Die beste Zeit des Berufslebens

von Barbara

blogspot.tv

Wie gut der Spiegel das doch wieder erkannt hat: Frauen sind nur bis Mitte 30 was wert, und wenn sie dann auch noch Kinder haben, kann man sie eigentlich vergessen:

Jennifer Lopez hat beruflich ihre besten Jahre hinter sich. Als Frau mit einem Lebensalter von 38 und als Mutter von zwei Kindern ist sie in der Musikbranche schwer zu positionieren, auf attraktive Kinorollen darf sie sich kaum noch Hoffnungen machen.

Auweia!

Tags:

13 Kommentare zu “Die beste Zeit des Berufslebens”

  1. Goofos schreibt:

    Ach ist das so? Ist ja auch logisch wenn man nur mit seinem sexy Popo glänzt. Da ist der Wert ein paar Jährchen tatsächlich gleich Null.

  2. SoE schreibt:

    Zum Glück hat Jennifer Lopez tatsächlich Grips im Hirn und hat neben sexy aussehen ein Mode- und Duftimperium aufgezogen, dass sie sicher nicht mehr arbeiten müsste. Aber auch wenn sie einen IQ unter der Zimmertemperatur hätte, wäre es noch himmelschreiend, dass eine Frau über 30 und mit Kindern (OMG!!!eins!elf!) zu nichts mehr zu gebrauchen ist in den Augen der Filmindustrie.

    Irgendwo hab ich neulich ein Interview gelesen, dass ein Schauspieler sich aufregte, dass er in seinem neuesten Film nicht Julia Roberts küssen darf, da sie die Mutter spielt, sondern irgendein Mädel, dass eine größere Alterdistanz zu ihm hat ^^

  3. Goofos schreibt:

    Die Filmindustrie kann aber bestimmt auf bessere Frauen über 30, mit Kindern zurückgreifen :>

  4. Azundris schreibt:

    Wichtiges Anliegen, aber schlechtes Beispiel: “Her wealth is estimated to be $110 million.” D.h., bei ihr ist es im Gegensatz zu den meisten Frauen völlig scheißegal, ob sie jemals wieder einen Job bekommt. Die Frau hat ausgesorgt, sie hat rechtzeitig begriffen, was genau sie da (im vermeintlichen Gegensatz zu sagen wir mal Patti Smith, Joan Baez, oder Kate Bush, die sich anders positioniert haben; Carla Bruni war auch kein Küken mehr, als sie ihre eher langweilige Musik aufgenommen hat; schaun wir mal, ob Mylène Farmer oder Frau Zazie in den nächsten Jahren noch Einkünfte haben) verkauft, und daß es leicht verderblich ist.

    Während eine Schwalbe sicher keinen Sommer macht, will ich stattdessen (ich leide heute an merkwürdigem Optimismus) hoffen, daß gute Rollen für, sagen wir mal Lauren Holly (44, “Director Shepard” in NCIS, ehedem “Max” in Picket Fences) oder Claudia Black (”Vala Majoran” in Stargate) Trends setzen, und daß Isabelle Adjani noch lange nicht ihren letzten Film gedreht hat. Und während es eine relevante Frage ist, ob Sexeignung denn nun das Primärattribut einer Frau ist, ist es doch interessant, daß Lauren Holly “trotz ihres Alters” als sexy dargestellt wird — aber eben nicht nur das, sondern auch als kompetent usw. (und als ein Mensch!), und daß Claudia Black, nicht gerade eine klassische Schönheit (aber m.E. trotzdem ein “ganz heißer Feger”, vielleicht auch, weil sie oft Charaktere hat, die Arsch treten), trotzdem als sinnlich besetzt und auch so von der Zuschauerschaft akzeptiert wird. Naja, und die Desperate Housewives sind ja auch keine Küken mehr.

  5. bernd aus weil schreibt:

    Wie azundris schon schreibt: Wichtiges Anliegen, aber schlechtes Beispiel

    Die Journalisten vom Spiegel haben auch schon origineller getextet. Aber Nachrichten aus dem Showbiz sollten generell als das genomme werden was sie sind: Schall und Rauch. Die fragwürdie Schreibe an und für sich wird dadurch natürlich nicht entschuldigt.

  6. frauenversteherin schreibt:

    Och, ich erinnere da nur an Madonna. Glenn Glose kriegt auch noch Rollen und Helen Mirren sogar einen Oskar.

    Who the f*ck braucht eigentlich den Spiegel? Männer ohne Phantasie?

