Archiv für ‘Working Girl’

Deutschlands Regionen im Gender-Vergleich

Tuesday, November 4th, 2008 von Susanne

Manchmal sind Bilder einfach stärker als Worte. Während man in der Diskussion Tage, Wochen, Jahre damit verbringen kann, über die Chancengleichheit von Frauen und Männer in diesem Land zu reden, stellt nun die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung - zusammen mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung - einfach ein paar Landkarten ins Netz, unter dem Titel “Gender-Index”.

Und die haben es in sich: Auf der Karte oben ist zum Beispiel zu sehen, wie viele Kinder unter drei (oben) bzw. über drei (unten) Jahren teilweise (links) oder ganztags (rechts) betreut werden. Ein Blick und es ist klar: In Ostdeutschland werden Kinder insgesamt öfter in Kindertagesstätten betreut (grün und blau), in Westdeutschland verbringen dagegen weniger als fünf Prozent der Kinder unter drei Jahren ihren Tag nicht zuhause (hellgrün).

Diesen schnellen Überblick gibt es aber nicht nur zur Frage der Kinderbetreuung, sondern auch zum Beispiel für die Chancen von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt in den unterschiedlichen Regionen Deutschlands. Da stellt sich heraus, dass Frauen und Männer im Osten ähnliche Chancen haben - während im Westen die Chancen der Frauen geringer sind -, dass diese allerdings bei beiden Geschlechtern schlechter als im Westen sind.

Insgesamt werden 19 Indikatoren aus den Bereichen Ausbildung, Erwerbsleben und Partizipation gezeigt; der allgemeine “Genderindex” ist der Mittelwert aus diesen Indikatoren. Für 439 Städte und Kreise ist so eine Rangliste entstanden, bei deren Lektüre ich feststellen musste, dass ich mich in Genderfragen bei jedem meiner Umzüge verschlechtert habe: Aufgewachsen in Berlin (Platz 15), studiert in Leipzig (Platz 21), bin ich mit meiner jetzigen Wahlheimat München noch mal zwei Pätze runter, also auf Platz 23, gefallen. Insgesamt schneiden aber alle drei Städte nicht schlecht ab.

Doch diese Zahlen- und Kartenspielerei soll nicht nur zur persönlichen Belustigung und dem allgemeinen Interesse dienen. Vor allem die Politik und die Unternehmen sind die Adressaten der Ergebnisse: Kreis- und Stadtverwaltungen sollen angespornt werden, konkret mehr für die Chancengleichheit von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen zu tun. Und die Unternehmen bekommen so eine Entscheidungshilfe für ihre Standortwahl, wenn es ihnen darum geht, so unkompliziert wie möglich Fachfrauen und -männer anwerben zu können.

Und wer hat nun “gewonnen”? Die Hans-Böckler-Stiftung schreibt zwar:

Es gibt im Ranking des Gender-Index deshalb keine Sieger und Verlierer. Allen Kreisen ist gemein, dass bis zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit noch Handlungsbedarf besteht. Trotzdem zeigen sich Regionen mit im Durchschnitt geringeren, mit mittleren und mit höheren Geschlechterunterschieden.

Hier trotzdem ein Blick auf die interessante Gruppe auf dem Treppchen:
1. Bitterfeld
2. Starnberg
3. Leipziger Land

Deutsche Frauen

Monday, October 27th, 2008 von Barbara

Ein langer Artikel in der Washington Post stellt die aktuelle Situation von berufstätigen Frauen in Deutschland dar. Von Diskriminierung bei Bewerbungsgesprächen aufgrund von Schwangerschaft über geschlechterspezifisch schlechtere Löhne bis zur Reduktion von Frauen auf die drei berühmten K - Kinder, Küche, Kirche - werden die heißen Themen aufgelistet. Also etwa:

Barbara Steinhagen, 36, said age-old prejudices die hard. A former international marketing manager for a music company in Berlin, Steinhagen said she was promised a promotion that was bruptly given to a man when she announced she was pregnant. Her discrimination complaint, still ending, is the first of its kind to reach the German supreme court.

