Die neuen Heldinnen

von Susanne

Laut wissen.de sind das die da auf den Bildern:

Oben von links nach rechts:
Antonia Rados, Anke Engelke, Heather Nova, Ingrid Betancourt, Judith Holofernes

Unten von links nach rechts:
Juli Zeh, Julia Jentsch, Sophia Loren, Cornelia Funke, Alanis Morisette

Einverstanden? Oder nicht? Wer fehlt? Und warum ist die super?

(Bild von wissen.de geliehen)




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Eintrag geschrieben: Freitag, 15. August 2008 um 13:35 Uhr unter Inspiration, Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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19 Kommentare

  1. A.M. sagt:

    mir fehlt z.B. Maria-Elisabeth Schaeffler,

    „Schaeffler wurde 2001 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, 2003 der Bayerische Verdienstorden und 2007 das Verdienstkreuz I. Klasse der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Sie ist Trägerin zahlreicher weiterer Auszeichnungen, darunter der Ehrenbürgerwürde der Städte Höchstadt an der Aisch (2002) und Herzogenaurach (2006), der koreanischen Provinz Jeollabuk (2005) und der chinesischen Stadt Taicang (2007).“ – Nicht zu vergessen, wie sie den Schaeffler-Konzern unter Kontrolle hat!

  2. Matze sagt:

    Auffällig: Alle Frauen außer einer kommen aus dem Bereich Kultur/Medien.
    Überraschend: J.K. Rowling fehlt. (Hätte ich einfach auf so einer Liste erwartet, ist doch *die* weibliche Underdog -> Mogul Erfolgsgeschichte.)
    Plausibel: Die Frauen werden deshalb Heldinnen genannt, weil Judith Holofernes dabei ist (anstatt beispielsweise Vorbilder etc.)
    Unklar: Ist „finde ich bewundernswert“ synonym zu „bin ich ein Fan von“?
    Konservativ ergänzend: Judi Dench, Helen Mirren. Finde ich einfach toll, und bin damit nicht alleine.
    Provokativ ergänzend: Paris Hilton für ihre Videoantwort auf McCain.

  3. A.M. sagt:

    Die Hilton würde ich alleine deswegen schon mit aufnehmen, weil so so gekonnt auf der Klaviatur von Klischees und Vorurteilen gegen ihren Typ spielt, dass die meisten überhaupt keine Ahnung von ihrem eigenen, ohne Großpapas Geld gegründeten Imperium haben.

  4. profin sagt:

    Die Grand old Dame der deutschen Politik fehlt: Hildegard Hamm-Brücher

  5. Anna sagt:

    Ich weiß, es ist schwer, so eine Liste zu machen, aber das finde ich wirklich ein wenig sehr willkürlich… Es wird ja auch eingeleitet mit „Wir haben mal die Kolleginnen dazu befragt, welche Frauen wirklich bewundernswert sind.“
    Das hat für mich was von:
    „Ich gehe in der Mittagspause mal über den Redaktionsflur und die ersten 10, die genannt werden, die nehmen wir.“

  6. Anna sagt:

    Und ja, Hamm-Brücher.

  7. Adrian sagt:

    Da es ja nicht wirklich um „neue“ Heldinnen geht: Meine 3 coolsten Frauen alive: Björk, Charlotte Roche und Mira Aroyo.

  8. profin sagt:

    Carla del Ponte

  9. Antje sagt:

    Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Leiterin des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
    Sie hat zuletzt die BRIGITTE Studie „Frauen auf dem Sprung“ herausgegeben und tritt auch ab und zu mit einem Interview in den großen Medien auf. Sie ist einfach eine ganz große Heldin.
    Ihr öffentliches Auftreten ist sehr beeindruckend. Sie kann komplexe Zusammenhänge einfach und frei sprechend zusammenfassen und verweist dabei stets auf die Geschlechtsspezifik. Dabei ist sie immer sachlich und souverän. Seit sie am WZB ist, werden „gender – Themen“ weit häufiger beachtet. Sie prägt damit die gesamte Sozialforschung in Deutschland. Hut ab!

  10. ijb sagt:

    Diese Liste ist wirklich ärgerlich.

