Der eigene Blick auf die Welt

von Helga
Dieser Text ist Teil 20 von 115 der Serie WWW Girls

In jeder Folge der WWW Girls stellen wir euch eine Bloggerin und ihr Weblog vor. Heute:

MORJANNE.blogspot.com

Wie heißt du?
Marianne, in Anlehnung an meine sächsische Muttersprache auch gern „Morjanne“…

Seit wann bloggst du?
Seit 2006, auf meinem derzeitigen Blog erst seit Mitte 2009.

(c) Frl. Zucker, fraeuleinzucker.blogspot.com

Warum hast du damit angefangen?
Ich brauchte einen Ausgleich zu meiner „realen“ Verschlossenheit, und wollte gleichzeitig nicht nur „für die Schublade“ schreiben. Außerdem konnte nicht jeder in meinem direkten Umfeld mit meiner ausufernden Begeisterungsfähigkeit für manche Musiker, Bücher oder Themen umgehen. Im Internet ist das leichter, man kann ja einfach weiterklicken.

Worüber schreibst du?
Am Anfang über das, was ich so täglich in meiner Umgebung beobachten konnte. Mittlerweile habe ich mich in der Hinsicht weiterentwickelt – die Texte, die ich im realen Leben schreibe und zum Teil auch bei Lesebühnen etc. vorlese, finden mehr Eingang in mein Blog, was die Veröffentlichungen privater macht.
Auch mein Themenspektrum ist breiter geworden: Ich beschäftige mich mehr mit Politik und Feminismus, aber auch immer noch viel mit meinen beiden größten Obsessionen, Musik und Büchern. Meine Beiträge richten sich aber durchgängig an meinem eigenen Blick auf die Welt aus – und vieles ist ironischerweise deswegen meist nur von Menschen, die mich persönlich kennen, bzw. oft nur von mir selbst zu verstehen…

Was dir ohne Internet nicht passiert wäre:
Ich hätte definitiv nicht so viele interessante, verrückte und kreative Menschen kennengelernt, einige spannende Diskussionen nicht geführt, und könnte nicht in dem Maße mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben, wie ich das möchte. Außerdem wäre ich in Leipzig komplett verloren – ich hasse Stadtpläne :)

Wovon braucht das Internet mehr?
Verantwortungsbewusstsein nicht nur im Umgang mit den eigenen Daten, sondern auch mit anderen Menschen – viele vergessen einfach, dass das Internet eben kein Paralleluniversum, kein alternativer Lebensraum, sondern trotz aller Virtualität immer noch ein Bestandteil der Realität ist.

Frauen im Web haben…
…leider genau wie im richtigen Leben die Angewohnheit, sich kleiner zu machen als sie eigentlich müssten.

Deine tägliche Web-Lektüre:
Zuerst diverse Nachrichten, zeit.de, tagesschau.de oder auch mal faz.net; danach viele verschiedene Blogs, z.B. den meiner Schwester, und auch lokale Leipziger Seiten, z.B. Kreuzer.

Tipps und Bewerbungen für die WWW Girls an mannschaftspost(at)web.de.




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Eintrag geschrieben: Donnerstag, 12. November 2009 um 10:02 Uhr unter Netz(kultur). RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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Ein Kommentar

  1. Stine sagt:

    Morjanne,, ich liebe dich! Noch keine Kommentare hier, da muss ich abhelfen. Übrigens vielen Dank für den Verweis auf meinen Bloo, ich werde ganz rot.