Archiv für ‘Kultur’

Ein argentinischer Quilt

Monday, September 1st, 2008 von Barbara
Dieser Text ist Teil 11 von 18 der Serie Die Feministische Bibliothek

Ein wirklich schönes Buch, der erste Roman von Maria Cecilia Barbetta, “Änderungsschneiderei Los Milagros” (S. Fischer, 2008). Es erzählt die Geschichte einer jungen Argentinierin, Mariana Nalo, die in der Änderungsschneiderei ihrer Tante arbeitet. Maria, begeistert verliebt in ihren Freund Gerardo, ist Feuer und Flamme für eine neue, junge Kundin, die das Hochzeitskleid ihrer Mutter für die bestehende umarbeiten lässt. Dann kommt eine überraschende Wendung.

Das Buch ist unendlich liebevoll gestaltet; jedes Kapitel wird durch eine Illustration erweitert, die mit Jefferson Starships Song “White Rabbit” zu tun haben oder mit Schnittmustern und Stoffproben. Auch mit der Typografie wird gespielt, manchmal sind die Sätze wie in Gedichtform gesetzt, manchmal erinnern sie an Comics.

Die Argentinierin Barbetta, die Deutsch als Fremdsprache studiert hat, hat den Roman auf Deutsch geschrieben. Es ist eine erstaunlich dichte Sprache, die sie gewählt hat, so reich an Bildern, dass sie manchmal richtig trunken macht. “Patchwork-Roman”, nannten einige Pressestimmen das Buch. Auf den Erlanger Poetentagen saß sie neben mir und Ulrike Draesner auf einem Podium zum Thema “Junger Feminismus”.

Sie habe die letzten drei Jahre aufgrund der Arbeit an ihrem ersten Roman quasi in einer Höhle verbracht, erzählte Barbetta. Als sie über die Zeitungen von dem neuen Feminismus erfuhr, “fremdelte” sie mit all dem. War ihre feministische Sozialisierung doch über Freundinnen gekommen, die Gender Studies studiert hätte und ihr die “zweite Welle” der Frauenbewegung nahe gebracht hätte. Die neue Welle, die sich cool, schlau und sexy bezeichnet, wäre ihr fremd. Vor allem, da es in ihrer Heimat Argentinien nicht einmal eine erste Welle gegeben hätte: Katholizismus und Militärdiktatur bis in die Achtziger seien da wohl hinderlich gewesen.

Durch dieses “Höhlige”, das Barbettas Leben in den letzten Jahren ausgezeichnet hat, lässt sich ihre besondere Sprache noch mehr verstehen. Sie wählte für ihren Roman die Worte einer Kunst-Sprache, keiner gesprochenen Sprache.

Marlene Streeruwitz, Poetin

Wednesday, August 20th, 2008 von Barbara

(c) Marlene Streeruwitz “Jessica, 30″ ist ein Roman der österreichischen Autorin Marlene Streeruwitz von 2004. Das Buch besteht - Sprachinteressierte aufgemerkt! - aus drei einzelnen Sätzen, die von Kommas getrennt über 250 Seiten füllen. Es ist die atemlose Geschichte einer jungen Frau, die ihren Körper formt, durch Sport und keine Nahrung. Die für ein Schokoeis die Praterhauptallee rauf- und runterrennt, über ihre Freundinnen nachdenkt und ihre Mutter, die gerne Liebe finden würde oder wenigstens einen Partner. Ein dichter Gedankenstrom ist dieser Roman.

… ich brauche nicht eine strafende Mutter, die mir sagt, was ich machen soll und wie alles sein soll, wenn ich mich elend auf diese Pille fühle, dann will ich nicht hören, dass das gar nicht möglich ist, bei dieser Pillengeneration und dass ich das nachbete, was meine Mutter mir erzählt hat und die Mama erzählt schon die gleiche Geschichte, dass sie bei einer Gynäkologin war, in den 80er Jahren und die ihr gesagt hat, es ist nicht möglich, sich auf die Pille depressiv zu fühlen und die Mama hat gesagt, sie hat sich nicht schleppen können, vor Trostlosigkeit …

Streeruwitzens Werk ist umfangreich, im Februar 2008 veröffentlichte sie die Erzählung “Der Abend nach dem Begräbnis der besten Freundin”. Einen Einblick ermöglicht die Website www.marlenestreeruwitz.at. Ihr Schreiben kann als Versuch gesehen werden, eine andere, weibliche Schreibsprache zu entwickeln; etwas, das Jahrzehnte zuvor bereits über die Literatur Ingeborg Bachmanns gesagt wurde.

