auch gerne Splendid empfehlen lässt…

  9. anika sagt:

    schaut man im fernsehen mal genau bei der werbung hin, fällt auf, dass eigentlich jeder spot mit dem typischen rollenbild von mann und frau spielt… in kaum einer werbung putzt mal ein mann und wenn mit verweis auf seine mutter, die es gern sauber hat.