Landtagswahl in Bayern
Wednesday, September 24th, 2008 von BarbaraGanz Bayern macht sich jetzt bereit für die Landtagswahlen am kommenden Sonntag. Zum Thema Frauenpolitik findet man unterschiedliche Positionen von unterschiedlichen Parteien. Etwa die bayerische Wirtschaftsministerin Emilia Müller, CSU. Sie beruft sich auf ihr Parteiprogramm: “In der CSU haben Frauen und Kinder ein Zuhause”. Doch bereits Ende 2007 forderte sie eine Frauenquote für die Postenvergabe ihrer Partei, kein Wunder, sieht sie doch Alice Schwarzer als “unsere Wegbereiterin und Vorkämpferin, unsere Emanzipationsmutter.”
Adelheid Rupp, stellvertretende Landtagsvorsitzende der SPD, äußerte sich in einem Interview mit der LMU München über die Probleme der bayerischen Frauenpolitik:
Ich denke schon, dass die Politik in Bayern frauenfeindlicher ist, nicht aber das Land selbst. Ich erlebe das Zusammenleben in Bayern, auch jenseits der Großstädte, nicht so, dass im normalen gesellschaftlichen und sozialen Umfeld Frauenfeindlichkeit besonders groß geschrieben wird. Gleichzeitig haben wir aber eine Politik der Staatsregierung, die die Probleme, die Frauen haben und die Benachteiligung, die es für Frauen gibt, nicht auf die Tagesordnung setzt.
Die Linke möchte eine ganze Menge für die Gleichstellung tun, wie ihr Parteiprogramm zeigt. Von “einer notwendigen besondere Förderung von Frauen und Mädchen, um nach wie vor vorhandene geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten abzubauen” bis zu “mehr geschlechterspezifischen Projektunterricht in den mathematischnaturwissenschaftlichen Fächern einzuführen, um mehr Mädchen und junge Frauen für technische Berufe zu begeistern”.
Und die Grünen sprechen sich für Geschlechtergerechtigkeit, Demokratie und Frauen “in der ersten Reihe” aus. Also “für konsequente ökologische Modernisierung, gerechte Bildungspolitik und natürlich eine starke Politik für Frauen”, so die Münchner Frauenreferentin Silke Rapp.
Also: Wählen gehen, ihr Leute in Bayern.

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