Die Poetin Marlene Streeruwitz eröffnet am 28. August das 28. Poetenfest in Erlangen; Lesung und Gespräch finden um 20 Uhr im Markgrafentheater statt. Drei Tage später, am 31. August, findet im selben Rahmen um 17 Uhr im Erlangener Schlossgarten eine Diskussionsrunde zum Thema “Cool, schlau, sexy – Was will und was kann der ‘neue Feminismus’?” statt. Dabei bin neben María Cecilia Barbetta und Ulrike Draesner ich, die Moderation macht Verena Auffermann.

Fotowettbewerb der Feministischen Partei

Wednesday, August 13th, 2008 von Barbara

Wir brauchen Feminismus, weil z.B. auch kleine Jungs von großen Mädchen Gitarre spielen lernen können.

Warum brauchen wir eine feministische Partei? Eine Antwort könnte ein Bild sein! Wer am Fotowettbewerb der Feministischen Partei mitmachen mag, sendet die Fotos an die Bundesgeschäftsstelle, am besten im Format JPG mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi bei einer Mindestgröße von 15cm*18cm. Alternativ gehen auch Fotopapierbilder im gleichen Format.

Zum Foto ist ein kurzer Text erwünscht, jedoch nicht notwendig; ebenso wie eine Angabe, wann und wo das Bild gemacht wurde.

Einsendeschluss ist der 30. September 2008, mehr Informationen gibt’s unter der Website von DIE FRAUEN. Teilnehmen kann jede und jeder, ausgenommen Mitfrauen der Bundessprecherinnenrunde und der Bundesgeschäftsstelle. Eine dreiköpfige Jury wird aus den Einsendungen die 3 besten Fotos auswählen und prämieren.

Und hier die Adresse:
Feministischen Partei DIE FRAUEN
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
feministischepartei(at)t-online.de

Zwei Diskussionen, ein Dilemma

Monday, August 11th, 2008 von Katrin

Am Freitagabend fanden gleich zwei Diskussionen zum Thema Frauen in der Musikbranche statt. Wenngleich die ursprünglichen Intentionen, die hinter der Organisation dieser Runden standen, verschiedene waren, so brachten sie doch ein und das selbe Dilemma ans Licht: Frauen haben es in der Hiphop- und Techno-Szene schwer. Aber von vorn:

Ich selbst war Freitag Gast bei der Diskussion “Feminism – government’s mission? Economic factor? Insurrection?” bei “Femmes ‘R’ US”. Eingladen waren vor allem Queer Theory-Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt, daneben gab es eine kleine Performance des Berliner Künstlers Tim Stüttgen aka Timi Mei Monigatti. Die Hauptfrage, um welche die Redebeiträge kreisten, war, inwiefern der heutige Feminismus mit der Vielschichtigkeit der Geschlechterfrage zurechtkommt, sie genügend behandelt und vertritt, wie sehr auch Rasse und Klasse sich mit in die vielen Diskriminierungs-Mechanismen einmischen und ob der Feminismus auch queere Lebensformen, also jenseits einer einfacher Mann-Frau-Dichotomie, vertreten kann.

Angesichts dieser wirklich schwierigen Fragestellung schien es den verschiedenen Rednerinnen schwer zu fallen, auf eine gemeinsame Diskussionsschiene zu kommen. Viele Nebenschauplätze wurden eröffnet. Rosa Reitsamer aus Wien zum Beispiel berichtete von einer Studie, in der sie die Lage und die Vernetzung weiblicher DJs analysiert hatte. Unter den 10 weltweit bestbezahlten DJs ist bis heute keine Frau. Frauen haben es nach wie vor in der Szene schwer und das, so die Rednerin, unabhängig von ihrem Können, sondern vor allem aufgrund ihres Geschlechts und fehlender Netzwerke für dieses. Die Netzwerke, die es gäbe, seien zudem meistens ehrenamtlich strukturiert und orientierten sich an nichtkommerzieller Vermarktung, was ja ein großmütiges Vorhaben ist, aber leider nicht gewinnbringend. Vom Auflegen zu leben ist daher für Frauen immens schwerer, als für Männer.

