<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die Hälfte der Macht – reicht mir vollkommen</title>
	<atom:link href="http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sun, 12 Feb 2012 22:22:34 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Cornelia Roth</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9821</link>
		<dc:creator>Cornelia Roth</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 16:59:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9821</guid>
		<description>@Werner:
Was mir an Deinem Anfangstext (30.11.) so gut gefällt, ist, dass Du wirklich Interesse an der Präsenz von Frauen hast. Nicht nur wegen der Gleichberechtigung oder weil Frauen für Männer nützlich sein könnten, sondern:

&quot;Reine Männerrunden, seien es nun Vorstände, Fraktionen, Arbeitskreise oder andere Gremien sind meiner Erfahrung nach langweilig und einseitig. Sie sehen Probleme nur aus männlicher Sicht – was ja einen Großteil der Bevölkerung vergisst!&quot;

Damit berührst Du einen Kernpunkt, wo sich auf männlicher Seite etwas tun könnte: abzugehen davon, dass die männliche Sicht ja schon für das Ganze sorgt - was eine lange Tradition hat. Also Frauen überhaupt als eigene Größe wahrzunehmen.

Ich meine, dass Frauen neben eingefahrener Bequemlichkeit und Angst auch deshalb nicht dazu neigen, für Vorstände, Fraktionen und Gremien zu kandidieren, weil sie häufig keine Lust haben auf Sitzungen, die

&quot;anstrengend und unproduktiv sind. Hier zählt noch Gepose und der ständige Schwanzvergleich geht schnell auf die Nerven.&quot;

Diese Erfahrung habe ich auch schon in Sitzungen gemacht, wo Frauen die Minderheit darstellten. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß auch Männer untereinander einen anderen Stil finden können. Und es wäre gut, wenn Frauen sich untereinander - auf andere Weise - ebenfalls mehr die Butter auf dem Brot lassen würden.

Aber entscheidend ist für mich, dass sich ein echtes INTERESSE an der Sicht des jeweiligen anderen Geschlechts entwickelt, eine Neugier und der Wunsch, zu erkennen und voneinander zu lernen. Davon ist es momentan noch viel weiter entfernt als von der Gleichberechtigung, die nicht unbedingt Interesse aneinander voraussetzt. Warum sitzen sonst in sämtlichen &quot;Expertenrunden&quot; und ähnlichem immer wieder nur Männer?

