Archiv für ‘Mitdenken’

Will kommen, Missy Magazine

Sunday, March 2nd, 2008 von Barbara

„Keine Frau braucht eine Anleitung dafür, wie sie sich scheiße fühlt“

Fünf Fragen an die Journalistin Sonja Eismann, die gerade gemeinsam mit Chris Köver und Steffi Lohaus den Hobnox Evolution Contest gewonnen hat. Gekürt wurde das geplante Mädchenmagazin Missy Magazine.

Sonja Eismann, (c) Ventil Verlag

Gratulation! Was bedeutet das jetzt für die Zukunft eures Heftes?
Danke! Wir sind selbst sehr glücklich über diesen Gewinn und können es noch gar nicht so ganz fassen. Für die Zukunft von „Missy“ bedeutet das zunächst vor allem, dass wir uns über die Initial-Finanzierung keine Sorgen machen müssen – da fällt uns ein riesiger Stein vom Herzen. Für uns war immer klar, dass wir das Heft auf jeden Fall durchziehen. Wir haben es schon gegründet, bevor wir überhaupt vom Hobnox-Wettbewerb erfahren haben. Aber wir haben uns schon dabei gesehen, wie wir Freundinnen, Freunde und (entfernte) Bekannte anbetteln, doch bitte für uns Solikonzerte zu spielen, damit wir die Druckkosten zusammenkratzen …

Missy Magazine soll sich an amerikanischen Frauenmagazinen wie Bust orientieren. Was steht dann also im Inhaltsverzeichnis und was unter keinen Umständen?
Unter keinen Umständen wird es im Inhaltsverzeichnis Themen wie Diäten oder Männerjagd-Tricks geben, die in den klassischen Frauenmagazinen üblich sind. Davon wollen wir uns ganz bewusst absetzen, denn keine Frau mit einem eigenen Kopf braucht eine Anleitung dafür, wie sie sich scheiße fühlt – ganz im Gegenteil. Wir wollen Frauen nicht suggerieren, dass sie defizitär sind und sich erst toller fühlen können, wenn sie sich selbst disziplinieren oder gewisse Produkte kaufen, sondern eben, dass es da draußen viele Frauen gibt, die abseits von Geschlechterklischees coole Musik, Kunst, Filme, Literatur, Mode oder auch Politik etc. machen. Wenn wir „klassische“ Frauenmagazin-Themen wie Mode, Kosmetik oder Sex präsentieren, die uns ja auch interessieren, dann auf jeden Fall mit einem ganz anderen Ansatz: Modestrecken mit Personen mit alternativen Körperbildern statt dünner weißer blonder Magermodels, DIY (Do it yourself; Anm. d. Red.)-Mode und -Kosmetik mit ethischem Background und endlich mal ehrliche Worte zum Thema Sex – oder eben auch kein Sex, haha!

Für wen wollt ihr euer feministisches Heft machen? Und dürfen auch Jungs reinschauen?
Generell wollen wir ein Heft für alle machen – so wie die existierenden Popkulturmagazine einen universalistischen Anspruch haben, obwohl es ja meistens von Jungs für Jungs gemachte Hefte sind, in denen was über Jungs zu lesen ist, wenn man das mal überspitzt formuliert. Wir wollen für alle interessant und offen sein, aber natürlich sind unsere Kerngruppe Frauen von 16–40, die keine Lust mehr auf eingefahrene Geschlechterrollen haben und die sich für, im weitesten Sinne, popkulturelle Themen mit subkulturellem oder „cutting-edge“-Touch interessieren. Männer dürfen sehr gerne reinschauen – von US-Magazinen wie Bust weiß man, dass die eine sehr treue und begeisterte männliche Leserschaft haben – und Männer werden sogar auch im Heft vorkommen, und sogar nicht nur nackt, wie ich gerne zu scherzen beliebe.

