Cumshot oder Candlelight

von Verena

Romanze oder Porno, pro oder contra Stripclubs, Vagina altern oder verjüngen lassen – die Vulva-Spots dieses Mal mit einigem Für und Wider:

Auf Salon.com überlegt Tracy Clark-Flory, ob romantische Hollywoodkomödien Beziehungen nicht genauso schaden wie Pornos – schließlich werden in beiden unrealistische Vorstellungen geweckt, wie so ein Beziehungsleben auszusehen hat. Und warum eigentlich sollte ein Cumshot weniger wert sein als Candlelight?

Die Junge Welt berichtet über die Por-Yes Veranstaltung der Berliner Reihe reclaim feminism, die übrigens noch bis zum 19. Mai läuft…

Und wieder mal die Frage, ob es Sexarbeiterinnen hilft, ihre Gewerbe zu kriminalisieren. Dieses Mal hat Island vor, Stripclubs zu schließen, was Julie Bindel  im Guardian als frauenfreundliche Maßnahme bewertet. Miriam von feministing sieht das im Gegensatz keineswegs als feministischen Sieg.

Den Trend zur Vaginal-Verjüngung greift Spiegel Online kritisch im Gespräch mit einem Schönheitschirurgen auf und fragt nach Sinn und Risiken der „Designer-Vaginas“

Die Ask-Professor-Foxy-Reihe auf feministing beantwortet Sexfragen. Dieses Mal: Wie man seinen Lover dazu bringt, Geschmack am Oralsex zu finden.




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Eintrag geschrieben: Freitag, 9. April 2010 um 8:22 Uhr unter Inspiration, Sex_ualität. RSS 2.0. Weder Kommentare, noch Pings erlaubt.



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11 Kommentare

  1. steve, the pirate sagt:

    Beim artikel über die „Designer-Vaginas“ hat es mich so richtig geschüttelt.
    Am schlimmsten fand ich, dass Mütter das bei ihren Töchtern im Teenageralter durchführen lassen. :(

  2. Verena sagt:

    @ steve, the pirate

    ja, ich dachte auch erst, och nö, schon wieder dieses traurige Thema – aber super, wie die Autorin das umgesetzt hat und wie unsympathisch sie diesen Chirurgendepp beschreibt…

  3. Lori sagt:

    Also in Sterotypen darstellen stehen romantische Hollywoodkomödien Pornos nun wirklich in nichts nach. Wobei ich fast sagen würde, dass bei Pornos die Klischees wegen ihrer offensichtlichen Überzeichnung noch leichter zu erkennen sind. Aber als ob unsere Medienlandschaft ansonsten so sexismusfrei wäre, immer Pornos als das „schwarze Schaf“ darzustellen, ist etwas kurzischtig, wie ich finde.

  4. Hans sagt:

    @ Lori

    Ist halt Hollywood, die Deutschen, die Russen und die Moslems sind die Bösen und die Amerikaner befreien die Welt und sind die Guten ;)

    “ Die Ask-Professor-Foxy-Reihe auf feministing beantwortet Sexfragen. Dieses Mal: Wie man seinen Lover dazu bringt, Geschmack am Oralsex zu finden“

    Welcher Mann mag das nicht??? Wenn beide sich untenrum waschen gibts doch nichts schöneres ;)

  5. jooles sagt:

    ich kenne auch männer, die oralsex egal ob aktiv oder passiv komplett ablehnen. scheint es also schon zu geben.
    naja, muss ja jede/r selbst wissen.

    in dem post gehts ja eher darum, dass der lover noch völlig unerfahren auf dem gebiet ist.

  6. Mel sagt:

    also, wenn ich an pornos oder stipclubs denke, wo die stripperinnen 10 cm vor dem gesicht des mannes ihre beine spreizen bis er ihre lunge sieht… und er das mal eben mit seinen jungs am wochenende macht, sogar trotz eigener beziehung mit dem kommentar „ich hab das o.k. meiner freundin. das ist doch normal, das machen alle männer und die meisten frauen haben ja auch nichts dagegen“…
    dann werde einfach nur aggressiv.