    Anke Engelke?! Also bitte…! Und dass den Leuten aus dem Schauspielbereich außer Julia Jentsch und Sophia Loren keine passenderen einfielen, sagt schon alles. Siehe Annas Kommentar. Genauso Heather Nova und Alanis Morrissette..? Also echt. Die Umfrage war wohl eher in der Redaktion von „Gala“ oder so.
    Warum statt Juli Zeh nicht Thea Dorn?
    Warum nicht Elfriede Jelinek?

    Mir persönlich wäre die große Louise Bourgeois ein Anliegen (sie ist jetzt 96 und arbeitet immer noch). Auch Claire Denis, Barbara Albert (sind halt Minderheitsbekanntheiten, ja), meinetwegen auch Caroline Link; sie ist immerhin eine „Heldin“ dafür, dass sie als erste deutsche Regiepersönlichkeit seit über 20 jahren einen Oscar gewonnen hat.

    Und was ist mit intelligenten Künstlerinnen wie Cindy Sherman oder Sasha Waltz, die sich zu vermarkten wissen und vielen Leuten was zum Denken mitgeben?

    Also Julia Jentsch… echt, ich glaubs nicht. Was ist mit Sandra Hüller – oder noch passender Nina Hoss.

  11. ijb sagt:

    Ach ja, ganz vergessen: Ohne Patti Smith geht so eine Liste gar nicht.

  12. access denied sagt:

    „die sich zu vermarkten wissen und vielen Leuten was zum Denken mitgeben?“

    Das eine schliesst das andere so ziemlich aus.

    Ausserdem ist es klar, warum in der Warengesellschaft solche Leute als Heldinnen fungieren: „Der Stand eines Stars ist die Spezialisierung des scheinbaren Erlebten, ist das Objekt der Identifizierung mit dem untiefen, scheinbaren Leben, welches die Zerstückelung der wirklich erlebten Produktionsspezialisierungen aufwiegen soll. Die Stars sind da, um verschiedenerlei Typen von Lebensstilen und Gesellschaftsauffassungen darzustellen, denen es global zu wirken freisteht. Sie verkörpern das unzulängliche Resultat der gesellschaftlichen Arbeit, indem sie Nebenprodukte dieser Arbeit mimen, die als deren Zweck magisch über sie erhoben werden: die Macht und die Ferien, die Entscheidung und der Konsum, die am Anfang und am Ende eines unbestrittenen Prozesses stehen. Dort personalisiert sich die Regierungsgewalt zu einem Pseudostar, hier läßt sich der Star des Konsums als Pseudogewalt über das Erleben durch Plebiszit akklamieren. Aber diese Aktivitäten des Stars sind ebensowenig wirklich global wie verschiedenartig.“
    Zitiert nach dem hier:
    http://www.geocities.com/situ1968/spektakel.html#2.DIEWAREALSSPEKTAKEL|outline

  13. ijb sagt:

    Nee, das schließt sich eben überhaupt nicht aus. Deshlab hab ichs so hingeschrieben.

  14. access denied sagt:

    Die Kunst muss sich ebenso wie die Wissenschaft um den Preis des eigenen Untergangs an die Zustände anbiedern, sonst ist sie Geschichte. Denken, also die Individuation durch die Negierung der Zustände ist für Kunst, die sich vermarkten kann, insofern von vorneherein ausgeschlossen

  15. Lea sagt:

    Elke Heidenreich – weil sie aus Frauensicht schreibt, witzig und intelligent über Bücher spricht und sich selbst nicht so ernst nimmt.

  16. palü sagt:

    aber auffällig ist: keiner nennt schwarzer. ich würde sie für so eine liste aber auch nicht vorschlagen. und was ist eigentlich mit clinton?

  17. Matze sagt:

    Hilary „Frauen sind die primären Opfer von kriegen, weil sie ihre Ehemänner, Brüder und Söhne verlieren“ Clinton? Naaa

  18. Anna sagt:

    Ich will mich hier mal pro Anke Engelke aussprechen, die kann und macht sehr viel mehr als „Danke, Anke!“. Nur manchmal vielleicht ein bisschen zu leise …

  19. Chris sagt:

    Heather Nova? Die macht noch Musik?