Tiina Rosenberg aus Schweden knüpfte an diesem Bericht an und forderte, der Staat (die Staaten) müssten diese nichtkommerzielle Musik viel mehr finanzieren. Für sie sei die Rolle des Staates absolut klar. Das gelte nicht nur für Frauen, sondern und vor allem auch für queere KünstlerInnen. An dieser Behauptung, der Staat müsse klar zahlen, tat sich dann ein Streitpunkt auf, denn in manchen Staaten ist es bislang überhaupt nicht üblich, Kunst öffentlich zu finanzieren, in anderen wird diese öffentliche Finanzierung nur zurückgefahren und bezieht sich zu 80 Prozent auf klassische Musik. Woher sollen die Staaten das Geld nehmen? Gibt es nichts wichtigeres, als feministische und queere Kunst zu finanzieren? Müssen die Frauen nicht vielmehr in die ökonomische Zitrone beißen und sich ebensolche kommerziellen Netzwerke erarbeiten, wie die Männer? Und wenn ja: Wie sollen sie das schaffen, wenn in der Szene doch eine passive Diskriminierung vorhanden ist?

Hier schließt sich wieder der Zirkel zur Diskussion in der Alten Feuerwache in Kreuzberg (Bericht bei Spiegel.de), an der Alice Schwarzer teilnahm und mit zwei weiblichen MCs, MC Pyranja alias Anja Käckenmeister und MC Sookee, über das Frauenbild im Hiphop diskutierte. Natürlich ging es vor allem um Sido und Bushido in Deutschland und die kaum bekleideten Popo-Wacklerinnen, die in US-Hiphop-Videos als Deko für böse guckende Rapper fungieren und “ihre eigene Erniedrigung” feiern, wie Schwarzer es ausdrückte. Die deutschen Frauen im Hiphop versuchen, gegen solche Frauenbilder zu rappen und damit zu protestieren.

“Ist das echt, was ihr wollt, eine kaputte Nutte? Ist es das, was ihr wollt, eine Eva-Herman-Show?”, rappt Jeenez, die 2004 die erste Frauen-Rap-Crew in Deutschland gründete. (Spiegel)

Natürlich kamen Schwarzer und die beiden MCs nicht so ganz auf einen Nenner. Zwar schien die Ikone des Feminismus sehr positiv gegenüber ihren Mitdiskutantinnen eingestellt, so lässt zumindest der Spiegel-Artikel vermuten, doch ein wenig muss sie doch wieder in die Rolle der Belehrenden und der “das wissen wir doch schon lange”-Argumentation geraten sein. Laut Spiegel-Artikel endeten dann die beiden Positionen - traditionaler Feminismus vs. “Geschwisterlichkeit statt Schwesternschaft” - in Argumentationssackgassen, aus denen nicht mehr viel Neues und Innovatives zu erwarten war.

Interessant ist für mich vor allem der Rundumschlag zur Diskussion bei Femmes ‘R’ Us: Sowohl die Hiphop-Frauen, als auch die weiblichen DJs haben es schwer, sich gegen die männlichen Kollegen zu behaupten, mit ihnen gleich zu ziehen. Der Spiegel resümiert die Lage der Rapperinnen:

(…) exotisch, von den Medien in die “Frauen”-Schublade verfrachtet, von Rappern und ihren Fans argwöhnisch beäugt.

Und Alice Schwarzer ergänzt:

“Eine der härtesten Männerbranchen, ihr habt mehr Gegenwind als wir damals.”

Wo sind die Lösungsansätze für dieses Problem? Ein einfaches: Der Staat muss sie bezahlen, muss sie fördern? Wie kann die “Geschwisterlichkeit statt Schwesternschaft”, die MC Sookee fordert, erreicht werden? Muss die Frauen-Schublade überwunden werden, damit Frauen eine gleichwertige Chance auf dem Markt und in den Clubs bekommen? Fragen über Fragen. Leider konnte keine der beiden Runden so richtig gute Antworten darauf, zumindest aber viele Denkanstöße geben.

“Das Maul aufmachen”

Sunday, August 10th, 2008 von Susanne

Vor ein paar Tagen hat Cyndi Lauper der Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem sie ein kleines bisschen über ihre neue Platte “Bring Ya To The Brink” spricht und sehr viel über Sexismus und Emanzipation. Zum Beispiel:

Sie haben neulich bei einem Konzert Hillary Clinton Ihren neuen Song “Same Old Story” gewidmet. Sind sie verärgert über die demokratischen Vorwahlen?
Was über Hillary verbreitet wurde, war sexistisch. Als Frau finde ich das zum Kotzen. Aber ich weiß, dass diese Mauer schließlich fallen werden wird, denn hinter jeder Frau, die daran stößt, warten schon zwanzig mehr. Darum hatte ich zu Beginn meiner Laufbahn soviel Selbstvertrauen. Ich wusste, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt, aber ich habe die Möglichkeit, mein großes Maul aufzumachen und was zu sagen. Und das werde ich tun.