Und, - so meine Vorstellung - während das Interesse am Denken und Handeln des anderen Geschlechts zunimmt, könnte gleichzeitig die Eindeutigkeit von Geschlecht sich mehr in Frage stellen. Aber das eine geht nicht ohne das andere.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Werner:<br />
Was mir an Deinem Anfangstext (30.11.) so gut gefällt, ist, dass Du wirklich Interesse an der Präsenz von Frauen hast. Nicht nur wegen der Gleichberechtigung oder weil Frauen für Männer nützlich sein könnten, sondern:</p>
<p>&#8220;Reine Männerrunden, seien es nun Vorstände, Fraktionen, Arbeitskreise oder andere Gremien sind meiner Erfahrung nach langweilig und einseitig. Sie sehen Probleme nur aus männlicher Sicht – was ja einen Großteil der Bevölkerung vergisst!&#8221;</p>
<p>Damit berührst Du einen Kernpunkt, wo sich auf männlicher Seite etwas tun könnte: abzugehen davon, dass die männliche Sicht ja schon für das Ganze sorgt &#8211; was eine lange Tradition hat. Also Frauen überhaupt als eigene Größe wahrzunehmen.</p>
<p>Ich meine, dass Frauen neben eingefahrener Bequemlichkeit und Angst auch deshalb nicht dazu neigen, für Vorstände, Fraktionen und Gremien zu kandidieren, weil sie häufig keine Lust haben auf Sitzungen, die</p>
<p>&#8220;anstrengend und unproduktiv sind. Hier zählt noch Gepose und der ständige Schwanzvergleich geht schnell auf die Nerven.&#8221;</p>
<p>Diese Erfahrung habe ich auch schon in Sitzungen gemacht, wo Frauen die Minderheit darstellten. Wobei ich mir vorstellen könnte, daß auch Männer untereinander einen anderen Stil finden können. Und es wäre gut, wenn Frauen sich untereinander &#8211; auf andere Weise &#8211; ebenfalls mehr die Butter auf dem Brot lassen würden.</p>
<p>Aber entscheidend ist für mich, dass sich ein echtes INTERESSE an der Sicht des jeweiligen anderen Geschlechts entwickelt, eine Neugier und der Wunsch, zu erkennen und voneinander zu lernen. Davon ist es momentan noch viel weiter entfernt als von der Gleichberechtigung, die nicht unbedingt Interesse aneinander voraussetzt. Warum sitzen sonst in sämtlichen &#8220;Expertenrunden&#8221; und ähnlichem immer wieder nur Männer?</p>
<p>Und, &#8211; so meine Vorstellung &#8211; während das Interesse am Denken und Handeln des anderen Geschlechts zunimmt, könnte gleichzeitig die Eindeutigkeit von Geschlecht sich mehr in Frage stellen. Aber das eine geht nicht ohne das andere.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sappi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9810</link>
		<dc:creator>Sappi</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 12:45:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9810</guid>
		<description>Ein Grund, weshalb Quoten v.a. bei Management-Posten, Verwaltungsräten, politischen Ämtern u.ä. gefordert werden ist wahrscheinlich, dass diese Posten besonders begehrt sind (weil sie viel Ruhm, Ehre, Macht oder Geld bringen) und sich wesentlich mehr Leute für diese interessieren, als es freie Posten gibt. Deshalb sind bestehende Ungleichheiten bei der Verteilung dieser Jobs besonders relevant. Im Hintergrund steht hier also, dass gerade bei diesen machtvollen Jobs Frauen stark untervertreten sind. 
Ich bin jedoch der Ansicht, dass überall dort, wo eigentlich qualifizierte Menschen aufgrund einer nicht berechtigten Ungleichbehandlung nicht an Jobs kommen (oder auch: diese nicht ausüben können, ohne ständig kritisiert zu werden), dies grundsätzlich problematisch ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Grund, weshalb Quoten v.a. bei Management-Posten, Verwaltungsräten, politischen Ämtern u.ä. gefordert werden ist wahrscheinlich, dass diese Posten besonders begehrt sind (weil sie viel Ruhm, Ehre, Macht oder Geld bringen) und sich wesentlich mehr Leute für diese interessieren, als es freie Posten gibt. Deshalb sind bestehende Ungleichheiten bei der Verteilung dieser Jobs besonders relevant. Im Hintergrund steht hier also, dass gerade bei diesen machtvollen Jobs Frauen stark untervertreten sind.<br />
Ich bin jedoch der Ansicht, dass überall dort, wo eigentlich qualifizierte Menschen aufgrund einer nicht berechtigten Ungleichbehandlung nicht an Jobs kommen (oder auch: diese nicht ausüben können, ohne ständig kritisiert zu werden), dies grundsätzlich problematisch ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roboter2000</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9796</link>
		<dc:creator>Roboter2000</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 09:16:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9796</guid>
		<description>@ Sappi

Wir schrammen wirklich am Thema vorbei, daher versuch ichs kurz zu machen.

Naja, nach der Wiki-Definition wären zumindest alle Leute Feminist/innen, die für die Gleichberechtigung &quot;von Frauen&quot; sind. Männergleichberechtigung scheint davon ausgenommen zu sein. Aber das ist sicherlich schon anders gemeint.

Ich meinte aber &quot;aktive&quot; Feminist/innen. Also Menschen, die sich aktiv in ihrem Umfeld für den Ausbruch aus den Geschlechterrollen einsetzen und vielleicht auch in der Öffentlichkeit / Poltik aktiv sind...und das ist sicherlich der kleinere Teil der Bevölkerung.

&quot;Das Patriarchat&quot; ist meiner Meinung nach auch ein Gedankenkonstrukt, das als Feindbild herhalten soll. Es gibt (außerhalb von einzelnen Seilschaften) nicht diese weltumspannende Solidarität von Männern, die immer gern heraufbeschworen wird.

Was es jedoch gibt, das sind die Rollenzuweisungen der Gesellschaft (Frauen und Männer) an die Männer. 

Heutzutage wird der &quot;Wert&quot; eines Mannes immernoch oft am beruflichen Erfolg festgemacht. Männer fügen sich mehrheitlich diesem gesellschaftlichen Druck, da sie vielleicht Angst haben sonst keine Partnerin zu finden oder als minderwertig angesehen zu werden.