Aber auch Gegner der berufstätigen Mütter werden zitiert:

Hans Meyer, 72, a retired engineer who used to run a Hamburg toolmaking company with 1,500 employees, said the “silent majority of women want to stay home and have families.”

Zum Artikel gibt es noch ein launiges Video, in dem auch Eva Herman zu sehen ist.

Nichts wirklich inhaltlich Neues für uns, das alles, aber ein ziemlich gutes Gefühl, dass das nun auch in der Washington Post zu lesen ist.

Nervige Frauen

Wednesday, October 1st, 2008 von Anna

Passend zu der ein oder anderen Diskussion, die hier im Blog gerade läuft, hier der Hinweis auf einen sehr interessanten Artikel in der Zeit: “Der Fluch der Nervensägen”

Im Kern geht es darum, warum ein Mann, der im Beruf vorwärts kommt, ja an der Spitze steht oder zumindest dorthin will “durchsetzungsstark” ist, eine Frau hingegen “nervig” oder “anstrengend”.

“Was verbirgt sich hinter dem abqualifizierenden kleinen Wort? Im Kern der Vorwurf, dem weiblichen Rollenbild nicht zu entsprechen. Das hat sich, trotz aller Emanzipationsgewinne, aller Bildungserfolge und Karriereleistungen der vergangenen Jahrzehnte, nicht wirklich verändert und wird auch von den meisten Frauen kaum infrage gestellt. Kein Wunder: Das vornehmlich von Männern verteilte Etikett “Nervensäge” ist auch eine Warnung an die anderen Frauen: Wenn ihr euch nicht rollenkonform verhaltet, habt ihr mit Missachtung zu rechnen! Die Mehrheit entscheidet sich in dieser Lage gegen Frauensolidarität.”

“Und die Männer? […] Sie zeigen die klassische “verbale Aufgeschlossenheit bei gleichzeitiger Verhaltensstarre”, die der Soziologe Ulrich Beck beschreibt […] Ganz abgesehen davon, dass viele Männer insgeheim natürlich froh sind, sich der neuen, stressigen Konkurrenz durch hoch qualifizierte Frauen mit einem Trick erwehren zu können.”

Die Grundthese ist also, dass das “nervige” dieser Frauen in der angeblich fehlenden Weiblichkeit begründet ist. Diese wird aber weiterhin erwartet:

“Jutta Ditfurth, die hoch intelligente, aber oft als “verbohrt”, mitunter auch als “stalinistisch” gebrandmarkte Grünen-Frau der ersten Stunde, hat in einem Zeitungsgespräch einmal von einem Test zur Weiblichkeitserwartung berichtet, den sie gern mache: Er bestehe darin, ein männliches Gegenüber im Gespräch einfach nicht anzulächeln. Das löse regelmäßig große Irritationen aus – weil von Frauen ein konziliantes (unterwürfiges?) Lächeln erwartet wird. Ähnliches kann man erleben, wenn man durch eine vollgestopfte Fußgängerzone geht und Entgegenkommenden nicht ausweicht: Zu 99 Prozent kollidiert man dann mit Männern.”

Lesen!

(…und testet mal das mit der Fußgängerzone, das stimmt wirklich…)

Nachtrag:
Da der Link am Ende des Artikels zumindest bei mir nicht funktioniert, hier der direkte Klick zur “Nervensägen? 12 Plädoyers für ungewöhnliche Frauen” - Liste.

Verantwortung für Mensch und Mensch

Monday, September 29th, 2008 von Barbara

Unlängst berichtete die Zeit über Mitarbeiterinnen der niedersächsischen Wurstwarenfabrik, die über Schwangerschaftstests bei der Bewerbung zu Abtreibung gezwungen wurden.