(…)

Wenn ich Sie vor 15 Jahren interviewt hätte, hätte ich Ihnen zu Ihrer Vorarbeit zur Girl Power gratuliert. Aber inzwischen …
… hat es einen Backlash gegeben, nicht wahr? Heute sieht man keine Girl Power mehr. Man sieht frauenfeindlichen Scheiß und Mädchen, die sich verhalten, als wären sie lobotomisiert. Babes, ihr habt keine Power! Ihr könntet genauso gut Halsband und Leine tragen. Das ist nicht Selbstermächtigung, das ist rückwärtsgerichtet. Aber auch dagegen kommt wieder ein Backlash. Und für all diese Typen, die Leute wie mich zurückdrängen wollen, wird es noch ein schlimmes Erwachen geben.

Ick währ sou gärn Bärlienerinn,

Tuesday, August 5th, 2008 von Meredith

… dann könnte ich nämlich nicht nur zum Femmes ‘R’ US sondern auch zum We B*Girlz-Festival gehen, welches dort seit jetzt stattfindet. Junge Frauen die mit Hiphop zu tun haben, steppen da für ihre Kultur, Identität und yeah, die feministische Sache. Es gibt Breakdance-Workshops, Rap-und Tanzbattles, Diskussionsforen und Grafitti-Kurse. Super, weil die Frau im Mainstreamrap ja oftmals nur aus Arsch & Titten & Goldschmuck zu bestehen scheint, aber gerade der Hiphop für Frauen ein bestärkendes, coolifizierendes Genre sein kann. Ich erinnere mich noch an meine Hiphop-Phase und muss sagen, ich habe mich selten so lässig gefühlt wie in weiten Hosen, Sweatshirts und Adidas Superstars (ja, ist schon ne Weile her) die Straße entlang zu grooven, Cypress Hill im Ohr und den Beat in den Beinen. Wie super muss das dann erst für wirklich kreative junge Frauen sein?

Das reißt nicht nur mich mit, sondern auch unserer aller Alice von Schwarzers Gnaden - die trifft sich nämlich, OMFG, am 9. August zu einem Podiumsgespräch in aller Öffentlichkeit mit MC Pyranja, MC Sookee und der Musikjournalistin Bianca Ludewig. Themen werden Frauenbilder im Rap, Emanzipation, Funktion von Pornografie und Gewalt (klar, gekoppelt) und “die Frage, wie ’sexy’ eine Frau sein darf, wenn sie als Mensch ernst genommen wird”. Das alles wird münden in den Kern aller Pudelinen: “Muss frau sich entscheiden zwischen Bitch und Butch”? Props für MC Schwarzer und ihre Bereitschaft zum Dialog mit der Jugend.

Jetzt mal im Ernst: Ich glaube, das alles wird toll und spannend und mit Sicherheit wird es interessant, was die sich zu sagen haben. Was mache ich eigentlich noch in München? Ach so, stimmt: in der Bibliothek sitzen. Deswegen kann ich euch nur anflehen: Geht hin und erzählt, wie es war!

Das Podium findet statt ab 18.00 in der Alten Feuerwache in Berlin-Kreuzberg, Axel-Springer-Str 40 / 41. Der Eintritt ist frei.

“Ich bin Feministin, aber …”

Tuesday, August 5th, 2008 von Susanne

Unsere Leserin Charlotte arbeitet gerade an einer sehr schönen Seminararbeit: Sie inszeniert Portraits von Feministinnen und Feministen, die mit alten Feminismus-Klischees aufräumen. Gestern haben Barbara (im Bild), Meredith und ich uns schon ablichten lassen. Jetzt seid ihr dran, wenn ihr Lust habt.

Charlotte sucht noch mehr Models, die sich im Foto feministisch positionieren wollen. Wer Lust hat mitzumachen, schreibt ihr einfach eine Mail. Die ganze Serie werden wir nach Abschluss hier in einer Bildergalerie zeigen.