Bei Frauen ist dieser Berufsdruck viel geringer. Dafür schreibt die Gesellschaft ihnen die &quot;Mutter/Hausfrau&quot;-Rolle zu und legt starken Wert auf Aussehen/Attraktivität.

Das führt dazu, dass viele Männer karriereorientiert agieren, obwohl sie sicherlich schöneres vorstellen könnten und Frauen zu Hause bleiben, obwohl sie sich gern im Job selbst verwirklichen möchten.

Die meisten Menschen sind nicht so stark, um aus den Konventionen, die ihnen die Gesellschaft auferlegt auszubrechen...

Diesen Ausbruch zu begünstigen ist sicherlich eine Motivation für die Einführung von Quoten, allerdings werden sie meist nur für bestimmte Berufsgruppen gefordert, was nur immer Einzelfälle begünstigt, aber den größten Teil der Bevölkerung nicht betrifft.

Daher wären Quoten auch nur sinnvoll, wenn man sie für alle Berufsgruppen einführen würde, also auch auf dem Bau und im Frisörsalon. Das vermisse ich in der Debatte immer ein wenig. Es klingt wirklich nach Rosinenpickerei, wenn gefordert wird, dass z.B. nur Management/Aufsichtsratsposten quotiert werden sollen....das ist doch nichts als Lobbyarbeit.

Allerdings ist eine Quote für alle Berufe ein krasser Einschnitt in die persönliche Freiheit bei der Berufswahl, das sollte man nicht vergessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Sappi</p>
<p>Wir schrammen wirklich am Thema vorbei, daher versuch ichs kurz zu machen.</p>
<p>Naja, nach der Wiki-Definition wären zumindest alle Leute Feminist/innen, die für die Gleichberechtigung &#8220;von Frauen&#8221; sind. Männergleichberechtigung scheint davon ausgenommen zu sein. Aber das ist sicherlich schon anders gemeint.</p>
<p>Ich meinte aber &#8220;aktive&#8221; Feminist/innen. Also Menschen, die sich aktiv in ihrem Umfeld für den Ausbruch aus den Geschlechterrollen einsetzen und vielleicht auch in der Öffentlichkeit / Poltik aktiv sind&#8230;und das ist sicherlich der kleinere Teil der Bevölkerung.</p>
<p>&#8220;Das Patriarchat&#8221; ist meiner Meinung nach auch ein Gedankenkonstrukt, das als Feindbild herhalten soll. Es gibt (außerhalb von einzelnen Seilschaften) nicht diese weltumspannende Solidarität von Männern, die immer gern heraufbeschworen wird.</p>
<p>Was es jedoch gibt, das sind die Rollenzuweisungen der Gesellschaft (Frauen und Männer) an die Männer. </p>
<p>Heutzutage wird der &#8220;Wert&#8221; eines Mannes immernoch oft am beruflichen Erfolg festgemacht. Männer fügen sich mehrheitlich diesem gesellschaftlichen Druck, da sie vielleicht Angst haben sonst keine Partnerin zu finden oder als minderwertig angesehen zu werden.</p>
<p>Bei Frauen ist dieser Berufsdruck viel geringer. Dafür schreibt die Gesellschaft ihnen die &#8220;Mutter/Hausfrau&#8221;-Rolle zu und legt starken Wert auf Aussehen/Attraktivität.</p>
<p>Das führt dazu, dass viele Männer karriereorientiert agieren, obwohl sie sicherlich schöneres vorstellen könnten und Frauen zu Hause bleiben, obwohl sie sich gern im Job selbst verwirklichen möchten.</p>
<p>Die meisten Menschen sind nicht so stark, um aus den Konventionen, die ihnen die Gesellschaft auferlegt auszubrechen&#8230;</p>
