Archiv für ‘Was tun?!’

Allianz gegen Frauenarmut

Sunday, April 13th, 2008 von Susanne

Madeleine Albright, Königin Noor von Jordanien, Ashley Judd und Laura Bush machten sich heute in Washington für die Frauen-, Glaubens- und Entwicklungsallianz (WFDA) stark, die sich für verarmte Mädchen und Frauen in aller Welt einsetzt. Die Promifrauen haben bereits 1,5 Milliarden Dollar Spendenzusagen bekommen, die nun dafür eingesetzt werden sollen, das tägliche Leben von verarmeten Frauen in Entwicklungsländern zu verbessern.

Laut den Vereinten Nationen sind mehr Frauen als Männer von Armut betroffen; zwei Drittel der Menschen, die nicht lesen und schreiben können, sind Frauen; in Kriegen und Konflikten sind arme Frauen häufig Opfer von Vergewaltigungen. Die Vereinten Nationen sind eine der größten Unterstützer der Frauen-, Glaubens- und Entwicklungsallianz. Wer die Allianz ebenfalls unterstützen will, kann das hier tun.

Sagt mal, liebe Leser, was macht ihr, wenn ihr zu viel kriegt?

Sunday, April 13th, 2008 von Meredith

Neben steigenden Salzpreisen und Mord und Totschlag wird 2008 in Kambodscha noch etwas stattfinden: Die Ehefrauen werden wütend sein. Das sagt der königliche Astrologe Kambodschas.

Für wütende Frauen sind wir ja Experten hier, was ich mich nur manchmal frage, ist, wo man auf der Dauer mit seiner Wut hin soll. Zu denken gegeben hat mir eine Äußerung unseres treuen Kommentators ping, der meinte, es reiche nicht, sich nur verbal zu äußern. Ich zum Beispiel nutze oft meinen Beruf oder diese schöne Webseite um meine Wut über Ungerechtigkeit und Sauereien zum Ausdruck zu bringen. Doch zwischendurch stellt sich mir duchaus die Frage: Reicht das schon? Ändert das was?

In gewisser Weise treibt Feministinnen und Feministen ja neben dem Wunsch nach einer besseren Welt auch die Wut darüber, dass wir sie noch nicht haben, an. Wie geht es euch da? Was macht ihr mit eurer Wut? Wäre es nicht super, einen Kanal zu finden, in den man seine Wut reinstopft und hinten kommt ein konkretes Ergebnis heraus?

3 Dinge will die dänische Frau

Thursday, April 10th, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 15 von 28 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Feminismus auf Dänisch:
“Wir fordern Respekt, gleiche Einkommen und Orgasmen.”

Über Flickr

Thema der Woche: Frauengehälter

Thursday, March 6th, 2008 von Susanne

Diesen Eindruck bekommt, wer dieser Tage durch die Presselandschaft schlendert. Die Zeit macht groß auf mit “Was Frauen wirklich verdienen” und bietet online nicht nur einen zusätzlichen Artikel (”Frauen wollen weibliche Karrieren“), sondern auch Raum, die eigene Meinung zum Thema zu hinterlassen. Momentan tummeln sich mal vor allem Menschen dort, die partout nicht sehen wollen, dass es da Fehler im System gibt.

Dabei schreibt es auch die Welt heute: Frauen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer, ergab eine aktuelle Studie. Wahnsinnskommentar auf der Welt-Webseite: “Da bei einer Bewerbung die Frage nach Familienplanung nicht erlaubt ist und auch mit einer Lüge beantwortet werden kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als bei gleicher Qualifikation den Mann zu bevorzugen. Der wird nicht schwanger, hat keine Regelschmerzen und bleibt auch nicht unbedingt zu Hause, wenn mal was mit den Kindern sein sollte.”

Die erwähnte Studie wurde von der Hans-Böckler-Stiftung herausgegeben und von der Webseite www.frauenlohnspiegel.de durchgeführt. Kommentiert haben die Ergebnisse auch die Netzeitung, Focus Online und die Südwest Presse.