Die Betriebsärztin Christina von Auenmüller hat Bewerberinnen zu Schwangerschaftstests aufgefordert – das bestätigt selbst das Unternehmen. Um Frauen zu schützen, behauptet die Firma. Um Frauen einzuschüchtern, vermuten die Expertinnen aus den Schwangerenberatungsstellen von pro familia und donum vitae. Wegen der Tests bei Kemper hätten Frauen gekündigt oder sogar abgetrieben, heißt es in mehreren Briefen und Vermerken, die der Zeit vorliegen.

Die Frage nach einer Schwangerschaft im Bewerbungsgespräch ist heikel. Denn obwohl es laut Gleichstellungsgesetz nicht erlaubt ist, danach zu fragen, gibt es natürlich Gründe, auf mögliche Gefahren hinzuweisen. Zum Beispiel der Umgang mit giftigen Substanzen, die einer Schwangeren schaden können. Ähnlich argumentiert auch Kempers Betriebsärztin:

»Es kommt immer wieder vor, dass Mitarbeiterinnen erst im fünften oder sechsten Monat feststellen, dass sie schwanger sind«, sagt die Betriebsärztin. »Wir wollten verhindern, dass solche Frauen in unseren gekühlten Räumen arbeiten und sich selbst und ihren Nachwuchs gefährden.«

Die Bedrängnis, in die Bewerberinnen durch diese dubiosen Abtreibungstests geraten sind, kommt leider häufig vor. Ein Kind gilt in der Berufswelt nach wie vor als Handicap - lieber verschweigen und mehr noch, denn als Mutter stigmatisiert werden, denken viele. Vielleicht ist es aber gerade ein Denkfehler, die Tatsache zu verschweigen, dass Frauen Kinder haben (können). Ein Punkt, den die Journalistin Tissy Bruhns unlängst in einer Diskussion anbrachte: In der älteren Generation der Feministinnen wurden Kinder nicht erwähnt. “Sag bloß nicht, dass du Kinder hast oder willst”, riet man einander damals. Wollen wir heute eine strukturelle gesellschaftliche Änderung erreichen, dürfen Kinder (ob bereits existent oder nur theoretisch) kein Benachteiligungsgrund sein. Qua Gesetz sind sie das auch nicht mehr - demnach können sie künftig auch erwähnt werden. Oder sollten das auch. Was meint ihr?

Be pragmatisch, be a Platzhirschkuh

Friday, September 26th, 2008 von Meredith

Auf Spiegel Online gibt es ein interessantes Interview mit der Unternehmerin, Trainerin und Autorin Marion Knaths. Sie hat letztes Jahr das Buch “Spiele mit der Macht” veröffentlicht. Darin schreibt sie darüber, wie Frauen sich die Techniken und Strategien der Männer im Wirtschaftsbetrieb aneigenen können, um sich durchzusetzen.

Das Interview ist auch deshalb so interessant, weil Knaths zwar einerseits darauf besteht, dass Frauen und Männer komplett unterschiedlich kommunizieren - aber andererseits das nicht auf einen biologischen Grund zurückführt. Ihre These ist, dass Frauen das berühmte Platzgehirsche in Unternehmen einfach nicht durchschauen, weil es ein spezifsch männliches Ding ist. Deshalb halten sie sich da lieber raus und beschäftigen sich mit Inhalten - und verpassen so die Möglichkeit, sich selbst durchzusetzen.

Außerdem sagt Knaths, dass Frauen in Führungspositionen dazu neigen, sich selbst zurück zu nehmen, um Reibungen oder Konflikte zu vermeiden. Das ist ihrer Meinung nach eines der größten Hindernisse, die sich Frauen auf ihren Karrierewegen sozusagen selbst bauen:

SPIEGEL ONLINE: Wie demonstriert die männliche Eins ihren Status?
Knaths:
Achten Sie mal auf die Körpersprache: Wer sitzt bei der Konferenz am breitesten im Sessel? Wer entert den Raum mit dem meisten Schwung, wer grüßt am lautesten, setzt sich am geräuschvollsten, redet am längsten? Richtig! Die Eins. Führungsfrauen dagegen müssen oft üben, sich den entsprechenden Raum zu nehmen - zum Beispiel, indem sie sich Redezeit genehmigen und ihre Arme dabei souverän über die Sessellehne breiten, statt die Hände brav im Schoß zu falten. Aber Frauen dürfen es mit der Fläzerei auch nicht übertreiben. Was bei Männern negativ wirkt - auch Brüllen oder zotige Sprüche - sollten sie auf keinen Fall imitieren, sonst kippt das Ganze in Richtung Mannweib. Wie es richtig geht, können Sie sehr schön bei Anne Will beobachten: Unten die Beine telegen gefaltet - oben breites Kreuz. Schließlich darf sie sich von den Alphatieren dieser Republik nicht verfrühstücken lassen.

Gleichzeitig bleibt Knaths aber dankenswerter Weise nicht bei der Aussage stehen, Frauen sollten sich halt “mehr wie Männer” benehmen, dann werde schon alles gut. In dem Interview finden sich zwar auch ein paar klassische Frauenkarrierelahmaussagen, wie z.B. Männer wollen viel Geld verdienen - Frauen geht es um die Inhalte - doch alles in allem scheint Knaths Anliegen zu sein, erstmal die Strukturen von innen zu bearbeiten, um sie dann auch zu verändern. Ob das der richtige Ansatz ist, darüber lässt sich ja vortrefflich streiten.

Bitte, bitte, bitte - aber nur, wenn ihr wollt

Wednesday, September 24th, 2008 von Susanne

Und wieder eine Initiative aus dem Ministerium von Ursula von der Leyen: diesmal für mehr Frauen in der Kommunalpolitik. Denn “2006 wurden lediglich 33 von 218 größeren Städten von einer Oberbürgermeisterin regiert. Das entspricht einem Anteil von 15 Prozent”, so die Ministerin zum Start der bundesweiten Kampagne “Frauen Macht Kommune”. Auch das, was von der Leyen sonst so sagte, klingt eigentlich nicht schlecht:

“Auch in den meist ehrenamtlich arbeitenden Stadträten und Kreistagen sitzen deutlich weniger Frauen als im deutschen Bundestag. Die kommunale Ebene ist aber die Wurzel der Demokratie. Männer und Frauen sollten daher die Zukunft gemeinsam gestalten, das ist für mich eine Grundvoraussetzung guten Regierens. Ich möchte daher Frauen ermutigen: Mischen Sie sich ein! Und zwar vor Ort und ganz konkret: Wagen Sie den Schritt in die Kommunalpolitik.”

Wie immer ist auch diese Aktion sehr löblich. Aber was ich mich bei diesen Appellen an die Wirtschaft, die Politik, die Frauen – die mittlerweile fast wöchentlich aus dem Familienministerium purzeln – so langsam frage: Wer glaubt denn wirklich, dass sich so irgendwas ändern wird? Zahlreiche Appelle und freiwillige Selbstverpflichtungen in den letzten Jahren und Jahrzehnten haben doch rein gar nichts am Machtgefüge in unserem Land geändert.

Wann kommt die Regierung denn endlich mal auf die Idee, ein paar Quoten einzuführen? Dann kriegten sie auch ihre weiblichen Fachkräfte in den Führungsetagen, ihre Kommunalpolitikerinnen und sicher auch ein paar vorzeigbare Väter mehr, die sich das Zuhausebleiben bei den Kindern leisten können, weil Mutti einen Konzern leitet. Aber immer nur bitte-bitte-sagen bringt meiner Meinung nach überhaupt nichts.