<p>Diesen Ausbruch zu begünstigen ist sicherlich eine Motivation für die Einführung von Quoten, allerdings werden sie meist nur für bestimmte Berufsgruppen gefordert, was nur immer Einzelfälle begünstigt, aber den größten Teil der Bevölkerung nicht betrifft.</p>
<p>Daher wären Quoten auch nur sinnvoll, wenn man sie für alle Berufsgruppen einführen würde, also auch auf dem Bau und im Frisörsalon. Das vermisse ich in der Debatte immer ein wenig. Es klingt wirklich nach Rosinenpickerei, wenn gefordert wird, dass z.B. nur Management/Aufsichtsratsposten quotiert werden sollen&#8230;.das ist doch nichts als Lobbyarbeit.</p>
<p>Allerdings ist eine Quote für alle Berufe ein krasser Einschnitt in die persönliche Freiheit bei der Berufswahl, das sollte man nicht vergessen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sappi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9765</link>
		<dc:creator>Sappi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:22:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9765</guid>
		<description>Um noch kurz auf die Konsensfrage zu kommen: Ich finde, dass sich alle in dieser Frage gegenseitig anhören sollten und alle Argumente diskutiert werden sollten. Es gibt jedoch deswegen noch keine Verpflichtung, einem Konsens zuzustimmen - dies ist nicht immer machbar. Von gewissen Positionen kann man nicht abweichen, ohne sein eigenes Gewissen zu verletzen. Deshalb die Aussage, dass FeminstInnen sich nicht in der Mitte mit SexistInnen treffen müssen, obwohl sie sie durchaus anhören sollten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Um noch kurz auf die Konsensfrage zu kommen: Ich finde, dass sich alle in dieser Frage gegenseitig anhören sollten und alle Argumente diskutiert werden sollten. Es gibt jedoch deswegen noch keine Verpflichtung, einem Konsens zuzustimmen &#8211; dies ist nicht immer machbar. Von gewissen Positionen kann man nicht abweichen, ohne sein eigenes Gewissen zu verletzen. Deshalb die Aussage, dass FeminstInnen sich nicht in der Mitte mit SexistInnen treffen müssen, obwohl sie sie durchaus anhören sollten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sappi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9761</link>
		<dc:creator>Sappi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:14:17 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9761</guid>
		<description>Aber das wäre eigentlich ein Thema für einen neuen Thread... Oder gibts dazu einen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber das wäre eigentlich ein Thema für einen neuen Thread&#8230; Oder gibts dazu einen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sappi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9760</link>
		<dc:creator>Sappi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 16:13:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9760</guid>
		<description>@Roboter2000: 
&quot;Feminism is a belief in the political, social, and economic equality of women&quot; (Wikipedia). Das entspricht meinem Verständnis. Demnach wären alle Leute FeministInnen, die für Gleichberechtigung sind. Deshalb frage ich halt nach, was für eine Art von Feminismus gemeint ist, wenn er etwas sein soll, das nur für einen ganz kleinen Teil der Gesellschaft in Frage kommt. 