Weil aber von Lesen allein die Welt nicht besser wird und Ungerechtigkeiten nicht verschwinden, schlage ich vor - auch anlässlich des kommenden Weltfrauentags - in die nächste Lohnverhandlungen erhobenen Hauptes zu marschieren und das eigene Wunschgehalt mal mit Verve durchzusetzen. Da hapert es bei vielen Frauen nämlich leider immer noch. Also Girls, hundert Euro für die Emanzipation!

(Foto über zeit.de)

Hundert Zeilen Feminismus

Tuesday, February 19th, 2008 von Susanne

Im Genderblog wird zum Schreibwettbewerb gerufen: Schreibt einen Essay zu der Frage, was euch Feminismus heute bedeutet. Die schönsten Texte werden im Genderblog veröffentlicht, und die besten drei zusätzlich - oho, das freut uns aber! - mit unserem Buch “Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht” belohnt.

Bundestag für mehr Professorinnen

Monday, February 18th, 2008 von Susanne

Heute wird es im Deutschen Bundestag zwischen 12 und 15 Uhr eine Anhörung zum Thema Frauenförderung in der Wissenschaft geben. Die Grünen haben diese Anhörung beantragt, denn heute sind zwar die Hälfte aller Studierenden weiblich, doch sie besetzen nur 15 Prozent der Professuren. Weniger als zehn Prozent der Uni- und Hochschulleitungen sind Frauen. Der deutsche Wissenschaftsrat fordert schon seit einiger Zeit “Anreiz- und Gratifikationssysteme”, soll heißen: Wer Frauen fördert, bekommt zum Beispiel höhere Subventionen oder Sondermittel. Sollte das nicht ausreichen, würde der Wissenschaftsrat auch zur Einführung von Quoten raten.

Denn: Trotz Gleichstellungsbestrebungen auf allen Ebenen, werden Professorenstellen heute typischerweise immer noch an einen männlichen Schüler des Professors vergeben, Studentinnen werden meistens kaum gefördert, ihnen “schlägt eine andere Motivationskultur entgegen als Männern”, sagt Jutta Dalhoff, Leiterin des Kompetenzzentrums für Frauen in Wissenschaft und Forschung, zur Süddeutschen Zeitung. Diesen eingeschliffenen Verhaltensweisen will nun die Politik abhelfen.

Lieber Valentin,

Thursday, February 14th, 2008 von Susanne

du bist doch für die Liebe zuständig. Und einmal im Jahr, nämlich heute, schenken sich Frauen und Männer Blumen und Schnickschnack und sagen sich, dass sie sich lieben. Und den Rest des Jahres? Haben die Geschlechter leider immer noch ganz schön viele Probleme miteinander.

Vielleicht kannst du als Typ für die Liebe uns ja ein paar Wünsche erfüllen. Welche wir haben und wie wir uns die Liebe in der Zukunft vorstellen und wünschen, das kannst du in den Kommentaren nachlesen.

Tschüs & bis bald. Deine Susanne

(Foto über Flickr)

Erste Klage auf Gleichbehandlung

Friday, January 25th, 2008 von Susanne

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrer heutigen Ausgabe (jetzt auch online), dass es eine erste Klage gegen einen Arbeitgeber wegen Geschlechterdiskriminierung gibt. Die 38-jährige Sule Eisele war bis 2007 beim Versicherer R&V angestellt. Ende 2006 informierte sie ihren Chef über ihre Schwangerschaft und bat um drei Monate Mutterschutz - Erziehungszeit wollte sie nicht in Anspruch nehmen, da ihr kranker Mann zuhause die Kinder betreut. Trotzdem wurde ihr an ihrem letzten Tag ihr Nachfolger vorgestellt, die Hochschwangere erlitt einen Nervenzusammenbruch.