Terminhinweis: Femmes ‘R’ Us

Tuesday, August 5th, 2008 von Katrin

vom 7.-16. August im Radialsystem Berlin.

femmes with fatal breaks

Feminismus in Pop, Musik, Kunst und Film heute

Dieser tolle Kongress beginnt am Donnerstag Abend, 20 Uhr mit der Ausstellungseröffnung, ab 22 Uhr gibt’s Party mit “Femmes with fatal Breaks”, einem flotten DJ-Team. Die Ausstellung wird dann weiterhin vom 8.-16. August täglich von 14.00 bis 0.00 Uhr zu besichtigen sein. Künstlerinnen von London bis New York stellen ihre feministischen Werke aus.

Ein weiteres Highlight ist die Diskussionsrunde am Freitagabend: Zur Frage “Feminism - government’s mission? Economic factor? Insurection” diskutieren Maria do Mar Castro Varela aus Berlin, Chris Straayer und Tiina Rosenberg aus New York.

Am Samstag gibt es zunächst einen Vortrag über Positionen feministischer Filmkritik von Michaela Wünsch, um dann in die Praxis überzugehen, wobei verschiedene Filmscreenings als Beispiele gezeigt werden. Im Künstlerinnengespräch mit Constanze Ruhm und Sabeth Buchmann wird geklärt: “Kann ein Kunstwerk feministisch sein?”, um danach durch weitere Filmscreenings auch dieser Frage nachzuspüren.

Das komplette weitere Programm kann auf der Website von Femmes ‘R’ Us heruntergeladen werden. Und hier geht zu den CVs aller Teilnehmerinnen.

Einzig den DJing-Workshop, der Montag und Dienstag, 11. & 12.08., jeweil von 20.00-0.00 stattfindet, möchte ich noch besonders hervorheben. Wer schon immer einmal selbst mixen und auflegen wollte, kann sich hier einweisen lassen. Ich bin auf jeden Fall auch dabei. DJane zu werden ist nämlich mein heimlicher Traum.

(Foto: © Birgit Wudtke)

Für Mädchen: schön, schlank, sexy

Tuesday, August 5th, 2008 von Barbara

Vor ein paar Wochen schimpfte die Berliner Zeitung mit den Mädchenzeitschriften: Sugar, Bravo Girl! und Mädchen würden die Heranwachsenden konsequent darauf hintrimmen, alles fürs Aussehen zu tun, um sich so einen coolen Typen zu angeln. Nichts Neues, aber dennoch richtig erkannt:

Während junge Frauen in der Pubertät tausende komplizierte Fragen über sich selbst, die Anderen und die Welt beschäftigen, hält die Lieblingszeitschrift einfache Antworten bereit. Sei schön, sei schlank, sei sexy. Denn darauf stehen Jungs.

Der Artikel zitiert auch Doris Katheder, Germanistin und Feministin. Auch sie resümiert das Los der jungen Mädchen:

Wenn sie nun all das tun, was ihnen die Zeitschriften empfehlen, stehen die Chancen vielleicht besser. Und wenn man mit den Jungs zusammen über die Witze der Jungs lacht, befinden sich Mädchen hier schon mal auf der “richtigen”, der chancenträchtigeren Seite. Auch wenn es gegen das eigene Geschlecht geht.

Über die Witze in Bravo Girl! haben wir an anderer Stelle bereits berichtet. Von Doris Katheder erscheint demnächst das Buch “Mädchenbilder in deutschen Jugendzeitschriften der Gegenwart: Beiträge zur Medienpädagogik”.

Was müsste drinstehen, in der Mädchenzeitschrift, die Teenager statt Sugar, Bravo Girl! oder Mädchen kaufen sollen? Wie umgehen mit den schwierigen Themen eigener Körper, Verliebtsein und Wer bin ich eigentlich? Und welches Heft empfehle ich denn nun einem 12-jährigen Mädchen?

Mission Missy

Saturday, August 2nd, 2008 von Susanne

Bald ist sie da, die erste Ausgabe des Missy Magazines. Das Warten an sich ist schon schlimm, aber die Missys heizen die Vorfreude noch ein bisschen an und plaudern ein bisschen aus dem Nähkästchen, woran sie gerade arbeiten, dass die Modestrecke schon fotografiert ist und die Titelgeschichte auch schon steht. Ehrlich gesagt, das macht uns einfach nur noch kribbeliger!

Wir scheinen auch nicht die Einzigen zu sein, die endlich Missy lesen wollen, denn diese tolle Fanpost von Frl. Zucker hat die Redaktion schon jetzt bekommen:

Oktober, jetzt mach mal hinne!