    die meisten frauen, mit denen ich mich über dieses thema unterhalte, finden das nämlich nicht o.k. diejenigen frauen, die es „nicht so schlimm“ finden gehören meistens zu der sorte ich-verbieg-mich-hauptsache-er-mag-mich. meine erfahrung.
    wie denken andere feministinnen darüber? natürlich müsste man differenzieren: es gibt pornos und es gibt „pornos“. es gibt erotischen tanz und eben die oben beschriebenen schau-mir-bis-hinauf-in-die-lunge-verenkungen. deswegen möchte ich hier nur die art von pornigraphie und strip thematisieren, der vom großteil der männer konusmiert wird.

    zum thema pornos: ich selbst bin nicht unbedingt anhängerin des kuschelsex‘, aber plot und szenen in den pornos, die ich bisher gesehen habe, kann ich nur den kopf schütteln. ich wurde durch sie eher angewidert als angeregt.

    wie sieht’s aus mit dem pornokonsum in beziehungen?
    es mag ja privatsache sein, wenn man pornos als singlemann konsumiert. entweder hab ich einen missing-link oder will nicht verstehen, wieso in einer beziegung, in der sexuelle treue für beide partner wichtig ist, sein pornoskonsum von ihm als privatangelegenheit deklariert wird.
    schließlich betrachtet er den intimbereich einer anderen frau mit klarer sexueller absicht, sprich er interessiert sich sexuell für eine andere frau. ob nun in 2D oder 3D spielt für mich keine Rolle.
    d.h. dieser mann ist untreu.
    hirnphysiologisch läuft bei ihm das szenario, was er da beobachtet, genau so ab, als würde er selbst die rolle des protagonisten einnehmen. deswegen akzeptiere ich das argument „es ist doch bloß ein film und keine frau in fleisch und blut“ nicht.

    ich akzeptiere auch nicht das argument, dass „alle“ männer das machen. hier sei angemerkt, dass sowohl männer als auch frauen dieses argument bringen.

    ich suche für mich einen umgang mit diesem thema, der mir es ermöglicht, nicht gleich an die decke zu springen…

  7. illith sagt:

    …..die Lunge?

    du siehst es tatsächlich schon als Untreue, wenn man in einer monogamen Beziehung andere Menschen (un sexuellem Kontext) anguckt oder sich vorstellt?

    also ich find, Konsum von Pornos, Filmen, Games etc. ist auch für Beziehungsgebundene Privatsache.
    wenn ich mitkrieg, dass das bei meinem Partner irgendwas besonders Ätzendes ist (nicht nur auf Pornos bezogen), zb Verharmlosung/Glorifizierung von Vergewaltigung, hätt ich da schon ein Problem mit. Zumindest würd ich dann erwarten, dass er es so konsumiert, dass ich nicht davon belästigt werde. (nur weil jemand was konsumiert, heißt das ja noch nicht unbedingt, dass er/sie sowas zb gerne in die Realität umsetzen will)

  8. Mel sagt:

    oh, ich seh erst jetzt, dass ich lauter vertipper habe :)

    also: es geht mir nicht um normale filme, die unter anderem auch sexuelle szenen enthalten. es geht in den meisten filmen nicht primär um den sexuellen akt.

    wenn ich aber einen porno sehe, dann geht es um sex, das heisst, ich entscheide mich bewusst dafür, zwei (oder mehr) menschen beim sexuellen verkehr zu beobachten. bei den meisten pornos sieht man zu einen größeren anteil eher die frau.
    wenn ich als mann also ein porno sehe, dann weil ich mich befriedigen möchte durch anblick dieser porno-darstellerin, diverser intimer körperstellen und der vorstellung selbst diese frau zu berühren oder zu penetrieren oder von ihr oral verwöhnt zu werden. wenn ich in einer beziehung bin, heisst das, dass ich sexuelles interesse für eine andere frau habe, und das objekt meiner sexuellen begierde und befriedigung ist diese porno-darstellerin und nicht meine eigene frau.
    wie oben schon erwähnt ist das für das menschliche hirn physiologisch nichts anderes: das hirn denkt, dass du „in“ dieser pornoszene bist und dass „du“ sex hast mit der darstellerin. dopamin wird ausgeschüttet usw usw.
    sprich, hirnphysiologisch bist du untreu.