Einige Monate später sprache Eisele noch einmal mit ihrem Chef und bestand darauf, wieder in das Unternehmen einzusteigen. Er bot ihr jedoch nur einen vergleichsweise schlechteren Job an. Außerdem sperrte er ihren E-Mail-Account und versagte ihr eine anstehende Schulung. Sule Eisele entschloss sich, ihren Arbeitgeber, die R&V, zu verklagen: auf 500.000 Euro.

Das ist die erste Klage seit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes 2006. Demnach darf niemand wegen seines Geschlechts, Herkunft, Religionszugehörigkeit oder seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden. Der Fall wird Vorbildfunktion haben für zukünftige Schadensersatz-Urteile und -Summen. Die Anwälte von Sule Eisele haben die Klagesumme absichtlich so hoch gesetzt, da zum Beispiel EU-Vorgaben ausdrücklich eine abschreckende Wirkung der Strafe vorsehen. Und mit einer halben Million wäre die R&V noch gut bedient: In Amerika wurden 2005 einer Brokerin 29,3 Millionen Dollar wegen Diskriminierung zugesprochen, deren Chef sie eine “alte, hässliche Frau” nannte.

Auf jeden Fall ist der Mut der Sule Eisele zu bewundern, denn wer seinen Arbeitgeber verklagt, kann sich damit durchaus die gesamte weitere Karriere verbauen. Und anders als in den USA gibt es in Deutschland keine ausgeprägte Klagefreudigkeit. Aber gewinnt sie den Fall, werden sich Arbeitgeber in Zukunft zweimal überlegen, eine Hochschwangere vor die Tür zu setzen. Wirklich bewundernswert mutig!

Gilt immer noch: Neue Männer braucht das Land

Wednesday, January 23rd, 2008 von Susanne

Die Taz bringt heute einen lesenswerten Artikel über das Männerbild, das viele Väter ihren Söhnen - vor allem in Migrantenfamilien - mitgeben und das für diese später zum Problem werden kann - nämlich dann, wenn sie mit Männlichkeit Gewalt verbinden. Sabine am Orde und Daniel Schulz schreiben:

“Die Erziehung ist das Nadelöhr”, sagt der Berliner Kriminologe Claudius Ohder, “und die entscheidende Person dabei ist der Vater.” Der ist in der Familie die höchste Autorität. Und genau da liegt das Problem. […] Ein Grund dafür ist ein äußerst traditionelles Männerbild: Ein Mann dürfe “auf Meinungen von anderen keine Rücksicht nehmen, muss selbstbewusst seine Position verteidigen und standhaft auf seinen Ansichten beharren”, beschreibt eine Studie der Berliner Landeskommission gegen Gewalt das männliche Ideal in vielen Zuwandererfamilien. Um seine Meinung durchzudrücken, müsse der Familienvater “die dafür notwendige Dominanz einsetzen”.

Aber nicht nur in Migrantenfamilien ist der autoritäre Vater Vorbild für die Söhne. Auch in deutschen Haushalten leben noch Millionen Väter, die einem überkommenen Männlichkeitsbild anhängen. Noch immer gibt es kein gesellschaftlich anerkanntes, alternatives Rollenbild für einen “neuen” Mann. Ein Rollenbild, das auch Migrantenfamilien als Vorbild dienen könnte.

Meldet euch zu Wort, zeigt euch öffentlich, ihr Männer, die ihr euren Söhnen eher liebevoller Vater als strenger Patriarch seid. Die ihr nicht durch Abwesenheit glänzt und deshalb gar kein Vorbild sein könnt. Ein neuer Feminismus braucht euch! Denn nur die Emanzipation beider, Frauen und Männer, macht neue Familienmuster möglich.

Die Chefköche

Monday, January 21st, 2008 von Barbara

SZ Kochbücher Toll, dass sich der Süddeutsche Verlag eine Edition der Köche ausgedacht hat. 20 Bücher von Leuten, die gut kochen können. Sterne-Köchen. Netten Kerlen zuweilen.

Nur schade, dass unter diesen 20 Besten keine einzige Frau ist.