Es ist nicht die &quot;Nicht-Akzeptanz&quot; des Feminismus in der Gesellschaft, die ich als Indiz für eine weiterbestehende Diskriminierung der Frauen sehe (übrigens nicht als Indiz dafür, dass der Feminismus recht hat, das folgt daraus nicht, denn man könnte ja die Diskriminierung von Frauen auch gut finden) - sondern die Art, die diese Nicht-Akzeptanz annimmt. 

Der Feminismus wird besonders hart und emotional zurückgewiesen und völlig diskreditiert, und das obwohl die Definition von Feminismus ja eigentlich ganz harmlos ist. Ich meine damit die Tatsache, dass der Feminismus an sich einen schlechten Namen hat, obwohl die Position des Mainstream-Feminismus à la Wikipedia-Definition eigentlich unmittelbar einsichtig ist - eben Gleichberechtigung. 

Ich finde es seltsam, dass die Existenz von einigen kritikwürdigen Positionen innerhalb des Feminismus (hier fehlen mir wirklich gute Beispiele und ich würde gerne mal was Konkreteres hören, aber ich nehme diese Existenz jetzt einfach mal an) gleich den ganzen Begriff des Feminismus in Geiselhaft nehmen sollte. Ich vermute, dass der Feminismus vielmehr eigentlich gerade wegen seiner mainstream-Ziele - Gleichberechtigung von Frauen - abgelehnt wird. Dass das Patriarchat &quot;böse&quot; ist, glaube ich nicht, dass es bockt, hingegen durchaus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Roboter2000:<br />
&#8220;Feminism is a belief in the political, social, and economic equality of women&#8221; (Wikipedia). Das entspricht meinem Verständnis. Demnach wären alle Leute FeministInnen, die für Gleichberechtigung sind. Deshalb frage ich halt nach, was für eine Art von Feminismus gemeint ist, wenn er etwas sein soll, das nur für einen ganz kleinen Teil der Gesellschaft in Frage kommt. </p>
<p>Es ist nicht die &#8220;Nicht-Akzeptanz&#8221; des Feminismus in der Gesellschaft, die ich als Indiz für eine weiterbestehende Diskriminierung der Frauen sehe (übrigens nicht als Indiz dafür, dass der Feminismus recht hat, das folgt daraus nicht, denn man könnte ja die Diskriminierung von Frauen auch gut finden) &#8211; sondern die Art, die diese Nicht-Akzeptanz annimmt. </p>
<p>Der Feminismus wird besonders hart und emotional zurückgewiesen und völlig diskreditiert, und das obwohl die Definition von Feminismus ja eigentlich ganz harmlos ist. Ich meine damit die Tatsache, dass der Feminismus an sich einen schlechten Namen hat, obwohl die Position des Mainstream-Feminismus à la Wikipedia-Definition eigentlich unmittelbar einsichtig ist &#8211; eben Gleichberechtigung. </p>
<p>Ich finde es seltsam, dass die Existenz von einigen kritikwürdigen Positionen innerhalb des Feminismus (hier fehlen mir wirklich gute Beispiele und ich würde gerne mal was Konkreteres hören, aber ich nehme diese Existenz jetzt einfach mal an) gleich den ganzen Begriff des Feminismus in Geiselhaft nehmen sollte. Ich vermute, dass der Feminismus vielmehr eigentlich gerade wegen seiner mainstream-Ziele &#8211; Gleichberechtigung von Frauen &#8211; abgelehnt wird. Dass das Patriarchat &#8220;böse&#8221; ist, glaube ich nicht, dass es bockt, hingegen durchaus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roboter2000</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9755</link>
		<dc:creator>Roboter2000</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 15:38:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9755</guid>
		<description>Hm, ich dachte es geht hier um eher politische Sachen. Optimismus / Pragmatismus kann man mit dem hochpolitisierten &quot;Feminismus&quot; nicht gleichsetzen...oder etwa doch?

Realismus scheint mir einzig der Herr H. Schmidt zu betreiben. Alle anderen behaupten nur von sich Realisten zu sein und haben doch nur nasse Brötchen im Kopf.

Liberalismus...Ja ja, wie schön wäre doch, wenn mans damit ernst meinen würde. Das Individuum im Mittelpunkt und kein &quot;übern Kamm geschere&quot;. Aber das ist doch auch nur eine Fassade. Die Schubladen in den Köpfen kann kein Liberalismus auflösen, er bleibt ein schönes irreales Gedankenkonstrukt.

Aber was war eigentlich das Thema?

@Sappi

Vielen Dank, dass du dich so konstruktiv mit meiner Meinung auseinandersetzt. Ich sehe, du bist auf Dialog aus und hast auch keine Klischees im Kopf...das gefällt mir! *Ironie aus*

Naja, ich glaube kaum, dass ich dir ein gutes Beispiel liefern kann, genau so wie du mir nicht glaubhaft machen kannst, das die &quot;Nicht-Akzeptanz&quot; des Feminismus in der Gesellschaft ein Zeichen dafür ist, dass der Feminismus in Wirklichkeit Recht hat, das böse Patriarchat nur bockig ist und das zu verhindern sucht..äh..arg gestrickt diese These...daher spar ich mir mal das Getippe. 

Kritik am Feminismus kann man auch vielerorts nachlesen.

Die Konsensfrage ist meiner Meinung aber die wichtigste Frage überhaupt. Egal ob das für dich alles Sexisten sind, die der feministischen Lobby (sofern man davon reden kann) nicht treudeutsch hinterherrennen, sondern Kritik üben, man muss sie anhören und ihre Argumente diskutieren. Das gleiche erwartest du doch auch von der anderen Seite.

aktive Feministinnen und Feministen stellen nur einen mini-Bruchteil der Gesellschaft. Es gibt so viele andere Ansichten und Meinungen derer man sich annehmen muss.