Als alte Häsin der Kulturschaffenden gefragt: Warum ist der deutsche Frauenzeitschriften-Markt so desolat? Brauchen wir wirklich so viele Diät-Rezepte, Beauty-Tipps und Braut-Führer? Interessieren sich deutsche Frauen auch für Dinge wie Gitarrenmusik, Fußball oder Politik?
Darüber haben wir uns selbst ja jahrelang den Kopf zerbrochen und keine rechte Antwort gefunden. Mitunter muss man ja an die traurige Geschichte des jetzt-Magazins denken, dem immer so viel Begeisterung entgegen geschlagen ist und das trotzdem in seiner alten Form eingestellt werden musste, weil es einfach nicht mehr finanzierbar war. Der Anzeigenmarkt ist sicher ein ganz großes Problem. Da wir mit Missy aber auf einem zwar professionellen, aber doch von DIY-Strukturen geprägten Level operieren werden, wird uns das hoffentlich nicht so treffen.
Zudem gab es in Deutschland nie so eine sichtbare bzw. organisierte Gruppe von feministisch denkenden, popinteressierten Frauen, die nicht nur, wie so viele, nach diesen Grundsätzen leben und handeln, sondern sich auch dazu bekennen, wie es sie z.B. in den USA gibt, wo ja eben Magazine wie Bust, Venus und Bitch existieren. Da ist sicherlich auch das negative Image von Feminismus schuld, das maßgeblich von den Medien mitgeprägt wurde. Aber ich habe das Gefühl, das bricht langsam um, und wenn man bedenkt, wie viel Enthusiasmus Missy bis jetzt entgegen gebracht wurde, sind wir da wirklich frohen Mutes bezüglich einer veränderten Haltung.

Und nun die Gretchen-Frage: Warum erst jetzt? Warum mussten wir so lange warten, bis endlich auch ein cooles Frauenmagazin am Kiosk auf uns wartet?
Weil vielleicht alle drauf gewartet haben, dass es jemand anders macht… und weil das finanzielle Wagnis ja doch relativ groß ist und der Arbeitsaufwand bzw. die Selbstausbeutung, die damit zwangsläufig verbunden ist, sicherlich immens. Aber bei uns war das Bedürfnis irgendwann so stark, dass wir uns gedacht haben: Wir machen’s einfach! Es gab ja auch schon Versuche wie z.B. Tussi Deluxe vor fast zehn Jahren, und deren Geschichte des Scheiterns war nicht gerade ermutigend. Auch wenn man sieht, wie einigermaßen akzeptable Mädchenmagazine wie Young Miss oder das Jugendmagazin der Elle nach guten Ansätzen immer mainstreamiger bzw. letztendlich eingestellt wurden, ist das nicht gerade ermunternd – auch das kultisch verehrte Sassy Magazine in den USA musste schließlich gecancelt werden. Trotz allem lassen wir uns davon nicht beirren und gehen mit riesiger Euphorie an die Arbeit für die erste Ausgabe, die im Frühherbst dieses Jahres erscheinen soll! Wir danken jetzt schon mal für das Interesse, das bereits geäußert wurde!

Sonja Eismann, geboren 1973, steht seit Jahren hinter dem feministischen Popkultur-Onlinemagazin Plastikmädchen und hat kürzlich den feministischen Reader “Hot Topic” im Ventil Verlag veröffentlicht.

Wer eins und eins zusammenzählt …

Saturday, February 23rd, 2008 von Susanne
Dieser Text ist Teil 11 von 28 der Serie In Bildern: Das denkt die Welt

Lustig, na ja, traurig, aber super auf den Punkt:

Über XKCD

Gute Frage

Monday, February 11th, 2008 von Susanne

Kann Feminist sein, wer nach eigenen Angaben schon mit 9.000 Frauen im Bett war?

Jack Nicholson sagt: Ja.

