Das Wort zum Sonntag

von Susanne

Die Schauspielerin Juliette Lewis wurde gestern von femalefirst.co.uk mit einer klaren Ansage zitiert:

„Ich will, dass Frauen anfangen darüber nachzudenken, was sie selbst zu sagen haben, was können sie für ihre Familien, andere Menschen, die Gesellschaft tun? Es ist okay, wenn man für seinen Mann begehrenswert sein will, das ist süß. Es ist dann aber schon etwas anderes, wenn sie sich ihr Gesicht umgestalten und Plastik in die Brust operieren lassen, nur um sich begehrenswerter zu fühlen. Von diesen Menschen hört man oft: ‚Nein, ich tue das für mich. So fühle ich mich gut.‘ Stimmt das wirklich?“

Juliette Lewis nennt sich übrigens selbst „man-loving feminist“.




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Eintrag geschrieben: Sonntag, 21. September 2008 um 12:45 Uhr unter Inspiration, Körper. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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5 Kommentare

  1. Viktoria sagt:

    I’m a man-loving feminist too…

    mal eine Frage: irgendwie liest sich die Betonung von „man-loving“ so, als wenn das etwas exotisches wäre, was extra betont werden muss… also als wenn es normal wäre, eine „man-hating“ feminist zu sein. Sehe ich das falsch?

  2. Rattenmaus sagt:

    @Viktoria: Das war auch mein Eindruck! Man muss sich ja dringend distanzieren von den „normalen Feministinnen“, die halt alle Männer hassen. Oder so.

  3. Wie könnt ihr Euch nur als Feministinnen bezeichnen und Männer nicht hassen? Der Männerhass gehört doch schon in die Definition rein…. ;-)

    Um es mit den immer irgendwie treffenden Worten von Hedwig Dohm zu sagen, die vor 120 Jahren schon dem Vorwurf ausgesetzt war:
    „Hasse ich etwa den Löwen, gegen dessen Angriff ich mich wehre? Aber, weil ich ihn schön und königlich finde, kann ich mich doch nicht von ihm auffressen lassen.“ (in: „Die Antifeministen“, 1902)

  4. Frank sagt:

    Ich bin 49 Jahre alt und in den späten 70ern – frühen 80ern mit den Anfängen des Feminismus Schwarzerscher Prägung aufgewachsen. Da ich damals eher zur alternativen Szene gehörte, habe ich Einiges an Diskussionen und Vorwürfen mitbekommen, sozusagen die volle Dröhnung. Und ich kann euch nur sagen, zumindest in dieser Generation ist eine man-hating-feminist absolut normal. Es ist schon wirklich eine Menge Müll über unsere Köpfe ausgeleert worden. Deshalb bekomme auch ich, obwohl ich den Grundforderungen des Feminismus´ durchaus positiv gegenüber stand, schon bei dem Wort Hautausschlag.
    Wie soll das dann erst bei eher skeptischen Männern sein.
    Vielleicht solltet ihr ein neues Wort erfinden.

    Gruß
    Frank

  5. Susanne sagt:

    Lieber Frank, die Frage, ob man es noch Feminismus nennen sollte, stellen wir uns auch und es gab hier auch eine interessante Diskussion dazu.