Der Mädchen-Effekt

von Susanne

Gestern war Blog Action Day Against Poverty und dieser Beitrag zum „Girl Effect“ ist besonders interessant, beeindruckend, gut:

Es klingt vielleicht erst einmal unglaublich, aber diesen Zusammenhang zwischen einer Investition in Mädchen der Entwicklungsländer und der ökonomischen Entwicklung dieser Länder gibt es wirklich. Er ist im Report „Girls Count“ nachzulesen. Viele einzelne Biografien junger Frauen und Mädchen aus armen Regionen belegen diese These. Hier kannst du mit einer Spende ein Mädchen zur Schule schicken und den „Girl Effect“ auslösen.

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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 16. Oktober 2008 um 12:17 Uhr unter Uncategorized. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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12 Kommentare

  1. stefon sagt:

    Also ich habe auch (zb Schwarzbuch zur Lage der Frauen) öfters mal von dem Effekt gehört.
    Und ich glaube auch dass da was dran ist.
    Und wenn so eine Initiative hat, dann verbessert das wohl das Los vieler Frauen.

    Den Schwerpunkt auf Profit und Ökonomie liegt mir aber etwas schwer im Magen. Wenn es diesen „girl effect“ nicht gäbe, würden wir dann also darauf verzichten die Situation der Frauen zu verbessern?

    Aber das ist wohl das übliche Problem.. Reform vs. Revolution *g*

  2. Nils sagt:

    Naja, sicher ist es begrüßenswert Mädchen in Schuluniformen zu stecken und ihnen Mikrokredite zu gewähren.

    Die aufgezeigte Kausalität in dem Video ist aber an Vereinfachung und Verharmlosung nicht zu überbieten. Der übliche Hauptwiderspruch der ganzen Welt mal wieder. Ad sponsored by Nike.

    Schöner Kommentar bei Feministing:

    Husbands and babies are not the problem. Wow, to toss those away like they’re baggage? What crap.

  3. Goofos sagt:

    Also da müsste mir schon jemand erklären warum ich jetzt unbedingt nur Mädchen in eine Schuluniform stecken will? Die Geschichte mit den Mikrokrediten für Frauen ist zum größten Teil noch nachvollziehbar, aber wieso nur Mädchen zu Schule schicken? Nö, verstehe ich nicht was dahinter stecken soll.

  4. Nils sagt:

    Auch Mädchen, so meinte ich das. Wie Andere das meinen – Darüber bin ich mir mittlerweile nicht mehr so im Klaren.

  5. Steffie sagt:

    Ja, natürlich auch Mädchen, nicht ausschließlich. Weil wenn in armen Familien in Entwicklungsländern in Schulbildung investiert wird, dann doch primär in die der Jungen. Denn diese müssen später eine Familie ernähren. Frauen heiraten und bekommen Kinder, da können sie auf Schulbildung auch verzichten.

  6. Mari*us sagt:

    Der Film spricht vom „Girls Effect“. Die Abwesenheit von „Boys“ ist also gewollt. Das schmälert aber auch nicht die Aussage des Films. Es heißt im Film nicht, dass Jungs alles kaputt machen würden (es gibt keine Erwähnung) und Mädchen die besseren Menschen wären. Kampagnen leben von der Darstellung der Seite, die sie vertreten. In diesem Fall vertreten sie eben „Girls“. Obama vertritt ja auch Obama und nicht McCain etc.
    Ob die Zusammenhänge einfach dargestellt sind hin oder her. Faltencreme macht auch keine Falten weg und trotzdem wirds erzählt und das Produkt gekauft. Ob das Mädchen, dass ich unterstütze irgendwann eine Herde von Milchkühen hat steht in den Sternen. Aber am Ende ist es ja auch erst mal nur ein Werbespot.

  7. lukrezia sagt:

    In manchen Teilen Afrikas glaubt man sogar noch man müsse 10 Jungfrauen vergewaltigen, um sich von der Krankheit zu befreien. So dass es nicht nur ein Infizierter ist sondern gleich 11.
    Dort gibt es bereits viel Aufklärung. In allen möglichen Formen. Wirklich! Es passiert aber nichts. Das hat mehrere Gründe. Zum einen spielt der Papst eine nicht unwesentliche Rolle mit seinem Kondomverbot.
    Zum anderen trauen die ihren Schamanen und Naturmittelchen mehr als der Aufklärung aus westlicher Hand. Ich sah mal eine Theatergruppe die die Aidsproblematik in einem Theaterstück dargestellt hat und damit in Afrika unterwegs war. Die Leute haben über das lustige Schauspiel gelacht und den Kameras danach deutlich gesagt: DAs war interessant aber wir glauben an die „echte“ Wahrheit. Wir wissen wie man die Krankheit „wirklich“ besiegt. Was natürlich nicht der Fall ist wie wir alle wissen. Das die Mädchen für ein paar Stunden am Tag nicht als Arbeitsskalven dienen, sondern auch lesen und schreiben lernen und eine Ahnung davon bekommen was es bedeutet Menschenrechte zu haben, ist sehr löblich. Aber auch dort wird ihnen nichts über Aids beigebracht. Und wenn doch einmal ist das so etwas Besonderes das weltweit von diesem rogramm berichtet wird. Auf ein Mädchen hört dort jedenfalls keiner.

    Ich will wirklich an dieses Programm glauben, aber es klingt einfach zu unrealistisch.

    lg

  8. flawed sagt:

    lukrezia, mir ist leider nicht ganz klar, welche Schlussfolgerungen ich aus Deinem Kommentar siehen sollte.

  9. Nils sagt:

    Auch ein schöner Girls Effect – Sweatshop ade.

    Is there still a Problem?

    Hier kann man dem Initiator der Girls Effect – Kampagne einen Brief schreiben.

  10. Nils sagt:

    (Briefe an Puma, Addidas usw. findet man dort auch. Es sind überwiegend FRAUEN die dort Arbeiten müssen..)

  11. Susanne sagt:

    @ Nils: Danke für die Links, vor allem für den Brief, den man dort abschicken kann.

  12. lukrezia sagt:

    Ich wollte damit lediglich aussagen dass ich mir nicht vorstellen kann dass es funktioniert.

    lg