Erst mal kein Geld für Krippen

Thursday, February 7th, 2008 von Susanne

Das Geld für den Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung fließt erst einmal nicht. Noch streitet die Koalition über die “Herdprämie“, also das Geld, das nach Forderung der CDU/CSU an Eltern gezahlt werden soll, die ihr Kind oder ihre Kinder Zuhause betreuen. Bis diese Frage nicht geklärt ist, können die 2,1 Milliarden Sondervermögen zum Ausbau der Krippen nicht eingesetzt werden. Dabei hat eine Umfrage von TNS Infratest gerade erst wieder ergeben, dass 61 Prozent der Deutschen finden, der Staat tue nicht genug dafür, dass sich Beruf und Familie vereinbaren lassen. Und das liegt ganz sicher nicht an ein paar Euro mehr oder weniger in der Haushaltskasse, sondern an fehlenden Betreuungsmöglichkeiten.

Girls Day will be Boys Day will be Girls Day

Tuesday, February 5th, 2008 von Susanne

Manchmal verstehe ich andere Feministinnen einfach nicht.

Im Spiegel dieser Woche (leider nur print) ist ein Bericht darüber, dass es in Baden-Württemberg in Zukunft, wie in anderen Bundesländern schon üblich, nicht mehr nur den “Girls Day” geben soll, an dem Mädchen in “typische” Männerberufe reinschnuppern sollen, sondern auch ein Äquivalent für die Jungs, nämlich einen Tag, an dem sie Berufe ausprobieren, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden, vor in den Bereichen Erziehung und Kranken- und Altenpflege.

Der Gedanke der baden-württembergischen Sozialministerin Monika Stolz dahinter: Für Frauen “typische” Branchen müssen nicht nur aufgebrochen werden, um die extrem geringen Gehälter dort anzuheben, sondern auch wie zum Beispiel im Bereich der Erziehung Kindern und Jugendlichen mehr oder überhaupt erst einmal männliche Vorbilder und Ansprechpartner zu bieten. Die Wissenschaft sieht einen Zusammenhang zwischen dem Männerdefizit im Erziehungswesen und der Gewaltbereitschaft männlicher Jugendlicher, so der Spiegel.

So weit, so lobenswert. Und jetzt kommen die Feministinnen ins Spiel. Der Spiegel schreibt nämlich:

“… Ansätze, die Jungen mit einem “Mädchenzukunftstag” nicht länger auszugrenzen, haben in der feministischen Szene Proteste hervorgerufen. “Der Girls Day soll Girls Day bleiben”, forderte der Hauptvorstend der hochgradig feminisierten LehrerInnen-Gewerkschaft GEW. Mit jedem Versuch, “den Girls Day für Jungen zu öffnen, so GEW-Frauenreferentin Frauke Gützkow im Jargon des Geschlechterkampfs, werde “Frauen und Mädchen erobertes Terrain streitig gemacht”: “Es gibt keinen Grund dafür, dass Mädchen den Zukunftstag in den Betrieben mit Jungen teilen sollen.”

Hä? Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass Feministinnen nicht mit dem gleichen “der-hat-mir-mein-Schäufelchen-weggenommen”-Reflex reagieren, wie es Männer gern tun, wenn es um eine Verteilung der Macht zugunsten von Frauen geht? Es spricht nichts dagegen, wenn öffentliche Programme versuchen, die geschlechtlich festgefahrene Berufswahl von Mädchen und Jungen aufzubrechen. Feministinnen sollten das unterstützen und nicht ihr eigentliches Ziel, nämlich mehr Geschlechtergerechtigkeit, durch merkwürdige Meins-Deins-Spielchen aus den Augen verlieren. Etwas mehr Contenance in Zukunft, bitte!

(Foto über girlsday.de)

MS-Mamafreundlichkeit

Tuesday, January 29th, 2008 von Barbara

Das Unternehmen Microsoft, so ein Bericht des aktuellen Spiegels, glänzt durch Mamafreundlichkeit. Nicht nur, dass Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt werden würden, auch für Mütter setzt sich der Konzern ein. Home Office, Teilzeitarbeit, Glauben an die Mitarbeiterinnen und ihre Kraft - so werden Frauen mit Kindern nicht auf die Blacklist gesetzt, sondern gefördert.