Sonst bleibt der &quot;(neue) Feminismus eine realitätsferne Veranstaltung weißer, christlicher Mittelschichtsfrauen&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, ich dachte es geht hier um eher politische Sachen. Optimismus / Pragmatismus kann man mit dem hochpolitisierten &#8220;Feminismus&#8221; nicht gleichsetzen&#8230;oder etwa doch?</p>
<p>Realismus scheint mir einzig der Herr H. Schmidt zu betreiben. Alle anderen behaupten nur von sich Realisten zu sein und haben doch nur nasse Brötchen im Kopf.</p>
<p>Liberalismus&#8230;Ja ja, wie schön wäre doch, wenn mans damit ernst meinen würde. Das Individuum im Mittelpunkt und kein &#8220;übern Kamm geschere&#8221;. Aber das ist doch auch nur eine Fassade. Die Schubladen in den Köpfen kann kein Liberalismus auflösen, er bleibt ein schönes irreales Gedankenkonstrukt.</p>
<p>Aber was war eigentlich das Thema?</p>
<p>@Sappi</p>
<p>Vielen Dank, dass du dich so konstruktiv mit meiner Meinung auseinandersetzt. Ich sehe, du bist auf Dialog aus und hast auch keine Klischees im Kopf&#8230;das gefällt mir! *Ironie aus*</p>
<p>Naja, ich glaube kaum, dass ich dir ein gutes Beispiel liefern kann, genau so wie du mir nicht glaubhaft machen kannst, das die &#8220;Nicht-Akzeptanz&#8221; des Feminismus in der Gesellschaft ein Zeichen dafür ist, dass der Feminismus in Wirklichkeit Recht hat, das böse Patriarchat nur bockig ist und das zu verhindern sucht..äh..arg gestrickt diese These&#8230;daher spar ich mir mal das Getippe. </p>
<p>Kritik am Feminismus kann man auch vielerorts nachlesen.</p>
<p>Die Konsensfrage ist meiner Meinung aber die wichtigste Frage überhaupt. Egal ob das für dich alles Sexisten sind, die der feministischen Lobby (sofern man davon reden kann) nicht treudeutsch hinterherrennen, sondern Kritik üben, man muss sie anhören und ihre Argumente diskutieren. Das gleiche erwartest du doch auch von der anderen Seite.</p>
<p>aktive Feministinnen und Feministen stellen nur einen mini-Bruchteil der Gesellschaft. Es gibt so viele andere Ansichten und Meinungen derer man sich annehmen muss.</p>
<p>Sonst bleibt der &#8220;(neue) Feminismus eine realitätsferne Veranstaltung weißer, christlicher Mittelschichtsfrauen&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sappi</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9751</link>
		<dc:creator>Sappi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 15:05:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9751</guid>
		<description>&quot;Der Feminismus an sich ist für niemanden gefährlich. Und ich kenne keine Frauen und Männer, die gegen Gleichberechtigung und ähnliche humanistische Grundsätze sind.&quot;

Schön wärs.

&quot;Doch das was manchmal als Feminismus verkauft wird ist kontraproduktiv, kurzsichtig, widerspricht teils den Grundsätzen und führt letztenendes nur zu Gegenreaktionen, statt zu einem Konsens.&quot;

Das habe ich schon öfter gehört, aber noch selten ein gutes Beispiel dazu gekriegt. 