    also, welche begründung gibt es innerhalb einer beziehung pornos zu konsumieren? wenn man doch sexualität mit seinem partner lebt? natürlich ist die eigene sexualität privatsache. masturbation ist zB selbstverständlich.
    aber wenn ich hierzu den anblick einer „anderen“ frau bewusst benutze, wieso gebe ich dann in meiner beziehung vor, treu sein zu wollen? treu im sinne von: meine frau ist die einzige, mit der ich sexualität teilen möchte, nur sie ist das objekt meiner sexuellen begierde.
    wenn ich mir sex doch auch mit anderen frauen vorstellen (vielleicht auch mehr) möchte, indem ich zB pornos konsumiere, gaukele ich meiner partnerin dann nicht vor, sie sei die einzige? ist es nicht eine frage der folgenlosen gelegenheit, auch in der realität sex mit einer anderen frau als der eigenen zu haben?
    ich habe zB kein problem damit, wenn in einer offenen beziehungen beide partner wissen woran sie sind. sprich man weiss, dass man nicht exklusiv anspruch auf die sexualität des partners hat. aber wenn der partner monogamie vorgibt, wieso dann andere frauen, ja, auch in 2D begehren?

    ich hab die frage „wieso gucken männer eigentlich pornos?“ wohl auch mal auf einem treffen im freundeskreis fallen lassen.
    im gespräch mit einem guten freund, der bei diesem treffen auch dabei war, hat er mich daran erinnert. er meinte, das sei das erste mal gewesen, dass er sich bewusst gedanken darüber gemacht hat, warum männer pornos konsumieren. er ist mediziner und angehender psychologe. er hat mir etwas berichtet, was ich schon häufiger von männern gehört habe: „auch wenn du das vielleicht nicht hören möchtest, wenn ich ehrlich sein soll, gehen 9 von 10 männern, die ich kenne, fremd. und die sache mit den pornos ist im grunde dasselbe. „

  9. illith sagt:

    ok, ich hab offenbar grundlegend andere ansichten (und empfindungen) als du.^^
    über meinem kopf steht ein mittelgroßes fragezeichen, wenn ich deinen beitrag lese:
    du siehst tatsächlich den gedanken schon als ‚verbrechen‘ (untreue)? wenn du mit einem partner zusammenkommst, verblassen da tatsächlich alle anderen männer?
    masturbation ist für dich i.O. (das wäre sonst meine nächste frage gewesen) – aber sowas ist ja nun nicht selten mit imaginären bildern verbunden – nicht notwendigerweise von der aktuellen partnerin. das lässt sich aber natürlich nicht kontrollieren – ist diese ‚gefahr‘ dann nicht auch belastend für dich?
    ebenso kann es ja sowieso immer passieren, dass angesichts film&fernsehen, music-TV, sozialem zusammenleben, fernsehzeitungen usw. einem jederzeit attraktive menschen unterkommen – und dabei ein (nicht-ausagiertes) sexuelles interesse. das beschränkt sich ja jetzt nicht nur auf pornos.

    deutlich aussprechen möchte ich mich gegen deine annahme, dass das ‚imaginäre‘ begehren auch in die tat umgesetzt werden will/wird. das sind absolut zwei paar schuhe!
    du omplizierst desweiteren, dass der konsum pornografischer materialien reine männersache wäre – definitiv falsch.
    und dass 90% der männer im umfeld deines freundes fremdgehen, mag ja der traurigen wahrheit entsprechen, ist aber auf keinen fall repräsentativ für „den mann“. (was sagt dein kumpel eigtl. bezüglich der fremdgeh-quote bei frauen?)

    insgesamt finde ich deine anforderungen an den potentiellen monogamie-partner schon sehr hoch.^^°
    wenn du es aber so empfindest, ist das aber natürlich dein gutes recht – sofern das alles zeitig geklärt wird.

  10. Mel sagt:

    pornokonsum ist nicht „reine“ männersache.
    aber bei 80% männer versus 8% frauen, die konsumieren, und der wahrscheinlichkeit, dass männer weniger schwierigkeiten damit haben, dass ihre partnerin pornos sieht als umgekehrt, habe ich meinen schwerpunkt auf den pornokonsum der männer gelegt. vielleicht auch berechtigt dadurch, weil ich mich sexuell und partnerschaftlich eher für männer interessiere ;)

    am rande bemerkt sind pornographische darstellungen tendenziell eher frauen- als männerfeindlich, was den pornokonsum der herren nicht unbedingt sympatischer macht.

    zu deinem mittelgroßem fragezeichen:

    1. ja, wenn ich mich für eine monogame beziehung entscheide (also keine reine f…beziehung), dann existiert tatsächlich nur dieser eine mann. stelle ich fest, dass interesse für andere männer/einen anderen mann aufkeimt, stelle ich die existierende beziehung in frage. in diesen fällen habe ich die beziehung konsequenterweise beendet.
    2. ja, das masturbation mit imaginären bildern verbunden sein kann, weiß ich. ich selbst denke eher nicht an irgendwen dabei. es ist vielmehr das (erinnerte) gefühl, was wirkt. oder in einer bestehenden beziehung bilder, in denen eindeutig der partner repräsentiert ist. ich denke, wenn ich wüsste, dass mein partner ständig andere beim masturbieren phantasiert, gilt derselbe ärger wie bei pornographie. dennoch gibt es da einen kleinen aber feinen unterschied. bei der masturbation drängen sich die bilder eher auf, dies muss nicht willentlich geschehen. beim pornokonsum geht eine willentliche handlung voraus, er muss sich erstmal ein porno verschaffen. das ist sicherlich per internet um einiges unkomplizierter geworden.
    3. klar kann es sein, dass einem attraktive menschen unterkommen. und das sexuelle interesse geweckt wird. aber wenn ich nicht mehr die phantasien des mannes fülle, dann will ich bitteschön nicht verarscht werden. dass ein mann mit mir schläft und dabei an eine andere frau denkt, gehört auch in diese kategeorie. ich diene ungern als ersatzbefriedigung und habe genug respekt vor/für meinem/n körper, dass ich das nicht akzeptiere. zudem spricht das auch nicht gerade für diesen mann, auch eine frage der aufrichtigkeit und der wertschätzung der person/frau.
    natürlich kann man den menschen nur vor den kopf schauen, deswegen rege ich mich in erster linie auch über die unaufrichtigkeit in solchen fällen auf.
    4. dass das imaginäre begehren in ansätzen schon handlungsrelevant ist, sieht man daran, dass porno erst mal „beschafft“ werden müssen. das bei dem einen früher und bei dem anderen später eine sättigung für bestimmte pornographische darstellungen entsteht und der wunsch nach mehr oder andersartiger pornographie sich entwickelt, ist auch keine selbstausgedachte hiobsbotschaft. dass das imaginäre begehren scheinbar häufig doch in handlung übergeht, schließe ich aus bisherigen unterhaltungen sowohl mit frauen (betroffenen) als auch männern. ich weiss zwar nicht wieso, aber mir erzählen männer ihre fremdgehaktionen unangenehm häufig. wenn man dann zusätzlich von anderen männern erfährt, dass das eher alltag als ausnahme ist, kommt man schon ins grübeln.
    dieser oben genannte freund hat mir erzählt, dass er sich von einer illustren männerrunde verabschieden musste, und als er als kollegenschwein tituliert wurde sich mit „wenn ich morgen euren frauen noch in die augen schauen können will, dann muss ich jetzt gehen.“ verteidigen musste. und ich könnte unzählige solcher dinge erzählen.
    5. zu der fremdgehquote bei frauen sagt er: „männer gehen fremd, frauen auch. frauen haben meist andere gründe dafür. und, was soll ich sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass es (zahlenmäßig) vergleichbar ist, bei männern gehört das fast schon dazu.“
    das, was mich überrascht hat, war, zu hören, dass dieser freund so denkt. er hat bisher nämlich schon einige seitenhiebe einstecken müssen von mir wegen sexistischen parolen seinerseits. aber die jungs, die er nannte, kenne ich, und das sind schwiegermutters lieblinge….

    ich denke, ich bin da tatsächlich etwas speziell. bekomme häufiger zu hören, dass obwohl ich beim thema sex einen ziemlich offenen umgangston hätte, meine prinzipien vergleichbar streng seien. mein problem sind auch nicht die verschiedenheiten in der menschlichen sexualität, sondern die heuchlerei dabei.
    wenn man(n) auf die dinge steht, die zB in pornos dargestellt werden, na bitte, dann sollte man auch den a… in der hose haben, das auch zu leben (solange es natürlich nicht gegen geltendes recht verstößt ;) ). wenn die partnerin einverstanden ist, auch kein thema. zB akzeptieren manche frauen den gang zur prostituierten, weil es ja bezahlter sex sei und nichts mit untreue zu tun hätte (das werd ich nie verstehen). aber man sollte mit offenen karten spielen.

  11. Mel sagt:

    auf der suche nach einem umgang mit pornographie bin ich auf folgendes gestoßen: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/medien_pornographie.html

    vielleicht interessiert’s den einen oder anderen.