  7. anika schreibt:

    für jennifer lopez wird es wohl tatsächlich schwer, wenn sie weiter “j. lo.” oder “jenny from the block” bleiben will, denn mit knapp 40 ist sie halt als identifikationsfigur für teenager nicht mehr glaubwürdig, wenn sie allerdings eine andere zielgruppe ansprechen will, liegt dort bestimmt noch jede menge potential…
    ich denke, dass dieses zielgruppenproblem und ihrem alter angemesene rollen etliche schauspielerinnen und sängerinnen haben, die in teenagerjahren angefangen haben (bei ihren männlichen kollegen ist mir das nicht so aufgefallen)… wenn sie nämlich gerade “in” sind werden sie für jede rolle besetzt, egal ob das alter passt oder nicht.
    ich finde, dass ist im deutschen fernsehen und seinen eigenproduktionen sehr oft so. ich sehe, das wirklich als problem, da es die glaubwürdigkeit der jeweiligen schauspielerin sehr untergräbt, wenn die rolle eigentlich für eine 25 jährige ist, aber sie dann von einer gut 35 jährigen gespielt wird…aber dafür kann die schauspielerin nicht wirklich etwas, sondern die jenigen, die sie gecastet haben!!!

  8. Viktoria schreibt:

    Ich glaube auch, dass man das pauschal so nicht sagen kann. Es kommt auch immer darauf an, was man für Rollen spielt, welche Art von Filme man dreht. Jennifer Lopez ist wohl kaum das, was man eine Charakterdarstellerin nennt. Sie hat im Großen und Ganzen eher Komödien gedreht, zumindest absolute Mainstreamfilme in denen sie eher über ihr Aussehen glänzen musste.

    Gute Beispiele für Schauspielerinnen älterer Semester, die noch erfolgreich sind, wurdem mit Glen Close und Helen Mirren ja schon genannt. Nicht zu vergessen wäre auch Judi Dench oder Meryl Streep.

    Barbara Streisand steht auch immer noch vor der Kamera und auf der Bühne. Jedoch sind das alles Frauen, die nicht die typischen Schönheiten waren und sind, jedoch durch ihre Leistung und ein “gewisses Etwas” glänzen konnten und können und dadurch weiterhin im Rennen sind. Darauf kommt es eben an. Und das hat J.Lo nur bedingt.

  9. Antje schreibt:

    Schön, dass Ihr diesen Artikel aus Spiegelonline hier kritisiert, ich konnte es nicht fassen, was ich da lese. Mir ist “J.Lo” ziemlich egal, der Kommentar an sich hat mir die Sprache verschlagen und das, obwohl ich mich für ziemlich aufgeklärt halte, was das Frauenbild in unserer Gesellschaft angeht. Also, nochmals Danke Barbara, so habe ich zumindest das Gefühl mit meinem Entsetzen nicht allein zu sein.

  10. Azundris schreibt:

    @Antje: Der Job des Spiegels ist es, alles mit Häme in den Dreck zu ziehen, denn sonst wäre er ja nicht kritisch; wer etwas gut findet, war schließlich nur zu dumm es zu durchschauen, und “dumm” ist ja nicht das Attribut mit dem sie sich schmücken wollen. :)

  11. Jacob schreibt:

    Bitte aber SPON mit der Printausgabe nicht über einen Kamm scheren :), ja die Print-Ausgabe war auch mal kritischer und weniger neoliberal, aber vielleicht ändert sich ja was, wo es seit einer Zeit neue Chefredakteure gibt. Spiegel Online ist einfach boulevard² teilweise, haben ja auch eine von der BILD eingestellt und das ist einfach nur noch übel, siehe Don Alphonsos Artikel:
    http://blogbar.de/archiv/2008/03/13/witwenschutteln-mit-spiegel-online-und-patricia-dreyer/

  12. Sven schreibt:

    Ein schöner Artikel. Ich frage mich jetzt nach der “Berufstätigkeit als emanzipatorische Triebfeder.” Ob dies ein neuer Tagesplan ist, die Arbeit in einem Unternehmen oder die Selbständigkeit?

  13. Sven schreibt:

    Wohin gehts für Frau Lopez jetzt nun thematisch weiter?
    Meine Vorschläge:
    - Selbstbehauptungstraining, Lehrprogramm mit Motivationsübungen
    - Die Bronzetüren von San Zeno in Verona
    - Ein asiatisches Kochbuch für gastfreundliche Menschen

Kommentar schreiben

Wenn du einen Kommentar schreibst, dann verzichte bitte darauf, andere Menschen zu beleidigen oder sinnlos herumzupöbeln. Andernfalls werden wir deinen Beitrag löschen. Bist du unsicher, wie du dich verhalten sollst? Lies die Netiquette.

Viel Spaß beim Diskutieren!


Deinen Kommentar aufhübschen mit HTML-Tags:
Zitieren="blockquote", Fett="strong", Kursiv="em"