Die Gouverneurin und das Baby

Tuesday, September 16th, 2008 von Susanne

In einem lesenswerten Essay schrieben Jodi Kantor, Kate Zernike and Catrin Einhorn in der New York Times über Sarah Palin und ihre Mutterrolle: Die republikanische Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin verschwieg nämlich ihre Schwangerschaft mit ihrem jünsten Spross Trig und stieg drei Tage nach dessen Geburt wieder ins politische Geschäft ein. Das löste unterschiedliche Reaktionen aus:

No one has ever tried to combine presidential politics and motherhood in quite the way Ms. Palin is doing, and it is no simple task. In the last week, the criticism she feared in Alaska has exploded into a national debate. On blogs and at PTA meetings, voters alternately cheer and fault her balancing act, and although many are thrilled to see a child with special needs in the spotlight, some accuse her of exploiting Trig for political gain.

But her son has given Ms. Palin, 44, a powerful message. Other candidates kiss strangers’ babies; Ms. Palin has one of her own. He is tangible proof of Ms. Palin’s anti-abortion convictions, which have rallied social conservatives, and her belief that women can balance family life with ambitious careers. And on Wednesday in St. Paul, she proclaimed herself a guardian of the nation’s disabled children.

Tatsächlich provoziert Sarah Palins Inszenierung auch bei mir verschiedene Gefühle: Einerseits finde ich es schon stark, wenn sie sagt: “To any critics who say a woman can’t think and work and carry a baby at the same time, I’d just like to escort that Neanderthal back to the cave.” Andererseits ist es auch erschreckend zu lesen, dass sie noch einen ganzen Wahlkampftag durchzog, obwohl ihr schon Fruchtwasser aus dem Uterus tropfte. Und dann stellt sich mir vor allem die Frage, ob es für die Frauen wirklich ein Gewinn ist, wenn eine Senatorin, die selbstbewusst mit den Themen Schwangerschaft und Elterndasein umgehen will, bis zum letztmöglichen Moment verheimlicht, dass sie schwanger ist.

(Foto geliehen von nytimes.com)

Gute Frage

Friday, September 12th, 2008 von Susanne

Sollte man Frauen vor der Einstellung oder Beförderung vielleicht lieber noch mal einem Schwangerschaftstest unterziehen?

Ein niedersächsischer Fleischfabrikant dachte sich offenbar: Ja.

Forschende Frauen

Monday, September 8th, 2008 von Susanne

Im Kölner Frauen Media Turm wurde am Wochenende die Ausstellung “Frauen, die forschen” eröffnet, in der “die Lage der Wissenschaftlerinnen heute sowie die Funktion von Bildern in der Geschlechterpolitik” analysiert werden. Es geht um Frauen, die aktuell in der Forschung Spitzenpositionen besetzen und um Frauen, die in den vergangenen Jahrhunderten Pionierarbeit geleistet haben, wie zum Beispiel Emmy Noether (Bild), die die moderne Algebra mitbegründet hat. Bis zum 12. Dezember läuft diese Ausstellung und gleichzeitig ist ein Buch erschienen, in dem 25 Spitzenforscherinnen portraitiert werden.

Frauen im Blaulichtmilieu

Friday, August 22nd, 2008 von Susanne

Dieses Plakat ist ein echter Hingucker, wenn man auf der Straße daran vorbeiläuft. Nach dem ersten Schock, ‘Frauen an den Herd?!’, kommt das Ganze sehr sympathisch rüber. Also doch mal schauen, was das soll. Aha, der Deutsche Feuerwehrverband will die Zahl der Feuerwehrfrauen verdoppeln und hat dafür die Aktion „Frauen am Zug“ ins Leben gerufen. Sie wollen damit ihr “Ziel plakativ und charmant irritierend vermitteln” - was, wie ich finde, gut gelingt.

Die Initiative selbst klingt richtig ambitioniert: Die Feuerwehr hat nicht nur erforschen lassen, warum im Westen nur sechs Prozent und im Osten nur elf Prozent der Feuerwehrleute weiblich sind, sondern daraus dann auch Leitlinien entwickelt, mit denen die Feuerwehr Mädchen und Frauen leichter in den Dienst integrieren können. Mit der Plakataktion soll diese Erneuerung der Feuerwehr nun auch der Öffentlichkeit gezeigt werden.