Hinzu kommt, dass der deutsche MS-Geschäftsführer an weibliche Führung glaubt. Er hat sich nicht nur die Studie “Women Matter” von McKinsey, die zeigt, dass Frauen in der Führungsebene Unternehmen in finanzieller und organisatorischer Hinsicht gut tun, zu Herzen genommen, sondern auch eine der US-amerikanischen Frauenorganisation Catalyst:

“Wo sich mindestens drei Frauen im Vorstand finden, steigen die Erträge nachweislich. Drei allerdings müssen es sein, um die dominierende Kultur in einer Gruppe zu beeinflussen. Die klassische Einzelkämpferin, so viel steht fest, kann nichts verändern. Entweder sie passt sich dem männlichen Verhaltenskodex an - oder sie scheitert.”

Fünf Top-Managerinnen gibt es bei Microsoft, der immer wieder zu einem der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands gewählt wird. Die Damen in der Führungsetage sind allesamt Mütter. Eine Seltenheit in der Wirtschaftswelt. In punkto Gleichstellung liegt der Konzern also vorn - Lob für die MS-Mamafreundlichkeit.

Die Chefköche

Monday, January 21st, 2008 von Barbara

SZ Kochbücher Toll, dass sich der Süddeutsche Verlag eine Edition der Köche ausgedacht hat. 20 Bücher von Leuten, die gut kochen können. Sterne-Köchen. Netten Kerlen zuweilen.

Nur schade, dass unter diesen 20 Besten keine einzige Frau ist.

Unsichtbar ohne -in?

Thursday, January 17th, 2008 von Barbara

Immer wieder schwierig: Ein Wettlauf mit dem Bruder; die Schwester ist schneller - und möchte siegeslustig über die Ziellinie rennen und “Erster!” rufen. Oder doch: “Erste!” Ein Junge, ein Mädchen. Das generische Maskulinum, das die männliche Form wählt und Frauen auch meinen kann, wäre für “Erster”. Das generische Femininum, das den kleinen Sexismus des Deutschen einfach umkehrt, wäre für “Erste”. Tja, und das Mädchen? Rennt einfach langsamer, um dem Bruder die Entscheidung, das Richtige zu sagen, zu überlassen.

Das Problem mit dem Deutschen “als Männersprache” beschäftigt auch viele Linguistinnen und Linguisten. Einige sind neuerdings der Meinung, es wäre besser, das femininisierende Suffix “-in” bitte wieder aus der Sprache herauszulassen. Die Begründung? Focus bringt den Psycholinguisten Wolfgang Klein an, der meint, mit der Nennung von beiden Geschlechtern, also “Erste / Erster”, würden die beiden nur noch mehr separiert werden, Gegensätze geschärft statt geglättet. “Früher wäre es mir nicht im Traum eingefallen, Frauen nicht einzubeziehen”, wird Klein zitiert. Durch die explizite Ausschreibung von Frauen und Männern, etwa in Stellenanzeigen, würde ihm jetzt erst bewusst, dass in einem Gespräch über “Politiker” Frauen ausgeschlossen wären.

Hey, Linguistik-Professorinnen und Linguistik-Professoren! Wir möchten sprachlich erkennbar sein. Denn dazu gibt uns die deutsche Sprache, im Gegensatz etwa zum Englischen, die Möglichkeit - hier können die Geschlechter benannt werden. Keinesfalls wollen wir wieder in Vergessenheit geraten, unsichtbar bleiben, weil niemand uns hinter einer “männlichen” Bezeichnung vermutet.

Und das Mädchen, das schnell laufen kann? Soll “Erste!”rufen. Und sich von ihrem Bruder zum Eis einladen lassen.