Zu der Konsensfrage: Wenn der &quot;Konsens&quot; der ist, dass FeministInnen bitte bescheiden sein sollen und sich mit den SexistInnen irgendwo in der Mitte treffen sollen, ja dann ist das Suchen dieses Konsens tatsächlich schwierig.... Gegenreaktionen (auch auf berechtigte Anliegen) gibt es immer, wenn es um Machtverteilung geht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der Feminismus an sich ist für niemanden gefährlich. Und ich kenne keine Frauen und Männer, die gegen Gleichberechtigung und ähnliche humanistische Grundsätze sind.&#8221;</p>
<p>Schön wärs.</p>
<p>&#8220;Doch das was manchmal als Feminismus verkauft wird ist kontraproduktiv, kurzsichtig, widerspricht teils den Grundsätzen und führt letztenendes nur zu Gegenreaktionen, statt zu einem Konsens.&#8221;</p>
<p>Das habe ich schon öfter gehört, aber noch selten ein gutes Beispiel dazu gekriegt. </p>
<p>Zu der Konsensfrage: Wenn der &#8220;Konsens&#8221; der ist, dass FeministInnen bitte bescheiden sein sollen und sich mit den SexistInnen irgendwo in der Mitte treffen sollen, ja dann ist das Suchen dieses Konsens tatsächlich schwierig&#8230;. Gegenreaktionen (auch auf berechtigte Anliegen) gibt es immer, wenn es um Machtverteilung geht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Susanne</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9738</link>
		<dc:creator>Susanne</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 10:29:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9738</guid>
		<description>@ Roboter: Ach so? Merkwürdig. Wie totalitär und abschreckend findest du denn Optimismus, Realismus, Pragmatismus, Liberalismus? Bisschen arg gestrickt deine These.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Roboter: Ach so? Merkwürdig. Wie totalitär und abschreckend findest du denn Optimismus, Realismus, Pragmatismus, Liberalismus? Bisschen arg gestrickt deine These.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Roboter2000</title>
		<link>http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9736</link>
		<dc:creator>Roboter2000</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2008 10:14:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://maedchenmannschaft.net/die-halfte-der-macht-%e2%80%93-reicht-mir-vollkommen/#comment-9736</guid>
		<description>@Sappi

&quot; Noch ein Indiz für die Nullhypothese der Diskriminierung ist für mich, dass der Feminismus gesellschaftlich so diskreditiert ist.&quot;

Das finde ich nicht. 

Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus, Nationalismus, Maskulismus...all diese Sachen werden in weiten Teilen der Gesellschaft auch teils heftig diskreditiert / kritisiert...

Je nachdem wo man sich befindet, kann man sich mit einem &quot;ich bin Feminist/in&quot; genau so unbeliebt machen, wie mit einem &quot;ich bin Kommunist/in&quot; ...auch wenn mans vielleicht nur gut meint.

Auf mich wirken alle Sachen, die auf &quot;ismus&quot; enden erstmal totalitär und abschreckend. Irgendwie nach Kampf statt Zusammenarbeit, nach Hass statt nach Verständigung, nach festgemeißelten Meinungen und Doktrin.

Der Feminismus an sich ist für niemanden gefährlich. Und ich kenne keine Frauen und Männer, die gegen Gleichberechtigung und ähnliche humanistische Grundsätze sind.

Doch das was manchmal als Feminismus verkauft wird ist kontraproduktiv, kurzsichtig, widerspricht teils den Grundsätzen und führt letztenendes nur zu Gegenreaktionen, statt zu einem Konsens.

Von dieser wehrhaftigkeit fühlen sich viele Männer und Frauen abgeschreckt. Daher auch die feindlichen Reaktionen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Sappi</p>
<p>&#8221; Noch ein Indiz für die Nullhypothese der Diskriminierung ist für mich, dass der Feminismus gesellschaftlich so diskreditiert ist.&#8221;</p>
<p>Das finde ich nicht. </p>
<p>Kommunismus, Sozialismus, Kapitalismus, Nationalismus, Maskulismus&#8230;all diese Sachen werden in weiten Teilen der Gesellschaft auch teils heftig diskreditiert / kritisiert&#8230;</p>
<p>Je nachdem wo man sich befindet, kann man sich mit einem &#8220;ich bin Feminist/in&#8221; genau so unbeliebt machen, wie mit einem &#8220;ich bin Kommunist/in&#8221; &#8230;auch wenn mans vielleicht nur gut meint.</p>
<p>Auf mich wirken alle Sachen, die auf &#8220;ismus&#8221; enden erstmal totalitär und abschreckend. Irgendwie nach Kampf statt Zusammenarbeit, nach Hass statt nach Verständigung, nach festgemeißelten Meinungen und Doktrin.</p>
<p>Der Feminismus an sich ist für niemanden gefährlich. Und ich kenne keine Frauen und Männer, die gegen Gleichberechtigung und ähnliche humanistische Grundsätze sind.</p>
<p>Doch das was manchmal als Feminismus verkauft wird ist kontraproduktiv, kurzsichtig, widerspricht teils den Grundsätzen und führt letztenendes nur zu Gegenreaktionen, statt zu einem Konsens.</p>
<p>Von dieser wehrhaftigkeit fühlen sich viele Männer und Frauen abgeschreckt. Daher auch die feindlichen Reaktionen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