Heute werden Mythen zerstört II

Thursday, January 17th, 2008 von Susanne

Die letzten beiden Jahre war nur wenig nervtötender und falscher als die gebetsmühlenartige Behauptung konservativer Idioten, die Frauen dieses Landes könnten den demografischen Wandel stoppen, indem sie mehr Kinder kriegen. Im letzten Jahr wurden nun 17.000 Kinder mehr als in 2006 geboren - ein allerorts gefeierter Geburtenrekord von 690.000 Kindern - und trotzdem geht die Bevölkerungszahl dieses Landes zurück. Das meldete gerade das Statistische Bundesamt in Wiesbaden und tritt damit Schirrmacher und Co. und ihrer, nun ja, schlichten Ursache-Wirkung-Logik in den Arsch.

Frauen an den Herd! Es gibt auch eine Prämie

Tuesday, January 15th, 2008 von Susanne

Die “Herdprämie” ist heute zum Unwort des Jahres gekürt worden - mit der Begründung, es sei würde “Eltern und vor allem Frauen diffamieren, die sich für eine Kindererziehung zu Hause aussprechen”.

Ich bin da völlig anderer Meinung: Die Herdprämie ist eine finanzielle Belohnung dafür, dass Frauen sich aus dem Berufsleben zurückziehen, um ihren Nachwuchs großzuziehen, “der sonst in Kitas verwahrlosen würde”, wie Spiegel Online die christdemokratische Idee ironisch übersetzt. Klar, das Betreuungsgeld würde auch Vätern gezahlt werden, aber wer bitte glaubt denn daran, dass die Väter plötzlich massenweise ihren Beruf aufgeben, nur weil es ein paar Piepen vom Staat gibt? Also.

Immer mal wieder fordern ja Frauen, dass ihre Arbeit zu Hause auch bezahlt werden sollte. Einerseits dachte ich mir dann: Klar, das ist ja auch echt ätzend, dass sie ihrem Mann den Rücken freihalten, ohne dafür ausreichend Anerkennung zu bekommen. Und der Mann kann ihnen immer schön vorhalten, dass er das Geld nach Hause bringt. Das ist scheiße. Aber die Bezahlung der Hausfrauen- und Mütterarbeit ändert nichts an diesen Zuständen und wird auch nicht dafür sorgen, dass Hausfrau und Mutter plötzlich ein hoch angesehener Beruf wird. Weil es kein Beruf ist! Es ist eine Aufgabe, die sich Frau und Mann gefälligst teilen sollen. Ein Hausfrauengehalt dagegen würde alte Geschlechterrollen festklopfen. Weil sich doch jede berufstätige Frau fragen lassen müsste, wieso sie ihr Geld woanders als in den eigenen vier Wänden verdienen will. In so einer Gesellschaft will ich aber nicht leben.

Und ein weiteres großes Problem hat die Herdprämie: Vor allem ärmere Familien würden ein Betreuungsgeld in Anspruch nehmen, weil sie auf das Geld angewiesen sind. Das heißt, dass ihre Kinder nicht von Anfang an die größtmögliche Förderung durch Betreuungsangebote und geschulte Pädagogen bekommen würden. Gerade aber Kinder aus den unteren Gesellschaftsschichten und aus Migrantenfamilien müssten so gut wie möglich integriert und gefördert werden, damit sie alle Chancen im Leben haben. Stattdessen werden sie von Anfang an ausgeschlossen - und wenn es richtig blöd läuft, werden sie kriminell. Und genau das, nämlich das Thema Jugendkriminalität, hat die hessische CDU gerade zum großen Wahlkampfthema erhoben. Anstatt aber mal mitzudenken und zu versuchen, Kinder aus allen Milieus zu integrieren, soll nur abgeschoben oder eingesperrt werden.

Die gleiche CDU und die CSU freuen sich nun öffentlich, dass eine unabhängige Jury von Wissenschaftlern bestätigt habe, was sie schon lange propagieren - Familie ist das Wichtigste auf der ganzen großen Welt, vor allem für Frauen. Und Kinder können nur zu gesunden Menschen heranwachsen, wenn Mutti ihnen bis zur Einschulung den Hintern abgewischt hat. Usw. usf. - wir kennen das alles. Entschuldigt mich, ich gehe jetzt brechen.

(Foto über welt.de)